Hohe Hygienestandards und moderne Ausstattung: Das Jüdische Krankenhaus

Herbert Sonnenfeld, Durchreiche zwischen OP und Instrumentensterilisation im Jüdischen Krankenhaus in Berlin, Iranische Straße 2, ca. 1935; Jüdisches Museum Berlin, Ankauf aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Her­bert Son­nen­feld, Durch­rei­che zwi­schen OP und Instru­men­ten­ste­ri­li­sa­ti­on im Jüdi­schen Kran­ken­haus in Ber­lin, Ira­ni­sche Stra­ße 2, ca. 1935; Jüdi­sches Muse­um Ber­lin, Ankauf aus Mit­teln der Stif­tung Deut­sche Klas­sen­lot­te­rie Berlin

Ein­ge­weiht am 22. Juni 1914, war die Errich­tung des Jüdi­schen Kran­ken­hau­ses an der Exer­zier­stra­ße Ecke Schul­stra­ße ein finan­zi­el­ler Kraft­akt für die Jüdi­sche Gemein­de. Ins­ge­samt kos­te­te der Kran­ken­haus-Neu­bau über 3,25 Mil­lio­nen Mark. In die­sem Bei­trag geht es um die inno­va­ti­ven Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der hygie­ni­schen Bedin­gun­gen, die bei der Eröff­nung des Hau­ses beson­ders betont wurden.

Vor 118 Jahren eingeweiht: Das Jüdische Altersheim in der Iranischen Straße

Das Jüdische Altersheim
Ber­lin-Wed­ding, Syn­ago­ge Jüdi­sches Alters­heim, Ira­ni­schen Stra­ße 3, Foto: Abra­ham Pis­a­rek, 1930er Jah­re (vor 1939), COPYRIGHT: Bild­ar­chiv Pis­a­re­k/akg-images

Was heu­te als Ira­ni­sche Stra­ße bekannt ist, hieß bis 1934 Exer­zier­stra­ße. Um 1900 befand sich auf einer Stra­ßen­sei­te die Reu­ter-Stif­tung und zur ande­ren die Lau­ben­ko­lo­nie Nord­kap. Es war eine beschau­li­che und ruhi­ge Gegend. Inner­halb von weni­gen Jah­ren soll­te sich das Stadt­bild durch das Jüdi­sche Alters­heim und das Jüdi­sche Kran­ken­haus ver­wan­deln. Mit die­sem Bei­trag soll die ers­te gro­ße Jüdi­sche Für­sor­ge­ein­rich­tung und bedeu­ten­de Syn­ago­ge im Wed­ding erin­nert werden.

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.

Makkabi im Stadtbad Wedding: Der internationale jüdische Schwimmwettkampf von 1935

Im Febru­ar 1935 war das Stadt­bad Wed­ding in der Gericht­stra­ße ein viel beach­te­ter Aus­tra­gungs­ort des jüdi­schen Schwimm­sports. Es fand das inter­na­tio­na­le Mak­ka­bi-Schwimm­fest statt und es sei die ers­te „inter­na­tio­na­le jüdi­sche Schwimm­sport­ver­an­stal­tung in Deutsch­land“, so eine Vor­ankün­di­gung in der Jüdi­schen Rund­schau am 22. Febru­ar 1935.

Ma Towu: Die Geschichte jüdischen Lebens im Wedding, 1900–1938

Jüdi­sches Kran­ken­haus – Verwaltungsgebäude

Vie­le Wege füh­ren in den Wed­ding. Einer geht über die Put­litz­brü­cke am West­ha­fen, wo das expres­si­ve Mahn­mal des Künst­lers Volk­mar Haa­se an die mehr als 32.000 jüdi­schen Bür­ger erin­nert, die von hier ab 1942 depor­tiert wur­den. Zehn Jah­re zuvor wohn­ten rund 3.500 Juden im Wed­ding. Wo fand jüdi­sches Leben im Wed­ding von 1900 bis 1938 statt? Fol­gen Sie mit mir den Spu­ren jüdi­schen Lebens durch den Wed­ding und Gesundbrunnen.