„Wedding, ich komme“: Tagebuch aus der Corona-Quarantäne

Ein Blick nach draußen muss für mindestens 14 Tage reichen. Foto: Charleen Effenberger

UPDATE Ines G. ist 36 Jahre alt und wohnt am Gesundbrunnen. Die Grafikerin arbeitet im E-Commerce. Seit ein paar Tagen steht sie unter Quarantäne – weil sie über Umwege Kontakt mit dem ersten Corona-Infizierten in Berlin hatte. Das ging von jetzt auf gleich.  Wir haben sie gebeten, uns aus der Quarantäne zu berichten.

Ungewöhnliche Geschäfte im Wedding (Teil 2)

Lange vergessener Laden in der Seestraße

Im Wedding gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Vor allem aber verstecken sich im Kiez ungewöhnliche Läden, die wir als Weddinger unbedingt unterstützen sollten. Denn bevor alles nur noch von den immer gleichen Ketten dominiert wird, sollten wir uns an den vielen bunten Shops erfreuen, die es zum Teil schon sehr lange gibt. Hoffen wir, dass das angesichts steigender Mieten noch lange so bleibt. In unsere Serie stellen wir euch einige besondere Läden vor.

Über die Nacht der Solidarität

Kommentar: Wer in Berlin wohnt, kommt am Thema Obdachlosigkeit schlicht nicht vorbei. Auch im Wedding zeigen zahlreiche Hilfeeinrichtungen und Institutionen, welche Relevanz dieses Thema in unserer Nachbarschaft hat. Doch frage ich mich oft, wie ich einen Beitrag zur Besserung der Situation von Menschen ohne festen Wohnsitz leisten kann. Ende letzten Jahres dann wurde ich auf die “Nacht der Solidarität” aufmerksam . Eine Teilnahme war für mich völlig klar, denn die Notwendigkeit, eine Zahl von auf der Straße schlafenden Personen zu erfassen, um entsprechende Hilfsangebote anzupassen, erschien mir sehr einleuchtend. Etwas naiv, wie ich mir später eingestehen musste.

„Schriftstellerhaus“: Herausholen, was in Leuten steckt

Hereinspaziert! Ingrid Kaech sagt: „Willkommen im Schriftstellerhaus/phase1!“
Foto Maja Schudi

In der Spanheimstraße in Gesundbrunnen gibt es etwas, das es in dieser Art und Weise in Berlin sonst nicht gibt: einen Rückzugs- und Begegnungsort nur für Schreibende. In der Hausnummer 1 existiert eine Austausch- und Arbeitsplattform für schreibende Profis und Amateure gleichermaßen. Die Räume des Schriftstellerhauses befinden sich im Erdgeschoss. Ingrid Kaech, die Leiterin des Schriftstellerhauses, hat vor ein paar Jahren die Räume angemietet und komplett umgestaltet. Sie kümmert sich nun in Eigenregie um sämtliche Belange des Hauses, leitet auch die Seminare und Arbeitsgruppen. Ich treffe mich mit ihr, um mehr über sie und das Schriftstellerhaus zu erfahren.

Die Liesenbrücken werden zur Location

5.2.2020 Es ist ein Auftrag, von dem viele Architekten träumen: Lassen Sie sich etwas für eine Brücke einfallen! Die Architekten Gil Wilk und Ana Salinas haben die ungewöhnliche Aufgabe erhalten, aus den Stahlkolossen der Liesenbrücken Gebäudeflächen zu machen. Der Besitzer der Brücken, das Unternehmen CapRate, bestätigt, dass eine Beherbergungsstätte mit 340 Zimmern und eine Veranstaltungsfläche für 800 Personen geplant sei.