Woran im Wedding geforscht wurde – und wird

Standort für Biotechnologie
Cra­nach Haus des Virchow-Klinikums

Desi­gner-Babys, geklon­te Scha­fe oder Gen-Food sind wahr­schein­lich die ers­ten Din­ge, die einem Men­schen in den Sinn kom­men, wenn er oder sie das Wort ‚Gen­tech­nik‘ hört. Seit der Coro­na-Pan­de­mie den­ken vie­le viel­leicht aber auch an den bahn­bre­chen­den mRNA-Impf­stoff von Pfi­zer und BioNtech.Kleiner Exkurs: Bio­N­tech steht für Bio and Tech­no­lo­gy, zu deutsch also Bio­tech­no­lo­gie, genau die Tech­no­lo­gie, mit wel­cher ich mich am Virchow-Kli­ni­kum im Wed­ding beschäftige.

Ein neuer Name für die Beuth Hochschule ist gefunden

Neuer Name für Beuth
Foto: Samu­el Orsenne

Ein lan­ger Pro­zess ist been­det: Die 51 Mit­glie­der der Aka­de­mi­schen Ver­samm­lung der Beuth Hoch­schu­le für Tech­nik Ber­lin stimm­ten am heu­ti­gen Don­ners­tag, 28. Janu­ar 2021, in ihrer 38. Sit­zung über einen neu­en Namen ab: Zukünf­tig wird die Tra­di­ti­ons­hoch­schu­le Ber­li­ner Hoch­schu­le für Tech­nik (BHT) hei­ßen (vor­be­halt­lich der Zustim­mung der Senats­kanz­lei – Wis­sen­schaft und Forschung).

Orte jüdischen Lebens: Die liberale Bewegung im Wedding der 1930er Jahre

Historische Karte Berlin (Silva 1925), Ausschnitt Berlin-Wedding
His­to­ri­sche Kar­te Ber­lin (Sil­va 1925), Aus­schnitt Berlin-Wedding

Das heu­ti­ge Juden­tum besteht aus ortho­do­xen, kon­ser­va­ti­ven, libe­ra­len und rekon­struk­tio­nis­ti­schen Strö­mun­gen. Stets geht es um die Aus­übung der jüdi­schen Gebo­te und ritu­el­len Geset­ze. Vor gut 90 Jahren

Diesterweg-Gymnasium setzt auf Französisch und Latein

Diesterweg Gymnasium mit Französisch und Latein
Das Dies­ter­weg Gym­na­si­um in der Bött­ger­stra­ße Ecke Pankstra­ße. Foto: And­rei Schnell

Das Dies­ter­weg-Gym­na­si­um gibt sich nun eben­falls einen Schwer­punkt. Die Schu­le an der Pankstra­ße wählt als eige­nes Pro­fil die Spra­chen Fran­zö­sisch und Latein. Außer­dem nimmt das Gym­na­si­um ab Herbst 2021 Schü­ler auch ab Klas­se 5 auf. Damit ist das Gym­na­si­um „grund­stän­dig“. Rund 45 der mehr als 110 staat­li­chen und nicht-staat­li­chen Gym­na­si­en in Ber­lin sind grund­stän­dig und bie­ten damit den Wech­sel in der 5. Klas­se an. Unge­wöhn­lich für ein Gym­na­si­um ist, dass das Dies­ter­weg eine Ganz­tags­schu­le bis 16 Uhr ist. Wäh­rend grö­ße­re Schü­ler schon allein auf­grund des Stun­den­plans täg­lich vie­le Stun­den in der Schu­le ver­brin­gen, haben nur sie­ben Gym­na­si­en in Ber­lin einen Ganz­tags­be­trieb mit Arbeits­ge­mein­schaf­ten und Freizeitangeboten.

Bagger bringen Ärger in interkulturellen Garten Seestraße

Interkultureller Garten Seestraße
Fami­li­en aus dem Wed­ding, die im inter­kul­tu­rel­len Gar­ten in der See­stra­ße aktiv sind. Foto: Hensel

Auf dem ehe­ma­li­gen Gelän­de des Hau­ses der Gesund­heit in der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße sind der­zeit Bag­ger in Akti­on. Sie machen Platz für den Neu­bau einer Grund­schu­le. Bis Janu­ar 2024 soll hier ein Schul­neu­bau ent­ste­hen. 576 Schü­ler sol­len hier ein­mal in einer vier­zü­gi­gen Grund­schu­le ler­nen. Die Fami­li­en, die seit vie­len Jah­ren im Inter­kul­tu­rel­len Gar­ten im Schul-Umwelt-Zen­trum (SUZ) direkt hin­ter der Bau­stel­le gärt­nern, sehen die soge­nann­te Bau­feld­frei­ma­chung mit gemisch­ten Gefüh­len. Auch wenn sie das Ent­ste­hen einer Schu­le begrü­ßen, fürch­ten sie um ihren Garten.

Ein Vierteljahrhundert Bibliothek am Luisenbad

Die Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Straße. Foto: Andrei Schnell
Die Biblio­thek am Lui­sen­bad in der Tra­ve­mün­der Stra­ße. Foto: And­rei Schnell

Wenn man die­se Biblio­thek von außen sieht, spürt man sofort: Die­se Gebäu­de haben Geschich­te. Und doch ist es erst 25 Jah­re her, dass aus den ver­blie­be­nen Gebäu­de­res­ten eines frü­he­ren Bads, eines Ver­gnü­gungs­lo­kals und eines Kinos eine städ­ti­sche Biblio­thek wur­de. Die­se wur­de über­wie­gend unter der Erde ange­legt und ist in ihrer halb­kreis­för­mi­gen Lese­hal­le durch­aus modern. 

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.