Bangen um den weihnachtlichen Weddingmarkt

Besucher auf dem Weihnachtlichen Weddingmarkt auf dem LeopoldplatzDie Ter­mi­ne ste­hen bereits fest, die Stän­de sind schon längst aus­ge­bucht: Dem weih­nacht­li­chen Wed­ding­markt soll­te eigent­lich nichts mehr im Weg ste­hen. An den drei Advents­sonn­ta­gen im Dezem­ber (6., 13. und 20.) wird man auf dem Leo­pold­platz wie­der die Mög­lich­keit haben, sich nach beson­de­ren Weih­nachts­ge­schen­ken umzu­schau­en, die als Ein­zel­stück oder in Klein­se­ri­en von loka­len Klein­be­trie­ben pro­du­ziert wer­den. Ob es dabei bleibt?

Viel Platz für Kunst, Kochen und Kommunikation

artloft.berlin
Blick ins artloft.berlin. Im Hin­ter­grund hängt eine Arbeit des Malers Tho­mas Bo Hen­riks­son. Foto: Hensel

Rich­tig gro­ße Räu­me sind prak­tisch. Sie bie­ten viel Platz für alle mög­li­chen Nut­zun­gen. Sie sind gefragt für Hoch­zeits­fei­ern, für Fir­menevents, für Ver­an­stal­tun­gen aller Art. Wo gibt es im Wed­ding einen Ort, an dem min­des­tens x Men­schen unter­ge­bracht wer­den kön­nen? Die­se Fra­ge wird auch auf der Wed­ding­wei­ser Pinn­wand bei Face­book öfter gestellt. Je mehr Men­schen Platz fin­den sol­len, des­to schwie­ri­ger ist es, eine pas­sen­den Loca­ti­on zu fin­den – vor allem in Cono­na­zei­ten wo Abstand gebo­ten ist. Auch im Wed­ding gibt es wirk­lich gro­ße Räu­me. Einer davon befin­det sich in der Gerichts­stra­ße 23: das artloft.berlin.

Ungewöhnliches aus den Gerichtshöfen Teil 1 – denttabs

Foto: Tilman Vogler
Foto: Til­man Vogler

Unter Künst­ler­ate­liers, Werk­stät­ten, Woh­nun­gen und Hand­werks­be­trie­ben fin­det man in den Wed­din­ger Gerichts­hö­fen so manch wun­der­sa­me Din­ge. Hier wird gewer­kelt und gebas­telt, gemalt und gelebt. Wir haben uns an die­sem his­to­ri­schen Ort mal umge­schaut und berich­ten über unse­re Begeg­nun­gen und Erlebnisse.

Ortsbegehung mit Kunst in den Gerichtshöfen

Am Wochen­en­de des 19. und 20. Sep­tem­ber  die Gerichts­hö­fe Wed­ding wie­der zur Orts­be­ge­hung ein. Am Sams­tag von 16 Uhr bis Mit­ter­nacht sowie Sonn­tag von 13 bis 18 Uhr öff­nen dies­mal 34 Ate­liers und Werk­stät­ten für die Öffent­lichkeit und in der Gäs­te-Eta­ge prä­sen­tie­ren aus­ge­wähl­te 16 Gastkünstler*innen ihre Wer­ke. Zu ent­de­cken gibt es aktu­el­le Arbei­ten aus den unter­schied­lichs­ten künst­le­ri­schen Berei­chen wie Male­rei, Zeich­nung, Illus­tra­ti­on, Col­la­ge, Holz­schnitt, Paper­cut, Glas, Foto­gra­fie, Druck­gra­fik, Instal­la­ti­on, Objek­te, Skulp­tur, Schmuck­de­sign und Kera­mik. Hin­zu kom­men eine Open Air Per­for­mance, ein Ate­lier-Kon­zert, eine Fami­li­en-Foto-Akti­on sowie eine Son­der­aus­stel­lung. Der Ein­tritt ist frei.

Weddingmarkt: Wieder zurück aus der Coronapause

Gesamtbild des Weddingmarkts auf dem Leopoldplatz
Foto: Anna Bilger

15.09.2020 Der Name ist schlicht, doch hin­ter ihm ver­birgt sich mehr: Wed­ding­markt. Sabri­na Püt­zer stellt nach einer coro­nabe­ding­ten Pau­se ihre Markt­stän­de am 20. Sep­tem­ber wie­der auf dem Leo­pold­platz auf. Ihren Markt nennt sie Kunst­markt ausm Wedding. 

„Aggregatzustände“ – Pop-Art-Ausstellung in der St. Johannis- und Heiland-Friedhofskapelle

Vom 27. – 30. August stellt das Fem*Art Kol­lek­tiv in der Kapel­le des Fried­hofs St.Johannis und Hei­land am Nord­ufer 31 aus. Die Kunst beschäf­tigt sich mit dem Femi­nis­mus und der Iden­ti­täts­fin­dung in unse­rem stark binä­ren Sys­tem.  Ein Besuch ist auf­grund von Coro­na nur mit Vor­anmel­dung unter femartKollektiv@gmx.de in fest­ge­leg­ten Zeit­fens­tern möglich.

Künst­le­rin: Miri­am Smidt

Stele für Elise und Otto Hampel wird wieder aufgestellt

Am Mitt­woch, den 2. Sep­tem­ber wird die Ste­le für Eli­se und Otto Ham­pel auf dem Rat­haus­vor­platz Wed­ding wie­der auf­ge­stellt. Dar­über infor­miert das Bezirks­amt Mit­te in einer Pres­se­mit­tei­lung. Ende April war die­se Tafel von Unbe­kann­ten zer­stört wor­den. Mit der neu­en Tafel wird der Ent­wurf der Künst­le­rin an der­sel­ben Stel­le zum zwei­ten Mal realisiert.

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.