Orte jüdischen Lebens: Die liberale Bewegung im Wedding der 1930er Jahre

Historische Karte Berlin (Silva 1925), Ausschnitt Berlin-Wedding
His­to­ri­sche Kar­te Ber­lin (Sil­va 1925), Aus­schnitt Berlin-Wedding

Das heu­ti­ge Juden­tum besteht aus ortho­do­xen, kon­ser­va­ti­ven, libe­ra­len und rekon­struk­tio­nis­ti­schen Strö­mun­gen. Stets geht es um die Aus­übung der jüdi­schen Gebo­te und ritu­el­len Geset­ze. Vor gut 90 Jahren

Verschwundener Wedding

Verschwunden: das Stattbad
Adieu Statt­bad!

Frü­he­re Fabri­ken, in die neu­es Leben ein­zieht, alte Gebäu­de, die eine künst­le­ri­sche Nut­zung erfah­ren oder Brach­flä­chen, auf denen Gemein­schafts­gär­ten ent­ste­hen: Der Wed­ding ist voll von schö­nen Orten, die Geschich­te und Flair haben. Doch erstaun­lich viel ist erst in der Nach­kriegs­zeit oder in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit ver­schwun­den, rück­sichts­los abge­ris­sen und durch wesent­lich unin­ter­es­san­te­re Gebäu­de ersetzt. Da fragt man sich unwill­kür­lich: Hat das so kom­men müs­sen, war das wirk­lich nötig? Wir erzäh­len euch ein paar Geschich­ten – mit Trä­nen in den Augen.

Den Schillerpark entdecken

Eschenplatz im Schillerpark mit Bänken
Eschen­platz an der Barfusstraße

Stol­ze 28 Hekt­ar groß ist der Park, der gut erreich­bar im Nor­den des Wed­ding liegt. Es han­delt sich um einen Dop­pel­park, der aus zwei sehr unter­schied­li­chen Tei­len besteht. Man merkt der Grün­an­la­ge an, dass sie sorg­fäl­tig geplant und in ihrem Cha­rak­ter immer noch gut erhal­ten ist, denn bis heu­te steckt sie vol­ler inter­es­san­ter Details. Wir brin­gen euch den Schil­ler­park näher und laden ein, ihn zu ent­de­cken – auch wenn ihr schon alles über ihn zu wis­sen glaubt.

Centre Francais sucht Zeitzeugen aus der Alliiertenzeit

Das Centre Francais sucht Zeitzeugen
Das Cent­re Fran­cais sucht anläss­lich sei­nes bevor­ste­hen­den 60. Geburts­tags Zeit­zeu­gen. Foto: Birkemeyer/Centre Francais

Das Cent­re Fran­cais in der Mül­ler­stra­ße – wie lan­ge gibt es das eigent­lich schon? Schon immer! So ganz kor­rekt ist das nicht. Rich­tig ist, dass es schon seit 1961 ein Kul­tur­zen­trum in der Mül­ler­stra­ße 74 gab. Es trug den Namen Cent­re Cul­tu­rel Fran­çais und wur­de von der fran­zö­si­schen Mili­tär­re­gie­rung eröff­net. Wie war das damals und wie ging die Geschich­te wei­ter? Das aktu­el­le Team des Cent­re Fran­cais stö­bert anläss­lich des bevor­ste­hen­den Jubi­lä­ums in der Geschich­te des Orts und bit­tet Zeit­zeu­gen, sich zu melden.

Spaziergang mit einem Staatspräsidenten

Es gibt Erleb­nis­se, die einen noch Jahr­zehn­te spä­ter bewe­gen und an die man sich bis ins Detail erin­nern kann. Mei­ne Gedan­ken gehen hier zurück ins Jahr 1979, genau­er zum 29. Okto­ber. Irgend­wie hat­te ich von Mit­schü­lern ver­nom­men, dass der dama­li­ge fran­zö­si­sche Staats­prä­si­dent Valé­ry Gis­card d’Estaing * nach Ber­lin kom­men würde. 

Die besten 11 Betonbauten im Wedding

Wir lie­ben unse­ren Wed­ding, aber auch wir wis­sen: Wed­ding, du kannst so der­ma­ßen häss­lich sein! Und es sind manch­mal dei­ne Nach­kriegs­bau­wer­ke aus Beton, die uns ästhe­tisch her­aus­for­dern. Ob es nun Zweck­bau­ten mit einer Fas­sa­de aus Wasch­be­ton oder bru­ta­lis­ti­sche Wän­de aus Sicht­be­ton sind – den einen gefal­len die­se Bei­spie­le moder­ner Archi­tek­tur, den ande­ren jagen sie eher einen Schau­der über den Rücken. Wir neh­men euch mit auf eine Rei­se durch den Wed­ding, begin­nend mit Beton­bau­ten im Nord­wes­ten am Volks­park Reh­ber­ge, über die Mül­ler­stra­ße und die Pan­ke bis hin zum Brun­nen­vier­tel in Gesundbrunnen.

Ein Vierteljahrhundert Bibliothek am Luisenbad

Die Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Straße. Foto: Andrei Schnell
Die Biblio­thek am Lui­sen­bad in der Tra­ve­mün­der Stra­ße. Foto: And­rei Schnell

Wenn man die­se Biblio­thek von außen sieht, spürt man sofort: Die­se Gebäu­de haben Geschich­te. Und doch ist es erst 25 Jah­re her, dass aus den ver­blie­be­nen Gebäu­de­res­ten eines frü­he­ren Bads, eines Ver­gnü­gungs­lo­kals und eines Kinos eine städ­ti­sche Biblio­thek wur­de. Die­se wur­de über­wie­gend unter der Erde ange­legt und ist in ihrer halb­kreis­för­mi­gen Lese­hal­le durch­aus modern.