Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knapp

Sie­ben Tage, sie­ben Mel­dun­gen aus dem Wed­ding: Hier kom­men die News aus der Nach­bar­schaft. Die­se Woche gibt es einen geo­gra­fi­schen Schwer­punkt, der sich zufäl­lig erge­ben hat: gleich drei Mel­dun­gen kom­men aus dem Brun­nen­vier­tel ganz im Süden des Stadt­teils. Doch auch von wei­ter nörd­lich gibt es Neu­ig­kei­ten zu berichten.

Panke-Trail folgt Stettiner Bahn

Humboldtsteg
Hier soll sich eine wei­te­re Brü­cke ein­fä­deln. Foto: And­rei Schnell

Ein Rad­schnell­weg wie eine Auto­bahn ohne Kreu­zun­gen und Ampeln – das bleibt ein Traum. Doch der Pan­ke-Trail wäre immer­hin kreu­zungs­arm. Eine Mach­bar­keits­un­ter­su­chung hat Ende letz­ten Jah­res eine Rou­te für den neu­en Rad­weg aus­ge­wählt. Der Trail ist eine von meh­re­ren Rad­schnell­ver­bin­dun­gen, die Ber­lin bau­en möch­te. Der Favo­rit der Unter­su­chung führt ent­lang der ehe­ma­li­gen Stet­ti­ner Bahn durch die Grün­ta­ler Stra­ße. Und am Hum­boldt­hain soll es eige­ne Brü­cken nur für Rad­fah­rer geben.

Die Wende aus Sicht des RIAS TV

Cover Zeuge der Wende
Cover des Buches “Zeu­ge der Wen­de” von Ger­hard Specht. Gra­fik: Omnio-Verlag

„Kein Bild für RIAS“ hat Ger­hard Specht ein Kapi­tel sei­ner Erin­ne­run­gen an die Arbeit beim „Feind­sen­der“ über­schrie­ben. Der Rund­funk im ame­ri­ka­ni­schen Sek­tor (RIAS) war für die DDR-Behör­den die gefähr­lichs­te Rund­funk­an­stalt, der Erfolg der bei­den älte­ren RIAS-Radio­sen­der war im Osten enorm. Unter Jugend­li­chen war RIAS 2 ver­mut­lich Leit­me­di­um. Kein Wun­der, dass die Ver­ant­wort­li­chen in der DDR dem 1988 in der Vol­ta­stra­ße gestar­te­ten RIAS-Fern­se­hen (heu­te: Deut­sche Wel­le) so vie­le Stei­ne in den Weg leg­ten wie nur mög­lich. Ger­hard Specht beschreibt kon­kret, wie sei­ne Arbeit mit Hin­hal­te­tak­tik behin­dert wur­de. Kon­se­quenz: „Uns man­gel­te es schlicht an Bewegt­bild-Mate­ri­al von jen­seits der Mauer.“ 

“Eine Drecksstadt!” – Ist es das, was wir wollen?

Cecilia Stickler 2016 Foto: D. Hensel
Ceci­lia Stick­ler beim Müll­sam­meln am Vineta­platz. Foto: D. Hensel

Ein Wut­aus­bruch von Ceci­lia Stick­ler. Die Bewoh­ne­rin des Brun­nen­vier­tels hat über Jah­re hin­weg selbst zuge­grif­fen, wenn es dar­um ging, ihr direk­tes Umfeld sau­ber zu hal­ten. Aus gesund­heit­li­chen Grün­den ist ihr das nicht mehr mög­lich. Nun schaut sie der Ver­mül­lung ihrer Umge­bung fas­sungs­los zu und fragt sich, ob wir wirk­lich so leben wollen. 

Abfuhr für Tannen

TannenDas Tan­nen-Glück ist bald vor­bei. Ent­na­delt, abge­schmückt und man­che noch mit Lamet­ta-Fet­zen beklei­det lie­gen vie­le Weih­nachts­bäu­me schon an Wed­din­ger Wegesrän­dern. Dien­ten die Nadel­bäu­me noch vor zwei Wochen der Ver­brei­tung weih­nacht­li­cher Stim­mung, erwar­tet die per Fens­ter­wurf aus­ran­gier­ten Gehöl­ze jetzt eine zwei­te Kar­rie­re als Mate­ri­al zur Energiegewinnung. 

Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappDie Stra­ße sind viel lee­rer, die meis­ten Geschäf­te sind geschlos­sen. Die Vor­weih­nachts­zeit ist nun per Gesetz ruhi­ger als üblich. Doch trotz Lock­down rei­ßen die nega­ti­ven Coro­na-Nach­rich­ten erst Mal nicht ab. Bleibt nur, zu Hau­se auf bes­se­re Zei­ten zu war­ten … und die Wed­ding-Mel­dun­gen zu lesen. Es sind übri­gens die letz­ten in die­sem Jahr.

Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappVie­les ist unsi­cher in die­ser begin­nen­den Advents­zeit. Was ist erlaubt, was ver­bo­ten und was ist ein­fach unver­nünf­tig? Die Ant­wor­ten der Behör­den kom­men oft kurz­fris­tig, weil die Lage noch unklar ist oder sich gera­de ändert. Der Krea­ti­vi­tät der Wed­din­ger tut das kei­nen Anbruch. Mit inter­es­san­ten Ideen und viel Abstand manö­vrie­ren sie durch die­se Coro­na-Zeit. Doch man­che Wed­ding-News, man glaubt es kaum, hat gar nichts mit der Pan­de­mie zu tun! Hier ist, was wir für Euch her­aus­ge­fun­den haben.

Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappHalb­zeit im zwei­ten Lock­down. Wäh­rend die Gewer­be­trei­ben­den in der Mül­ler­stra­ße, im Spren­gel­kiez oder in der Bad­stra­ße mit redu­zier­ten Pro­gramm arbei­ten und teil­wei­se mit gro­ßen finan­zi­el­len Ein­bu­ßen zurecht kom­men müs­sen, ist die Nach­rich­ten­la­ge im Wed­ding sta­bil. Sie­ben Mel­dun­gen sind zwar nicht das gan­ze Gesche­hen, aber eine Aus­wahl ist in die­sen unüber­sicht­li­chen und medi­al dich­ten Zei­ten viel­leicht auch nicht schlecht. Hier ist unsere: