Zwei Weddinger Jungs machen Tatkraft

Andreas Altvater und Süleyman Mazanli
Andreas Altvater und Süleyman Mazanli machen gutes Design. Foto: Andrei Schnell

Süleyman Mazanli und Andreas Altvater lieben rauhen Stahl. Im März 2016 haben die beiden jungen Männer das Unternehmen Tatkraft gegründet. Sie wollten ein Bett mit rauer Schale und weichen Kern erschaffen. Man könnte sagen: ein Bett, das so sein sollte wie sie selbst. Weil es ein solches Bett nicht gab, haben sie es entworfen, geplant, geschweißt. Seit gut einem Jahr verkaufen sie es in einem Online-Laden mit bislang nur einem Produkt: dem Bett Ion. Die beiden Unternehmer kennen sich seit ihrer Kindheit im Brunnenviertel und wohnen auch heute wieder Tür an Tür. Dieses Mal im Brüsseler Kiez. Das ist die Geschichte zweier Weddinger Jungs mit Tatkraft.

Hier will das Bezirksamt bauen

Baumaßnahmeplanung
Baumaßnahmen des Bezirks im Wedding. Foto Andrei Schnell

25 Millionen Euro gegenüber 19 Millionen Euro im Vorjahr stehen ab 2018 für die Fortführung von Sanierungen und Umbauten bereit. Weitere elf Millionen können verbaut werden, weil die Finanzierung steht. Das haben die fünf Stadträte für Mitte am 5. Dezember gemeinsam beschlossen.  Von den 27 Bauvorhaben, die die veröffentlichte Baumaßnahmeplanung aufzählt, sind allein 16 Sanierungen von Schulen. Ebenfalls 16 beträgt die Zahl der Weddinger Projekte in der für den gesamten Bezirk beschlossenen Liste. Mit anderen Worten, vor allem Schulen und der Wedding profitieren von den geplanten baulichen Erneuerungen. Hier die Einzelheiten.

Ein Rundgang mit dem Platzdienst vom Leo

Der Platzdienst vom Leopoldplatz
Der Platzdienst vom Leopoldplatz setzt auf Kommunikation und Moderation. Foto: Andrei Schnell

Es ist ein feuchter Nachmittag Ende November. Auf dem hinteren Leopoldplatz stehen Männer in schwere Parkas gewickelt. Sie haben sich getroffen, um statt warmem Tee gemeinsam ein paar kalte Biere zu trinken. Einer bemerkt die Kamera und löst sich aus der Gruppe. Er schnauzt: „Ey, habt ihr uns gefilmt?“ – Trotz des barschen Tones seines Gegenübers lächeln die beiden Mitarbeiter vom Platzdienst: „Nein. Wir haben nur ein Foto von uns selbst gemacht. Nicht von Ihnen.“ Der Platzdienst mit den blauen Wetterjacken dreht seit wenigen Monaten auf dem Leopoldplatz seine Runden. Der Platzdienst wird von der Firma Urbanus Concept betrieben, einem Unternehmen, das sich als Sicherheitsdienst der anderen Art sieht. Der Weddingweiser ist eine Runde mitgelaufen.

Freie Schulen auch für Wedding-Kids?

Wie Maja Lasic Deutsche wurde. Foto Andrei Schnell
Maja Lasić (SPD), 2016 im Brunnenviertel direkt gewählt, will die Schullandschaft neu ordnen. Foto Andrei Schnell

Die Berliner SPD will in der Bildungspolitik eine Wende einleiten. „Alle Schulen für alle Kinder“ fordert ein Antrag der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Das heißt, private und freie Schulen sollen jedermann zugänglich sein. Maßgeblich verfasst hat den Antrag Maja Lasić (SPD), die 2016 im „tiefen Wedding“ (seit 18 Jahren als Brunnenviertel bekannt) direkt gewählt wurde.

„Berlin mit scharf“ – Fünftes Buch der Brauseboys

Buchcover Berlin mit scharf
„Berlin mit scharf“ – das fünfte Buch der Brauseboys.

Und Weihnachten wird wieder gegessen. Da passt es irgendwie, dass die Brauseboys ihr fünftes Buch, das derzeit aus der Druckerei ausgeliefert wird, „Berlin mit scharf“ genannt haben. Kochrezepte sucht man zwar vergebens in dem Taschenbuch. Dafür findet sich eine Anleitung zum Verspeisen des Weddinger Nationalgerichts: „Der Döner im Wandel der Zeiten“. Weitere lebenspraktische Anweisungen zum Überleben im Wedding und seinem Umland tragen die Texte zusammen. Wer das Buch kauft, der hat etwas zum Schmunzeln oder – falls humorlos – ein Weihnachtsgeschenk.

Neues Spiel: Schließung per Durchsuchung

Polizeieinsatz
Großeinsatz nicht nur der Polizei gegen Spielhallen. Foto: Fl

Das ist kein Glückstag für die Spielhallenbetreiber im Wedding gewesen. Eben noch klingelte es lustig in der Kasse, als es plötzlich an der Tür klingelte und Spielverderber in Uniform und in Zivil den Casinoinhabern etwas genauer auf die Finger schauen wollten. Zwischen Donnerstag, dem 2. November, 14 Uhr und Freitag, dem 3. November, 23 Uhr wurden 14 so genannte „Betriebsstätten“ in Mitte durchsucht. Die meisten davon im Wedding. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) zeigte sich zufrieden mit der Aktion. In diesem Beitrag steht, was genau geschah und unten folgt der Kommentar.

Otto Nagel über das Weddinger Milljöh

Buchcover
Cover des Eröffnungsbandes „Das nasse Dreicke“ von Otto Nagel. Grafik: promo

Bei den so genannten ewigen Fragen, die die Menschheit immer beschäftigt hat und immer beschäftigen wird, denkt man heutzutage an Liebe, an Trennung oder ans Erwachsenwerden. Davon handeln die Pop-Songs, die Hollywoodfilme und die Bücher der Center-Buchhandlungen. Dabei gibt es auch andere „ewige Fragen“. Zum Beispiel: Wie verhält sich eine Gesellschaft zu den Ärmsten unter ihnen? Walter Frey hat in diesem Jahr Otto Nagels Roman „Die weiße Taube oder Das nasse Dreieck“ neu aufgelegt. Dieses Buch spielt während der Weltwirtschaftskrise 1928 in einer Spelunke an der Panke.

SIKo gibt Tipps für den wachsenden Wedding

Wo sich die wilden Kräne drehen - Foto Andrei Schnell
Wedding wächst. Auch Schulen, Kitas und Turnhallen müssen geplant und gebaut werden. – Foto Andrei Schnell

Nach „Sparen bis es quietscht“ lautet das aktuelle Motto in Berlin: die „Stadt wächst“. Und das bedeutet, es wird investiert. Doch bevor losgebaut oder wenigstens geplant wird, wird zunächst erst einmal „empfohlen“. Im SIKo, dem Sozialen Infrastrukturkonzept des Bezirks, ist nachzulesen, wo neue Schulen entstehen könnten. Wo Kindergärten erweitert werden sollten. Auch wo Sportplätze und Turnhallen fehlen oder wo neue Grünflächen geschaffen werden müssten. Das alles listet das SIKo auf beinahe 300 Seiten auf. Auf den ersten Blick liest sich das Wunschkonzert toll. Doch auch auf den zweiten? – Ganz am Ende des Artikels folgt der Kommentar.

Bezirkshaushalt: Es ist wieder Geld da

Rathaus Mitte
Die Bezirksverordneten beschließen im Rathaus den Haushalt 2018/2019. Foto: Andrei Schnell

Nach den langen Jahren des berühmten roten Bleistifts kann nun wieder aus dem Vollen geschöpft werden. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) –  dem „Parlament“ auf Bezirksebene – hat einen Bezirkshaushalt für 2018 und 2019 beschlossen. Und in dem steigen die Ausgaben kräftig. Es kann wieder verteilt werden. Auch im Wedding. Über die steigenden Investionen freuen sich die einzelnen Fraktionen.