“Sofra”: Döner und Börek für Gourmets

Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)
Der Sof­ra-Döner (Quel­le: C. Knappe)

Kann sein, dass ich ein biss­chen sen­si­bel bin. Aber eine net­te Begrü­ßung ist anders. Den­noch, es geht beim Essen ja nicht aus­schließ­lich ums Nett­sein, son­dern auch dar­um, wie’s schmeckt. Und ja, zuge­stan­den: Der Döner im Sof­ra ist ein­fach einer der tolls­ten der Stadt. Ich weiß, das sagt man über vie­le Döner, ins­be­son­de­re jene aus der eige­nen Ecke, aber ich kom­me, ers­tens, gar nicht aus Wed­ding, son­dern aus Mit­te und ich ver­traue, zwei­tens, auch auf eine nach der Kind­heit (die essens­mä­ßig dem Dik­tat mei­ner Mut­ter folg­te) erwor­be­ne, mitt­ler­wei­le 24-jäh­ri­ge Exper­ti­se in die­ser Ange­le­gen­heit. Und wo gibt’s denn bit­te­schön mage­res Fleisch, das man als sol­ches auch erkennt und selbst­ge­ba­cke­nes Döner­brot? Rich­tig. Fast nir­gends. Des­halb ist Sof­ra einer mei­ner abso­lu­ten Favo­ri­ten. Ab jetzt. Ab dem ers­ten Mal. Kei­ne Ein­ge­wöh­nung, son­dern toll im ers­ten Anlauf. Drei Euro sind Stan­dard (zumin­dest in Ber­lin) und dass da kein Rot­kohl drin ist, stört mich, obwohl ich den sehr mag, kein biss­chen. Und die Soßen: Die haben Geschmack, der über fet­tig hin­aus­geht. Stil­echt gab’s Schwarz­tee dazu.

Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)
Der Sof­ra-Börek (Quel­le: C.Knappe)

Ich hat­te ziem­lich gro­ßen Hun­ger, des­halb gab’s zum Nach­tisch noch einen Börek mit Fleisch und allei­ne dafür hät­te sich das Kom­men schon gelohnt. Natür­lich auch selbst gemacht, ordent­lich gewürzt, nicht zu viel Hack und – genau – selbst­ge­ba­cken in selbst­ge­mach­tem Teig. Träum­chen. Unbe­dingt emp­feh­lens­wert. Ein­fach mit der U8 zur Pankstra­ße und drei Minu­ten die Prin­zen­al­lee hoch lau­fen. Oder hier gucken. Denn das Sof­ra hat tat­säch­lich eine Facebookseite.

Und eins noch: Zu mei­ner zwei­ten Bestel­lung gab es ein sehr herz­li­ches Lächeln inklu­si­ve. Also viel­leicht doch nur etwas sensibel.

SOFRA

Bel­ler­mann­str. 99 Ecke Prin­zen­al­lee (Gesund­brun­nen)

 

Autor: Chris­toph Knap­pe, Anschluss-Ber­lin (Blog)