Wiesenburg „vorsichtig zuversichtlich“

Dirk Feistel
Dirk Feistel unterschreibt die Kooperationsvereinbarung im Namen des Wiesenburg e.V. Foto: Andrei Schnell

Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur künftigen Wiesenburg. Am 17. Juni haben alle Beteiligten feierlich eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Dirk Feistel vom Vorstand des Wiesenburg e.V. ist an diesem Tag „vorsichtig zuversichtlich“. Es könnte nun klappen, dass die Wiesenburg zu einem Modell wird „für urbane, selbstbestimmte Räume in unserer Stadt“. Nun soll bis zum Herbst über konkrete Details zur Zukunft des ehemaligen Obdachlosenasyls verhandelt werden.

Nach wem sind diese Straßen eigentlich benannt? (Teil 1)

Straßenname auf Schild
Foto: Samuel Orsenne

Im Afrikanischen, im Englischen oder im Brüsseler Viertel, aber auch im Brunnenviertel oder im Soldiner Kiez sind viele Straßen nach Ländern, Orten oder mit Bezug auf Kriegsschauplätze benannt. Da kann man schon eine kleine Weltreise machen. So mancher Straßenname im Wedding und Gesundbrunnen klingt merkwürdig. Nicht wenige sind nach Personen benannt – mit teilweise sehr fragwürdigen Biographien. Wer dahinter steckt, dürfte allerdings kaum jemand wissen. Wir erklären euch kurz, mit wem wir es da zu tun haben.

Cucina Inflagranti: Pizza aus dem Holzfeuerofen am Weddinger Strand

Wer sich letztes Jahr schon öfter am Strand des Plötzensees aufgehalten hat, kennt den unwiderstehlichen Pizzageruch des Inflagranti Foodtrucks schon. Zufällig und spontan fand der Truck zwischen verschiedenen Festivals ein neues Zuhause auf dem Gelände des Strandbads. Nun wurde aus der temporären Variante eine richtig ummauerte Sache: die Cucina Inflagranti ist geboren!

Digital sprießen ganz viele Ideen: Zukunftshaus Wedding

Im Paul-Gerhardt-Stift

Besonders betroffen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sind Familien. Zwar öffnen Kitas und Schulen inzwischen wieder schrittweise ihre Türen. Noch ist aber nicht absehbar, wann wieder Normalität erreicht werden kann und wie der Betrieb nach den Sommerferien weiter gehen soll. Auch das Familienzentrum im »Zukunftshaus Wedding« der Paul Gerhardt Soziales gGmbH musste seine Aktivitäten seit Mitte März drastisch zurückfahren.Kitas und Schulen galten zu Beginn der Pandemie als potenzielle Hotspots der Infektionstätigkeit. Denn bei jeder Grippe- oder Erkältungswelle, so zeigt die Erfahrung, werden die Viren in Kitas und Schulen immer besonders schnell übertragen. Da Kinder meist keine Immunität gegen die aktuell zirkulierenden Virenstämme haben, infizieren sie sich fast immer wesentlich schneller. Gegen das Coronavirus sind aber auch die Erwachsenen noch nicht immun, also grundsätzlich genauso gefährdet. Und offenbar stecken sich vor allem kleinere Kinder nicht so leicht an. Da sie aber meist sehr kontaktfreudig sind, hebt sich dieser Vorteil in der Praxis möglicherweise wieder auf. Die wissenschaftlichen Debatten dazu sind noch im Gange, als gesichert gilt aber, dass die Krankheit bei Kindern wesentlich seltener einen schweren Verlauf nimmt.

„Ab nach Hause“- Ein Film der Beuth Hochschule im Wedding

„Ab nach Hause“ ist das erste fiktionale Filmprojekt an der Beuth Hochschule im Wedding.  Der Film befindet sich momentan in der Vorproduktion und Finanzierungsphase. Da die Beuth Hochschule keine finanzielle Unterstützung bietet, sind die Studenten Viktor Kunze und Co.  auf die Hilfe Dritter angewiesen.  Von daher läuft seit dem 17. Juni eine Crowdfundingkampagne. Wer Interesse an dem Film hat und vielleicht sogar sein Foto im Hintergrund hängen haben möchte, ist herzlich dazu eingeladen hier zu spenden.

Plan für Liesenbrücken hinfällig?

Liesenbrücken
Die Liesenbrücken von oben: Foto Weddingweiser

Jahrzehntelang zeigte die Deutsche Bahn kein Interesse an den Stahlkolossen der Liesenbrücken, wollte sie unbedingt loswerden. Doch nun überlegt überraschend der Berliner Senat, ob die S-Bahn-Berlin für die Rostbrücken eine Verwendung haben könnte. Und er stoppt im Bezirk weit entwickelte Pläne für die Brücken. Ein Investor wollte die Stahlriesen zu einem Veranstaltungsort umbauen und auf ihnen einen lang ersehnter Fuß– und Radweg freigeben. Doch nun heißt es erst einmal: Zurück auf unklar.

Wildbienen auf Balkonien

Auch auf Balkonen kann man gute Bedingungen für Wildbienen schaffen. Dabei lassen sich Kinder gut einbeziehen, die das ganze Jahr über viel über die Natur lernen können. Wildbienen sind extrem wichtig für die Natur und die Landwirtschaft, denn sie bestäuben nicht nur Obstbäume. Etwa 550 verschiedene Arten gibt es in Deutschland, doch etwa die Hälfte davon ist vom Aussterben bedroht. Denn durch die immer intensivere Land- und Forstwirtschaft verschwinden die Pflanzen, von deren Pollen sich die Wildbienen ernähren, und die Nistplätze in totem Holz oder in Trockenhalmen. Viele seltene Bienenarten finden in Städten ihre letzten Refugien, wo die Artenvielfalt inzwischen weit größer ist als in landwirtschaftlich geprägten Räumen.

Füttern an den Weddinger Seen verboten

Graureiher am Möwensee (C) Katja Witt

Im Volkspark Rehberge und im Park am Plötzensee ist das Füttern von Wildtieren künftig grundsätzlich verboten. Das beschloss das Bezirksamt Mitte im Januar. Ähnliche Regelungen gelten auch für den Großen Tiergarten sowie das Engelbecken und den Luisenstädtischen Kanal. Dort werden jetzt entsprechende Hinweisschilder angebracht.Zwar sind sich Natur- und Tierschützer grundsätzlich darin einig, dass man freilebende Tiere in der Stadt nicht füttern sollte. Aber verboten ist das in Berlin bislang nicht – oder besser gesagt: nicht so richtig eindeutig.