Vor 118 Jahren eingeweiht: Das Jüdische Altersheim in der Iranischen Straße

Das Jüdische Altersheim
Berlin-Wedding, Synagoge Jüdisches Altersheim, Iranischen Straße 3, Foto: Abraham Pisarek, 1930er Jahre (vor 1939), COPYRIGHT: Bildarchiv Pisarek/akg-images

Was heute als Iranische Straße bekannt ist, hieß bis 1934 Exerzierstraße. Um 1900 befand sich auf einer Straßenseite die Reuter-Stiftung und zur anderen die Laubenkolonie Nordkap. Es war eine beschauliche und ruhige Gegend. Innerhalb von wenigen Jahren sollte sich das Stadtbild durch das Jüdische Altersheim und das Jüdische Krankenhaus verwandeln. Mit diesem Beitrag soll die erste große Jüdische Fürsorgeeinrichtung und bedeutende Synagoge im Wedding erinnert werden.

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hilde B. Rubinstein, Der rote Kimono, Titelbild „Jugend“, 1930, Nr. 7.

Trotz Begabung ein steiniger Weg! Das Bild „Der rote Kimono“ ist zwar nicht als Selbstportrait ausgewiesen, zeigt aber trotzdem unsere Hauptprotagonistin als sinnliche Frau mit roten Lippen, schwarzen Haaren und einem fordernden Blick. Es soll an Hilde B. Rubinstein erinnert werden, denn die 1904 geborene Tochter von Jacques (Isaak) Rubinstein und Paula, geb. Silberstein, hatte bewegte Jahre im Wedding. Folgen Sie mir auf den Spuren einer beachteten Künstlerin und geschätzten Autorin in ihren Mittzwanziger Jahren.

Makkabi im Stadtbad Wedding: Der internationale jüdische Schwimmwettkampf von 1935

Im Februar 1935 war das Stadtbad Wedding in der Gerichtstraße ein viel beachteter Austragungsort des jüdischen Schwimmsports. Es fand das internationale Makkabi-Schwimmfest statt und es sei die erste „internationale jüdische Schwimmsportveranstaltung in Deutschland“, so eine Vorankündigung in der Jüdischen Rundschau am 22. Februar 1935.

Ma Towu: Die Geschichte jüdischen Lebens im Wedding, 1900-1938

Jüdisches Krankenhaus – Verwaltungsgebäude

Viele Wege führen in den Wedding. Einer geht über die Putlitzbrücke am Westhafen, wo das expressive Mahnmal des Künstlers Volkmar Haase an die mehr als 32.000 jüdischen Bürger erinnert, die von hier ab 1942 deportiert wurden. Zehn Jahre zuvor wohnten rund 3.500 Juden im Wedding. Wo fand jüdisches Leben im Wedding von 1900 bis 1938 statt? Folgen Sie mit mir den Spuren jüdischen Lebens durch den Wedding und Gesundbrunnen.