Irgendwie speziell: Berliner Straßenschilder

Über Straßennamen ereifern sich die Berliner immer wieder gerne, vor allem, wenn die Straßen einen neuen Namen erhalten sollen. Im Afrikanischen Viertel im Wedding, aber auch anderswo kochen die Gemüter hoch über die Frage, ob die Stadt denn keine anderen Probleme habe als sich mit der Würdigung von historisch fragwürdigen Menschen durch Straßenschilder zu beschäftigen. Zeit, dass wir uns auch einmal mit der Frage auseinandersetzen: Was macht eigentlich ein Berliner Straßenschild aus?

Der Prinz vom Leo: Der Coffee Man und seine Pappenheimers

Foto: S. Wischmann

Es ist 7 Uhr morgens an einem Markttag. Viele Berliner liegen noch in ihren Federn, doch der blaue Himmel verheißt einen heißen Sommertag. Auf der Müllerstraße sind nur wenige Busse und Autos unterwegs, ansonsten flattern Taubenschwärme über dem Leopoldplatz und man sieht den ein oder anderen Obdachlosen, wie er sein Nachtquartier abbaut. 

Schöne Aussichten vom Bayer-Hochhaus

Bayer-Hochhaus Blick Weddingplatz Reinickendorfer Str HumboldthainMit 5.400 Beschäftigten, davon 230 Auszubildenden, ist die Bayer AG, den meisten noch als Schering bekannt, der größte Arbeitgeber im Wedding. Am 22. September findet dort ein Tag der Offenen Tür statt, bei dem die Besucher viel über die Arbeit des Konzerns erfahren können, dessen Pharma-Sparte hier im Wedding mit Forschung und Produktion vertreten ist. Unser Weddingweiser -Autor Sebastian Wischmann bekam auf Nachfrage eine Sondergenehmigung,  um vom Dach des 15-stöckigen Bayer-Hochhauses einige Fotos zu schießen, und das kam dabei heraus. Die Aussichten auf den Wedding sind großartig und zeigen, wie schön und grün unser Stadtteil ist. 

Weddinger, auf euch ist Verlass!

Foto: Charlotte Bröcker

Auf der Weddingweiser Pinnwand, unser Facebookgruppe mit über 11.000 Mitgliedern, tauchen immer mal wieder Anfragen von Weddingern auf, die etwas für sie sehr Wichtiges verloren haben. Die ganze Community nimmt oft Anteil daran und hält die Augen offen. Und die Freude ist im ganzen Kiez groß, wenn die Geschichte gut ausgeht. Hier sind zwei dieser Geschichten.

Zahlen, bitte! Ob viele gebürtige Berliner im Wedding wohnen?

Hass auf Auswärtige richtet sich oft gegen Schwaben

Die Sommerferien sind vorbei, der Wedding füllt sich und die große Hitze hat aufgehört. Da kann man sich wieder mit Zahlen beschäftigen. Wir wollten in einer Umfrage wissen, wo die 11.000 Mitglieder unserer Facebookgruppe Weddingweiser Pinnwand geboren sind. Unter vier Kategorien konnten die Umfrageteilnehmer auswählen. Zwei weitere Spaßkategorien à la „In einem anderen Sternensystem geboren“ haben die Mitglieder selbst hinzugefügt. Als nach zwei Tagen ein brauchbares Ergebnis vorlag, haben wir die Zahlen einmal ausgewertet.

Curry-Baude: Eine Institution am Gesundbrunnen

Wenn die urbane Legende stimmen sollte, dass die Currywurst nach dem Krieg in Berlin erfunden wurde, dann muss sich die Curry-Baude gleich abgeschaut haben, wie es richtig geht.  Touristen schwören vielleicht auf Curry36, Ost-Berliner auf Konnopke’s Imbiss, aber echte Kenner der Wurst-Szene sind sich einig: wenn Currywurst, dann Curry-Baude!

Wedding 2033: Wird Klein-Pauline im Wedding bleiben?

Kinder auf Laufrädern. Foto: Andreas Oertel
Zwei Kleinkinder auf Laufrädern Foto: Andreas Oertel

In jungen Jahren fiel es mir nicht leicht zu sagen: „Ich wohne im Wedding!“ Bei manchen Menschen entstand eine unangenehme Sprechpause. Andere versuchten erfolglos etwas Positives über den Stadtteil zu sagen: Da sei es ja so schön multikulti oder im Wedding sind die Mieten noch niedrig. Wenn mir ein Unternehmen eine Absage erteilte, vermutete ich, dass es meine proletarische Herkunft anhand der Postleitzahl erkannt hat. Für mich stand fest: Wenn ich groß bin, ziehe ich weg! Nun bin ich hier geblieben.