Wedding zeigt Gesicht gegen Rassismus

Come­dy, inter­ak­ti­ves Kochen und Schau­fens­ter­ki­no: Mit mehr als 60 digi­ta­len Ver­an­stal­tun­gen und Prä­senz-Aktio­nen setzt das Bünd­nis „Zusam­men gegen Ras­sis­mus in Wed­ding & Moa­bit“ ab Sams­tag (13.3.) – trotz Coro­na – wie­der ein Zei­chen gegen Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung sowie für Viel­falt und ein gutes mit­ein­an­der Aller in der Stadt ein. Die zwei Akti­ons­wo­chen wer­den von 26 Bünd­nis­part­nern getra­gen und fin­den in die­sem Jahr zum fünf­ten Mal statt.

“Ich habe den Wedding noch nie so sauber gesehen!”

Der Wed­ding war noch nie eine fei­ne Adres­se. Aber so dre­ckig wie im Moment hat man die Stra­ßen sel­ten wahr­ge­nom­men. Jetzt, wo die Men­schen mehr spa­zie­ren­ge­hen, sehen immer mehr Wed­din­ger, wie viel Dreck eigent­lich auf den Geh­we­gen und in den Grün­an­la­gen liegt. Eine Wed­din­ge­rin hat nicht lan­ge gefa­ckelt, son­dern ihre Nach­bar­schaft via Inter­net zu einer Initia­ti­ve aufgerufen. 

Die Liebe zum Pflegeberuf – trotz allem

Seit vier Jah­ren arbei­tet Anne­lie als Kran­ken­pfle­ge­rin im DRK-Kli­ni­kum im Sol­di­ner Kiez, beson­ders das ver­gan­ge­ne Jahr war hart: Pati­en­ten aus ver­schie­dens­ten Fach­rich­tun­gen, mas­si­ve Unter­be­set­zung und Trau­er sind seit­dem kei­ne Aus­nah­me mehr, aber war es vor­her anders? Wir haben die Kran­ken­pfle­ge­rin gefragt, wie es ihr gera­de geht. 

Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knapp

Sie­ben Tage, sie­ben Mel­dun­gen aus dem Wed­ding: Hier kom­men die News aus der Nach­bar­schaft. Die­se Woche gibt es einen geo­gra­fi­schen Schwer­punkt, der sich zufäl­lig erge­ben hat: gleich drei Mel­dun­gen kom­men aus dem Brun­nen­vier­tel ganz im Süden des Stadt­teils. Doch auch von wei­ter nörd­lich gibt es Neu­ig­kei­ten zu berichten.

Panke-Trail folgt Stettiner Bahn

Humboldtsteg
Hier soll sich eine wei­te­re Brü­cke ein­fä­deln. Foto: And­rei Schnell

Ein Rad­schnell­weg wie eine Auto­bahn ohne Kreu­zun­gen und Ampeln – das bleibt ein Traum. Doch der Pan­ke-Trail wäre immer­hin kreu­zungs­arm. Eine Mach­bar­keits­un­ter­su­chung hat Ende letz­ten Jah­res eine Rou­te für den neu­en Rad­weg aus­ge­wählt. Der Trail ist eine von meh­re­ren Rad­schnell­ver­bin­dun­gen, die Ber­lin bau­en möch­te. Der Favo­rit der Unter­su­chung führt ent­lang der ehe­ma­li­gen Stet­ti­ner Bahn durch die Grün­ta­ler Stra­ße. Und am Hum­boldt­hain soll es eige­ne Brü­cken nur für Rad­fah­rer geben.

Woran im Wedding geforscht wurde – und wird

Standort für Biotechnologie
Cra­nach Haus des Virchow-Klinikums

Desi­gner-Babys, geklon­te Scha­fe oder Gen-Food sind wahr­schein­lich die ers­ten Din­ge, die einem Men­schen in den Sinn kom­men, wenn er oder sie das Wort ‚Gen­tech­nik‘ hört. Seit der Coro­na-Pan­de­mie den­ken vie­le viel­leicht aber auch an den bahn­bre­chen­den mRNA-Impf­stoff von Pfi­zer und BioNtech.Kleiner Exkurs: Bio­N­tech steht für Bio and Tech­no­lo­gy, zu deutsch also Bio­tech­no­lo­gie, genau die Tech­no­lo­gie, mit wel­cher ich mich am Virchow-Kli­ni­kum im Wed­ding beschäftige.

Prinzenallee 58 Soldiner Kiez

Prinzenallee 58: Die jüdische Familie Gattel und ihre Hutfabrik

In der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts lag der Wed­ding noch weit außer­halb, aber die Dyna­mik der Grün­der­zeit ließ Ber­lin aus allen Näh­ten plat­zen. Im Jahr 1880 hat­te die noch jun­ge kai­ser­li­che Reichs­haupt­stadt 1,1 Mil­lio­nen Ein­woh­ner und 25 Jah­re spä­ter bereits etwas mehr als 2 Mil­lio­nen. Damals wur­de der Wed­ding als Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt und neue Hei­mat ent­deckt. Auch in der Prin­zen­al­lee 58 begann mit der Hut­fa­brik Gat­tel ein neu­es Kapitel.