Prinzenallee 58 Soldiner Kiez

Prinzenallee 58: Die jüdische Familie Gattel und ihre Hutfabrik

In der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts lag der Wed­ding noch weit außer­halb, aber die Dyna­mik der Grün­der­zeit ließ Ber­lin aus allen Näh­ten plat­zen. Im Jahr 1880 hat­te die noch jun­ge kai­ser­li­che Reichs­haupt­stadt 1,1 Mil­lio­nen Ein­woh­ner und 25 Jah­re spä­ter bereits etwas mehr als 2 Mil­lio­nen. Damals wur­de der Wed­ding als Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt und neue Hei­mat ent­deckt. Auch in der Prin­zen­al­lee 58 begann mit der Hut­fa­brik Gat­tel ein neu­es Kapitel.

Zukunft für Stephanus als Kiezkirche denkbar

Auf dem Platz vor der Stephanuskirche im Soldiner Kiez Foto: Hensel
Foto: Hen­sel

Die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de an der Pan­ke ist bereit, die Ste­pha­nu­s­kir­che für den Kiez zu öff­nen. Pfar­re­rin Vero­ni­ka Kröt­ke spricht von einer denk­ba­ren „Umnut­zung des Kir­chen­ge­bäu­des“. Die Gemein­de hat vor, Part­ner für das Haus zu suchen. „Ziel ist, nicht allein Trä­ge­rin zu sein“, sagt Vero­ni­ka Kröt­ke. Par­al­lel hat der Quar­tiers­rat einen Brief zur Unter­stüt­zung die­ser Idee ver­öf­fent­licht, der in die­sem Arti­kel wei­ter unten ver­linkt ist.

Second Hemd in der Prinzenallee wiedereröffnet

Second Hemd Filiale in der PrinzenalleeVie­le haben ihn ver­misst, nun ist er end­lich wie­der geöff­net: Der Second-Hand-Laden mit dem wohl­klin­gen­den Namen Second­Hemd. In der beleb­ten Prin­zen­al­lee gele­gen, erstrahlt der Laden in neu­em Glanz: Ein abge­stimm­tes Licht­kon­zept, ein fri­scher Anstrich, ein neu­er Boden. Das mag zunächst ganz ein­fach klin­gen, doch das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen: Aus dem bereits seit vie­len Jah­ren bestehen­den Laden­ge­schäft konn­te ein neu­er Hin­gu­cker im Wed­ding entstehen. 

AG will mehr Mobilität statt mehr Verkehr

Verkehrszählung
Zäh­lung des Durch­gangs­ver­kehrs Stee­ger Stra­ße bis Grün­ta­ler Stra­ße. Foto: Robert Schimanek

06.10.2020 Ihr Mot­to könn­te sein: Bei uns zählt jeder. Eine Grup­pe von etwa 20 Leu­ten aus dem Sol­di­ner Kiez setzt sich vor ihrer Haus­tür für ein neu­es Ver­ständ­nis von Mobi­li­tät ein. Und dazu zäh­len auch Ver­kehrs­zäh­lun­gen. Zähl­meis­ter wer­den gesucht. Eini­ges hat die erst 2019 gegrün­de­te Grup­pe AGNMV bereits geschafft. Das nächs­te gro­ße Ziel ist ein Work­shop. Ach ja, und die Dia­go­nal­sper­re auf der Grün­ta­ler ist auch noch nicht in tro­cke­nen Tüchern. Robert Schi­m­anek erzählt, war­um es sich lohnt mitzumachen.

ElisaBeet-Plan: Sonnenwiese und Gemüsegarten

Im Zeit­raum vom 25. Mai bis zum 5. Juni fand die ers­te digi­ta­le Zukunfts­werk­statt für die Auf­ent­halts- und Erho­lungs­flä­che des Eli­sa­Beets statt. Das Eli­sa­Beet ent­steht im nord-öst­li­chen Teil des St.Elisabeth II-Fried­hofs im Sol­di­ner Kiez. Jetzt gibt es einen ElisaBeet-Plan. 

Die “Speisekammer” vor der Stephanuskirche in Gefahr

Foto: Robert Schimanek

24.11.2019 Eine der kon­flikt­träch­tigs­ten und häss­lichs­ten Ecken im Wed­ding hat inner­halb weni­ger Mona­te ihr Erschei­nungs­bild völ­lig ver­wan­delt: Die Sol­di­ner Stra­ße Ecke Prin­zen­al­lee wur­de durch einen Imbiss­wa­gen vor der Ste­pha­nu­s­kir­che und eine Sitz­ge­le­gen­heit enorm auf­ge­wer­tet. Lei­der liegt bis heu­te kei­ne Geneh­mi­gung des Wagens durch die Denk­mal­schutz­be­hör­de vor. Die­se wäre erfor­der­lich gewe­sen, weil die platz­be­herr­schen­de Kir­che ein Bau­denk­mal ist und durch den Imbiss teil­wei­se ver­deckt ist. Der Wei­ter­be­trieb der “Spei­se­kam­mer” ist ohne Geneh­mi­gung in Gefahr. Der Quar­tiers­rat Sol­di­ner Straße/Wollankstraße appel­liert nun an die Behör­de, die­se für den Zusam­men­halt so wich­ti­ge Insti­tu­ti­on nicht vom Platz zu verbannen.

5 Bars östlich der Badstraße

Foto © Offside

Aus­ge­hen im Wed­ding ist wie eine Schatz­su­che. Ohne eine gute Schatz­kar­te, Mund-zu-Mund-Pro­pa­gan­da oder einen guten Lokal­blog geht da gar nichts. Dabei gibt es genug Aus­wahl. Man muss sich nur trau­en, von den Haupt­stra­ßen in unschein­ba­re Neben­stra­ßen aus­zu­wei­chen. Rich­ti­ge Knei­pen­mei­len, wo sich ein Hot­spot an den ande­ren reiht, gibt es im Wed­ding auch nicht. Zum Glück – so haben die Bars ihren Kreis an Stamm­gäs­ten auf­ge­baut und sind nicht auf Tou­ris­ten­grup­pen und Lauf­kund­schaft ange­wie­sen. Die Bar­land­schaft im Wed­ding ist nicht ein­heit­lich. Kaum eine Bar will jedem Publi­kum gefal­len. Man muss sie sich “erar­bei­ten”.