Auch dieses Jahr kommt die Berlinale in den Kiez

Berlinale goes Kiez
Foto: Albert Warth, 2015

Am Donnerstag, den 20. Februar, ist es wieder soweit und die Stadt widmet sich zum – Achtung Jubiläum – 70. Mal den Bären, denn die Berlinale kommt samt neuer Festivalleitung wieder in die Kinos der Hauptstadt. Aber nicht alles wird neu und anders sein, schließlich ist der Wedding dieses Jahr erneut Spielort für gleich zwei Filme!

Videopodcasts: Es spukt auf dem Gartenplatz?

Screenshot aus dem VideopodcastDie Wege in Berlin können lang sein. Dabei muss man oft gar nicht weit fahren, um etwas zu unternehmen und nette Leute zu treffen. Außerdem verbergen sich viele große und kleine Geschichten hinter den Orten, zum Beispiel im Wedding. In vielen Kiezen gibt es eine Menge an Aktivitäten, die von Vereinen, der Stadt oder Initiativen angeboten werden. Diese richten sich an alle Altersgruppen und sind sehr kostengünstig oder sogar kostenfrei. Das Problem – häufig sind diese Angebote nicht bekannt, da kaum Werbung gemacht wird. Deshalb hat des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße die Videopodcastreihe „Hier bei uns im Brunnenviertel“ erstellen lassen. 

Wedding bekommt einen neuen Kinosaal

Baustelle im Kino Alhambra. Es entsteht eine neuer Kinosaal.
Noch sieht es nicht wie ein Kinosaal aus und Kinosessel gibt es auch noch nicht. Kinochefin Hanna Dobslaw hat extra für das Foto einen Sessel hineingestellt. Foto: Hensel

Das ist in heutzutage ein kleine Sensation, was das Cineplex Alhambra gerade hinter den Kulissen vorbereitet. Im Multiplex-Kino an der Ecke Seestraße und Müllerstraße wird gerade ein neuer Kinosaal eingerichtet. Während anderswo ganze Kinos schließen und die Zuschauerzahlen sinken, erweitert das Alhambra seine Kapazitäten – allerdings nur um wenige Plätze. „Das wird ein Studio-Kino mit drei Reihen a fünf Plätzen plus einigen Sitzsäcken“, sagt Kinoleiterin Hanna Dobslaw. Es werden also knapp 20 neue Plätze entstehen.

Ohne Industrie kein Wedding

In den Osram-Höfen

Als 1861 das weitgehend unbesiedelte und vor allem landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Land nördlich der Stadt Berlin eingemeindet wurde, erfolgte dies gegen den Willen der Berliner Stadtväter. Mit der Bevölkerung auf dem Wedding und am Gesundbrunnen wollten sie gar nichts zu tun haben, diese würden bald städtische Infrastruktur und Wohlfahrt brauchen. Das ließ hohe Kosten erwarten. Das war sehr kurzsichtig, denn die Gebietserweiterung verschaffte der aufblühenden Industrie neue Erweiterungsflächen außerhalb der dicht bebauten Stadt. Und so stieg das vorstädtische Gelände rund um Wedding und Gesundbrunnen zu einer dicht bebauten Stadt voller Arbeitsplätze auf.