Schlagwörter: Bücher

Totem: Bilderbücher für Groß und Klein

Totem TafelAn der Ecke Max- und Schererstraße hat, man mag es kaum glauben, ein Buchladen mit Café namens Totem eröffnet. Emilie Doerflinger hat sich damit einen Traum erfüllt und schenkt dem Wedding einen ganz besonderen Ort für Grafikinteressierte – mit französischem Akzent. Am Sonnabend (9.9.) um 11 Uhr eröffnet die Café-Buchhandlung.  Weiterlesen

Klaut nicht die Bücher aus den Bücherboxen!

Eine der Bücherboxen - in der Osloer Straße. Foto: Sulamith Sallmann
Bücherbox in der Osloer Straße. Foto: Sulamith Sallmann

Das Prinzip ist einfach: stell ein Buch rein, nimm ein Buch raus. So funktionieren Bücherboxen. Ist es nicht ein Wunder, dass das einfach so klappt? Schließlich steht niemand in der Box, der diese ungeschriebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) überwacht. Wie sind sie eigentlich organisiert, die Weddinger Bücherboxen – und wer verjagt die Bücherdiebe? Eine Bestandsaufnahme.

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Rund ums Buch: 7 Weddinger Orte für Bücherwürmer

Das Antiquariat Mackensen
Das Antiquariat Mackensen

Der Wedding ist mit großartigen Bibliotheken ausgestattet, und auch ein paar originelle Bücherläden kann der Lesehungrige in unserem Stadtteil finden. Wir haben einmal einige Orte zusammengefasst, die die Herzen von Bücherwürmern höher schlagen lassen könnten:

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„Echo Bücher“: Kunst, Musik und Bücher

echo bücher 1Gesundbrunnen, Grüntaler Straße, Buchladen – bei diesen Worten nimmt ein unbestimmtes Bild von buntem Menschengewusel, einer scheinbar ruhigen Nebenstraße mit wenigen Bars und Kneipen und einem kleinen, vielleicht etwas chaotischen Buchladen vor dem geistigen Auge Gestalt an.

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Lies mal! Wie Schüler Bücher lieben lernen

lesepaten2Es ist Dienstag, viertel vor neun. Dorothea Peichl drückt die Klingel am Tor. „Sekretariat Carl-Krämer-Schule“, schallt es aus der Gegensprechanlage. „Peichl, ich bin zum Vorlesen hier.“ Mit dem Surren öffnet sie die Tür, geht über den Hof und erreicht nach ein paar Treppen den Klassenraum. Die Frührentnerin wird sofort von einigen Kindern umringt, mit fünf Kindern, ausgesucht von der Klassenlehrerin, wird sie heute zwei Stunden Lesen und auch etwas Schreiben üben.

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„Bücher fürs Leben“: Antiquarische Bücher zu fairen Preisen

Die Buchhandlung „Bücher fürs Leben“ hat bereits früh meine Neugier geweckt. Immer wenn ich für den Einkauf zum benachbarten Real-Supermarkt schlendere, passiere ich den schönen Laden in der Müllerstraße 47a und stöbere gern in den Angeboten vor der Tür. Schließlich nehme ich mir nun Zeit, das Antiquariat, das bereits seit mehr als 100 Jahren besteht, genauer zu untersuchen.

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Bücher, Essen, Musik und Kunst – ein Tag für alle Sinne bei „Echo Bücher“

Samstagnachmittag, Gesundbrunnen, Grüntaler Straße, Buchladen – bei diesen Worten nimmt ein unbestimmtes Bild von buntem Menschengewusel, einer scheinbar ruhigen Nebenstraße mit wenigen Bars und Kneipen und einem kleinen, vielleicht etwas chaotischen Buchladen vor dem geistigen Auge Gestalt an.

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Weddingwoche #43: Trostpflaster für säumige Leser

Bibliothek am Luisenbad (Quelle: panke.info)
Bibliothek am Luisenbad (Quelle: panke.info)

Kein Zweifel: draußen wird es langsam ungemütlich. Wohl dem, der ein gutes Buch für die regnerischen Herbsttage zu Hause hat! Doch ausgerechnet in diesem Herbst ist die gut sortierte Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Str.2 in Gesundbrunnen geschlossen, und das noch bis mindestens 21. Dezember. Das fast zwanzig Jahre alte Glasdach, unter dem die vielen Bücher lagern, muss nämlich dringend saniert werden. Bis dahin kann man die schöne Fassade des ehemaligen Festsaals aus dem Jahr 1888 nur von außen bestaunen. Für die Leser gibt es wenigstens ein kleines Trostpflaster: die Mitarbeiter der Bibliothek steigen säumigen Nutzern erst einmal nicht auf’s Dach, wenn diese sich noch vor dem 14. Oktober ein Buch ausgeliehen haben. Die Ausleihfristen für nach dem 16. September ausgeliehene Medien werden nämlich automatisch bis zum 6. Januar 2014 verlängert. Und wer unbedingt ein Buch aus dem Bestand der Bücherei braucht, kann sich dieses in der Schiller-Bibliothek am Leopoldplatz bereitstellen lassen. Na, da können die dunklen, verregneten Tage ja kommen….

Unsere Kolumne “Weddingweisers Woche” erscheint jeden Samstag in der Bezirksausgabe Wedding des Berliner Abendblatts.

Tauschen: Dinge loswerden macht Spaß!

Tauschregal im Eiscafé Kibo
Tauschregal im Eiscafé Kibo

Eine zufällige Begegnung vor dem Eiscafé Kibo in der Transvaalstraße, und schon sind wir mitten im Gespräch. Nicht nur das Eis ist ein guter Grund, hierherzukommen, sondern auch das Tauschregal im Café: „Bücher tauschen ist eine klasse Idee, das hätte schon viel früher etabliert werden müssen“, erzählt Anke Rommel, die Inhaberin des Weddinger Textil-Labels „aroshi“. Sie sieht das Ganze auch praktisch: „Ich lese so viele Bücher, die kann ich gar nicht alle zu Hause behalten, habe schon etliche Kisten verschenkt und bin oft in Bibliotheken. Tauschen ist da schon deutlich ökonomischer!“

Tauschmobil in Aktion Foto: B. Lüdecke
Tauschmobil in Aktion Foto: B. Lüdecke

„Teilen ist das neue Haben“, plakatiert eine Partei im Wahlkampf und trifft genau den Nerv konsumgestresster Zeitgenossen. Altkleider im Second Hand-Laden kaufen, Lebensmittel bei den „Tafeln“ verwerten lassen und Autos beim Carsharing gemeinschaftlich nutzen: so kritisch man das auch sehen mag, hat sich dies alles längst im großstädtischen Alltag etabliert. Der „Wegwerfgesellschaft“ hat dies bis jetzt noch keinen Abbruch getan. Fest steht: tauschen ist ein Trend, der allenthalben, auch im Wedding, immer mehr um sich greift. So soll ab 5. September das Tauschmobil, ein Lieferwagen mit Objekten, die auf einen neuen Besitzer warten,  jeden Donnerstag von 8 – 15 Uhr auf dem Leo-Wochenmarkt stehen. Auch die Transition-Town-Gruppe „Weddingwandler“ beschäftigt sich in ihrem Kiez mit „Tauschen und Teilen“. In einem „Dinge-Schrank“ sollen bald im Café TassenKuchen in der Malplaquetstraße 33 Gebrauchsgegenstände aller Art abgelegt werden.

Gerade bei Büchern haben viele Menschen Hemmungen, sie einfach im Müll zu entsorgen. In immer mehr Begegnungsstätten und Cafés tauchen passenderweise die zum ungezwungenen Mitnehmen einladenden Bücherschränke auf. „Die Regale sind auch ein prima Kontaktpunkt, ich treffe vielleicht jemanden und kann einen Schwatz halten, wenn ich gerade Lust drauf habe“, berichtet Anke Rommel. Sie lässt sich von der unsortierten Auswahl im Regal inspirieren: „Ich habe zuletzt im Kibo die ‚Die Tudors‘ und ‚Wo samstags immer Sonntag ist‘ mitgenommen … wer die wohl eingestellt hat?“

Bücherbox vor dem Centre Francais in einer französischen TelefonzelleWenn Bücher reisen

Als wäre die Tauscherei nicht an sich schon ein Abenteuer, gibt es mit der mehrere Millionen Nutzer weltweit umfassenden Gemeinschaft „Book Crossing“ sogar noch eine Steigerung des guten Gefühls beim Tauschen: „Es ist ganz einfach, Deine Bücher mit einem Aufkleber zu versehen und sie dann in die Wildnis freizulassen“, schreiben die über das Internet organisierten Bücherfreunde. Es macht ihnen Spaß, nachzuverfolgen, wo die Reise des Buches hingeht, wer die Bücher findet und diese später vielleicht wieder auf Reisen schickt. Mithilfe eines Aufklebers haben die Bücher eine Identitätsnummer (ID), über die der Finder angibt, wo sich das Buch jetzt befindet. Sogar eine Nachricht für den Bücher-Spender kann der Finder hinterlassen. Man kann sich sogar alle im Wedding mit der ID registrierten Bücher anzeigen lassen.

Book Crossing betreibt auch die „Bücherboxx„, die ihren „Heimatstandort“ vor dem Centre Français in einer ausgedienten französischen Telefonzelle besitzt. Die Skyline der wichtigsten Pariser und Berliner Sehenswürdigkeiten zieren diese wandernde Bibliothek, die mit deutsch-und französischsprachigen Büchern versorgt ist. Ist die Telefonzelle einmal nicht im Wedding, ist sie gerade unterwegs in Schulen oder sogar vor dem Kanzleramt.

Das Geben und Nehmen folgt jedoch auch ungeschriebenen Gesetzen. Schließlich sollen die Regale immer gut gefüllt sein. „Die Tauschregel 1:1 ist für manche Nutzer vielleicht eine innere Herausforderung ist“, sagt Anke Rommel. Ihr gefällt allerdings der Gedanke, dass ein Stück Kunstband genau soviel wert ist wie ein Stück Trivialroman…

Beet in der Gartenarbeitsschule

Pflanzen und Saatgut wechseln den Besitzer

Nicht nur Bücher bieten sich für den Austausch an. „Im Wedding gibt es zahlreiche Gärten: Kleingärten, private Hinterhofgärten, Gemeinschaftsgärten, Vereins- und Schulgärten. Durch unseren Tauschmarkt bieten wir ein Forum, dass die Betreiber dieser Gärten ihre Pflanzen und natürlich auch Saatgut tauschen können“, sagt Thorsten Haas, einer der Organisatoren des ersten Pflanzentauschmarkts, der am 15. September ab 16:00 Uhr auf dem Bauwagenspielplatz Ecke Gotenburger Str. / Prinzenallee im Soldiner Kiez stattfinden soll.

Viele Tauschmöglichkeiten, immer mehr Veranstaltungen rund um das Thema „Tausch“. Da bleibt uns nur zu hoffen, dass die Weddinger mit den vielen neuen Wechselspielen allzeit einen guten Tausch machen…

Tauschmobil jeden Donnerstag auf dem Wochenmarkt auf dem Leopoldplatz

Book Crossing

Share & Care Wedding (Facebook-Gruppe)

Tauschregal im Eiscafé Kibo, Transvaalstr. 13

Bücherboxx, Centre Francais, Müllerstr. 74

Pflanzentauschmarkt, 15.9., 16.00 Uhr, Gotenburger Str./Prinzenallee