Kategorie: Lokalgeschichte

Wie afrikanisch ist das Afrikanische Viertel?

Alles Mögliche hat hier einen Afrikabezug....
Alles Mögliche hat hier einen Afrikabezug….

In den Medien geistern immer wieder abenteuerliche Zahlen herum, wie viele Afrikaner angeblich im Afrikanischen Viertel leben sollen. So war beispielsweise im Tagesspiegel des 10. Juli von 2.500 Afrikanern (»vor allem aus Ghana, Kamerun und Nigeria«) zu lesen, die dort inzwischen gemeldet seien. Insgesamt hat das Afrikanische Viertel 20.722 Einwohner – inklusive der »Cité Joffre« südlich der Julius Leber-Kaserne, die zum selben statistischen Gebiet gehört. Von denen müsste demnach fast jeder Achte aus Afrika stammen. So viele sind es aber bei weitem nicht. Weiterlesen

Herthas Erben

Plumpe
Von 1924 bis 1968 gab es Heimspiele im „Stadion am Gesundbrunnen“, hier 1974 im Hintergrund. Foto: Andreas Schwarzkopf, Wikimedia

125 Jahre Hertha BSC – mehr als zwei Drittel dieser langen Zeit war Hertha ein Verein am Gesundbrunnen. Am Freitag, 21. Juli, wurde der Hanne-Sobek-Platz vor dem Bahnhof Gesundbrunnen zum zweiten Mal eingeweiht. Das Schild mit dem Platznamen war durch die Bauarbeiten am Bahnhof verloren gegangen. Mit dabei bei der Wiederholung war auch der 74-jährige Bernd Sobeck, der Sohn des berühmten Hertha-Spielers aus den 1920er und 1930er Jahren. Für Hertha war die symbolische Rückkehr an den Gesundbrunnen der Auftakt zu einer Jubiläumswoche. Doch auch ohne Hertha ist Fußball im Wedding lebendig. Weiterlesen

Erinnerungen an die Rote Ranke

Susanne Haun in ihrem Atelier. Foto: Dominique Hensel
Susanne Haun in ihrem Atelier. Foto: Dominique Hensel

Das alte Schulgebäude in der Putbusser steht wie ein organgefarbener Geist im Brunnenviertel. Verlassen und vergessen. Für manche ist das Haus aber ein Teil ihrer Geschichte. Die Weddingerin Susanne Haun zum Beispiel ist dort zur Schule gegangen und verbindet mit dem Gebäude und dem Ranke-Gymnasium viele schöne Erinnerungen. Ein Text aus dem brunnen-Magazin zum Themenschwerpunkt „Alte Schule“.

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Eine maßgeschneiderte Schule für den Wedding

Ein oranges Treppenhaus verbindet die drei Etagen. Foto: Christian Kloss, urbanophil
Ein oranges Treppenhaus verbindet die drei Etagen. Foto: Christian Kloss, urbanophil

Ursprünglich war zwischen Putbusser und Swinemünder Straße eine damals völlig neuartige Schulform geplant: das Oberstufenzentrum (OSZ) Wedding. Doch dann kam alles anders. Die Bürgerredaktion aus dem Brunnenviertel hat sich in der neuesten Ausgabe des Kiezmagazins brunnen mit dem alten Schulstandort beschäftigt und eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht, die wir teilweise übernehmen.

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Alte Schule: Erst gingen die Schüler, dann die Bücher

Die Schule wächst zu und verfällt langsam. Foto: Stefanie Ostertag
Die Schule wächst zu und verfällt langsam. Foto: Stefanie Ostertag

Zwischen Putbusser und Swinemünder Straße, im Herzen des Brunnenviertels, liegt ein Gelände seit 2011 im Dornröschenschlaf. An dem ehemaligen Schulstandort war zunächst das Ranke-Gymnasium, später das Diesterweg-Gymnasium untergebracht. Die Bürgerredaktion aus dem Brunnenviertel hat sich in der neuesten Ausgabe des Kiezmagazins brunnen mit der alten Schule beschäftigt und eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht, die wir teilweise übernehmen.

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Brauerei Schneeeule: Verliebt in Berliner Weiße

Brauerei-Gründerin Ulrike Genz von Schneeeule
Brauerei-Gründerin Ulrike Genz

Ein Bier, das vor 150 Jahren von 200 Brauereien in Berlin gebraut und in 700 Lokalen ausgeschenkt wurde, soll es heutzutage nicht mehr geben? Kein Problem! Denn zum Glück gibt eine Weddingerin der Stadt ihre Original Berliner Weiße zurück. Das, was uns heute als Berliner Weiße mit Himbeer- oder Waldmeistersirup verkauft wird, hat von der Braumethode und dem Aroma her nämlich nichts mit dem früher so beliebten Sauerbier zu tun. Weiterlesen

Klick, klick, klick in die Weddinger Unterwelt

Lange Nacht der Unterwelten - Schriftzug auf dem Gehweg an der Brunnenstraße 143. Foto: HenselTreppe runter, Strickjacke an. In den Gewölben, Bunkern und Kellern der Berliner Unterwelten ist es kühl, in manchen sogar richtig kalt. Und man braucht festes Schuhwerk, denn der Boden ist uneben. Dafür kann man in eine Welt schauen, die sonst verborgen bleibt. Bei der Langen Nacht der Unterwelten am Sonnabend (17.6.) zogen viele Berliner die Strickjacken an und besuchten die zehn geöffneten Anlagen an der U8. Wir haben fünf der zehn Stationen besucht.

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Weddingmelder-Wochenschau #23/17

Foto: A. Conradt

Erinnert euch noch an das Unwetter am 27. Juli, bei dem der Gleimtunnel überflutet wurde? Zwei Polizisten haben Autofahrer aus ihren Fahrzeugen befreit und wurden jetzt vom Innensenator dafür geehrt. Wem die grüne Minna heute zu blau ist, für den ist vielleicht der Lange Tag der Stadtnatur interessant, der am nächsten Wochenende stattfindet und viele grüne Orte im Wedding entdecken lässt. Und sonst so? Es steht in der Wochenschau!

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Lange Nacht der Unterwelten zum 20. Geburtstag

Besucher stehen am Pavillon am Bahnhof Gesundbrunnen für Tickets für eine der Touren der Berliner Unterwelten an. Foto: Hensel
Besucher stehen am Bahnhof Gesundbrunnen für Tickets für eine der Touren der Berliner Unterwelten an. Foto: Hensel

Zum Geburtstag lädt man nicht ein. Man öffnet seine Tür und schaut, wer kommt. An diese Geburtstagsregel hält sich auch der Verein Berliner Unterwelten. Seit nunmehr 20 Jahren erforscht der Verein die Berliner Unterwelt, macht alte U-Bahntunnel, Bunker und vergessene Räume unter der Stadt für die Öffentlichkeit zugänglich. Seine Tür öffnet der Verein, der nahe des Bahnhofs Gesundbrunnen seine oberirdische Leitzentrale hat, am Sonnabend, den 17. Juni. Eigentlich sind es sehr viele Türen, die geöffnet werden, denn der Verein schenkt Berlin eine Lange Nacht der Unterwelten.

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Umstrittene neue Namen im Afrikanischen Viertel

Aktualisiert 6.6.17 Der Gesang der Nachtigall aus den nahen Rehbergen ist es nicht, dem der Nachtigalplatz seinen Namen verdankt. Vielmehr wird der als Kolonialist geltende Forscher Gustav Nachtigal geehrt. Auch Adolf Lüderitz, der sich große Ländereien mit Tricksereien erschwindelte, wird mit einer Straße im Wedding gewürdigt. Damit, dass ihre Namen aus dem Straßenbild getilgt werden, möchte der Bezirk Mitte diese Personen nicht mehr ehren.  Nach massiver Kritik an einem der ausgewählten Namen fordert die Bezirksstadträtin jetzt die Jury auf, eine Ersatznominierung vorzunehmen. Weiterlesen