Café Bades: Gastfreundschaft im Antonkiez

In der sonst ruhigen Antonstraße am Leo kann man von weitem seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Bürgersteig vor dem Café Bades stets ein Grüppchen junger Leute ausmachen. Die Volkshochschule Mitte nebenan und die Wedding-Grundschule gegenüber sorgen für eine bunte Mischung. Und in der weiteren Nachbarschaft hat sich die Qualität des Espressos und Latte rumgesprochen; eine kleine italienische Fangemeinde gehört ebenfalls schon zur Bades-Community.

Rückblick auf zehn Jahre im Wedding

Zehn Jahre Rückblick Wir schauen zehn Jahre zurück. Die Älteren werden sich noch erinnern: Noch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war der Wedding für Menschen außerhalb des Wedding so attraktiv wie – sagen wir – Nordkorea. Das hatte auch Vorteile. Die Weddinger konnten die schönen Ecken ihres von Auswärtigen gemiedenen Stadtteils unter sich genießen, bei niedrigen Mieten und mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Nur wenn es ans Ausgehen ging, musste man wohl oder übel auch schon einmal den Wedding verlassen, meistens jedenfalls.

Aus und vorbei – dank des ungebremsten Zuzugs neuer Berliner aus dem In- und Ausland ist auch der Wedding mit seiner zentralen Lage in den Strudel des Immobilienmarktes geraten. Erst hatten wir kein Glück (selbst hier wurden die Wohnungen knapp), dann kam auch noch Pech dazu (die Mieten und auch die Immobilienpreise stiegen). Alteingessene Bewohner der Kieze können sich die Mieten im Wedding nicht mehr leisten. Statt von einem Lottogewinn träumt man im Wedding heute von einer bezahlbaren Wohnung. Wer umziehen muss, für den heißt es: an den Stadtrand oder weg aus Berlin. Dafür sind ganz neue Nachbarn in die Kieze gezogen, die früher einen großen Bogen um den einstigen Arbeiterbezirk Wedding gemacht hätten. Ein Trostpflaster dieser Entwicklung: Für schicke Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants müssen sie jetzt nicht mehr in den Prenzlauer Berg fahren.

Parkraum­bewirtschaftung beschlossen – ab 2021

HinweisschildEnde August hat das Bezirksamt die flächendeckende Einführung der Parkraumbewirtschaftung in den Ortsteilen Wedding und Gesundbrunnen sowie Moabit und Hansaviertel beschlossen. Damit wird fast der gesamte Bezirk flächendeckend mit Parkzonen ausgestattet. Doch die Umsetzung wird noch einige Zeit benötigen, denn organisatorisch ist das Vorhaben anspruchsvoll. Öffentliche Parkplätze ohne Parkscheinautomaten wird es dann im Wedding nur noch in wenigen Bereichen geben, wo der Parkdruck auch bislang nicht besonders hoch ist: am Volkspark Rehberge und am Schillerpark, in der Julius-Leber-Kaserne und in der Friedrich-Ebert-Siedlung am Rande des Afrikanischen Viertels. Überall sonst wird das Parken für Kraftfahrzeuge ohne die passende Vignette an der Windschutzscheibe kostenpflichtig.