Das Wichtigste der Woche im Wedding

Der zu Recht vehement geforderte Neubau von günstigen Wohnungen wird durch die stark gestiegenen Bodenpreise vor eine Herausforderung gestellt. Laut einer neuen Studie stiegen die Preise für Bauland, auf dem Wohnungen entstehen könnten, im vergangenen Jahr in Berlin um 20 Prozent, im Wedding und Moabit sogar um 30 Prozent. Hierbei handelt sich es nicht um Phantasiepreise, die Investoren gerne mal versuchen auszureizen, sondern um tatsächliche Verkaufsabschlüsse. Der Berliner Kurier hat noch mehr Zahlen.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Blick auf den See und das StrandbadGutes Wetter diese Woche, das Strandbad war immer voll. Was man vielleicht beim Baden nicht mitbekommen hat: Der Deckel ist drauf. Noch nicht zu 100% festgeschraubt, aber er sitzt schon sehr dicht. Die Rede ist vom Mietendeckel. 5 Jahre dürfen, rückwirkend seit dem 18. Juni, die Mieten in Berlin nicht mehr erhöht werden. Laut Berichten gilt das auch, wenn die Mieterhöhung vor dem 18.6. zwar angekündigt, bis dahin aber noch nicht unterschrieben wurde. Wir erklären in unserer Wochenschau, worum es geht. Aber auch, was sonst noch im Wedding los war.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Das Fasten ist vorbei. Zumindest für die muslimischen Weddinger, die den Fastenmonat Ramadan begangen haben. Und nun isser da, der Sommer. Gut, dass nach dem verregneten und kalten Mai die Wenigsten bisher unbedingt im Plötzensee baden wollten. Letzte Woche jedenfalls hat auch das Strandbad Plötzensee wiedereröffnet, mit neuer Betreiberschaft und vielen Ideen im Gepäck. Hier unser Artikel.

Neuer Glanz fürs Strandbad Plötzensee

Der Wedding hat im Laufe der Jahre viel von seiner Geschichte verloren. Für eine über 100 Jahre alte „blaue Perle“ scheint es nun aber einen Rettungsanker und eine Zukunft zu geben. Das Freibad am Westufer des natürlichen Gewässers mit seinem markanten Backsteingebäude ist seit diesem Jahr an ein neues Team verpachtet. Die Betreiber Michael Verhoeven und Katharina Zahn – Geschäftsführerin – wollen das Potenzial dieses Naturparadieses mitten in der Stadt heben, und etwas gegen die permanente Übernutzung des Sees an seinem Ostufer tun. Statt wild im Landschaftsschutzgebiet zu baden soll es wieder gute Gründe geben, ins frisch renovierte Strandbad zu gehen.

„Icedippers“: Die Eisbader vom Plötzensee

Foto: Stephan Wall

Die Luft riecht nach nassen Haaren, nach Bier und Gras und Badehandtüchern. Irgendwo spielt jemand Gitarre, plötzlich platscht es laut im Wasser und dann wieder lacht eine Gruppe von Männern. Der Plötzensee ist an diesen magischen Sommerabenden voll mit kleinen Booten, Badetieren und Schwimmerinnen. Auf der Wiese beim Steingarten sitzen Gruppen von jungen Leuten, auf der anderen Seite FKK, und das Strandbad ist ohnehin immer voll. Später im November sind die Uferwege dann verlassen und es ist viel leichter, dort seine Laufrunden zu drehen. Und vom Sommer zu träumen. Donnerstags ein Erinnerungsfoto bei Instagram teilen. Und das ist alles?

Weddinger Tipps gegen die Hitze

Der Trinkwasserbrunnen am Vinetaplatz. Foto: Hensel
Foto: Hensel

Lieber Sommer, schön, dass du uns zeigst, wozu du in der Lage bist. In manchen Sommern regnet es mehrere Tage am Stück, in anderen testest du unsere Hitze-Tauglichkeit bei tropischen Temperaturen. Das kann einen ganz schön beeinträchtigen, aber du solltest wissen: der coole Weddinger an sich lässt sich davon genauso wenig beeindrucken wie von vielem, was anderswo für Erstaunen sorgt. Wir haben da nämlich einiges in petto.

Der perfekte Sommertag nördlich der Seestraße

Auf der Wiese liegen uns lesen: das ist Sommer! Foto: Sulamith Sallmann
Auf der Wiese liegen uns lesen: das ist Sommer! Foto: Sulamith Sallmann

Wir könnte eigentlich der perfekte Sommertag im Wedding aussehen? Die eingefleischten Weddingliebhaber unter uns, die das Wochenende lieber im Park ihres Vertrauens verbringen, anstatt die Weltreise in andere Bezirke aufzunehmen, kennen den Struggle. Hier ein paar Tipps für den perfekten Sommertag nördlich der Seestraße.