Flohmarkt am Pankeufer gibt dem Nichtstun einen Sinn

Immer wieder Sonntag: Flohmarkt am Pankeufer. Foto: Hensel
Immer wie­der Sonn­tag: Floh­markt am Pan­keufer. Foto: Hensel

Was macht ihr am Sonn­tag? Spa­zier­gang an der Pan­ke, ent­span­nen bei einem küh­len Getränk, die Woche in einer Hän­ge­mat­te weg­schau­keln? Das alles und noch viel mehr geht natür­lich auch im Wed­ding. Anfang Mai wur­de am Pan­keufer, zwi­schen Wie­sen­burg und den Höfen der Gericht­stra­ße 23, ein neu­er Floh­markt eröff­net. Der krea­ti­ve Kiez lädt seit­dem an jedem Sonn­tag ab 11 Uhr zum „Schau­en, schlen­dern, schna­bu­lie­ren“ am idyl­li­schen Pan­keufer ein. Update August 2018: neu­er Stand­ort, sie­he unten

Flohmarkt an der Panke. Foto: Hensel
Floh­markt an der Pan­ke. Foto: Hensel

Groß ist er noch nicht, der Floh­markt. Aber jeder hat mal klein ange­fan­gen. Eine Hand voll Markt­stän­de mit einer Mischung aus Vin­ta­ge und inter­es­san­tem Krem­pel rei­chen für den Anfang auf jeden Fall. Klei­dung, Vinyl, Bücher und klei­ne, kurio­se Din­ge gibt es zu ent­de­cken. Ein lau­es Som­mer­lüft­chen streicht dazu vom Fluss her über die Sze­ne­rie am Ufer. Eini­ge neu­gie­ri­ge Besu­cher, die den ver­wun­sche­nen Ort zufäl­lig oder durch Emp­feh­lung gefun­den haben, schau­en ent­spannt an den Stän­den. Der über­füll­te und stres­si­ge Floh­markt am Mau­er­park ist jeden­falls see­ehr weit weg, wenn man hier unter den Bäu­men um die Fabrik­an­la­ge aus den 1930er Jah­ren mäan­dert. Lazy Sunday Afternoon!

Fast zwangs­läu­fig lan­det man im Gar­ten des Pan­ke Clubs. Dort gibt es nicht nur die Hän­ge­mat­ten und die erwähn­ten küh­len Geträn­ke, son­dern auch Kaf­fee und Kuchen sowie ein klei­nes vega­nes Essens­an­ge­bot. Zum Floh­markt am Pan­keufer gehört neben dem etwas rum­pe­li­gen 90er-Jah­re-Fee­ling auch Musik. Am frü­hen Sonn­tag­nach­mit­tag wird hier näm­lich auch die „Live­mu­sik im Hofe“ gespielt. Das gibt der Idee vom „Schau­en, schlen­dern, schna­bu­lie­ren“ noch wei­te­re Far­be und dem sonn­täg­li­chen Nichts­tun einen Sinn.

Kleiderbügel hängen auch gut am Geländer. Foto: Hensel
Klei­der­bü­gel hän­gen auch gut am Gelän­der. Foto: Hensel

Hin­ter dem Floh­markt am Pan­keufer steht Chris­toph Rathe­now vom Event-Dienst­leis­ters pan­keufer. Mit dabei sind aber auch Hand­wer­ker, die ihre Werk­stät­ten in den Höfen der Gericht­stra­ße 23 haben. So etwa der über die Lan­des­gren­zen hin­aus bekann­te Jesper Jen­sen mit sei­nen Glas­kunst­wer­ken für den All­tags­ge­brauch. Auch Künst­ler aus der Wie­sen­burg sind ein­ge­la­den. Die panke.gallery, die ihre Hei­mat im Kul­tur­ver­ein Pan­ke e.V. hat, ist mit ihren digi­ta­len Ange­bo­ten eben­falls ver­tre­ten. Wer möch­te, kann sich mit einem Stand dazu­stel­len. Alles irgend­wie inter­es­sant und neu und ent­spannt. Viel­leicht der Anfang von noch mehr.

Floh­markt am Pan­ku­fer, zwi­schen Ufer­hal­len und Biblio­thek am Lui­sen­bad, Tra­ve­mün­der Str. 2,  sonn­tags 11 bis 18 Uhr, www.flohmarkt.pankeufer.de, für Stand­be­trei­ber: (030) 466 04 475, Mobil: 0160 90459543

Text und Fotos: Domi­ni­que Hensel

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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