Kategorie: Mein Wedding

Die wahre Coolness des Wedding

Schau an den Wedding! Foto: Dominique Hensel
Schau an den Wedding! Foto: Dominique Hensel

Wenn ihr Besuch vom Dorf oder aus der Kleinstadt bekommt, könnt ihr euch mit denen natürlich den Potsdamer Platz (gähn), das Europa-Center (schnarch) oder den Fernsehturm (langweilig) anschauen. Oder: Zeigt ihnen gefälligst was anderes! Denn der wahre Reiz der Großstadt und der echte Nervenkitzel der Metropolis liegen woanders: nämlich im Wedding. Weiterlesen

Der Wedding – so sicher wie Abraham Lincolns Schoß

Clint Lukas
Clint Lukas liest aus seinen Texten, wenn er nicht gerade Briefmarken sortiert. Fotos: Andrei Schnell

Clint Lukas, der Mann mit Helm unter Menschen geht, outet sich als Briefmarkensammler und freut sich, wie sicher es im Wedding ist:

Also, die Lage ist folgendermaßen: Ich sitze am Küchentisch in meiner Sprengelkiez-Wohnung und sortiere die Briefmarkensammlung. Draußen im Treppenhaus ist noch immer Radau. Vier Polizeibeamte drängen sich um die Tür meines Nachbarn. Das hab ich vor fünf Minuten durch den Spion beobachtet. Einer der Polizisten bollert mit einer Art Rammbock gegen das Holz unterhalb des Türschlosses, wieder und wieder. Ich nehme an, dass mein Nachbar seinen Schlüssel verlegt hat. Die freundlichen Beamten wollen ihm wohl nur behilflich sein.

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Das Grün

Foto: Sulamith Sallmann

schmiegt sich um deine Konturen
Tauben im Tiefflug
es riecht nach Zimt
in deinen Augen

Grashalme gepresst
zwischen den Seiten
die mir ins Leben geblättert werden

Rauch saugt an Schornsteinen
wird später zerdrückt
unter den regnenden Wolken
die deine Tränen
aus dem Vormittag stahlen

Das Gedicht von  La Rimadora aus dem Soldiner Kiez (facebook.com/la.rimadora) wurde zuerst in der gedruckten Ausgabe des Kiezmagazins Soldiner, Ausgabe März/April 2017, veröffentlicht. Das Foto stammt von Sulamith Sallmann.

Tegel: Zwischen Bequemlichkeit und Zumutung

(C) Steno Rt Kaluba

Lauter als ein Presslufthammer: 90 Dezibel werden an der Reinickendorfer Meteorstraße durchaus erreicht. Die Echtzeitmessung des Fluglärms zeigt, was die Anwohner hier und im nördlichen Wedding seit 1974 ertragen müssen. Leben möchte man in der Nähe der Landebahn eher nicht, da kann die Wohnungsnot noch so groß sein. Bleibt Tegel, wie im Volksentscheid am 24. September gefordert, aber offen, müssen die Lärmschutzzonen von 1974 neu zugeschnitten werden. Die großzügige Ausnahmeregelung im Gesetz gilt nämlich nur bis 2019. Das ist heute Thema im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses. Weiterlesen

Heiko Werning: Vom Wedding verweht

Heiko Wernig bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann
Heiko Werning bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann

Als nach London wegmigrierte Berlinerin und ehemalige Wahlweddingerin kommt jedes Mal Freude auf, wenn man mich mit einem Buch von Heiko Werning bedenkt. So schenkte mir meine Mutter zu Weihnachten 2011 das Werk „Mein wunderbarer Wedding“. Das Buch enthielt eine Widmung, die ich tatsächlich immer mal wieder ansehe: „Mit herzlichen Grüßen aus der alten Heimat nach London, dem Wedding Europas“ (ja, das ist wohl eine Weile her…). Nun sandte mir der Weddingweiser das aktuelle Buch „Vom Wedding verweht – Menschliches, allzu Menschliches“ zu.

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Anhänger des Wedding: Ist das Kunst?

Anhänger - Foto von Wilhelm Berges
Anhänger. Foto: Wilhelm Berges

Kiezkultur Wann die Menschen etwas banal finden oder sensationell, ist schwer vorherzusagen. So ist das auch mit einem so sperrigen Thema wie „Anhänger“. Wer war nicht überrascht, dass ausgerechnet aus einem Post auf der Weddingweiser-Pinnwand über abgestellte Anhänger eine rege Diskussion entstand? Und daraus die erste Pinnwand-Serie: „Anhänger des Wedding„. Höchste Zeit, einmal mit dem Erfinder der Serie zu sprechen.

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Rosa Parks‘ Zufluchtsort steht jetzt im Wedding

Rosa Parks HausBesichtigung an diesem Wochenende

Kunst Ryan Mendoza, ein amerikanischer Künstler, hat ein Holzhaus mitten im Soldiner Kiez gebaut. Dabei gehört das marode wirkende Haus eigentlich gar nicht in den Wedding, denn es ist ein Teil der Geschichte der USA. Zwar gibt es nicht viele Häuser, die es über den Ozean geschafft haben. Doch das Besondere daran ist die mutige Frau, die in dem Haus Zuflucht gefunden hatte: Rosa Parks.

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Zehn Gedanken über Stern*chen in Wörtchen

GendernMeinung Ist das jetzt unnötiges Zungenbrecherdeutsch oder notwendiger Respekt? Einige Politiker in unserem Bezirk wollen nur noch über Drucksachen diskutieren, die in gegenderter Sprache verfasst sind. Damit soll „die Wertschätzung der Geschlechter auch durch die BVV (Bezirksverordnetenversammlung) vollzogen werden“, heißt es im zugehörigen Antrag vom 7. Februar. Stern*chen oder Binnen-I? Meine Damen und Herren, hier kommen zehn Gedanken über das Gendern:

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Massage bei Thon Pho: Wie neugeboren

Thon Pho traditionelle Thai Massagen in der Tegeler Straße„Keine Erotik“ steht groß am Eingangsschild des thailändischen Massagesalons im Sprengelkiez. Angeblich der beste der Stadt. Zumindest behauptet das ein Freund, der Thailand liebt und oft bereist und mir versichert, traditioneller und originaler geht es nicht. Schade, dass der Ruf der Thaimassage so verrucht ist. Vielleicht hätte ich so etwas sonst schon früher ausprobiert. Memo an mich selbst: nicht vom Klischee beeindrucken lassen.  Das Team von Thon Pho verspricht, dass der Kunde sich nach einer Massage wie neugeboren fühlt. Soweit würde ich nicht gehen, aber zumindest hingehen werde ich sicher immer wieder.

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