Carsten Schmidt

Zum Autor: Carsten Schmidt (Dr. phil.), promovierte am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin. Sein Interessensschwerpunkt für Stadtgeschichte verfolgt einen interdisziplinären Ansatz zwischen Gesellschaft- und Architekturgeschichte. Er ist Autor des Buchs: Manhattan Modern, Architektur als Gesellschaftsauftrag und Aushandlungsprozess, 1929–1969, und freut sich über Anregungen und Kritik. Zu finden ist er auch auf Twitter.

Eine Entdeckungsreise 1897–1932:
Leopoldplatz: Max Levy und seine vergessene Fabrik

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Max Levy Wedding Leopoldplatz

1897 gründete Max Levy im Herzen des Weddings eine Spezialfabrik für Röntgengeräte. Innerhalb weniger Jahre entstand am Leopoldplatz ein Großunternehmen mit 800 Mitarbeitern.

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Gropiusstraße 4: Jüdisches Jugendheim und Fürsorge

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Gropiusstraße 4 Jüdisches Jugendheim und Fürsorge
Gropiusstraße 4 Jüdisches Jugendheim und Fürsorge

Gesund­brun­nen wür­de ohne Quel­le – weni­ge Meter von der Bad­stra­ße ent­fernt – womög­lich nicht Gesund­brun­nen hei­ßen. Heu­te pul­siert das Leben, wo um 1748 hei­len­des Was­ser aus dem Boden kam und die Errich­tung von Pavil­lons und Well­ness-Ange­bo­ten anreg­te. Eine der Neben­stra­ßen zwi­schen Amts­ge­richt und Bad­stra­ße ist seit dem 2. April 1891 die Gro­pi­us­stra­ße, wo uns die Spu­ren­su­che nach jüdi­schem Leben im Wed­ding dies­mal hinführt.

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Prinzenallee 58:
Die jüdische Familie Gattel und ihre Hutfabrik

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Prinzenallee 58 Soldiner Kiez
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In der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts lag der Wed­ding noch weit außer­halb, aber die Dyna­mik der Grün­der­zeit ließ Ber­lin aus allen Näh­ten plat­zen. Im Jahr 1880 hat­te die noch jun­ge kai­ser­li­che Reichs­haupt­stadt 1,1 Mil­lio­nen Ein­woh­ner und 25 Jah­re spä­ter bereits etwas mehr als 2 Mil­lio­nen. Damals wur­de der Wed­ding als Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt und neue Hei­mat ent­deckt. Auch in der Prin­zen­al­lee 58 begann mit der Hut­fa­brik Gat­tel ein neu­es Kapitel.

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Badstraße 40: Frieda Mehler – Jüdische Schriftstellerin, Frauen-Power und Mutter

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Wer an die Bad­stra­ße in Wed­ding-Gesund­brun­nen denkt, der erin­nert sich an das impo­san­te frei­ste­hen­de Back­stein­ge­bäu­de unmit­tel­bar neben der Pan­ke, die an die­ser Stel­le von einer brei­ten Brü­cke über­baut ist. Die Pan­ke ist für die Wed­din­ger “die Spree”. Auch die jüdi­sche Schrift­stel­le­rin Frie­da Mehl­er (*1871, +1943) nimmt die Pan­ke in ihrem klei­nen Kin­der­buch „Fei­er­tags-Mär­chen“ (erschie­nen 1935) über die wich­tigs­ten jüdi­schen Fest- und Fei­er­ta­ge auf.

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Orte jüdischen Lebens: Die liberale Bewegung im Wedding der 1930er Jahre

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Das heu­ti­ge Juden­tum besteht aus ortho­do­xen, kon­ser­va­ti­ven, libe­ra­len und rekon­struk­tio­nis­ti­schen Strö­mun­gen. Stets geht es um die Aus­übung der jüdi­schen Gebo­te und ritu­el­len Geset­ze. Vor gut 90 Jahren

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Hohe Hygienestandards und moderne Ausstattung: Das Jüdische Krankenhaus

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Ein­ge­weiht am 22. Juni 1914, war die Errich­tung des Jüdi­schen Kran­ken­hau­ses an der Exer­zier­stra­ße Ecke Schul­stra­ße ein finan­zi­el­ler Kraft­akt für die Jüdi­sche Gemein­de. Ins­ge­samt kos­te­te der Kran­ken­haus-Neu­bau über 3,25 Mil­lio­nen Mark. In die­sem Bei­trag geht es um die inno­va­ti­ven Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der hygie­ni­schen Bedin­gun­gen, die bei der Eröff­nung des Hau­ses beson­ders betont wurden.

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Vor 118 Jahren eingeweiht: Das Jüdische Altersheim in der Iranischen Straße

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Was heu­te als Ira­ni­sche Stra­ße bekannt ist, hieß bis 1934 Exer­zier­stra­ße. Um 1900 befand sich auf einer Stra­ßen­sei­te die Reu­ter-Stif­tung und zur ande­ren die Lau­ben­ko­lo­nie Nord­kap. Es war eine beschau­li­che und ruhi­ge Gegend. Inner­halb von weni­gen Jah­ren soll­te sich das Stadt­bild durch das Jüdi­sche Alters­heim und das Jüdi­sche Kran­ken­haus ver­wan­deln. Mit die­sem Bei­trag soll die ers­te gro­ße Jüdi­sche Für­sor­ge­ein­rich­tung und bedeu­ten­de Syn­ago­ge im Wed­ding erin­nert werden.

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Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

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Hilde B. Rubinstein kam 1929 nach Berlin, trat in der KPD ein und bekam 1930 ihre Tochter. Von 1931 bis 1933 wohnte sie im Wedding und führte ein spannendes Künstlerleben zwischen Kunst und Bühne.

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Makkabi im Stadtbad Wedding: Der internationale jüdische Schwimmwettkampf von 1935

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Im Febru­ar 1935 war das Stadt­bad Wed­ding in der Gericht­stra­ße ein viel beach­te­ter Aus­tra­gungs­ort des jüdi­schen Schwimm­sports. Es fand das inter­na­tio­na­le Mak­ka­bi-Schwimm­fest statt und es sei die ers­te „inter­na­tio­na­le jüdi­sche Schwimm­sport­ver­an­stal­tung in Deutsch­land“, so eine Vor­ankün­di­gung in der Jüdi­schen Rund­schau am 22. Febru­ar 1935.

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