Kategorie: Mein Wedding

Heiko Werning: Vom Wedding verweht

Heiko Wernig bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann
Heiko Werning bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann

Als nach London wegmigrierte Berlinerin und ehemalige Wahlweddingerin kommt jedes Mal Freude auf, wenn man mich mit einem Buch von Heiko Werning bedenkt. So schenkte mir meine Mutter zu Weihnachten 2011 das Werk „Mein wunderbarer Wedding“. Das Buch enthielt eine Widmung, die ich tatsächlich immer mal wieder ansehe: „Mit herzlichen Grüßen aus der alten Heimat nach London, dem Wedding Europas“ (ja, das ist wohl eine Weile her…). Nun sandte mir der Weddingweiser das aktuelle Buch „Vom Wedding verweht – Menschliches, allzu Menschliches“ zu.

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Anhänger des Wedding: Ist das Kunst?

Anhänger - Foto von Wilhelm Berges
Anhänger. Foto: Wilhelm Berges

Kiezkultur Wann die Menschen etwas banal finden oder sensationell, ist schwer vorherzusagen. So ist das auch mit einem so sperrigen Thema wie „Anhänger“. Wer war nicht überrascht, dass ausgerechnet aus einem Post auf der Weddingweiser-Pinnwand über abgestellte Anhänger eine rege Diskussion entstand? Und daraus die erste Pinnwand-Serie: „Anhänger des Wedding„. Höchste Zeit, einmal mit dem Erfinder der Serie zu sprechen.

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Rosa Parks‘ Zufluchtsort steht jetzt im Wedding

Rosa Parks HausBesichtigung an diesem Wochenende

Kunst Ryan Mendoza, ein amerikanischer Künstler, hat ein Holzhaus mitten im Soldiner Kiez gebaut. Dabei gehört das marode wirkende Haus eigentlich gar nicht in den Wedding, denn es ist ein Teil der Geschichte der USA. Zwar gibt es nicht viele Häuser, die es über den Ozean geschafft haben. Doch das Besondere daran ist die mutige Frau, die in dem Haus Zuflucht gefunden hatte: Rosa Parks.

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Zehn Gedanken über Stern*chen in Wörtchen

GendernMeinung Ist das jetzt unnötiges Zungenbrecherdeutsch oder notwendiger Respekt? Einige Politiker in unserem Bezirk wollen nur noch über Drucksachen diskutieren, die in gegenderter Sprache verfasst sind. Damit soll „die Wertschätzung der Geschlechter auch durch die BVV (Bezirksverordnetenversammlung) vollzogen werden“, heißt es im zugehörigen Antrag vom 7. Februar. Stern*chen oder Binnen-I? Meine Damen und Herren, hier kommen zehn Gedanken über das Gendern:

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Massage bei Thon Pho: Wie neugeboren

Thon Pho traditionelle Thai Massagen in der Tegeler Straße„Keine Erotik“ steht groß am Eingangsschild des thailändischen Massagesalons im Sprengelkiez. Angeblich der beste der Stadt. Zumindest behauptet das ein Freund, der Thailand liebt und oft bereist und mir versichert, traditioneller und originaler geht es nicht. Schade, dass der Ruf der Thaimassage so verrucht ist. Vielleicht hätte ich so etwas sonst schon früher ausprobiert. Memo an mich selbst: nicht vom Klischee beeindrucken lassen.  Das Team von Thon Pho verspricht, dass der Kunde sich nach einer Massage wie neugeboren fühlt. Soweit würde ich nicht gehen, aber zumindest hingehen werde ich sicher immer wieder.

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Nachruf auf die Videotheken im Wedding

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© Samuel Orsenne

AKTUALISIERT AM 29.3.17: Videotheken: Von all den kleinen Filialen, die sich aufmachten, uns die große weite Welt zu zeigen, war nur noch eine übrig geblieben. Und auch die in der Prinzenallee auf Höhe Bellermannstraße, die letzte ihrer Art auf Weddinger Gebiet, schließt jetzt. Allein ihr Name ist schon Anachronismus pur. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Online-Leihangebote mindestes dreimal so teuer sind. Ein Nachruf auf eine Institution.

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Was wir am guten alten Wedding vermissen

Wenn man sich auf eine Sache wirklich verlassen konnte, dann darauf, dass der Wedding stets allen Trends zum Trotz irgendwie der gute alte Wedding blieb. So vollkommen in seiner eigenen Unvollkommenheit, dass man nicht wollte, dass sich daran irgendwann einmal etwas ändert. Weiterlesen

BücherboXX Osloer Straße

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Bücherboxx Osloer Straße – Foto: Sulamith Sallmann

Da steht sie nun seit ein paar Jahren vor dem Kindermuseum „Labyrinth“ und der dahinter gelegen „Osloer Fabrik“: meine geliebte gelbe BücherboXX! Nee, natürlich gehört sie nicht mir und ich habe sie auch nicht aufgestellt, aber sie fühlt sich irgendwie zu mir zugehörig an.
Schon vor etlichen Jahren habe ich mich als bekennende Büchernarrin bei Bookcrossing im Internet angemeldet und zusammen mit meinem Sohn haben wir dann draußen, für die Bücher, die wir nicht mehr lesen mochten, mehr oder weniger sichtbare Verstecke gesucht. Im Web konnte man dann anhand der Nummer im Buch verfolgen, ob jemand das Buch gefunden und sich hoffentlich auch gefreut hat. Natürlich nur, wenn die Person ebenfalls bei Bookcrossing angemeldet war und Lust hatte, das Buch als gefunden zu vermelden. Ich glaube, wir haben ein einziges Mal eine Rückmeldung erhalten. Weiterlesen

Stille Post

Keine Bange, die Soldiner Straße wird nicht umbenannt. Foto Andrei Schnell.
Keine Bange, die Soldiner Straße wird nicht umbenannt. Foto: Andrei Schnell

Das kann nicht ohne Kommentar seitens des Weddingweisers bleiben. „Paketdienst stellt im Wedding nicht mehr zu.“ Problemkiez, Gewaltkiez, No-go-Area in der Soldiner Straße beziehungsweise in der Prinzenallee. Diese Schlagzeilen wirft einem Google-News dieser Tage aus, wenn man nach Nachrichten mit dem Stichwort DHL sucht. Nicht nur die Berliner Medien überschlagen sich in Panikmache, sogar Chip titelt „DHL hat die Schnauze voll von Berlin“. Dabei sollte der Weddinger die Schnauze voll haben. Und zwar von dem irren Stille Post-Spiel, das da vor seinen Augen abgeht.

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