Neuer Glanz fürs Strandbad Plötzensee

Der Wedding hat im Laufe der Jahre viel von seiner Geschichte verloren. Für eine über 100 Jahre alte „blaue Perle“ scheint es nun aber einen Rettungsanker und eine Zukunft zu geben. Das Freibad am Westufer des natürlichen Gewässers mit seinem markanten Backsteingebäude ist seit diesem Jahr an ein neues Team verpachtet. Die Betreiber Michael Verhoeven und Katharina Zahn – Geschäftsführerin – wollen das Potenzial dieses Naturparadieses mitten in der Stadt heben, und etwas gegen die permanente Übernutzung des Sees an seinem Ostufer tun. Statt wild im Landschaftsschutzgebiet zu baden soll es wieder gute Gründe geben, ins frisch renovierte Strandbad zu gehen.

Die Panke wird Natur – aber nicht im Soldiner Kiez

Kein natürliches Ufer: Die Panke an der Soldiner Brücke. Foto: A. Schnell
Kein natürliches Ufer: Die Panke an der Soldiner Brücke. Foto: A. Schnell

Die Panke soll wieder ein natürlich wirkendes Flüßchen werden. Deshalb sollen im Rahmen des Projektes „Panke 2015“ entlang des Flusses Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Planungsunterlagen dafür lagen vor kurzem in der Bibliothek am Luisenbad aus. Doch die Überraschung ist: Der Abschnitt zwischen Osloer und Soldiner Straße kommt darin als einziger Pankeabschnitt nicht vor.

Wedding am Wasser: Die Panke

 

panke balkon uferstr
Der „Panke-Balkon“ seit 2014 an der Uferstr.

Janz draußen an der Panke Hab ich mein kleenes Haus Davor steht eene Banke da ruh ich abends aus Da kommt mir manch Jedanke seh ich det Flüsscken ziehn Ganz leise gluckst die Panke Die heimatliche Panke …*

Der Fluss Panke, so sehr er auch mit Abwässern und Müll verschmutzt, in Rohre verlegt und später als schnurgerader Kanal wieder freigelegt wurde, ist repräsentativ für das volkstümliche, ärmliche Berlin. Genau hier kann, wer Spuren lesen kann, noch viel aus der Industriegeschichte und der Arbeiterbewegung des „Roten Wedding“ erkennen.