Sprecht ein Machtwort für den Garten!

Hier entsteht keine Gemeinschaftsgarten. Ein Schild auf der Fläche erklärt, warum hier nichts geschieht. Foto: gruppe F
Hier entsteht keine Gemeinschaftsgarten. Ein Schild auf der Fläche erklärt, warum hier nichts geschieht. Foto: gruppe F

Meinung In der Böttgerstraße, in der Ruheplatzstraße, am Centre Francais, im Mauerpark, in verschiedenen Höfen, auf Baumscheiben – überall gestalten Menschen im Wedding Orte im öffentlichen Raum mit Einsatz und mit Blumensamen. Es wird gegärtnert und das oft mit dem Einverständnis des Bezirksamtes. Sind das zu viele Gärten, reicht es dem Amt jetzt? Aktuell verhindert das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) die Einrichtung eines neuen Gemeinschaftsgartens in der Stralsunder Straße.

Einen Kaffee ohne Becher, bitte!

Einwegbecher im Humboldthain. Nach wenigen Minuten war er Müll. Foto: Hensel
Einwegbecher im Humboldthain. Nach wenigen Minuten war er Müll. Foto: Hensel

Sie liegen im Humboldthain herum und säumen viele Straßen und Plätze: benutzte Kaffeebecher. Es sind einige von 170 Millionen Einwegbechern, die pro Jahr allein in Berlin anfallen. Was nur wenige Minuten für den Unterwegs-Kaffee genutzt wird, landet im Anschluss im Müll oder im öffentlichen Raum. Die Initiative Better World Cup will das ändern. Manche Cafés im Wedding bieten unabhängig davon eigene Rabatte an.

Hübsch bist Du geworden, kleine Motte!

Dzintra Kottmann und ihr Sohn Adrian. Zum Café-Team gehören noch fünf weitere Familienmitglieder. Foto: Hensel
Dzintra Kottmann und ihr Sohn Adrian. Zum Café-Team gehören noch fünf weitere Familienmitglieder. Foto: Hensel

Noch ist es gar nicht so richtig eröffnet, das neue Café an der Ecke Malplaquetstraße und Nazarethkirchstraße. Doch man ahnt schon, was es wird: Seit einigen Wochen tut sich was im ehemaligen Spiritus Mundi. Die Räume wurden aufwendig renoviert, die Kaffeemaschine ist schon angeschlossen, in der vergangenen Woche eröffnete bereits eine erste Ausstellung im Café Motte. Bald können die Tische rausgestellt werden und man kann an dieser schönen Ecke wieder draußen sitzen.

Zur Demo gegen Mietsteigerungen

Ein Plakat am ExRotaprint. Foto: D. Hensel
Genau das Thema: Ein Plakat am ExRotaprint. Foto: D. Hensel

Meinung Das sagen wir wirklich selten, aber jetzt muss es sein: Geht mal raus aus dem Wedding! Am Samstag findet eine Demonstration gegen Mietsteigerungen am Potsdamer Platz statt. Denn die Mieten steigen auch bei uns, viele Menschen haben Angst, irgendwann finanziell nicht mehr mithalten zu können. Auch im traditionell armen Wedding sorgen sich inzwischen immer mehr Mieter, Vereine, Kreative. Am Samstag werden auch viele Initiativen von hier dem Aufruf folgen und mit dem Marsch unter dem Motto „Mietenwahnsinn widersetzen“ ein Zeichen setzen.

Davon geht der Wedding nicht unter!

Neueröffnungen und Schließungen gehören dazu.

Meinung Kommt der Wedding, ist er schon da oder geht er jetzt plötzlich sogar unter? Seit einiger Zeit wird in den sozialen Medien und auch in unserer Redaktion wieder darüber diskutiert. Einige Schließungen von Bars, Restaurants und Galerien im Stadtteil waren Anlass für düstere Gedanken. Hier und da machte sich sogar Endzeitstimmung breit. Geht der Wedding den Bach runter, ist jetzt alles vorbei? Keinesfalls!

Kommt in unsere Kieze, wir beißen nicht!

Nicht gerade um die Ecke: das Rathaus Mitte in der Karl-Marx-Allee. Foto: Hensel
Nicht gerade um die Ecke: das Rathaus Mitte in der Karl-Marx-Allee. Foto: Hensel

Meinung Der Bezirk hat wieder Geld und kann Investitionen planen. Deshalb können nun auch einige Straßen und Gehwege saniert und umgestaltet werden. Im Wedding und in Gesundbrunnen stehen Baumaßnahmen in der Swinemünder Straße, in der Koloniestraße und in der Ungarnstraße an. Das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) hat gut zu tun, denn es plant und beauftragt diese Investitionen. Dabei soll das Amt auch noch die Bürger mitnehmen – offenbar keine leichte Aufgabe.

Wo ist die Weddinger Zeit geblieben?

Uhr
Uhr an der Kreuzung Osloer Straße und Prinzenallee. Foto: Hensel

Armbanduhren sind ein wenig aus der Mode gekommen. Die Zeit trägt der moderne Mensch auf dem Smartphone umher. Taschenuhren? Nur für Nostalgiker! Schaut eigentlich noch jemand auf die großen Zeitmesser, deren Zeiger sich seit ewigen Zeiten im öffentlichen Raum beharrlich im Kreise drehen? Ein kurzer Blick auf die Uhren im Stadtteil zeigt: ja, sie sind zumindest noch da. So tickt der Wedding!

Schickt mehr Leihräder in den Wedding!

LeihräderKolumne Mehr als 10.000 Leihräder gibt es derzeit in Berlin. Neuerdings stehen sie auch in Teilen des Wedding in verschiedensten Farben und Ausführungen auf den Gehwegen. Noch haben wir Weddinger offenbar nicht verstanden, was mit den rollenden Dingern zu tun ist. Sie stehen überwiegend ungenutzt herum. Aber auch wenn wir noch unentschlossen oder unwissend sind, finden wir die bunten Leihräder toll und rufen heute den Anbietern zu: schickt uns mehr!