Schlagwörter: Buch

Heiko Werning: Vom Wedding verweht

Heiko Wernig bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann
Heiko Werning bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann

Als nach London wegmigrierte Berlinerin und ehemalige Wahlweddingerin kommt jedes Mal Freude auf, wenn man mich mit einem Buch von Heiko Werning bedenkt. So schenkte mir meine Mutter zu Weihnachten 2011 das Werk „Mein wunderbarer Wedding“. Das Buch enthielt eine Widmung, die ich tatsächlich immer mal wieder ansehe: „Mit herzlichen Grüßen aus der alten Heimat nach London, dem Wedding Europas“ (ja, das ist wohl eine Weile her…). Nun sandte mir der Weddingweiser das aktuelle Buch „Vom Wedding verweht – Menschliches, allzu Menschliches“ zu.

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So wahr! Die Welt ist eine Torte

Grafik aus "Torten der Wahrheit" von Katja Berlin, erschienen im riva Verlag.
Das Cover von „Torten der Wahrheit“ von Katja Berlin, erschienen im riva Verlag.

Habt ihr sie gesehen – in der Wilma Bar, im Offside, in der Hertha-Fankneipe, im Castle Pub? Irgendwo da muss sie sein. Katja Berlin ist die Frau, die an in den Bars und Kneipen im Wedding und in Gesundbrunnen darauf achtet, was die Leute so sagen. Sie ist die Frau, die der Stadt am Stammtisch den Puls fühlt, nach Hause geht und das Bauchgefühl in sehr treffende und augenzwinkernde Bauchgefühl-Infografiken übersetzt. So zumindest stellt man sich das vor. In ihrem neuen Buch „Torten der Wahrheit: Die Welt ist kompliziert genug!“ sind eine Reihe gefühlter Wahrheiten veröffentlicht.

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Rund ums Buch: 7 Weddinger Orte für Bücherwürmer

Das Antiquariat Mackensen
Das Antiquariat Mackensen

Der Wedding ist mit großartigen Bibliotheken ausgestattet, und auch ein paar originelle Bücherläden kann der Lesehungrige in unserem Stadtteil finden. Wir haben einmal einige Orte zusammengefasst, die die Herzen von Bücherwürmern höher schlagen lassen könnten:

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Raus aus dem Wedding: Pankeweg über Buch nach Bernau

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Bye bye Bücher: Der stille Abschied der Hugo-Heimann-Bibliothek

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Bilck in die Hugo-Heimann-Bibliothek. Die Bücher, CDs und DVDs ziehen ab Ende April um in die Müllerstraße.

Es hat keine Demonstrationen gegeben, keine Bürgerinitiative, keine Unterschriftensammlung, nicht einmal ein Plakat. Ganz still und leise verabschiedet sich die Hugo-Heimann-Bibliothek aus dem Brunnenviertel. Sie schließt am 27. April. Das Viertel verliert damit einen Treffpunkt und eine wichtige Bildungseinrichtung. Die 37.000 Medien der Bibliothek, die Ende der 70er Jahre gegründet wurde, ziehen perspektivisch in die neu gebaute Schiller-Bibliothek in der Müllerstraße – wenn diese fertig ist. Mit der Schließung der Kinder- und Jugendbibliothek im Brennpunktkiez will der Bezirk Geld sparen.

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Weddinger Seiten: Liebesroman nach Plan

Autorin Ulrike Wronski.
Autorin Ulrike Wronski.

Karlo und Marie gibt es nur, weil Ulrike Wronski und ihre Freundin Kerstin Böhm gern Liebesromane lesen. Und weil sie beide gern schreiben. Irgendwann vor dreieinhalb Jahren haben die beiden Frauen in einem Café in Hamburg-Eimsbüttel gesessen – beim Frauen-Plausch über ihre Jobs und das, was sie sonst noch gern einmal machen würden. Dabei hat Kerstin Böhm von einer Idee zu einem Buch erzählt. Am Café-Tisch entstand der Plan, die Geschichte gemeinsam aufzuschreiben. Vor einem Jahr ist der Liebesroman „Verplant verliebt“ als E-Book erschienen. Auch eine Taschenbuchausgabe gibt es inzwischen. Was das mit dem Wedding zu tun hat? Ganz einfach: Autorin Ulrike Wronski wohnt im Brunnenviertel.

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„Bücher fürs Leben“: Antiquarische Bücher zu fairen Preisen

Die Buchhandlung „Bücher fürs Leben“ hat bereits früh meine Neugier geweckt. Immer wenn ich für den Einkauf zum benachbarten Real-Supermarkt schlendere, passiere ich den schönen Laden in der Müllerstraße 47a und stöbere gern in den Angeboten vor der Tür. Schließlich nehme ich mir nun Zeit, das Antiquariat, das bereits seit mehr als 100 Jahren besteht, genauer zu untersuchen.

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Weddingwoche #43: Trostpflaster für säumige Leser

Bibliothek am Luisenbad (Quelle: panke.info)
Bibliothek am Luisenbad (Quelle: panke.info)

Kein Zweifel: draußen wird es langsam ungemütlich. Wohl dem, der ein gutes Buch für die regnerischen Herbsttage zu Hause hat! Doch ausgerechnet in diesem Herbst ist die gut sortierte Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Str.2 in Gesundbrunnen geschlossen, und das noch bis mindestens 21. Dezember. Das fast zwanzig Jahre alte Glasdach, unter dem die vielen Bücher lagern, muss nämlich dringend saniert werden. Bis dahin kann man die schöne Fassade des ehemaligen Festsaals aus dem Jahr 1888 nur von außen bestaunen. Für die Leser gibt es wenigstens ein kleines Trostpflaster: die Mitarbeiter der Bibliothek steigen säumigen Nutzern erst einmal nicht auf’s Dach, wenn diese sich noch vor dem 14. Oktober ein Buch ausgeliehen haben. Die Ausleihfristen für nach dem 16. September ausgeliehene Medien werden nämlich automatisch bis zum 6. Januar 2014 verlängert. Und wer unbedingt ein Buch aus dem Bestand der Bücherei braucht, kann sich dieses in der Schiller-Bibliothek am Leopoldplatz bereitstellen lassen. Na, da können die dunklen, verregneten Tage ja kommen….

Unsere Kolumne “Weddingweisers Woche” erscheint jeden Samstag in der Bezirksausgabe Wedding des Berliner Abendblatts.

Bibliothek am Luisenbad: Jérôme Boateng präsentiert Biografie

Am 1. Juni 2012 war viel los in der Bibliothek am Luisenbad in Gesundbrunnen. Kein geringerer, als Fußballnationalspieler Jérôme Boateng, der im benachbarten Fußballkäfig an der Panke das Kicken gelernt hat, war zu Gast, um seine Biografie „Die Brüder Boateng“ vorzustellen. Gut einhundert Nachwuchskicker und auch einige Erwachsene wollten den Star aus der Nähe sehen. Auch wenn es nur knapp die Hälfte auf die paar Dutzend Plätze des Puttensaales schafften, war  allen die Freude, „ihren“ Star einmal aus der Nähe zu sehen, deutlich anzumerken. Als der Fußballprofi dann nach 45 Minuten in Richtung EM-Vorbereitung und damit zum Flughafen aufbrechen musste, gab es kein halten mehr. Schließlich wollte jeder noch ein Autogramm auf das mitgebrachte Trikot, Ball oder Foto haben.

Autor Michael Horeni las einige Passagen aus dem Buch, welches seit Ende April für 18,95 € in den Buchläden zu haben ist. Wichtigste Erkenntnis: Im Wedding braucht es mehr zum Erfolg, als zu den Besten zu gehören. Wessen Talent erkannt und früh gefördert wird, der hat die Chance zum großen Durchbruch. Ein Glück, was wohl nicht jeder der Nachwuchskicker in der Bibliothek am Luisenbad haben wird.

Jérômes Bruder George wird übrigens nicht mit zur Europameisterschaft fahren, wie viele andere hat er Angst vor rassistischen Übergriffen. Am Mittwoch wird es zu dieser Thematik eine Veranstaltung in der Fabrik Osloer Straße geben, der Weddingweiser berichtet.

(Text und Bilder: Daniel Gollasch)

„Als ich starb“ – Weddinger Autorin veröffentlicht erstes Buch

Der Rettungssanitäter nimmt die Hand der Frau, die auf der Pritsche liegt. Er weiß, wie es um sie steht. „Was Sie auch tun – gehen Sie nicht ins Licht.“ Dieser Satz bleibt der jungen Frau Anne Daumann, die von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen wird, noch im Ohr. Was tut man, wenn man weiß, dass man nur noch einige Stunden zu leben hat? Welche Rechnungen will man noch begleichen? Wer ist einem wirklich wichtig?

 

Anke von EckstaedtSo beginnt der stark autobiographisch gefärbte Roman „Als ich starb“ von Anke von Eckstaedt. Die Autorin, Jahrgang 1973, lebt seit 2003 im Wedding. Bereits als Jugendliche beschäftigte sich die gebürtige Berlinerin mit verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen. Ihren Berufsweg begann sie schon früh als Schauspielerin auf verschiedenen deutschen Bühnen. Ihr Interesse, den Fragen von Leben und Tod auf den Grund zu gehen, hat auch im Erwachsenenalter nicht nachgelassen. „Ich bin jeden Tag dabei, mein Leben und mich selbst neu zu erschaffen, andere Blickwinkel zu finden und ungewohnte Wege zu beschreiten“ – so beschreibt Anke von Eckstaedt ihren spirituellen Werdegang. Inzwischen hat sie sich zur Heilerin fortbilden lassen und gibt Seminare über „Die drei Ringe der Kraft“ oder „Matrix-Heilung“. Dadurch ist sie heute in der Lage, das Leben, die Liebe, den Frieden und die Heilung, die ihr selbst geschenkt wurden, auch an Andere weiterzugeben. „Ich bin davon überzeugt, dass sich äußerer Friede nur einstellen kann, wenn die Menschen auch ihren inneren Frieden gefunden haben. Gnade und Vergebung sind für mich die wichtigsten Schritte auf diesem Weg“, sagt Anke von Eckstaedt.

Trauerarbeit und Angstbewältigung

Das große Thema, das die Autorin begleitet, solange sie denken kann, ist die Bewältigung der Angst in all ihren Formen. Sie ist überzeugt, dass Menschen mit ihren Ängsten nicht allein sind: „Die Gewissheit, dass alle Menschen von Geistwesen umgeben sind, hat mir immer Trost gespendet und Kraft gegeben“, sagt Anke von Eckstaedt. Auch bei der Begleitung von Sterbenden ist ihre eigene Erfahrung mit dem Tod immer eine wichtige Inspirationsquelle gewesen. Dadurch erhält ihr Buch eine authentische und sehr persönliche Prägung, die weit über die reine Darstellung eines Schicksalsberichtes hinausgeht und beim Leser einen tiefen Eindruck hinterlässt. Die Folgen der Krankheit, aber auch die Erfahrungen mit dem Tod, werden Anke von Eckstaedt wohl ein Leben lang begleiten. Durch das Buch „Als ich starb“, das im Januar 2012 erschienen ist, haben viele Menschen die Möglichkeit, an ihren Erfahrungen teilzuhaben.

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  • ISBN-10: 3863861566
  • ISBN-13: 978-3863861568