KUSH: Brücke zwischen Orient und Afrika

An der oberen Müllerstraße ist außer dem tosenden Verkehrslärm nicht viel los. Wer würde da etwas ganz Besonderes vermuten? Hier hat sich eine Filiale des Kreuzberger sudanesischen Imbisses Basmah angesiedelt. Und wer glaubt, alle im Wedding bekannten Varianten von Falafel, Halloumi & Co. ausprobiert zu haben, sollte sich einmal auf die exotische, sudanesische Spielart dieser Küche einlassen.

Ganz selbstverständlich vegan: veg.room

Smoothie Foto: veg.room

„Wir sind Veganer ohne Kompromisse“, sagt Aga. Mit ihrem Café „geh.veg“ in der Moabiter Birkenstraße beweist die gebürtige Polin, dass man Erfolg hat, wenn man seiner Linie treu bleibt. Doch der Laden in Moabit leidet unter Platzmangel. „Meine große Liebe gehört sowieso dem Wedding, wo ich seit 15 Jahren wohne“, sagt Aga. Sie hat dort auch nach einem leerstehenden Laden für eine Filiale gesucht. Gefunden hat sie ihn in der ehemaligen Schwäbischen Bäckerei in der Triftstr. 37 nahe der Torfstraße. Der in dunklen Tönen gehaltene „veg.room“ soll die Erfolgsgeschichte jetzt auch im Wedding weiterschreiben, wo viele Stammgäste des Moabiter Ladens herkommen.

Die Julius-Leber-Kaserne, terra incognita.

Nur wenige Bewohner unseres Stadtteils haben in dieses gut einen Quadratkilometer große Stück Wedding schon einmal einen Fuß gesetzt. Und das, obwohl sich darin sogar ein Freibad und ein Hallenbad befinden. Es handelt sich um die Julius-Leber-Kaserne, die größte Kaserne Berlins, einen militärischen Sicherheitsbereich, von einer Mauer mit Stacheldraht umgeben. Wir bringen ein bisschen Licht ins Dunkle.

Post mit einem Lächeln

Palim, palim. Rein in den Zeitschriftenladen an der Ecke. Hinter Zeitungsständern und dem Verkaufstresen ist ein kleiner Bereich ähnlich wie eine Kinderpost eingerichtet, sogar mit elektronischer Briefwaage. Die nette Ladenbesitzerin, die sich eben noch um den Lottoschein eines Rentners gekümmert hat, wiegt meinen Brief, klebt eine Marke drauf und wirft ihn auf den Stapel hinter sich. Das alles dauert eine Minute, und ein freundliches Wort hat sie auch immer übrig.

„Wedding? Ich bleibe hier!“ gewinnt

Foto: Andaras Hahn

Am 15. Dezember wurden im City Kino Wedding die zwölf beim Wettbewerb „90 Sekunden Wedding“ eingereichten Kurzfilme gezeigt. Im Anschluss daran konnten die etwa hundert Zuschauer für ihren Lieblingsfilm abstimmen. Gewonnen hat ein Film, der in nur einer einzigen Kameraeinstellung den verkehrsumtosten Leopoldplatz zeigt, aber dennoch sehr eindringlich die Situation einer stadtbekannten Obdachlosen zeigt.