Kulturpalast: Nach der Party ist vor der Party

Kulturpalast Wedding international. Foto: Stefanie Rumpler
Kulturpalast Wedding international. Foto: Stefanie Rumpler

Der Kulturpalast Wedding International stand im vergangenen Jahr wegen einer Sanierung und einer damit verbundenen drastischen Mieterhöhung kurz vor der Schließung. Heute um 20 Uhr lädt der Ausstellungsraum im Soldiner Kiez zu einer nächsten Vernissage ein. Im Rahmen des Ausstellungs- und Eröffnungswochenendes der Kolonie Wedding zeigt der Kulturpalast somit auch: wir sind noch da!

BAK: Türkisches Frühstück, Eis und Sexyness in der Prinzenallee

Das BAK Frühstückshaus in der Prinzenallee. Foto: Stöckel
Das Frühstückshaus in der Prinzenallee. Foto: Stöckel

Neuigkeiten aus der Prinzenallee: Das La Fiamma hat einen neuen Nachbarn bekommen. Zur Pizza mit Döner gesellen sich  jetzt auch Menemen, Künefe und leckerer Kaffee. Das türkische BAK ist nicht nur Eis-Café sondern auch Frühstückshaus. Wer schon in dem Badstraßen-BAK war, weiß, was ihn erwartet. Der neue Laden in der ehemaligen Videothek ist noch recht neu an der Ecke Osloer Straße, kann sich aber schon über massenhaft Kundschaft freuen. Viele Leute können nicht irren.

Geld für marode Schulen im Wedding

Grafik: Hensel
Neubau oder Sanierung? In die Weddinger Schulen sollen Millionen fließen. Grafik: Hensel

Nun geht es zur Sache. 5,5 Milliarden Euro stehen durch die Schulbauoffensive des Senats bereit, um in den nächsten zehn Jahren an Berliner Schulen verbaut zu werden. Großprojekte im Wedding sind der Neubau einer Oberschule neben der der Albert-Gutzmann-Grundschule und ein Planspiel zu einem Neubau in der Sellerstraße. Auch der Schadensfall Ernst-Reuter-Oberschule wird teuer. Zwei bestehende Grundschulen erhalten zusätzliche Modulbauten. In diesem Beitrag steht, wie viel jede Weddinger Schule bekommen soll.

Kolonie Wedding: Kunst vor der Linse

Ausstellungsraum der Kolonie Wedding: Das Prima Center in der Biesenthaler Straße. Foto: Hensel
Ausstellungsraum der Kolonie Wedding: Das Prima Center in der Biesenthaler Straße. Foto: Hensel

Einmal im Monat eröffnen im den Galerien im der Kolonie Wedding im Soldiner Kiez die Ausstellungen. Kunstliebhaber können so von Vernissage zu Vernissage gehen und viele Entdeckungen machen. Am Freitag (27.4.) war es wieder so weit. Sieben Galerien luden zu Eröffnungen ein. Eine Führung wies den Weg zu den Orten der Kunst, es kamen wieder Besucher aus der ganzen Stadt. Am heutigen Sonntag (29.4.) gibt es eine weitere Führung. Doch zunächst eine Fotorückblick auf die Führung am Freitag.

Davon geht der Wedding nicht unter!

Neueröffnungen und Schließungen gehören dazu.

Meinung Kommt der Wedding, ist er schon da oder geht er jetzt plötzlich sogar unter? Seit einiger Zeit wird in den sozialen Medien und auch in unserer Redaktion wieder darüber diskutiert. Einige Schließungen von Bars, Restaurants und Galerien im Stadtteil waren Anlass für düstere Gedanken. Hier und da machte sich sogar Endzeitstimmung breit. Geht der Wedding den Bach runter, ist jetzt alles vorbei? Keinesfalls!

Sag zum Abschied leise Prost

Bier und Suppe, dafür stand das ResOtto. Foto: Ramona Gamradt

Wir hatten uns irgendwie daran gewöhnt: Die gastronomische Landkarte des Wedding ist über die Jahre vielfältiger geworden. Auf einmal scheint das aus und vorbei zu sein – so kommt es einem im Moment zumindest vor. Denn innerhalb weniger Wochen ist der Wedding schlagartig um ein paar beliebte Namen ärmer geworden. Dafür gibt es viele persönliche Gründe der Betreiber; die unübersehbare Gentrifizierung ist dabei wohl gar nicht entscheidend gewesen. Und dennoch fällt eine gewisse Häufung auf. Wir haben zusammengefasst, wo schmerzliche Lücken entstanden sind.