BELLE-ET-TRISTE: „Noch nie ohne Kauf aus dem Laden gekommen“

Bücher neben Büchern, Bücher über Büchern, Bücher unter Büchern – und dafür sehr wenig ande­rer Schnick­schnack. Ein inzwi­schen fast schon unge­wohn­ter Anblick in Buch­lä­den! Aber: Nicht bei BELLE-ET-TRISTE. Seit bald 40 Jah­ren gehen in der Ams­ter­da­mer Stra­ße Bücher über den Laden­tisch. Und zwar nicht nur Bel­le­tris­tik, wie der Name sug­ge­rie­ren könn­te; auch Sach­bü­cher, Kin­der­bü­cher und Lyrik, Kri­mis, Eng­lisch­spra­chi­ges und natür­lich eine umfang­rei­che (oder sogar voll­stän­di­ge?) Samm­lung an Wed­ding-Büchern könnt ihr hier fin­den. Beim Ein­tre­ten in die über­schau­ba­re Buch­hand­lung herrscht Stil­le, ein­zig das Klap­pern der Com­pu­ter-Tas­ta­tur und das lei­se Geräusch vom Umräu­men der Bücher und Kis­ten fül­len den Raum.

Tolles Lesematerial für den Kiez

Eine, die die­se Atmo­sphä­re zu schät­zen weiß, ist Nika. Die 33-Jäh­ri­ge wohnt am Leo­pold­platz und ist vor weni­gen Jah­ren zufäl­lig auf BELLE-ET-TRISTE gesto­ßen: Beim Vor­bei­spa­zie­ren habe sie zufäl­lig einen Blick ins Schau­fens­ter gewor­fen und die dor­ti­ge Buch­aus­wahl prompt als sehr anspre­chend emp­fun­den. Seit­dem kommt sie regel­mä­ßig und hat den letz­ten inha­ber­ge­führ­ten Buch­la­den im Kiez defi­ni­tiv ins Herz geschlos­sen. „Ich glau­be, ich bin noch nie ohne Kauf aus dem Laden gekom­men“, fügt sie hinzu.

Was den Laden ihrer Mei­nung nach von den Ket­ten-Buch­hand­lun­gen unter­schei­det, die in Fuß­gän­ger­zo­nen und Ein­kaufs­cen­tern nur so aus dem Boden sprie­ßen? „Man wird nicht so sehr über­frach­tet,“ sagt Nika, „und kommt so zufäl­lig auch ein­mal an einem Buch aus einem Gen­re vor­bei, das man in einem gro­ßen Laden nie gese­hen, gekauft und gele­sen hätte.“

Schnellere Lieferung als beim Online-Händler

Das stimmt – sehr groß sind die Räu­me bei BELLE-ET-TRISTE nicht. Das lädt zum Stö­bern ein, ohne zu über­for­dern. So lan­det man schnell mal bei den Bio­gra­phien oder einem Buch über den Roten Wed­ding, anstatt die neu­es­te Moder­ne Lite­ra­tur in den Hän­den zu hal­ten. Und so soll es doch sein, oder? Wer aber doch auch mal gezielt etwas sucht und nicht fin­det, kann das Buch – wie in Buch­hand­lun­gen üblich – ein­fach über Nacht bestel­len. Und dass BELLE-ET-TRISTE die Bestel­lun­gen zudem auch via Tele­fon oder Mail annimmt, weiß ver­mut­lich nicht nur Nika sehr zu schätzen.

Gibt es denn eigent­lich noch etwas, was die Buch­hand­lung für so beson­ders macht? Auch dar­auf hat Nika eine Ant­wort: „Die gute Aus­wahl an femi­nis­ti­scher Lite­ra­tur.“ Der Wed­ding ist immer für eine Über­ra­schung gut, im Fall vom BELLE-ET-TRISTE ist es die wun­der­ba­re Mög­lich­keit, zwi­schen den Bücher­re­ga­len das ein oder ande­re neue Lieb­lings­buch zu finden.

Buch­hand­lung BELLE-ET-TRISTE

Ams­ter­da­mer Str. 27, 13347 Ber­lin, U See­stra­ße, Tele­fon­num­mer für Bestel­lun­gen 030 455 67 01

 

Öff­nungs­zei­ten:

Mon­tag bis Frei­tag 10 bis 19 Uhr, Sams­tag 10 bis 14 Uhr


1 Kommentar
  1. Mir gefällt, dass es auch immer einen Schwatz über das gekauf­te oder gesuch­te Buch gibt, auch über die Lage der Welt und das Leben über­haupt, wenn man das will. Und gute Lesetipps.

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