Mission einer Weddingerin: Süßes kommt in die Tüte!

Schon seit September stehen sie in unseren Supermärkten herum; viele fühlen sich davon genervt: Süßigkeiten für die Adventszeit. Doch eine Weddingerin sieht die Vorboten von Weihnachten vielmehr als Auftrag, anderen, weniger gut situierten Menschen in unserem Stadtteil eine Freude zu machen. Jahr für Jahr bringt sie von vielen Spenderinnen und Spendern abgegebene Schokoladentüten in Gemeinschaftsunterkünfte. Denn dort leben auch Kinder, die es nicht so leicht haben und sich über diese Geste der Menschlichkeit freuen.

Ein inklusiver Friedhof im Wedding

Der Wedding hat inklusive Friedhöfe. Bloß wissen die Wenigsten davon. Deswegen soll die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden. Anfang November hat die Aktionsfondsjury im Soldiner Kiez die nötigen Gelder für die Gestaltung eines entsprechenden Flyers genehmigt, in dem die Anforderungen an einen solchen Begräbnisplatz erläutert werden. Dieser Flyer soll eine Information für die Bewohner des Soldiner Kiezes sein und ihr Augenmerk auf die verschiedenen Friedhöfe wie zum Beispiel den St. Elisabeth Kirchhof II lenken. Aber ganz von vorne: Worum geht es beim Thema inklusiver Friedhof?

Die Sache mit den Einkaufswagen

Seit gut zwei Jahren haben einige Discounter, Supermärkte, Möbelhäuser und Baumärkte in bestimmten Teilen des Weddings ein gravierendes Problem: Einkaufswagen-Diebstahl. Denn dieses praktische Gefährt wird vielerorts schon lange nicht mehr nur im Geschäft selber genutzt, sondern dient scheinbar auch vielen Weddingern als Transporthilfe, Umzugswagen, Möbel, Mülltonne, Schlafplatz , Grill, Taxi oder Wertanlage. Manchmal stehen sie auch unmotiviert in Grüppchen auf den Gehwegen herum. Warum das nicht nur ein optisches Ärgernis ist, erfahrt ihr hier. Eine Bildersammlung gibt es am Ende des Textes.

Druckbar Wedding: Nicht einfach nur Siebdruck

Der Siebdruck ist dank der vielen Designermärkte und auch Etsy & Co. für viele kein Fremdwort mehr. Bis zum Format DIN A3 plus bei maximal drei Farben zu drucken kann eigentlich jeder. 
Dass diese Kunstform Passion, „Wahnsinn“ und auch Demut fordert, ist vielen aber nicht bewusst.
 Einer dieser „Siebdruck-Wahnsinnigen“ ist Leo Kloster mit seiner Druckbar Wedding.

 In der Gerichtstraße befindet sich nicht nur die Werkstatt, sondern dort ist auch ein Ort für den ganzen Kiez entstanden.

Läuft bei ihr? Tampons für obdachlose Frauen

Lisa ist Weddingerin aus Überzeugung. „Osramkiez for life!“ sagt sie lachend, als sie fröstelnd den Schal enger zieht. Dass die warme Jahreszeit endgültig vorbei ist, merkt nicht nur sie. Vor allem für die Menschen, die kein eigenes Zuhause haben, beginnt jetzt eine harte Zeit. Wenn Lisa die Müllerstraße hoch läuft, kommt sie am neuen Standort von „Evas Haltestelle“ vorbei, einer Hilfseinrichtung für obdachlose Frauen, die der Sozialdienst der katholischen Frauen im Wedding betreibt. Evas Haltestelle ist eine Institution im Kiez und hat nun endlich an der Müllerstr. 126 einen neuen Standort gefunden – bis zu 100 Frauen finden in den neuen Räumlichkeiten einen sicheren Ort, um zu schlafen, zu essen, sich zu waschen und soziale Kontakte zu pflegen.

Irgendwie speziell: Berliner Straßenschilder

Über Straßennamen ereifern sich die Berliner immer wieder gerne, vor allem, wenn die Straßen einen neuen Namen erhalten sollen. Im Afrikanischen Viertel im Wedding, aber auch anderswo kochen die Gemüter hoch über die Frage, ob die Stadt denn keine anderen Probleme habe als sich mit der Würdigung von historisch fragwürdigen Menschen durch Straßenschilder zu beschäftigen. Zeit, dass wir uns auch einmal mit der Frage auseinandersetzen: Was macht eigentlich ein Berliner Straßenschild aus?

Der Prinz vom Leo: Der Coffee Man und seine Pappenheimers

Foto: S. Wischmann

Es ist 7 Uhr morgens an einem Markttag. Viele Berliner liegen noch in ihren Federn, doch der blaue Himmel verheißt einen heißen Sommertag. Auf der Müllerstraße sind nur wenige Busse und Autos unterwegs, ansonsten flattern Taubenschwärme über dem Leopoldplatz und man sieht den ein oder anderen Obdachlosen, wie er sein Nachtquartier abbaut.