Die Geschichte des Rathauses Wedding

Klassische 1920er Jahre am Rathaus-Altbau
Rathaus Wedding

Durch das Gesetz „Über die Bildung einer Stadtgemeinde“ vom 26. April 1920 wurden 8 Stadt-, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zu der Stadtgemeinde Berlin in 20 Verwaltungsbezirken zusammengeschlossen. Der „3. Verwaltungsbezirk“ war der Wedding. Dringend benötigt wurde der Bau eines Rathauses, das an der Müllerstraße 146 nach den Plänen des Magistratsoberbaurat Hellwig entstehen sollte.

Verfallendes Parkcafé Rehberge: Auf die lange Bank geschoben

Patrick Neideck

Es ist ein Jammer, wie das Parkcafé Rehberge seit dem Tod des Pächters vor fünf Jahren vor sich hin verfällt. Immer wieder gibt es Initiativen, das im Bezirkseigentum befindliche Gebäude zu reaktivieren. Jetzt hat ein Weddinger Gastronom Interesse gezeigt, das marode Gebäude zu renovieren und eine Ausflugsgaststätte im Herzen des Parks zu etablieren. Doch der Bezirk will sich nicht festlegen, was die Zukunft des Parkcafés angeht – und sagt dem Investor ab.

Sonntagsspaziergang: Wedding am und im Fluss

Unscheinbar, überbaut, keine Einbindung in die übrige Innenstadt – so lieblos zeigt sich der Lauf der Panke auf ihren letzten Metern. Aber nicht nur Weddings einzigem richtigen Fluss, sondern der ganzen Gegend ist durch Kriege und den Mauerbau übel mitgespielt worden. Die dichte Bebauung von einst ist zwar unwiederbringlich verloren, aber die vielen kleinen und großen Sehenswürdigkeiten lohnen trotzdem einen Spaziergang pankeaufwärts.

Wo ist die geologische Wand aus dem Humboldthain?

geologische Wand im botanischen Volkspark Pankow
Die geologische Wand aus dem Humboldthain – im botanischen Volkspark Pankow. Foto: Hensel

Wer von der geologischen Wand im Wedding gehört hat und sie sehen will, der wird lange suchen müssen. Aus dem Volkspark Humboldthain, wo sie einst errichtet wurde, ist sie bereits 1914 weggezogen. Heute residiert sie im Botanischen Volkspark Blankenfelde in Pankow. Dort kann man sie zu den Parköffnungszeiten besuchen und etwas über die Erdgeschichte Mitteleuropas lernen.

Unterhaltsame Geschichte des Vergnügens

Historisches Foto fürs Geschichtscafé
Atrraktion Shimmytreppe um 1904. Was das für ein Spaß war, erklärt das Geschichtscafé. Foto gemeinfrei.

10.06.2019 Bei einem Geschichtscafé am 14. Juni geht es um Vergnügen vor 100 Jahren im Wedding. Anno erzählt führt durch das Brunnenviertel, zeigt alte Fotos und lädt ein, alte Spiele auszuprobieren. Treff ist um 18 Uhr am U-Bahnhof Bernauer Straße. „Vergnügen zwischen Kino, Schwof und Rummel“ nennt Anno erzählt die Veranstaltung über Vergnügen im alten Arbeiterbezirk.

Tradition: Möbel an der Pankstraße

Möbel Kraft Eingangsbereich zum MöbelhausIm Wedding stehen Möbel manchmal einfach auf der Straße, zum Mitnehmen, aber eher zum Entsorgen. Warum fällt Berlinern trotzdem „Möbelkauf“ ein, wenn sie an den Wedding denken? Der Grund ist das Möbelhaus in der Pankstraße, das lange als „Höffner“ firmierte und jetzt „Möbel Kraft“ heißt. Aber auch das Restaurant des Möbelhauses ist ein Anziehungspunkt an der Pankstraße.

Neuer Glanz fürs Strandbad Plötzensee

Der Wedding hat im Laufe der Jahre viel von seiner Geschichte verloren. Für eine über 100 Jahre alte „blaue Perle“ scheint es nun aber einen Rettungsanker und eine Zukunft zu geben. Das Freibad am Westufer des natürlichen Gewässers mit seinem markanten Backsteingebäude ist seit diesem Jahr an ein neues Team verpachtet. Die Betreiber Michael Verhoeven und Katharina Zahn – Geschäftsführerin – wollen das Potenzial dieses Naturparadieses mitten in der Stadt heben, und etwas gegen die permanente Übernutzung des Sees an seinem Ostufer tun. Statt wild im Landschaftsschutzgebiet zu baden soll es wieder gute Gründe geben, ins frisch renovierte Strandbad zu gehen.