Analogbar – Digital bleibt draußen

Es war der ultimative Liebesbeweis. Eine ganze Generation an Paaren hat sich seinetwegen verliebt: Die Rede ist vom guten alten Mixtape. Mittlerweile wurde die mühevoll hin- und hergespulte Kassette längst von digitalen Playlists auf Spotify & Co. verdrängt. Die Weddinger Analogbar ist einer der wenigen Orte, an denen das Mixtape noch den Respekt bekommt, den es verdient.

Feinschmeckerfestival Eatberlin bei Laserline ausgebucht

Laser-Line, eatberlin
Ein Termin der eatberlin wird in der Druckerei Laserline in der Scheringstraße sein.

Information Und schon ist es ausgebucht, das 5-Gänge-Themen-Menü „Licht und Algen“ des Feinschmecker-Festivals Eatberlin. Gespeist wird in einem Saal neben der Dachterasse der Druckerei Laserline. Am 25. Februar werden Sternekoch Thomas Kammeier und Kochlehrer Stefan Dadarski in der Laserline Lounge Gerichte aus Algen zubereiten. Der Abstecher des Luxusfestes in den Wedding ist allerdings einem Zufall geschuldet.

GESCHLOSSEN: Prinzinger – eine ganz normale Bar

PrinzingerDie Kreuzung Osloer Straße/Prinzenallee ist heute hauptsächlich als verstopfter Verkehrsknoten bekannt. Früher gab es hier noch das Präpeleck, eine Eckkneipe, wie sie im Buche steht: große Schultheiss-Werbung, vergilbtes Intérieur und eine Kundschaft, die schon viele Jahre dort ihre Gewohnheiten pflegte. Ins Präpeleck habe ich mich nur am Tag des Abschieds getraut, zu fremd war mir diese Kneipe bis dahin.

GESCHLOSSEN: „Hubert“: Klein und fein in der Tegeler

Café Hubert WeinkarteDie Betreiber des Cafés in der Tegeler Straße haben viel Herzblut und viel Energie investiert, damit der vordere Gastraum möglichst viel Patina ausstrahlt. Er ist auf eine angenehme Art rustikal, mit viel altem Holz, Fensterrahmen, an denen noch der Griff befestigt ist und vielen pfiffigen Details, wie ein gläserner Schaukasten im Tresen….

 

 

 

Basalt Bar – Weddinger Gewächs

Basalt BarEs tut sich immer etwas im Barleben im Wedding. In der Utrechter Straße hat zum Beispiel die Bar „basalt“ eröffnet. Eigentlich wollte der Weddingweiser die Betreiber Kieran und Matthias wenige Stunden vor der Eröffnung zum Warum und Wie befragen, aber bis zuletzt wurde geschraubt und gewerkelt. Der Eröffungsabend selbst war dann so gut besucht, dass verständlicherweise keine Zeit blieb.

Eine Woche später haben wir dann alle gemeinsam Zeit gefunden, um uns das basalt einmal etwas genauer anzuschauen. Die beiden Betreiber Kieran und Matthias sind gebürtig aus Reinickendorf und wohnen seit vielen Jahren im Wedding. Sie sind zusammen aufgewachsen und hatten beide schon immer den Traum, einmal eine eigene Bar aufzumachen. Und wenn, dann in ihrem und unserem Wedding.

Wild und Wiese: Ungewöhnliches Pop-up-Dinner

Christian Wilke und Markus Bongardt (C) WIld & Wiese
Christian Wilke und Markus Bongardt (C) WIld & Wiese

Kneipen und Restaurants kommen und gehen. Doch manche gastronomischen Erlebnisse sind bewusst vorübergehend: so genannte Pop-up Dinner. Auch im Wedding versuchen zwei junge Männer, ein originelles kulinarisches Konzept umzusetzen. Dafür haben sie sich einen ganz besonderen Ort ausgesucht…

Çarik Kuruyemiş: Kerne und Knollen

Ein echter Hingucker ist das, dieses altmodisch wirkende, schön eingerichtete Geschäft, in dem Nüsse und Kerne lose oder in kleinen Tüten und Säcken verkauft werden! Unwillkürlich bleibt der eilige Passant auf der Müllerstraße für einen Moment vor dem „Carik Kuruyemiş“ stehen, das über eine schöne Inneneinrichtung aus in Holz eingefassten Vitrinen verfügt. Zuerst kommt einem das Intérieur eines Tante-Emma-Ladens oder einer Kaffeerösterei in den Sinn. Das ist auch nicht ganz weit hergeholt, denn hier geht es ebenfalls um’s Rösten: Nüsse, Kerne und getrocknete Früchte, alles für den orientalischen Geschmack zum Knabbern zubereitet. Die Rösterei selbst befindet sich zwar in Charlottenburg, aber verkauft werden die Leckereien in Neukölln und eben im Wedding. Im Laden an der Müllerstraße finden Kenner auch türkische Süßigkeiten in großer Auswahl.