Labyrinth Kindermuseum Berlin: Spielerisch die Welt entdecken

(C) Labyrinth Kindermuseum
(C) Labyrinth Kindermuseum

Überall wuselt es. Ein kleines Mädchen im Sari huscht vorbei, um ihrer Freundin stolz einen lustigen roten Hut zu überreichen. Durch die großen Fenster der ehemaligen Zündholzmaschinenfabrik fällt Weddinger Sonnenlicht auf ein großes, blau-weißes Zelt, eine sogenannte Jurte. Unter deren Stoffdach erzählt Jonas seiner Mama eine Geschichte über die Nomaden, Völker, die von einem Ort zum nächsten wandern.

Analogbar – Digital bleibt draußen

Es war der ultimative Liebesbeweis. Eine ganze Generation an Paaren hat sich seinetwegen verliebt: Die Rede ist vom guten alten Mixtape. Mittlerweile wurde die mühevoll hin- und hergespulte Kassette längst von digitalen Playlists auf Spotify&Co verdrängt. Die Weddinger Analogbar ist einer der wenigen Orte, an denen das Mixtape noch den Respekt bekommt, den es verdient.

Die Stephanuskirche in der Prinzenallee rockt

Die Stephanus-Kirche in der Prinzenallee wird neuerdings für Musikveranstaltungen genutzt. Foto: Alexandra Resch
Die Stephanuskirche in der Prinzenallee wird neuerdings für Musikveranstaltungen genutzt. Foto: Alexandra Resch

Samstagabend, Sommerstimmung im Soldiner Kiez: Ein laues Lüftchen weht durch die Prinzenallee. In der Abendsonne leuchtet der rote Backstein der Stephanuskirche. Die Tür des Gotteshauses steht offen und aus dem Inneren hallt … AC/DC? Schnell wird klar: Das ist nicht einfach irgendeine Kirche. Zumindest nicht mehr.

„Curry & Chili“: Bereit für den schärfsten Imbiss der Stadt?

Ist das der schäftste Imbiss der Stadt? Scharfe Sauce gibt es hier jedenfalls in zehn verschiedenen Schärfegraden.  Man muss sie aber nicht probieren. Es gibt auch ganz normale Currywurst.
Ist das der schäftste Imbiss der Stadt? Scharfe Sauce gibt es hier jedenfalls in zehn verschiedenen Schärfegraden. Man muss sie aber nicht probieren. Es gibt auch ganz normale Currywurst.

Der Imbiss in der Osloer Straße/Ecke Prinzenallee verkauft eine Currywurst, die selbst gestandenen Männern die Tränen in die Augen treibt. Beim Wettessen qualifizieren sie sich für den „schärfsten Club der Welt“. Ein Beitrag aus dem Kiezmagazin „Soldiner“ über den schärfsten Imbiss der Stadt.

Die Macht der Buchstaben

Assibi Wartenberg (linkes Bild, Mitte) beim Kleingartenverein im afrikanischen Viertel.
Assibi Wartenberg (Mitte) beim Kleingartenverein im Afrikanischen Viertel.

Togisch? Togianisch? Sagt es nicht schon viel aus, wenn wir für ein Land nicht einmal das dazugehörige Adjektiv kennen? Wieso ist es für uns ganz normal, „afrikanisch“ essen zu gehen, obwohl wir die Pizza vom Italiener um die Ecke wohl kaum als „europäische“ Küche bezeichnen würden? Assibi Wartenberg ärgert sich über diese Verallgemeinerung. In der Prinzenallee 33 betreibt die junge Frau aus Togo das „Relais de Savanne“: ein kleines Restaurant, das westafrikanische Gerichte anbietet, die mit der Küche Kenias oder Südafrikas genauso wenig zu tun haben wie mit der deutschen. Lecker sind sie aber allemal: Yamswurzel, Couscous und Kochbananen stehen auf der Karte. Nicht ohne Stolz präsentiert die Chefin des Hauses das bunte Chaos aus frischen Zutaten, das in ihrer Küche herrscht. Immer öfter werden die dort gekochten Speisen auch für Caterings gebucht, erzählt sie.

Pub Quiz im Castle – eine Typologie

Castle Pub Quiz

Monday night is quiz night. Jede Woche finden sich im Castle Pub am Gesundbrunnen zahlreiche Wissenshungrige (und -durstige) ein, um sich den Fragen von Quizmaster Johannes zu stellen. Zu berüchtigten Stammteams gehören die legendären „Gruftis“, die Abräumer „Sonne statt Reagan“ oder die Allstars von „Who killed Kenny?“. Diese Profis nippen zu Beginn bereits entspannt an ihrem Guinness, während Unerfahrenen und Neuzugängen schon der Stift in der Hand zittert, wenn sie nur ihren frisch erdachten Team-Namen auf das Antwortblatt kritzeln. Zweisprachig und in drei Runden müssen die Teilnehmer ihr Wissen in unterschiedlichsten Bereichen unter Beweis stellen. Ob es ein glorreicher Sieg oder die Schmach des letzten Platzes wird, entscheidet schlussendlich die Team-Zusammenstellung: Vielseitige Fachgebiete sind von Vorteil – von klassischer Musik bis zweite Bundesliga. Doch bei der Auswahl der Team-Mitglieder gibt es auch sonst einiges zu beachten. Hier eine kleine Typologie der Quizzer mit Gefahrenpotenzial:

Strudelka: Na servas! Strudeltraum im Sprengelkiez

Wenn sie eine Apfelschorle wollen, bestellen sie „Apfelsaft gspritzt“. Wenn etwas nicht klappt (zeitlich, räumlich oder finanziell), murmeln sie mysteriös: „Das geht sich nicht aus.“ Die Österreicher haben die Berliner schon häufig vor Rätsel gestellt: sprachlich, kulturell, musikalisch… nur kulinarisch nicht. Österreichische Küche schmeckt nach Schiurlaub, nach Gemütlichkeit und nach einem Schnapserl zum Verdauen.