Geld für marode Schulen im Wedding

Grafik: Hensel
Neubau oder Sanierung? In die Weddinger Schulen sollen Millionen fließen. Grafik: Hensel

Nun geht es zur Sache. 5,5 Milliarden Euro stehen durch die Schulbauoffensive des Senats bereit, um in den nächsten zehn Jahren an Berliner Schulen verbaut zu werden. Großprojekte im Wedding sind der Neubau einer Oberschule neben der der Albert-Gutzmann-Grundschule und ein Planspiel zu einem Neubau in der Sellerstraße. Auch der Schadensfall Ernst-Reuter-Oberschule wird teuer. Zwei bestehende Grundschulen erhalten zusätzliche Modulbauten. In diesem Beitrag steht, wie viel jede Weddinger Schule bekommen soll.

Kiki Sol: Jam-Sessions im Wedding

Jam-Session im Kiki Sol. Das es eine Raucherbar ist, sieht man, oder? Foto: A. Keilen
Jam-Session im Kiki Sol. Dass es eine Raucherbar ist, sieht man, oder? Foto: A. Keilen

Zwischen Wohnblöcken, Antiquitätenläden und Supermärkten, direkt an der viel befahrenen Reinickendorfer Straße, gliedert sich unauffällig eine kleine Bar in das Stadtbild ein. Das Kiki Sol ist ein öffentliches Wohnzimmer und Künstlertreff, das zu einem entspannten Beisammensein mit Jam-Sessions einlädt.

Einen Kaffee ohne Becher, bitte!

Einwegbecher im Humboldthain. Nach wenigen Minuten war er Müll. Foto: Hensel
Einwegbecher im Humboldthain. Nach wenigen Minuten war er Müll. Foto: Hensel

Sie liegen im Humboldthain herum und säumen viele Straßen und Plätze: benutzte Kaffeebecher. Es sind einige von 170 Millionen Einwegbechern, die pro Jahr allein in Berlin anfallen. Was nur wenige Minuten für den Unterwegs-Kaffee genutzt wird, landet im Anschluss im Müll oder im öffentlichen Raum. Die Initiative Better World Cup will das ändern. Manche Cafés im Wedding bieten unabhängig davon eigene Rabatte an.

Weiter unverblümt durch den Wedding

Swing Workshop vorm Kugelblitz. Foto: georg+georg
Swing Workshop vorm Kugelblitz. Foto: georg+georg

Gute Nachrichten für alle Freunde der unverblümt Kulturexpeditionen: Die beliebte Kultur- und Konzertreihe wird drei weitere Jahre vom Quartiersmanagement Pankstraße gefördert und so werden schon sehr bald wieder unverblümte Karawanen mit Pauken, Trompeten und einer satten Portion Kultur durch den Pankstraßen-Kiez ziehen. Veranstalter ist weiterhin die Weddinger Agentur georg+georg in Kooperation mit den Kollegen 2,3. Der erste Termin in diesem Jahr ist der 26. April.

Parkraumbewirtschaftung bis zur Badstraße?

Auch östlich der Müllerstraße wird jetzt ein integriertes Verkehrskonzept entwickelt. Am 22. Februar präsentierten die vom Bezirk beauftragten Verkehrs- und Landschaftsplaner im Cittipoint die Ergebnisse des Verkehrs- und Freiraumkonzeptes Nebenstraßen, das sie für den Brüsseler Kiez und seine Umgebung erstellt haben. Unterdessen sind jedoch auch östlich der Müllerstraße die Planer aktiv geworden: Ein großer Bereich zwischen Müllerstraße, See- beziehungsweise Osloer Straße und Badstraße bis hin zum Humboldthain und zur Liesenstraße wird zur Entwicklung eines Konzepts der Parkraumbewirtschaftung untersucht, außerdem soll ein Konzept für den Fußgänger- und Fahrradverkehr.

Feierabendbier an der be’kech-Bar

be'kech-Bar
Prost be’kech-Bar! Foto: be’kech

Dass sich in der Exerzierstraße 14 Berlins erstes Anticafé befindet, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nachdem das Coworking-Café von Louna und Nina den ersten Praxistest mit Bravour bestanden hat, gehen die beiden Betreiberinnen nun einen Schritt weiter. Das be’kech verwandelt sich ab Freitag (2.3.) um 19 Uhr in eine Bar. Morgen ist offizielle Bareröffnung mit Sektempfang, Snacks und Musik von Shamsa aus Jordanien.

Der Wedding bleibt hässlich

Fahrrad, Antwerpener Straße, kuriosParkverbotsschilder auf dem Gehweg sind ihre ersten Vorboten. Wenig später schon folgen die Abschlepper, gern von ein bis zwei mehr oder minder präsenten Polizeiuniformen flankiert, bevor es offensichtlich wird. Das bis gestern noch recht unscheinbare Wohnhaus wird eingerüstet – und verschwindet für mehrere Wochen gänzlich hinter Hämmern, Stemmen und (vielleicht bald schon geklauten) Bauaufzügen. „Gentrifidings“ ruft man eilig dort, wo von außen mal eben aufgehübscht werden soll. Dabei steht auch deswegen längst fest: von innen bleibt der Wedding hässlich. Trotz neuem Zeppelinplatz. Trotz aufgeklebter Dämmplatten. Trotz der neuen Fassaden, der neuen Balkone und der aufgemalten Klinkersteine.