Das Offside Wedding ist eine Institution

Foto: Andreas OertelMan kann es kaum glau­ben: Am 1. März 2018 ist das Off­side 18 Jah­re alt gewor­den. Eine Datum, wel­ches die Besit­zer Nina und Lars ger­ne als ihren per­sön­li­chen Natio­nal­fei­er­tag bezeich­nen. Eine stol­ze Leis­tung, wenn man bedenkt, dass das Pub die ein­zig ver­blie­be­ne Knei­pe in der Jüli­cher Stra­ße ist. Wir spra­chen mit der Crew über die Mei­len­stei­ne aus fast 2 Jahr­zehn­ten Barkultur.

Lesermeinung: Fehlgeleitet an der Behmstraße

Hostelo: Ecke Behmstraße/ Jülicher StraßeDie Sanie­rung der hun­dert­jäh­ri­gen Böse­brü­cke schrei­tet vor­an – die Auto­fah­rer in Rich­tung Osten wer­den seit einem Jahr durch dicht bebau­te Wohn­ge­bie­te über Neben­stra­ßen umge­lei­tet. Das ist nicht nur für die Fahr­zeug­len­ker ärger­lich: für die vie­len Anwoh­ner der Jüli­cher, Behm- und Mal­mö­er Stra­ße ist es mit Ruhe und guter Luft nun vor­bei. Unse­re Lese­rin Eli fin­det, dass die Zusi­che­run­gen der Senats­ver­wal­tung nicht ein­ge­hal­ten wur­den. Hier ihr Bericht aus Anwoh­ner­sicht:

Mein Lieblingscafé Miss Ploff

Das Café Miss Ploff in Gesundbrunnen ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst.
Das Café Miss Ploff in Gesund­brun­nen ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst.

Lass mal kurz auf einen Café bei Miss Ploff tref­fen! Einen frisch gepress­ten O‑Saft, einen knusp­rig war­men Bagel mit fri­scher Avo­ca­do und haus­ge­mach­ten Hum­mus, herr­lich sap­schi­gen Scho­ko­ku­chen – und drei Stun­den spä­ter ver­las­se ich zufrie­den und glück­lich mein Lieblingscafé.

Bösebrücke: Eine Nahtstelle muss geflickt werden

Bösebrücke Bornholmer Str
Schön, aber sanierungsbedürftig

Aktua­li­siert August 2017

Bei der Thea­ter-Sit­com Gutes Wed­ding Schlech­tes Wed­ding wird sie – da Ein­falls­tor für Prenzl­wich­ser – als “böse Brü­cke” titu­liert. Vie­le Ber­li­ner bezeich­nen sie fälsch­lich als Born­hol­mer Brü­cke. Und beim Mau­er­fall am 9. Novem­ber 1989 spiel­te sie eine beson­de­re Rol­le. Die Rede ist von der Böse­brü­cke, einer fast 100 Jah­re alten Bogen­brü­cke aus Stahl. Auch heu­te schon ist sie mit nur 31 Metern Brei­te ein schma­ler Durch­lass – mit einem Gleis für die Stra­ßen­bahn und vier Auto­spu­ren. Jetzt ist Halb­zeit bei der Sanierung.

Jülicher Straße: Die Um-Leid-ung

Anwohnerprotester Bösebrücke (C) BürgerinitiativeEini­ge Stra­ßen in Gesund­brun­nen und Prenz­lau­er Berg ver­än­dern sich. Ihr Kopf­stein­pflas­ter sind sie schon los, ab Juni wird es auch noch laut. Dann wird an der Böse­brü­cke an der Born­hol­mer Stra­ße gebaut, der Ver­kehr durch Wohn­ge­bie­te umge­lei­tet. Anwoh­ner for­dern jetzt vehe­ment ein Mit­spra­che­recht bei der Planung.

Im Juni 2015 begin­nen an der Böse­brü­cke an der Born­hol­mer Stra­ße umfas­sen­de Sanie­rungs­ar­bei­ten. Dafür wird die “Born­hol­mer Brü­cke” zwei Jah­re lang für Autos nur noch von Ost nach West pas­sier­bar sein. Die täg­lich rund 10.000 Fah­rer, die aus der ande­ren Rich­tung kom­men, sol­len eine Umlei­tung über die Jüli­cher, Behm- und Mal­mö­er Stra­ße nut­zen. Vor allem auf der Prenz­l’­ber­ger Sei­te der Brü­cke regt sich dage­gen Protest.