Ein Vierteljahrhundert Bibliothek am Luisenbad

Die Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Straße. Foto: Andrei Schnell
Die Biblio­thek am Lui­sen­bad in der Tra­ve­mün­der Stra­ße. Foto: And­rei Schnell

Wenn man die­se Biblio­thek von außen sieht, spürt man sofort: Die­se Gebäu­de haben Geschich­te. Und doch ist es erst 25 Jah­re her, dass aus den ver­blie­be­nen Gebäu­de­res­ten eines frü­he­ren Bads, eines Ver­gnü­gungs­lo­kals und eines Kinos eine städ­ti­sche Biblio­thek wur­de. Die­se wur­de über­wie­gend unter der Erde ange­legt und ist in ihrer halb­kreis­för­mi­gen Lese­hal­le durch­aus modern. 

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.

Wedding kurz & knapp

11.07.2020 Was war ver­gan­ge­ne Woche los im Wed­ding und was kommt in den nächs­ten Tagen auf den Stadt­teil zu? Im Nach­rich­ten­for­mat „Wed­ding kurz & knapp“ schau­en wir jeden zwei­ten Sams­tag ganz inten­siv auf die aktu­el­len Ereig­nis­se. Aus­ge­sucht wer­den die Mel­dun­gen nach den klas­si­schen Nach­rich­ten­kri­te­ri­en: neu, wich­tig, inter­es­sant. Hier kom­men die Wedding-Nachrichten!

DIGI-Studieninformationstage vom 22. bis 26. Juni

Ein­bli­cke in pra­xis­na­he Stu­di­en­an­ge­bo­te  bie­tet die Beuth Hoch­schu­le für alle Inter­es­sier­ten – aber nicht live auf dem Cam­pus, son­dern digi­tal. Die DIGI-Stu­di­en­in­for­ma­ti­ons­ta­ge fin­den vom 22. bis 26. Juni immer nach­mit­tags ab 15:00 Uhr statt. 

Ma Towu: Die Geschichte jüdischen Lebens im Wedding, 1900–1938

Jüdi­sches Kran­ken­haus – Verwaltungsgebäude

Vie­le Wege füh­ren in den Wed­ding. Einer geht über die Put­litz­brü­cke am West­ha­fen, wo das expres­si­ve Mahn­mal des Künst­lers Volk­mar Haa­se an die mehr als 32.000 jüdi­schen Bür­ger erin­nert, die von hier ab 1942 depor­tiert wur­den. Zehn Jah­re zuvor wohn­ten rund 3.500 Juden im Wed­ding. Wo fand jüdi­sches Leben im Wed­ding von 1900 bis 1938 statt? Fol­gen Sie mit mir den Spu­ren jüdi­schen Lebens durch den Wed­ding und Gesundbrunnen.

Schule zu Hause – braucht Disziplin!

Tau­sen­de “Pri­vat­schu­len” sind im Wed­ding ent­stan­den – aber unfrei­wil­lig. Seit der Schlie­ßung der Schu­len sind Zehn­tau­sen­de Wed­din­ger Kita-Kin­der und Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu Hau­se. Die Nut­zung digi­ta­ler Lern­platt­for­men wie Lern­raum Ber­lin haben noch nicht alle Schu­len vor Aus­bruch der Coro­na-Kri­se ver­an­lasst. Daher gibt es je nach Schu­le unter­schied­li­che For­men der Betreu­ung durch das Lehr­per­so­nal. Manch­mal per Mail, manch­mal per Auf­ga­ben, die digi­tal zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Aber zumin­dest für den Sport­un­ter­richt gibt es eine pfif­fi­ge Idee.

Effektive Hilfe für Obdachlose – aber wie?

Jemand hält ein Schild mit der Aufschrift "Wohnungen für alle" hoch
© Obdach­lo­sen-Uni

Als der Ber­li­ner Senat vor kur­zem mit zahl­rei­chen Ehren­amt­li­chen die Obdach­lo­sen unse­rer Stadt zäh­len ließ, wur­de dies nicht nur von Betrof­fe­nen und Ver­bän­den durch­mischt kom­men­tiert, es fan­den sich auch deut­lich weni­ger Men­schen an, als bis­he­ri­ge Schät­zun­gen erwar­te­ten. Dass die Zäh­lung aber allen­falls eine rudi­men­tä­re Stich­pro­be gewe­sen sein kann, soll­te auch allen klar gewe­sen sein. Was noch getan wer­den kann? Die Obdach­lo­sen-Uni weiß Rat. 

Beuth Hochschule: “Endlich ein neuer Name!”

Foto: Samu­el Orsenne

Die Beuth-Hoch­schu­le wird sich umbe­nen­nen. Die Aka­de­mi­sche Ver­samm­lung hat in gehei­mer Wahl mit 30 Stim­men für die Umbe­nen­nung gestimmt, 14 dage­gen, eine Ent­hal­tung. Ent­schei­dend waren dabei nicht nur die Betei­li­gungs­for­ma­te beim letz­ten Sym­po­si­um zum The­ma, son­dern auch die Gre­mi­en der stu­den­ti­schen Selbst­ver­wal­tung im Vor­feld, die sich bereits früh, zahl­reich und ein­deu­tig posi­tio­nier­ten. Hier ver­öf­fent­li­chen wir  eine Stel­lung­nah­me der Ver­tre­ter von Studierendengruppen.