„Spurensuche Kolonialer Sprengelkiez“ – deutscher Kolonialismus in Samoa und China

Sprengel-/Samoastraße

Warum gibt es im Wedding eine Samoastraße und einen Pekinger Platz? Aktuell wird in den Medien viel über deutschen Kolonialismus und Rassismus debattiert. Daher lud das Interkulturelle Gemeinwesenzentrum „Sprengelhaus“ in der Sprengelstraße 15 am 17. Juni zur Führung „Spurensuche Kolonialer Sprengelkiez“ ein. Unsere Autorin war mit von der Partie.

Heimatverein sorgt sich um Gedenkorte

Das MitteMuseum

Der 1984 gegründete Weddinger Heimatverein e.V., auf dessen Engagement u.a. das MitteMuseum an der Pankstraße (ehemals Heimatmuseum Wedding) zurückgeht, hat sich in einem Brief an den Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel gewandt. Vereinsvorsitzender Bernd Schimmler sorgt sich um den Umgang mit historischem Gedenken im Alt-Bezirk Wedding. Wir geben den Brief vom 14. Juni in Auszügen wieder.

Makkabi im Stadtbad Wedding: Der internationale jüdische Schwimmwettkampf von 1935

Im Februar 1935 war das Stadtbad Wedding in der Gerichtstraße ein viel beachteter Austragungsort des jüdischen Schwimmsports. Es fand das internationale Makkabi-Schwimmfest statt und es sei die erste „internationale jüdische Schwimmsportveranstaltung in Deutschland“, so eine Vorankündigung in der Jüdischen Rundschau am 22. Februar 1935.

Vor 100 Jahren entstanden: Der Bezirk Wedding

Panorama Prinzenallee Pankstraße St. PaulskircheVor 100 Jahren, 1920, entstand Groß-Berlin. Schon 1861 waren die Vorstädte Wedding und Gesundbrunnen eingemeindet worden und selbst zu dichtbesiedelten Stadtteilen mit Einwohnerzahlen einer Großstadt herangewachsen. 1920 kamen dann 7 Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke dazu, wodurch sich die Einwohnerzahl des neuen Berlin verdoppelte. Für den Wedding und Gesundbrunnen änderte sich auch einiges, denn sie bildeten einen der 20 neuen Bezirke, in die Groß-Berlin gegliedert wurde. Da der neue Bezirk Berlin-Wedding nicht auf eine schon zuvor bestehende Kommune zurückging, gab es lange Zeit nicht einmal ein Rathaus – zehn Jahre lang musste fortan improvisiert werden, bis der Rathausbau an der Müllerstraße fertig war.

Kurze Schrift, langes Gedenken – Grabstätten berühmter Stenografen

Grabmal eines StenografenIn unmittelbarer Nachbarschaft zum Wedding, auf den Friedhöfen des Berliner Doms und des Französischen Doms an der Liesenstraße 6/7 gibt es fünf Grabstätten, die zwei Erfindern und drei Fachschriftstellern der Stenografie ein ewiges Andenken sichern sollen. Die Historikerin Ute Pothmann stellt uns die Stenografen vor.

Wasser marsch! – Straßenbrunnen im Wedding

Straßenbrunnen Foto Ute Pothmann
Tegeler Straße

Vor dem Haus Nr. 34 in der Tegeler Straße steht ein Straßenbrunnen. Er ist einer von gut 50 Schwengelpumpenbrunnen, die in den verschiedenen Weddinger Kiezen stehen. Die meisten dieser Brunnen kommen recht unspektakulär in der Form schlanker, unverzierter Säulen daher, deren zylindrische Baukörper überwiegend aus einem Stück fabriziert wurden. Doch die Unterschiede liegen, wie so oft, im Detail: Die Brunnen unterscheiden sich durch die Form der Handgriffe und die Form der Beschwerungskörper, die das Pumpen erleichtern. Sie unterscheiden sich durch die Form des Schwengelansatzes und des Wasseraustrittsrohrs sowie die Muldenform am Brunnenfuß, in der Fachsprache „Tränkstein“ genannt. Auch die Position von Schwengel und Rohr zueinander ist nicht immer gleich.

Ma Towu: Die Geschichte jüdischen Lebens im Wedding, 1900-1938

Jüdisches Krankenhaus – Verwaltungsgebäude

Viele Wege führen in den Wedding. Einer geht über die Putlitzbrücke am Westhafen, wo das expressive Mahnmal des Künstlers Volkmar Haase an die mehr als 32.000 jüdischen Bürger erinnert, die von hier ab 1942 deportiert wurden. Zehn Jahre zuvor wohnten rund 3.500 Juden im Wedding. Wo fand jüdisches Leben im Wedding von 1900 bis 1938 statt? Folgen Sie mit mir den Spuren jüdischen Lebens durch den Wedding und Gesundbrunnen.

Berlin wird Metropole – 100 Jahre Groß-Berlin

Berlin wird Metropole - BuchcoverSechs kreisfreie Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke, dazu jede Menge unbebautes Land: Wie Berlin durch eine Eingemeindung im großen Stil vor genau hundert Jahren zur Weltstadt aufstieg, erzählt der bekannte Stadthistoriker Felix Escher in einem neu erschienenen Buch namens „Berlin wird Metropole“. Er legt die Siedlungsgeschichte Berlins und seines Umlands frei und zeigt, welche Spuren dieser Entwicklung noch heute erkennbar sind und wie sie die brandenburgische und deutsche Geschichte im Berliner Raum widerspiegeln.

Spaziergang übern Friedhof – Alte Grabsteine an der Turiner Straße

GrabsteineAn der Turiner Str. 9-17 liegt ein Friedhof. Er wurde 1866 angelegt und ist unter dem Namen Garnisonsfriedhof bekannt. Hunderte Grabstätten erinnern an getötete Soldaten des Ersten (1914-1918) und des Zweiten (1939-1945) Weltkrieges. Sie erinnern durch rechteckige, steinerne Bodenplatten, die, jede für sich, in eine schmale, steinerne Umfassung eingelassen wurden. Zu lesen sind darauf die Namen der Toten, der Tag ihrer Geburt und der Tag ihres Todes. Es stehen aber auch das erste und das letzte Jahr des Krieges darauf. Wie die lebenden Soldaten einst in Reih und Glied standen, so sind auch die Grabplatten in Reih und Glied angeordnet.