Pro und contra Leinenpflicht

Straßenschild. Foto: Sulamith Sallmann
Straßenschild. Foto: Sulamith Sallmann

Am 1. Januar hat Berlin eine weitreichende Leinenpflicht für alle Hunde eingeführt, die in Treppenhäusern, auf belebten Straßen oder auf Märkten gilt. Auch vorher schon galt dies für Spielplätze und Parks, die mit dem grünen Schild gekennzeichnet sind. Wenn sich Hundehalter davon befreien lassen wollen, müssen sie einen Sachkundenachweis oder einen Nachweis über die Haltung des Hundes im Juli 2016 vorlegen. Davon abgesehen, dass das kaum zu kontrollieren ist, scheiden sich die Geister: Ist die Leinenpflicht, so verständlich der Wunsch nach ihr ist, eigentlich noch im Sinne einer artgerechten Hundehaltung?

Fröhliche Weihnachten!

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Nichts wird Menschen von anderen Menschen so häufig ge­wünscht wie ein frohes Weihnachtsfest. Na ja, vielleicht noch ein schöner Tag oder eine gute Nacht, aber man bekommt nur äußerst selten Rundmails von Leuten, mit denenman kaum mehr zu tun hat, in denen diese einem einen guten Tag wünschen oder eine gute Nacht. Wäre auf die Dauer auch ziemlich anstrengend, hätte man jeden Tag circa zehn neue Nachrichten mit Wünschen für einen guten Tag im Postfach. Happy Monday! Viel Spaß am Dienstag! Alles Gute zum Mittwoch! Und so weiter. Das würde garantiert nerven. Man wäre froh, endlich wieder Mitteilung vom freundlichen Bankberater aus Uganda zu erhalten – wenigstens mal was anderes.

Post mit einem Lächeln

Palim, palim. Rein in den Zeitschriftenladen an der Ecke. Hinter Zeitungsständern und dem Verkaufstresen ist ein kleiner Bereich ähnlich wie eine Kinderpost eingerichtet, sogar mit elektronischer Briefwaage. Die nette Ladenbesitzerin, die sich eben noch um den Lottoschein eines Rentners gekümmert hat, wiegt meinen Brief, klebt eine Marke drauf und wirft ihn auf den Stapel hinter sich. Das alles dauert eine Minute, und ein freundliches Wort hat sie auch immer übrig.

„Wedding? Ich bleibe hier!“ gewinnt

Foto: Andaras Hahn

Am 15. Dezember wurden im City Kino Wedding die zwölf beim Wettbewerb „90 Sekunden Wedding“ eingereichten Kurzfilme gezeigt. Im Anschluss daran konnten die etwa hundert Zuschauer für ihren Lieblingsfilm abstimmen. Gewonnen hat ein Film, der in nur einer einzigen Kameraeinstellung den verkehrsumtosten Leopoldplatz zeigt, aber dennoch sehr eindringlich die Situation einer stadtbekannten Obdachlosen zeigt. 


Special Offers: Weddinger Bars noch günstiger genießen

Natürlich liebe auch ich Berlin (und vor allem den Wedding). Und natürlich mag ich auch die vielen Möglichkeiten, die die Stadt bietet. Denn sie bedeuten zunächst einmal Freiheit. Aber ich leide unter einem Luxusproblem: Ich treffe in meiner Freizeit ungerne Entscheidungen. Dabei ist es mir eigentlich oft egal. Egal, ob ich zum Kochen Jod- oder Meersalz verwende, meine Zähne mit blauer oder roter Elmex putze, oder in Bar A oder B lande. Trotzdem überlege ich oft hin und her, von hier nach da, um dann wieder bei „hin“ zu landen. Doch dieser Gedankenverschwendung möchte ich ein Ende setzten.