Ringen ums Parkcafé Rehberge

Wie bereits im Juni berich­tet, soll­te das Trau­er­spiel um das Gebäu­de des seit 2014 geschlos­se­nen Park­ca­fés Reh­ber­ge an der Cat­cher­wie­se eigent­lich ein abrup­tes Ende fin­den: Statt Gas­tro­no­mie hät­te der Box­sport des Ver­eins Her­tha BSC eine neue Heim­statt gefun­den . Einen Beschluss über die sport­li­che Nut­zung hat­te das Bezirks­amt Mit­te am 28. Juli gefasst. Doch die Umwand­lung in eine Box­hal­le woll­te die ört­li­che SPD Reh­ber­ge nicht hin­neh­men. Das Gebäu­de soll­te für alle nutz­bar blei­ben, für die gan­ze Wed­din­ger Bevöl­ke­rung. Jetzt heißt es: Alles auf Anfang.

Ungebremstes Wildbaden im Plötzensee

Wildbaden: Räder in der Uferböschung, Zaun ist kein Hindernis - Foto: Andrei Schnell
Foto: A. Schnell

Jeden Som­mer wird der Plöt­zen­see belieb­ter bei Alt und Jung. Der Zaun und ein paar Schil­der wei­sen auf das Bade­ver­bot außer­halb des Strand­bads hin, doch an Som­mer­ta­gen sind hun­der­te Men­schen an den Ufer­bö­schun­gen oder im Was­ser zu beob­ach­ten. Der See ächzt unter einer Über­nut­zung, zuneh­men­dem Par­ty­to­u­ris­mus und außer Kon­trol­le gera­te­ner Ver­mül­lung. Wir haben wich­ti­ge Punk­te auf­ge­lis­tet, die das ille­ga­le Baden betreffen. 

Bitte kein “Weiter so” bei Karstadt Müllerstraße!

Karstadt-Rettung in Sicht
Foto: Andaras Hahn

Kar­stadt Mül­ler­stra­ße bekommt eine Stand­ort­ga­ran­tie für vor­erst drei Jah­re. „Ein guter Tag für den Ein­zel­han­dels­stand­ort Ber­lin“, froh­lock­te der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter heu­te auf der Pres­se­kon­fe­renz im Roten Rat­haus. Gemein­sam mit Wirt­schafts­se­na­to­rin Ramo­na Pop (Grü­ne) und Kul­tur­se­na­tor Klaus Lede­rer (Lin­ke) durf­te er den Abschluss einer Absichts­er­klä­rung, eines Let­ters of Intent, ver­kün­den, die Ber­lin mit dem Eigen­tü­mer­kon­zern Signa und den Ver­mie­tern von zumin­dest vier Waren­häu­sern erreicht hat.

5 Gründe, warum Karstadt an der Müllerstraße bleiben soll

- und wie der wich­ti­ge Anker­punkt am Leo fit für die Zukunft wer­den kann. Noch bis zum 17. Juli könnt ihr euer State­ment zum Erhalt der Kar­stadt-Filia­le abge­ben, sei es direkt an einem Stand am Kauf­haus­ein­gang, im Foy­er des Rat­hau­ses Wed­ding oder per E‑Mail an die Wirt­schafts­för­de­rung des Bezirks­amts Mit­te. War­um Kar­stadt nicht “irgend­ein” Kauf­haus im Wed­ding ist? Lest selbst!

Coronavirus: Der wichtigste Faktor sind wir selbst

Coronavirus Atemschutzmasken ausverkauft-Schild in der Leo-Apotheke
Foto: Hen­sel

Seit ein paar Wochen sind die Augen des gan­zen Lan­des auf den Wed­ding gerich­tet. Denn am Nord­ufer und an der See­stra­ße befin­det sich das Robert-Koch-Insti­tut. Täg­lich wird von dort aus die aktu­el­le Gefähr­dungs­la­ge ange­sichts des Coro­na­vi­rus ver­mel­det. In der Nacht vom Sonn­tag auf Mon­tag kam dann aus dem benach­bar­ten Virchow­kli­ni­kum die Mel­dung, dass der ers­te Pati­ent, der in Ber­lin durch eine Rou­ti­ne­un­ter­su­chung posi­tiv auf das Coro­na­vi­rus getes­tet wur­de, auf der dor­ti­gen Iso­lier­sta­ti­on unter­ge­bracht wurde.
Die Ret­tungs­stel­le der Inne­ren Medi­zin muss­te 24 Stun­den lahm­ge­legt wer­den, die Mit­ar­bei­ter der betrof­fe­nen Schicht blei­ben nun erst ein­mal zu Hau­se, eben­so wie wei­te­re Kon­takt­per­so­nen. Auf dem Gelän­de des Kli­ni­kums wur­de nun ein eige­nes Unter­su­chungs­ge­bäu­de für Coro­na-Ver­dachts­fäl­le aus­ge­wie­sen, um den rest­li­chen Betrieb nicht zu beein­träch­ti­gen. Wor­auf kommt es jetzt an?

Café Bades: Gastfreundschaft im Antonkiez

In der sonst ruhi­gen Anton­stra­ße am Leo kann man von wei­tem seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Bür­ger­steig vor dem Café Bades stets ein Grüpp­chen jun­ger Leu­te aus­ma­chen. Die Volks­hoch­schu­le Mit­te neben­an und die Wed­ding-Grund­schu­le gegen­über sor­gen für eine bun­te Mischung. Und in der wei­te­ren Nach­bar­schaft hat sich die Qua­li­tät des Espres­sos und Lat­te rum­ge­spro­chen; eine klei­ne ita­lie­ni­sche Fan­ge­mein­de gehört eben­falls schon zur Bades-Community. 

Geschickt kombiniert

Stettiner StraßeDie Mischung macht’s! Eben­so wenig wie eine Stra­ße vol­ler neu­rei­cher Protz­bau­ten in den Wed­ding passt, wol­len wir hier tris­te Anein­an­der­rei­hun­gen der immer glei­chen Laden­ket­ten sehen. Auch wenn der Trend ein­deu­tig in Rich­tung “mehr Mono­to­nie” geht, leis­ten eini­ge Geschäfts­in­ha­ber in unse­rem Stadt­teil Wider­stand. Indem sie ori­gi­nel­le Kon­zep­te mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren und damit etwas schaf­fen, was kein Welt­kon­zern hin­be­kommt: Kiez­lä­den mit Persönlichkeit. 

“Bélaplume”: Französisch designt, im Wedding bedruckt

In der Dront­hei­mer Str. 34 befin­det sich mit dem Statt­lab eine gro­ße Sieb­druck­werk­statt, in der ver­schie­dens­te Künst­ler und Desi­gner Post­kar­ten, Pla­ka­te oder auch Tex­ti­li­en bedru­cken kön­nen. In Work­shops kann man die Tech­nik des Sieb­drucks selbst erler­nen. Auch nach der Schlie­ßung des Stadt­bads Wed­ding, in der sich der Ver­ein Statt­lab e.V. gegrün­det hat­te, ist das Künst­ler­kol­lek­tiv dem Wed­ding treu geblie­ben. Gemein­sam mit vie­len ande­ren Künst­lern arbei­tet auch der 35-jäh­ri­ge Digi­tal­de­si­gner Maxi­me Rabot in der Sieb­druck­werk­statt – vor allem T‑Shirts bil­den den Grund­stock sei­nes Labels Bélaplume.

Sind unsere Spätis in Gefahr?

Nach dem Training geht das Team von Dynamo Dosenbier in den Späti. Foto: A. Keilen
Foto: A. Keilen

14.07.2019 Zwi­schen Anspruch und Wirk­lich­keit klafft oft eine gro­ße Lücke, vor allem wenn es um die Auf­ga­ben des Ord­nungs­amts geht. Man schaue nur ein­mal auf die in zwei­ter Spur par­ken­den Autos auf der Mül­ler­stra­ße oder die Hun­de­hau­fen auf unse­ren Geh­we­gen. Die Tole­ranz der Ber­li­ner wird oft bis an die Gren­ze stra­pa­ziert. Nur bei einer Sache hört der Spaß dann wirk­lich auf: Wenn durch Kon­trol­len an Sonn­ta­gen die Laden­schlie­ßung bei Spä­tis durch­ge­setzt wird. Die­se meist inha­ber­ge­führ­ten Fami­li­en­be­trie­be sind die wah­ren sozia­len Mit­tel­punk­te der Kieze, auch im Wed­ding. Sie dür­fen nor­ma­ler­wei­se sonn­tags nicht öff­nen, was aber bis jetzt nie­man­den gestört hat.