Gedeih & Verderb: Neue Stammkneipe an der Prinzenallee

Der Wedding hat eine verloren geglaubte Lokalität wieder zurück. Das ehemalige Prinzinger ist mittlerweile das „Gedeih & Verderb“ und immer noch genauso urig und original Berlin wie schon vor hundert Jahren. Wir haben mit einer von zwei neuen Betreibern – Natalie, die auch das Oh!Calcutta betreibt – über unsere neue Stammkneipe unten an der Prinzenallee gesprochen.

BAK: Türkisches Frühstück, Eis und Sexyness in der Prinzenallee

Das BAK Frühstückshaus in der Prinzenallee. Foto: Stöckel
Das Frühstückshaus in der Prinzenallee. Foto: Stöckel

Neuigkeiten aus der Prinzenallee: Das La Fiamma hat einen neuen Nachbarn bekommen. Zur Pizza mit Döner gesellen sich  jetzt auch Menemen, Künefe und leckerer Kaffee. Das türkische BAK ist nicht nur Eis-Café sondern auch Frühstückshaus. Wer schon in dem Badstraßen-BAK war, weiß, was ihn erwartet. Der neue Laden in der ehemaligen Videothek ist noch recht neu an der Ecke Osloer Straße, kann sich aber schon über massenhaft Kundschaft freuen. Viele Leute können nicht irren.

Borik: Darf es mal rustikal sein?

Dafür musste man auch früher schon nicht in die Großstadt fahren  – jugoslawische Restaurants gab es fast flächendeckend in der alten Bundesrepublik und in Westberlin. Nach dem Zerfall Jugoslawiens warben diese Gaststätten mit „internationalen Spezialitäten“ oder firmierten als kroatische Restaurants. Von den vielen Grills dieser Art ist im Wedding nur noch eine Handvoll übriggeblieben. Das Borik in der Prinzenallee ist schon seit 42 Jahren am gleichen Standort und findet noch immer ein treues Publikum.

Fleischerei Haroun: Vertrauenssache

Außenansicht der Fleischerei Haroun - Foto: S. Orsenne
Außenansicht der Fleischerei Haroun – Foto: S. Orsenne

An der unwirtlichen Prinzenallee, zwischen dem U-Bahnhof Pankstraße und der Bellermannstraße, gibt es eine stadtweit bekannte Institution: die Fleischerei Haroun. Ihr Besitzer Youcef Haroun ist der in seiner Familie traditionsreichen Berufung zum Fleischer gefolgt. Sein nach der im Maghreb üblichen Tradition verarbeitetes Fleisch in Halal-Qualität zaubert Kennern ein Lächeln auf die Lippen. Und auch der freundliche Umgang mit den Kunden, die fachkundige Behandlung von Fleisch- und Wurstwaren sind Gründe, diesen kleinen Laden aufzusuchen, selbst wenn man nicht um die Ecke wohnt.

Yöre Gözleme: Anatolische Spezialitäten in der Prinzenallee

Wenn ihr richtig Hunger habt, probiert doch mal die so arglos wirkenden Gözleme aus. Vor allem an der Müllerstraße sind diese türkischen Teigfladen an vielen Stellen erhältlich. Natürlich gibt es sie auch in der Prinzenallee, in einem ansprechend gestalteten Frühstücks- und Brunchcafé namens Yöre.

Ho Ho Ho! Weihnachtsmärkte im Wedding

Karussell. Foto: HenselIst Wedding schon in Weihnachtsstimmung? Na klar! Der 24. Dezember steht in einem guten Monat vor der Tür. Deshalb beginnt jetzt die Zeit der Weihnachtsmärkte. Schon an diesem Wochenende findet in der nördlichen Müllerstraße der erste Weihnachtsmarkt statt. Danach geht es quer durch den Wedding weiter bis zum Weihnachtsfest. Die Weddingweiser-Redaktion wünscht viel Spaß bei Punsch und Wärmefeuer, auf dem Karussell und beim Stöbern nach Geschenken!

Stephanuskirche soll Kieztreffpunkt werden

Stephanuskirche
Viele Backsteine für eine Kirche. Die Stephanuskirche ist das Wahrzeichen des Soldiner Kiez. Foto: Andrei Schnell

Die Stephanuskirche im neogotischen Stil ist das bauliche Wahrzeichen des Soldiner Kiezes. Doch das Gotteshaus wird von der Kirchengemeinde an der Panke kaum genutzt. Pfarrerin Veronika Krötke will das ändern und die Kirche in der Prinzenallee wieder zu einem – nicht nur kirchlichen – Treffpunkt im Kiez machen.

Soldiner Kiez? Ein schwieriges Pflaster!

Meinung Schon gesehen? Das El Pepe in der Prinzenallee ist zu. Hier gibt es keine Tapas und keinen Wein mehr. Am gleichen Tag in der vergangenen Woche hat Regina Bielig ganz still ihren Laden ausgefegt und abgeschlossen. Damit ist auch das Herr Bielig in der Soldiner Straße mit seinem kleinen aber feinen Essensangebot Geschichte. Der Soldiner Kiez verliert an einem Tag zwei kulinarische Hoffnungsträger: Das ist schon ein Schlag in die Magengrube.