Neue Gleise, altes Lied: BVG saniert Tram

Foto: Sulamith Sallmann

Keine Tram auf der Seestraße, das kennt man schon. Bereits 2018 wurde die Straßenbahnstrecke zwischen Virchow-Klinikum und der Turiner Straße erneuert. Jetzt kommt ein weiterer Abschnitt dran. Dafür wird drei Wochen lang der Straßenbahnverkehr zwischen Björnsonstraße und dem Virchow-Klinikum unterbrochen. Ab 25. Juni wird gebaut – dann fahren die Trams nur bis zum Louise-Schroeder-Platz. Bis zum 26. Oktober müssen Fahrgäste zwischen Virchow-Klinikum und Louise-Schroeder-Platz auf einen Bus-Ersatzverkehr ausweichen.

Die „Roten Beete“ verbinden auf vielen Ebenen

Am grünen Nordrand des Wedding hat sich auf einem verwaisten Parkplatz zwischen dem „Eiffelturm“, einer Ziegelmauer und der Grünfläche vor dem City Kino Wedding ein ungewöhnlicher Gemeinschaftsgarten etabliert. Die „Roten Beete“ unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von anderen Urban Gardening-Projekten wie dem Himmelbeet.

Nicht nur Bars: Was ab heute wieder alles geöffnet werden darf

Cocktail in Kneipen und BarsWir hatten uns ja mit einigen Schließungen arrangiert, aber ab heute dürfen sich wieder weitere Türen öffnen. An manche Dinge wie geschlossene Spielcasinos kann man sich gewöhnen, aber dass Kneipen und Bars mit Einschränkungen geöffnet werden dürfen, bringt ein Stück Normalität in den Wedding zurück. Wir haben das einmal für euch zusammengefasst.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Während die meisten Berliner Mieter nicht einmal ihren Vermieter kennen, da es einfach kein zentrales Register gibt, wem welche Häuser gehören, kann man zumindest unter giessdenkiez.de schauen, welche Berliner Bäume (sogar einzeln anklickbar) wie viel Wasserbedarf haben – und das tatsächlich eine coole Sache. Neben Alter der Bäume und sogar Art, sieht man den aktuellen Wasserbedarf (von wenig bis akut) dargestellt. Zusätzlich ist es möglich sich zu registrieren und einzutragen, falls man einen Baum vor seinem Haus mit Wasser versorgt hat.

3 Konzepte für den Weddingplatz

Im Rahmen des Gutachterverfahrens zum Weddingplatz haben 3 Bürogemeinschaften aus Landschaftsplaner:innen und Verkehrsplaner:innen 3 Konzepte erstellt. Diese werden am 10. Juni im Rahmen der Gutachtersitzung bewertet und ein Konzept zur Umsetzung ausgewählt. Die stimmberechtigten Gutachter:innen setzten sich aus externen Fachleuten sowie Vertretenden der Stadtteilvertretung „mensch müller“, des Bezirksamt Mitte und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zusammen.

Strandbad Plötzensee: Unser Dorf soll schöner werden

So ein Ort ist selbst im vielfältigen Wedding einmalig: Sieben Hektar Landschaftspark, ein denkmalgeschützter Bau mit Zwillingstürmen und ein Uferstreifen mit feinem, sauberen Sand. So viel war schon klar, als wir uns mit Florian, Tamai und Michele vom Strandbad Plötzensee zu einem Rundgang über das Gelände verabredet haben. Die Ausgangsfrage ist natürlich: Wie wird das sein, wenn das Strandbad ab 29. Mai wieder öffnet?

ElisaBeet entsteht – zunächst digital

ElisaBeet Team
M. Stieger und J. Kuhlburger von der Himmelbeet gGmbH

Im nordöstlichen Teil des St. Elisabeth II-Friedhofs im Soldiner Kiez entsteht ab Juni schrittweise ein solidarischer (Gemüse-) Garten für Umweltbildung namens ElisaBeet. Daneben soll eine Aufenthalts- und Erholungsfläche für und mit der Nachbarschaft entwickelt werden. Im Rahmen einer digitalen Zukunftswerkstatt zwischen dem 25. Mai und dem 5. Juni werden jetzt Ideen gesucht.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Ist’s bald vorbei mit der über 40 Jahre langen Geschichte von Karstadt an der Müllerstraße? Gerüchteweise will der Konzern Galeria Karstadt-Kaufhof bundesweit 80 Filialen schließen. Ob die Filiale im Wedding diese Schließungsorgie überlebt, ist fraglich. Vielleicht ist es aber auch nur pokern im Streit mit Gläubigern oder Gewerkschaften.

Ob corona-bedingte Couch-Potato oder systemrelevante Krankenschwester – irgendwie sind wir alle auf ein funktionierendes Verkehrssystem angewiesen. Durch Corona ist einiges durcheinandergewirbelt worden, hat sich irgendwie auch wieder eingependelt, aber auf Dauer werden wir um eine Neuverteilung der Verkehrsflächen nicht herumkommen. Zu Fuß Gehende haben nicht genügend Platz auf dem Gehweg, um Abstand zu halten. Die schmalen Radwege, falls überhaupt vorhanden, bieten auch keinen Komfort, um sich sicher zu fühlen und aufs Rad umzusteigen. Und der Autoverkehr, der für viele die einzige Alternative zur Ansteckungsgefahr in den Öffentlichen zu sein scheint, hat auch wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht. Wie soll das weitergehen?