Bitte putz unsere Grünflächen, liebe Stadtreinigung!

Mitarbeiter der Stadtreinigung reinigen eine Grünfläche. Foto: BSR
Mitarbeiter der BSR reinigen eine Grünfläche – leider nicht im Wedding. Foto: BSR

Meinung Ich freue mich für den Lustgarten, ich freue mich für den Monbijoupark und ich freue mich für den Volkspark am Weinbergspark! Diese Flächen im Bezirk Mitte haben das große Los gezogen, sie werden seit dem 1. Juni regelmäßig von den Männern in Orange besucht. Der Pilotprojekt Parkreinigung der Berliner Stadtreinigung (BSR) wurde nämlich gerade auf 46 Parks, Grünflächen und Spielplätze erweitert. Vorher waren es 16 Berliner Parks, die von der BSR gereinigt wurden. Im Umfeld der Pilotflächen gab es bisher viel Lob für die Neuerung.

Pflegeleichter Minigarten aus dem Wedding

Die Schulgartenbox gewann einen 3. Preis beim Umweltpreis Mitte 2018. Foto: Hensel
Die Schulgartenbox gewann einen 3. Preis beim Umweltpreis Mitte 2018. Foto: Hensel

Sie ist handlich, extrem günstig und sehr praktisch. Die Schulgartenbox wurde im Wedding entwickelt und ist für Schulklassen, Kindergartengruppen und gießfaule Balkongärtner mit wenig Platz perfekt geeignet. Wer sich an die Vorschläge von Nicole Thode hält, kann bald einen pflegeleichten Minigarten sein Eigen nennen.

Solarkocher, Sanddüne, versteckter Garten

Weddinger Stadtnatur: Im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße. Foto: Hensel
Weddinger Stadtnatur: Im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße. Foto: Hensel

Es gibt Orte im Wedding, die findet man nur, wenn jemand sie empfiehlt. Und wenn man sie dann gefunden hat, dann offenbaren sie sich nicht sofort, sondern erst nach und nach. Das Schul-Umwelt-Zentrum (SUZ Mitte) ist ein solcher Ort. Er liegt versteckt in der Scharnweberstraße, hoch oben im Wedding. Von der Straße aus sieht man nur ein unscheinbares Tor, einen Weg, der irgendwie ins Grüne führt. Der Lange Tag der Stadtnatur lud kürzlich dazu ein, dieses versteckte Paradies auf vielfältige Weise zu erkunden.

Wir brauchen eine Park-Kita-Garten-WG-Schule!

Genter Wochenmarkt: Die Fläche ist eigentlich ein Parkplatz. Gut ausgenutzt!

Meinung Baum und Fluss, Park und Biene sind Begriffe, die natürlich auch jeder Stadtbewohner kennt. Zusammen mit See und Blume bilden diese Wörter ein Stückchen dessen ab, was wir als Natur kennen und mögen. Beim Langen Tag der Stadtnatur am Wochenende habe ich im Gemeinschaftsgarten Himmelbeet einen neuen Begriff gelernt: Multicodierung. Vielleicht kann er so manches grüne Fleckchen in der Stadt retten.

Mehr als ein Garten: Das ist Stadtnatur!

Führung im Himmelbeet: Toni Karge erklärt den Zuhörern das Projekt. Foto: Hensel
Führung im Himmelbeet: Toni Karge erklärt den Zuhörern das Projekt. Foto: Hensel

Am Leopoldplatz ist mit dem Himmelbeet seit 2013 eine grüner und sehr lebendiger Ort mitten im Wedding gewachsen. Auf 1700 Quadratmetern wird in der Ruheplatzstraße 12 nicht nur gepflanzt, gegossen und geerntet. Über die vielfältigen Nutzungen und die Entstehung des Gemeinschaftsgartens wollten am Sonntag (17.6.) beim Langen Tag der Stadtnatur viele Menschen aus der ganzen Stadt ganz viel wissen. Dabei ging es auch um die ungewisse Zukunft des Projekts.

Fotorückblick: Klügste Nacht im Wedding

Lange Nacht der Wissenschaften 2018 in der Beuth Hochschule für Technik. Foto: Hensel
Mit dieser Maschine wurde Popcorn gemacht. Foto: Hensel

Die Beuth Hochschule für Technik hat am Samstag (9.6.) ihre Türen für Besucher geöffnet. Auch hier fand die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Viele Besucher waren gekommen. Offenbar hat sich herumgesprochen, dass die Beuth Universität ein stadtweiter Hotspot des Aktionstages ist. Ein Blick auf einige der unzähligen Angebote – im Fotorückblick.

Für Umme mit dem Leihrad

Leihrad der Firma ofo. Foto: Hensel
Zwei Leihräder stehen in der Brunnenstraße. Als das Foto entstand, sind zwei Kids schnell noch aus dem Bild gesprungen. Offenbar wollten sie gerade los. Foto: Hensel

Meinung Die Weddinger Jugend hat das Radfahren entdeckt. Wer hätte gedacht, dass gerade die Nachwuchs-Gangster, die sonst niemals mit dem Fahrrad gesehen wurden, breitbeinig und mit natürlich nur einer Hand radelnd im Wedding unterwegs sind. Kaum einen Meter legen sie noch zu Fuß zurück. Kein Wunder: Eine freundliche Firma aus dem fernen China hat ihnen kostenlose Leihräder geschickt. Die Kids aus der Nachbarschaft nehmen das Geschenk dankend an.

Ein typisches Weddinger Einhorn

Anna Böhm unterwegs in ihrem Weddinger Kiez.
Die Kinderbuchautorin Anna Böhm unterwegs in ihrem Weddinger Kiez.

Neulich stand in der Zeitung, dass die Zeit der Einhörner vorbei sei. Andere Wesen und Figuren würden die Herzen der Kinder heute höherschlagen lassen. Angesagt seien Flamingos, Meerjungfrauen und sogar das gute alte Monchhichi. Sie sind die Gewinner nach dem großen Einhorn-Sterben in den Kinderherzen. Ob das stimmt oder ausgedacht ist, ist eigentlich egal. Nur: Mir schoss beim Lesen des bunten Tralalas ein Gedanke durch den Kopf: Oh mein Gott, Anna! Über eine Weddinger Autorin und ihr neuestes Kinderbuch.

Stadtnatur: Wo es im Wedding am grünsten ist

Gleisführung in der Osloer Straße beim Langen Tag der StadtNatur. Foto: D. Hensel
Gleisführung in der Osloer Straße beim Langen Tag der Stadtnatur. Foto: D. Hensel

Unseren grünen Wedding kennen wir in- und auswendig. Niemand muss uns sagen, wo die grünen Oasen sind, die Gärten, die Parks, die bunt bepflanzten Baumscheiben! Der Lange Tag der Stadtnatur versucht es trotzdem wieder. Das Naturfestival findet in diesem Jahr am 16. Und 17. Juni statt. Es öffnet Weddingbesuchern, aber auch den Weddingern Türen und gibt den Blick frei auf die grünen Orte im Stadtteil. Vielleicht eine Gelegenheit, etwas genauer hinzusehen.