Deko-Fahrrad in einem Musterappartement

Die Besichtigung

Dies ist die Ergänzung zum Artikel „Wenn der Investor kommt“, welcher sich in der Lüderitzstraße abspielt. Der folgende Text bezieht sich einzig auf die Gewerberäume im Erdgeschoss. Es ist empfehlenswert, den Ausgangsartikel zuvor zu lesen.

Rückblick.
Mitte März luden die neuen Mieter der Gewerberäume zur Besichtigung ein. Nach allerlei Dreck, Nachtlärm sowie Ungewissheit, eine Methode um mit der Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Auch wenn ich kein Mieter des Hauses bin, war ich persönlich dort und so entstand dieser Text:

Restaurant im Karstadt: Wo sich alles bewegt, doch die Zeit stillsteht

Laut Einsteins Relativitätstheorie sind Zeitreisen in die Zukunft möglich, in die Vergangenheit dagegen ist man sich noch nicht so sicher. Es gibt einen Ort, eine Welt im Wedding, die am Gegenteil arbeitet, die sich wehrt, hip zu sein, hip zu tun. Eine Welt, die so ist wie sie ist und nur genauso bestehen kann. Es ist das Restaurant im Karstadt am Leopoldplatz. Unaufdringlich, durch seine getönten Scheiben, thront es über dem Platz.

Sebastian Franz hält die Oudenarder Straße fotografisch fest

Eine Straße in Langzeitbelichtung

Nichts ist so beständig wie der Wandel, sagt man und doch passieren die kleinen Veränderungen um einen herum zumeist schleichend und kaum wahrnehmbar. 9473 Straßen gibt es in den Berliner Bezirken, eine davon ist die rund 500 Meter lange Oudenarder Straße. Dort wohnt Sebastian Franz und hält die Veränderungen seiner Straße seit 12 Jahren fotografisch fest.

Litfaßsäulen: Aussterbende Gattung

Berliner Straßen sind irgendwie anders. Typisch sind die gepflasterten, breiten Gehwege, auf denen im Wedding auch viele Einkaufswagen herumstehen, die weißen Straßenschilder mit einer weltweit einmaligen Schriftart, die Gaslaternen und unendlich viele Litfaßsäulen. Sie prägen das Stadtbild wie nirgendwo sonst in Deutschland – es gab zuletzt noch 2.500 von ihnen.

DW TV: Aus’m Wedding in die Welt

„Made in Wedding“– Bier, Gin, Kunst, zwei Tage kalt fermentierter Pizzateig, produziert wird hier allerhand. Aber nur selten schaffen es wahre Weddinger Originale über die Grenzen Berlins oder sogar Deutschlands. Dabei gibt es einen wahren Exportschlager, der aus dem Wedding kommt und schon lange sämtliche Landesgrenzen überwunden hat. Aber kaum ein Weddinger weiß, wovon hier die Rede ist: Die TV-Produktion von Deutsche Welle.

69. Berlinale in der neuen Betonhalle im silent green Kulturquartier

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke
69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

Wer die Berlinale ohne Anstehen und feste Vorstellungszeiten besuchen möchte, der kann noch bis zum 17. Februar bzw. 9. März in der fertiggestellten Betonhalle des silent green Kulturquartier, Gerichtstr. 35, das 14. Forum Expanded: ANTIKINO (THE SIREN’S ECHO CHAMBER) genießen. Die Ausstellung und das Screening im Rahmen der 69. Berlinale bereichern die Kulturwelt des Weddings.

Die Weddinger Kieze auf einen Blick

Das Erste, was neue Bewohner oder Besucher unseres Stadtteils feststellen werden: Den einen Wedding gibt es gar nicht. Hat man beispielsweise ein Bild von endlosen tristen Mietskasernen vor Augen, von mit Spielcasinos, türkischen Gemüseläden und Wettbüros überbordenden Straßen oder langweiligen Gewerbegebieten mit Döner-Produktionsstätten, so blendet man den größten Teil des Weddings aus. Der ist nämlich grün (Parks!) und blau (Panke! Schiffahrtskanal! Plötzensee!). Außerdem unterscheiden Bürokratie-Fans seit 2001 zwischen den beiden Ortsteilen Wedding (der westliche Teil des ehemaligen Bezirks Wedding) und Gesundbrunnen (rund um den gleichnamigen Bahnhof). Den Unterschied im Lebensgefühl beider Ortsteile hat noch keiner wissenschaftlich erforscht, daher lassen wir das einmal beiseite.

Bekommt die Beuth Hochschule einen neuen Namen?

Leserfoto von der Verhüllung der Buchstaben „Beuth“

In der Beuth Hochschule für Technik wird seit längerem wegen rassistischer Äußerungen des Namensgebers diskutiert. Kürzlich ging es bei einer zweitägigen Tagung wieder um das Thema. Die meisten Teilnehmer standen einer Umbenennung der Weddinger Hochschule offen gegenüber.