Geschichtsstunde mit „Gott wohnt im Wedding“

Cover Regina Scheer Gott wohnt im Wedding
Cover von Regina Scheers Roman „Gott wohnt im Wedding“. Grafik: Penguin Verlag

11.08.2019 „Gott wohnt im Wedding“ heißt der in diesem Frühjahr erschienene Roman der im Wedding lebenden Autorin Regina Scheer. Ihr Debütroman „Machandel“ wurde 2014 viel beachtet. Der nun vorliegende zweite Roman der Schriftstellerin spielt im Wedding in der Utrechter Sraße. Wie schon „Machandel“ ist „Gott wohnt im Wedding“ so etwas wie ein historischer Gegenwartsroman. Ein genau recherchiertes Buch, in dem Geschichte eine zentrale Rolle spielt und nicht bloß den Hintergrund schmückt.

Staatsfeind Kurt Steffelbauer

Cover des Buches „Kurt Steffelbauer. Ein Berliner Lehrer im Widerstand“. Gestaltung Walter Frey Verlag

21.07.2019 Heidrun Joop hat die Lebensgeschichte des Weddinger Lehrers Kurt Steffelbauer recherchiert und in ein Buch gebracht. Als Widerstandskämpfer wurde er 1941 vom NS-Regime zum Tode verurteilt. Ein Buch, das einen genauen Einblick in einen Verbrecherstaat ermöglicht. Im gerade veröffentlichten vierten Teil der von Walter Frey herausgegebenen Reihe Wedding-Bücher werden NS-Schreibtischmörder beim Namen genannt.

Ein typisches Weddinger Einhorn

Anna Böhm unterwegs in ihrem Weddinger Kiez.
Die Kinderbuchautorin Anna Böhm unterwegs in ihrem Weddinger Kiez.

Neulich stand in der Zeitung, dass die Zeit der Einhörner vorbei sei. Andere Wesen und Figuren würden die Herzen der Kinder heute höherschlagen lassen. Angesagt seien Flamingos, Meerjungfrauen und sogar das gute alte Monchhichi. Sie sind die Gewinner nach dem großen Einhorn-Sterben in den Kinderherzen. Ob das stimmt oder ausgedacht ist, ist eigentlich egal. Nur: Mir schoss beim Lesen des bunten Tralalas ein Gedanke durch den Kopf: Oh mein Gott, Anna! Über eine Weddinger Autorin und ihr neuestes Kinderbuch.

Weddinger Empfehlungen: Weihnachtsgeschenke in Buchform

junge freundliche Frau mit Büchern im Arm
Émilie Peinchaud vom Buchladen in der Maxstraße. Foto: Totem

Und wieder durchstöbert Émilie Peinchaud aus dem Café-Buchladen Totem in der Maxstraße originelle Bilderbücher für Groß und Klein und wählt daraus drei Empfehlungen für unsere Leser. Bald ist wieder Weihnachten – eine perfekte Gelegenheit wertvolle und ganz besondere Bücher zu verschenken, die man sich anschauen und immer wieder anfassen kann…

„Berlin mit scharf“ – Fünftes Buch der Brauseboys

Buchcover Berlin mit scharf
„Berlin mit scharf“ – das fünfte Buch der Brauseboys.

Und Weihnachten wird wieder gegessen. Da passt es irgendwie, dass die Brauseboys ihr fünftes Buch, das derzeit aus der Druckerei ausgeliefert wird, „Berlin mit scharf“ genannt haben. Kochrezepte sucht man zwar vergebens in dem Taschenbuch. Dafür findet sich eine Anleitung zum Verspeisen des Weddinger Nationalgerichts: „Der Döner im Wandel der Zeiten“. Weitere lebenspraktische Anweisungen zum Überleben im Wedding und seinem Umland tragen die Texte zusammen. Wer das Buch kauft, der hat etwas zum Schmunzeln oder – falls humorlos – ein Weihnachtsgeschenk.

Otto Nagel über das Weddinger Milljöh

Buchcover
Cover des Eröffnungsbandes „Das nasse Dreicke“ von Otto Nagel. Grafik: promo

Bei den so genannten ewigen Fragen, die die Menschheit immer beschäftigt hat und immer beschäftigen wird, denkt man heutzutage an Liebe, an Trennung oder ans Erwachsenwerden. Davon handeln die Pop-Songs, die Hollywoodfilme und die Bücher der Center-Buchhandlungen. Dabei gibt es auch andere „ewige Fragen“. Zum Beispiel: Wie verhält sich eine Gesellschaft zu den Ärmsten unter ihnen? Walter Frey hat in diesem Jahr Otto Nagels Roman „Die weiße Taube oder Das nasse Dreieck“ neu aufgelegt. Dieses Buch spielt während der Weltwirtschaftskrise 1928 in einer Spelunke an der Panke.

Lucas Vogelsangs Bericht von der Heimaterde

Vogelsang Heimaterde
Heimaterde. Reportagen von Lucas Vogelsang. Cover: Aufbau-VerlagHeim

Elf Reportagen über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Zusammenlebens hat Lucas Vogelsang geschrieben. Aber es geht in seinem Buch nicht darum, warum Mann und Frau nicht zusammenpassen. Vielmehr geht es in Heimaterde um den türkische Bäcker, die arabischen Jungs, Ägypter und um Frau Kulack. Um Neue und um Alteingessene. Das Buch mit dem Untertitel „Eine Weltreise durch Deutschland“ ist eine amüsant zu lesende Reise eines optimistischen Reporters durch den weiten Wedding und die Weite Deutschlands.