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Pflanzaktion am Plötzensee:
Hilfe für Natur am Ufer

Wie der Bezirk der Natur am Seeufer wieder zu ihrem Recht verhelfen möchte

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Zumin­dest ein wenig Natur ist im Sep­tem­ber an die Ufer des Plöt­zen­sees zurück­ge­kehrt. Auf 45 Metern Län­ge hat der Bezirk am süd­öst­li­chen Rand des Wed­din­ger Sees 300 Gewäch­se nach­ge­pflanzt. Teich-Bin­se, Schilf und Sumpf-Seg­ge sol­len bei der Rena­tu­rie­rung des Ufers hel­fen. Das Amt wähl­te die Stel­le nahe einem Spiel­platz aus, weil das uner­laub­te Baden das Ufer an die­ser Stel­le erheb­lich zer­stört hat­te. Die Wild­ba­der haben den Hang deut­lich sicht­bar beschädigt.

Renaturierung
Hil­fe­stel­lung, damit Natur den Plöt­zen­see zurück­er­obern kann. Foto: And­rei Schnell

“Die hier leben­den Pflan­zen wur­den nie­der­ge­tre­ten und konn­ten sich auf dem stark ver­dich­te­ten Boden nicht wie­der neu ansie­deln”, teilt der Bezirk mit. Nun soll durch die Pflanz­ak­ti­on eine natur­na­he Vege­ta­ti­on zurück­keh­ren. 36.000 Euro kos­te­te die Rena­tu­rie­rung, wobei der größ­te Anteil davon auf einen neu­en Zaun und auf einen zum Was­ser hin aus­ge­rich­te­ten Schutz vor Tier­bis­sen und neu­er Bäu­me ent­fällt. Ziel ist, dass Röh­richt zurück­kehrt, “ein wert­vol­les Refu­gi­um für Was­ser­vö­gel, Libel­len, Amphi­bi­en und ande­re Tie­re”, wie das Amt mit­teilt. Das Röh­richt „trägt auch zur Rei­ni­gung und Sauer­stoff­ver­sor­gung des Was­sers bei.‟

Achtung: Allgemeinverfügung

Damit im nächs­ten Jahr die Bade­sai­son die jun­ge Natur nicht wie­der zer­stört, hat der Bezirk eine All­ge­mein­ver­fü­gung erlas­sen. Seit dem 17. Sep­tem­ber darf das Ufer des Plöt­zen­sees nur noch am Strand­bad betre­ten wer­den. “Als Ufer­be­reich gel­ten in den Abschnit­ten jeweils die Land­flä­chen zwi­schen der par­al­lel zum Ufer­weg ver­lau­fen­den Ein­frie­dung und der Ufer­li­nie sowie der unter Was­ser lie­gen­de Grund des Sees in einer Brei­te von drei Metern von der Ufer­li­nie.” Auf­grund der All­ge­mein­ver­fü­gung wird es künf­tig ver­stärk­te Kon­trol­len durch das Ord­nungs­amt geben und es wer­den mehr Buß­gel­der ver­hängt wer­den, teilt der Bezirk mit.

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Der Text stammt aus der Wed­din­ger All­ge­mei­nen Zei­tung (–> E‑Paper), der gedruck­ten Zei­tung für den Wed­ding. Geschrie­ben wur­de er von And­rei Schnell. Wir dan­ken dem RAZ-Verlag!

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Andrei Schnell

Man hat mir versichert, es gäbe keine Vorschrift zu gendern und ich sei in dieser Frage frei, nicht wahr? Außerdem: Mein Hintergrund ist ostdeutsch, das beruht auf Erlebnissen. Und: Politik sehe ich mir an wie Sportwettbewerbe. Plus: Lese ich ein Buch lese, dann möchte ich es gleich besprechen. Ich mag Geschichten und Geschichte. Mister Gum möchte ich abschließend erwähnen.

1 Comment

  1. Hal­lo

    genau an der Stel­le hat­te ich an einem frü­hen Mor­gen ein schö­nes Erleb­niss… nach dem Ein­kauf bei Aldi auf dem Rück­weg über­flog mich ein Turm­fal­ke … ein paar Meter wei­ter setz­te er sich auf einem Ast nie­der und ich nahm mir die Zeit ihn eine gan­ze Wei­le zube­ob­ach­ten… Viel­leicht soll­ten es die Erleb­niss ori­en­tier­te Jugend von Heu­te auch mal so etwas ver­su­chen anstel­le von sinn­lo­ser Zer­stö­rung der Natur an die­ser Stel­le , die dem Steu­er­zah­ler unnö­ti­ge 36000 gekos­tet hat … anstatt stän­dig wie ein Jun­kie auf das Wisch­fon star­ren öfters mal den Blick nach vor­ne in die Natur richten.… 

    in die­sem Sinne

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