Straßenumbenennungen: Widerspruch ist teuer!

Maji-Maji-Allee, Anna-Mungunda-Allee, Manga-Bell-Platz und Cornelius-Fredericks-Straße statt Petersallee, Nachtigalplatz und Lüderitzstraße? Lassen wir an dieser Stelle die längst abgeschlossene Diskussion über die Notwendigkeit der Umbenennungen von Straßen im Afrikanischen Viertel einmal beiseite. Das Verfahren ist inzwischen fast zum Abschluss gekommen – der vorerst letzte Akt war die Erteilung von 127 Widerspruchsbescheiden an Anwohnerinnen und Anwohner. Für die enthielt das Schreiben des Bezirksamts vom 22. Dezember eine böse Überraschung.

Silvestermüll: Ehrensache für Weddinger

Alle Jahre wieder – und noch unwitziger als die 100.000. Wiederholung von „Dinner for One“ ist der Anblick der total zugemüllten Straßen nach der Silvesternacht. Nicht nur, aber eben auch vor unserer Tür, im Wedding. An Neujahr geht man spazieren, allein schon, um zu schauen, welche Spuren die „Naturkatastrophe“ Silvester hinterlassen hat. Eine von einem Böller zerfetzte Ratte vor der Haustür war da noch das Originellste, was ich diesmal zu sehen bekam. Aber ich sah auch Weddinger Kiezbewohner, die sich mit Besen und Schubkarre bewaffnet haben und die ersten Spuren beseitigen. Und zwar die vom Feiern anderer Leute. So sehr mich dieses vereinzelte Engagement erfreut, so sehr ärgert mich die Mentalität derjenigen, die den Müll verursacht haben. Irgendjemand wird’s schon wegräumen, wie immer. Wofür bezahlt man schließlich Hundesteuern, Abfallgebühren oder andere Abgaben?

CHAKAL: Weddinger Alltagstaschen mit Clou

Was macht „Klick-Klack“ und kommt aus dem Wedding? Eine Tasche, die eine einmalige Kombination aus robuster wasserabweisender Fahrradtasche und bequemem, stylischen Rucksack bietet. Das Besondere an der Tasche sind die Schlaufen und die Karabinerhaken, mittels derer der Rucksack am Gepäckträger befestigt wird. Und die den Alltagstest besteht. Wir stellen euch das neue Label vor.

silent green Kulturquartier: Zeitlose Würde

Achteckiger Innenhof des Krematoriums

Im Wedding stand ab 1996 eine millionenschwere Investition, die modernste Feuerbestattungsanlage Europas. Sie bot unterirdisch Platz für 817 Särge. Nach nur fünf Jahren wurde sie geschlossen, die Geschichte des historisch bedeutsamen Krematoriums Wedding fand ein jähes Ende. 2013 begann ein neues Leben des Geländes als silent green Kulturquartier. Die historischen Anlagen wie die Kuppelhalle und die moderne Betonhalle unter der Erde wurden zu einem Kulturort erster Güte umgebaut. Heute ist das Gelände unter anderem Berlinale-Standort.

Überraschendes Blessing 66

Man muss schon einen Tipp bekommen, um dieses kleine Café-Bistro in der Triftstraße zu entdecken. Dabei liegt das Blessing 66 sehr verkehrsgünstig, fast an der Ecke zur Müllerstraße, und doch übersieht man den schmalen Laden schnell. Das wäre sehr schade, denn neben Kaffee, Kuchen und anderen Süßspeisen bekommt man hier das vielleicht leckerste Falafel-Sandwich weit und breit geboten.