Gut „behütet“ im Afrikanischen Viertel

Es riecht noch nach Farbe vom Renovieren und ein wenig nach Strohsteife in Angela Klöcks Hut–Werkstatt. Das Erste, was sofort im Schaufenster auffällt, ist die bunte Vielzahl an verschiedenen Hütten und Kappen, die auf verschieden hohen Metallständern zur Schau gestellt sind und sehr neugierig machen.
 Ruhiges, aber emsiges Treiben herrscht im Laden. Am Arbeitsplatz, konzentriert am Abstecken und Beschneiden einer neuen Wollfilzkappe, sitzt Inhaberin und Hutmacherin Angela Klöck und erzählt von ihrer Passion. 


Der Musikfilm zum Kiez: „Sweet Wedding Suite“

Die Weddinger können Teil eines ganz besonderen Filmprojekts sein. Am Sonntag, den 17. Dezember um 19 Uhr wird ein Jazz-Konzert des Avantgarde-Jazztrios „Oh!-Kester Osloer-3“ aufgeführt. Die aufgenommene Musik wird danach mit Bildern aus dem Wedding zu einem Musikfilm zusammengeschnitten, der in der Tradition von Walter Ruttmanns „Berlin – Sinfonie der Großstadt“ steht. Die Filmemacher sind im Wedding wohlbekannt, denn mit der Filmreihe „Müller Ecke Afrika“ haben sie schon einigen Weddingern ein Porträt geschenkt.

Ein Rundgang mit dem Platzdienst vom Leo

Der Platzdienst vom Leopoldplatz
Der Platzdienst vom Leopoldplatz setzt auf Kommunikation und Moderation. Foto: Andrei Schnell

Es ist ein feuchter Nachmittag Ende November. Auf dem hinteren Leopoldplatz stehen Männer in schwere Parkas gewickelt. Sie haben sich getroffen, um statt warmem Tee gemeinsam ein paar kalte Biere zu trinken. Einer bemerkt die Kamera und löst sich aus der Gruppe. Er schnauzt: „Ey, habt ihr uns gefilmt?“ – Trotz des barschen Tones seines Gegenübers lächeln die beiden Mitarbeiter vom Platzdienst: „Nein. Wir haben nur ein Foto von uns selbst gemacht. Nicht von Ihnen.“ Der Platzdienst mit den blauen Wetterjacken dreht seit wenigen Monaten auf dem Leopoldplatz seine Runden. Der Platzdienst wird von der Firma Urbanus Concept betrieben, einem Unternehmen, das sich als Sicherheitsdienst der anderen Art sieht. Der Weddingweiser ist eine Runde mitgelaufen.

AmMa65: Vorkaufsrecht des Bezirks ist jetzt gefordert

Foto: AmMa65

Wir hatten vor zwei Wochen über die Bemühungen der Mieterinnen und Mieter des Eckhauses Amsterdamer / Malplaquetstraße berichtet, den Verkauf ihres Hauses abzuwenden und selbst gemeinschaftlich als Käufer aufzutreten. Nun ist das Haus verkauft worden. Der Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) hatte sich im Vorfeld dafür ausgesprochen,  erstmals das Vorkaufsrecht des Bezirks anzuwenden. Doch dafür drängt die Zeit, wie der Verein der Hausbewohner AmMa65 mitteilt.

Weddingmelder-Wochenschau #49/17

Wir freuen uns über einen weiteren barrierefreien U-Bahnhof im Wedding, nämlich Afrikanische Straße (U6). Und nicht nur die Tatsache, dass es dort einen Aufzug gibt, ist erfreulich, es ist auch noch ein besonders schönes Exemplar geworden, das im Dunkeln wie ein Tor zum Wedding leuchtet.

Und wusstet ihr, dass Max Josef Metzger (genau, der, nach dem der Platz zwischen Gerichtstraße, Müllerstraße und Arbeitsagentur benannt wurde) sich für Esperanto interessierte? Dementsprechend werden Schriftzüge im Infosystem der neuen Grünanlage in dieser Kunstsprache verfasst, meldet die Berliner Woche.

Mehr Themen in unserer semajno retrospektivo (Esperanto für Wochenschau).

Flüchtlingskind Lana wohnt jetzt im Wedding

Lana aus Syrien (rechts) mit Svenja und ihrem Bruder Layth. Foto: Oertel
Lana aus Syrien (rechts) mit Svenja und ihrem Bruder Layth. Foto: Oertel

Wo sind eigentlich die vielen Flüchtlinge, die in den vergangenen zwei Jahren zu uns gekommen sind? Laut Statistik kamen in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 1,2 Millionen Asylsuchende nach Deutschland, doch wenn ich durch meinen Kiez laufe, sehe ich keinen von ihnen. Vielleicht, weil Wedding multikulturell ist und die Geflüchteten im Straßenbild nicht auffallen? Ich mache mich auf die Suche nach den Neuankömmlingen und lerne die 17-jährige Lana aus Syrien kennen.

The Visit – Vorbote einer neuen Generation Cafés am Leo

Essen bei The VisitWas den Wedding früher ausgezeichnet hat? Billige Mieten, keine besonderes aufregende Gastronomie. Ersteres hat sich, wie in ganz Berlin, geändert, letzteres an vielen Stellen auch. Da es schon seit ein paar Jahren im Wedding auch höherpreisige Lokale gibt, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein entsprechendes Café seine Pforten öffnet. The Visit ist so ein Laden, am Standort des ehemaligen Nähmaschinengeschäfts, direkt am Leo.