Andreas Oertel

Wie sich die Atzen gegen Fake News und Hate Speech stemmen

/////

Auch auf der Wed­ding­wei­ser-Pinn­wand wird rege dis­ku­tiert – in der Regel respekt­voll und wert­schät­zend, aber zum Teil auch beschimp­fend und belei­di­gend. Vie­le bekla­gen seit län­ge­rem, dass unse­re Gesell­schaft durch Smart­pho­nes und Sozia­le Netz­wer­ke ver­roht. Das Atze Musik­thea­ter in der Luxem­bur­ger Stra­ße 20 nimmt das nicht ein­fach so hin und führt Stü­cke mit Gegen­warts­be­zug für Grund­schul­kin­der auf. Die Her­an­wach­sen­den erfah­ren mehr über Hate Speech, Fake News oder dar­über, wie wich­tig Empa­thie ist. Auch die neu­es­te und bis­lang größ­te Pro­duk­ti­on “Albi­rea – Nur ein Kind kann die Welt ret­ten” kommt erstaun­lich aktu­ell daher. Die Haupt­dar­stel­le­rin erin­nert sehr an die Kli­ma­ak­ti­vis­tin Gre­ta Thun­berg.

weiterlesen

Das Offside Wedding ist eine Institution

///
Foto: Andreas Oertel

Man kann es kaum glau­ben: Am 1. März 2018 ist das Off­side 18 Jah­re alt gewor­den. Eine Datum, wel­ches die Besit­zer Nina und Lars ger­ne als ihren per­sön­li­chen Natio­nal­fei­er­tag bezeich­nen. Eine stol­ze Leis­tung, wenn man bedenkt, dass das Pub die ein­zig ver­blie­be­ne Knei­pe in der Jüli­cher Stra­ße ist. Wir spra­chen mit der Crew über die Mei­len­stei­ne aus fast 2 Jahr­zehn­ten Barkultur.

weiterlesen

Round not Square: Lesen und weiterrollen

//
Buchrolle
Eine Arbeit des amerikanischen Künstlers Larry Yust, gedruckt im Wedding.

Sie sind ange­tre­ten um nichts Gerin­ge­res zu tun, als die Schrift­rol­le neu zu erfin­den. Anto­nia und Ioan betrei­ben seit vier Jah­ren den welt­weit ers­ten Ver­lag, der Buch­rol­len aus Hand­ar­beit ver­legt – Round not Squa­re. Als Stand­ort für ihr klei­nes Impe­ri­um haben sie sich den Euler­kiez im Wed­ding aus­ge­sucht. Von hier aus erzäh­len sie Geschich­ten, die nicht durch das läs­ti­ge Umblät­tern unter­bro­chen wer­den – die Buch­rol­le wird ein­fach ein biss­chen weitergerollt.

weiterlesen

Wedding 2033: Wird Klein-Pauline im Wedding bleiben?

//
Kinder auf Laufrädern. Foto: Andreas Oertel
Zwei Kleinkinder auf Laufrädern Foto: Andreas Oertel

In jun­gen Jah­ren fiel es mir nicht leicht zu sagen: „Ich woh­ne im Wed­ding!“ Bei man­chen Men­schen ent­stand eine unan­ge­neh­me Sprech­pau­se. Ande­re ver­such­ten erfolg­los etwas Posi­ti­ves über den Stadt­teil zu sagen: Da sei es ja so schön mul­ti­kul­ti oder im Wed­ding sind die Mie­ten noch nied­rig. Wenn mir ein Unter­neh­men eine Absa­ge erteil­te, ver­mu­te­te ich, dass es mei­ne pro­le­ta­ri­sche Her­kunft anhand der Post­leit­zahl erkannt hat. Für mich stand fest: Wenn ich groß bin, zie­he ich weg! Nun bin ich hier geblieben. 

weiterlesen

Noch mehr Promis aus dem Wedding

Autorenbild Andreas Oertel

Es wird Zeit für  den zwei­ten Teil von Die­se Pro­mis kom­men aus dem Wed­ding. Dies­mal hul­di­gen wir einen der welt­bes­ten Break­dan­cer, einen hoch­ka­rä­ti­gen Schla­ger­sän­ger, zwei Fuß­ball­spie­ler aus der Her­tha-Jugend sowie einer umstrit­te­nen Per­sön­lich­keit aus der Zeit des Drit­ten Rei­ches. Was sie ver­bin­det: Alle haben ihre Wur­zeln im Arbei­ter­be­zirk, bevor sie mehr oder weni­ger erfolg­reich die Welt eroberten.

weiterlesen

Dilekerei: Die ganze Welt auf einem Kuchenteller

//
Die Dilekerei von innen. Foto: A. Oertel
Im Geschäft. Foto: A. Oertel

Als ich das ers­te Mal an der Dile­ke­rei vor­bei­ging, dach­te ich: Nur ein wei­te­res Ange­bot für hei­rats­wil­li­ge Tür­ken. Die Besit­ze­rin Dilek Top­ka­ra straft mei­ne Vor­ur­tei­le Lügen und belehrt mich eines Bes­se­ren. In der Euler­stra­ße 11b gibt es seit fünf Jah­ren natür­lich vor allem Hoch­zeits­tor­ten, doch die Kun­den kom­men aus aller Her­ren Län­der. Am Wochen­en­de ist dar­über hin­aus das Café geöff­net. Hier gibt es lecke­ren Kuchen in ent­spann­ter Atmosphäre.

weiterlesen

Falafel Dream 2010: Imbiss im Bus in der Müllerstraße

//

Aktua­li­siert Febru­ar 2020: Der BVG-Bus vom Café Pfört­ner an den Ufer­hal­len hat Kon­kur­renz bekom­men. Seit dem Anfang des Jah­res steht in der Mül­ler­stra­ße ein Lini­en­bus der Fir­ma MAN direkt neben der Agen­tur für Arbeit. Der stol­ze Besit­zer: Wael, der sei­ne „Fala­fel Dreams“ nun in einem zum Imbiss umfunk­tio­nier­ten Bus aus dem Jah­re 1976 kre­denzt. Ansons­ten ist alles beim Alten geblie­ben: Wael macht aus der pro­fa­nen ara­bi­schen Fala­fel durch die Zuga­be ver­schie­de­ner Ingre­di­en­zi­en wie Kir­schen oder indi­schen Teig­ta­schen einem wah­ren Kicher­erb­sen-Traum. Nach eige­nen Anga­ben kommt er dabei auf 36 Geschmacks­rich­tun­gen, sei­ne belieb­ten Soßen eingeschlossen.

weiterlesen

Flüchtlingskind Lana wohnt jetzt im Wedding

//
Ein Gemälde im Vorraum des Vereins "Wir Gestalten e.V." Foto: Oertel
Ein Gemälde im Vorraum des Vereins "Wir Gestalten e.V." Foto: Oertel

Wo sind eigent­lich die vie­len Flücht­lin­ge, die in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren zu uns gekom­men sind? Laut Sta­tis­tik kamen in den Jah­ren 2015 und 2016 ins­ge­samt 1,2 Mil­lio­nen Asyl­su­chen­de nach Deutsch­land, doch wenn ich durch mei­nen Kiez lau­fe, sehe ich kei­nen von ihnen. Viel­leicht, weil Wed­ding mul­ti­kul­tu­rell ist und die Geflüch­te­ten im Stra­ßen­bild nicht auf­fal­len? Ich mache mich auf die Suche nach den Neu­an­kömm­lin­gen und ler­ne die 17-jäh­ri­ge Lana aus Syri­en kennen.

weiterlesen

GESCHLOSSEN Antik Café: Ein neuer Stern am Leo

/
Der Eingang des Antik Cafés. Foto: A. Schnell
Der Eingang des Antik Cafés. Foto: A. Schnell

Zu West-Ber­li­ner Zei­ten war der Leo­pold­platz für mich der Nabel der Welt. Kar­stadt, C&A und der klei­ne CD-Laden zogen mich min­des­tens ein­mal in der Woche in die Mül­ler­stra­ße. Dann war ich lan­ge nicht da … bis mir ein Freund einen neu­en Laden in der Naza­reth­kirch­stra­ße 38 emp­fahl. „Im Antik Café wer­den alle Sin­ne ange­spro­chen, das musst du dir anschau­en!“ – mit die­sem Satz lob­te er das Café und weck­te mei­ne Neu­gier. An einem son­ni­gen Okto­ber­tag mache ich mich auf den Weg.

weiterlesen