Brauseboys-Livestream am Donnerstag (16.4.): Alles wird besser

Eine Rolle hätten wir noch

Immer besser. Unser Klopapier geht zur Neige, ich schlage den Kindern vor, sie könnten doch wieder Windeln benutzen. Die gäbe es noch. Sie schütteln heftig den Kopf, auf keinen Fall, ich bin sehr beruhigt. Diverse Male waren wir einkaufen, aber blieben glücklos. Man müsste extra dafür losziehen, nur für Klopapier, aber auf eine solche Aventiure pfeife ich – die Würde des Menschen ist abwischbar – und das hat man dann davon. Eine Rolle haben wir  vor Ostern noch, die allerletzte Reserve. Am Donnerstag war ich bei der Privatbrauerei Eschenbräu, wo man bei Erwerb eines kleinen Bierfasses eine Rolle mitbekommt. Die werden für Gäste vor Ort im Moment nicht benötigt und sind ein kleiner Anreiz.

Home Sweet Home: Systemrelevant

Serie Da kam heute Konrad vom Dienst nach Hause – drei Tage pro Woche ist er nun im Homeoffice und an zwei Tagen muss er noch ins Büro – und hält mir einen Zettel unter die Nase, auf dem steht, sein Bürojob sei jetzt „systemrelevant“. Für mich persönlich schon jetzt das Unwort des Jahres 2020. Systemrelevanz. Da frage ich mich, was wir Normalos sind? Ganz unten in der Nahrungskette? Beutetiere?

Gutes in schlechten Zeiten – Tagebuch einer Mutter mit kleinen Kindern

Zügeschauen

Die Kita ist für mindestens 5 Wochen geschlossen, auch die Spielplätze, kein Kontakt mit Kitafreunden für meine fünfjährige Tochter und meinen anderthalbjährigen Sohn. Wie soll ich das überleben? „Schreib ein Tagebuch!“, meint mein Mann Henri. Ich habe ich ja sonst nichts zu tun. Und was soll ich da reinschreiben? Nö, blöde Idee. Henris Antwort: „Gut, dass Anne Frank das nicht auch gedacht hat“. Mist, jetzt hat er mich. Here we go…

Schule zu Hause – braucht Disziplin!

Tausende „Privatschulen“ sind im Wedding entstanden – aber unfreiwillig. Seit der Schließung der Schulen sind Zehntausende Weddinger Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler zu Hause. Die Nutzung digitaler Lernplattformen wie Lernraum Berlin haben noch nicht alle Schulen vor Ausbruch der Corona-Krise veranlasst. Daher gibt es je nach Schule unterschiedliche Formen der Betreuung durch das Lehrpersonal. Manchmal per Mail, manchmal per Aufgaben, die digital zur Verfügung gestellt werden. Aber zumindest für den Sportunterricht gibt es eine pfiffige Idee.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Foto: Samuel Orsenne

Im Moment wird unser aller Leben ganz schön durcheinandergewirbelt. Schließlich gibt es kaum noch andere Nachrichten als die, die sich um die Auswirkungen des Shutdowns in Berlin drehen. Scheibchenweise wird das öffentliche Leben heruntergefahren, Eltern mit Kindern in die Wohnungen verbannt und das Geschäftsleben auf das Notwendigste reduziert. Für Gastronomen ist jetzt die Umstellung auf Take-away und Lieferservice angesagt.

Home Sweet Home – Kindheitstraum

Ich muss es ja zugeben – ich habe es als Kind genossen, wenn die Schule geschlossen war. Ich habe mir oft vorgestellt, zu Hause unterrichtet zu werden, wie in diesem Fernsehfilm, der von einer Familie in den Bergen handelte. Nun habe ich seit insgesamt 13 Jahren zwei Kinder in der Schule, was im Klartext bedeutet, dass ich seit 13 Jahren in mehreren Schulen Elternvertreterin bin, Hausaufgaben kontrolliere, Vokabeln abfrage, versuche knifflige Matheaufgaben zu erklären, Ordner erstelle und mir von den verschiedensten Lehrern an Elternsprechtagen in meine Erziehung reinreden lasse. Als nun die Anordnung kam, die Schulen zu schließen, war das natürlich bedrückend, beängstigend und erst mal ein Schock. Wer rechnet denn schon damit, von einem Virus überrumpelt zu werden? Aber nachdem man einige Tage Zeit hatte, sich mit Homeschooling abzufinden, schlich sich bei mir etwas Vorfreude ein.

Kita zu – und jetzt?

Cem Erkisi wohnt im Soldiner Kiez. Er ist Erzieher in einer kommunalen Neuköllner Kita, befindet sich derzeit selbst in Elternzeit. Wir haben ihn gefragt, wie er die Schließung der Kitas einschätzt und was er betroffenen Eltern empfiehlt. Laut unserer Facebook-Umfrage sind immerhin über die Hälfte unserer Leser:innen heute durch einen Elternteil oder Familienmitglied mit der Kindererziehung abgedeckt, doch bei einigen läuft Home-Office und Kinderbetreuung parallel.