Moritz Bar: Die Bar, auf die der Kiez gewartet hat

An manchen Stellen ist der Putz herausgebrochen und das Mauerwerk zu sehen, die Glühbirnen über dem bogenförmigen Tresen hängen nackt, aber effektvoll, von der Decke herunter. Eine Diskokugel versteckt sich gleich über der Tür. Eine Bar, die neugierig macht. So eine sympathische „Spelunke“ hat dem Kiez gerade noch gefehlt. Bis dahin fiel die Adolfstraße nämlich nicht gerade durch Ausgehmöglichkeiten auf.

Ein Abend mit „ART & PIZZA“

Es ist Donnerstagabend, 19 Uhr. Noch schnell beim Supermarkt einkaufen. In diesem Fall beim Netto um die Ecke, in der Gerichtstraße. Aber anstatt mich in die Kassenschlange einzureihen, sehe ich eine Menschentraube vor der Druckbar Wedding. Leute sitzen auf der Straße. Ein Hund rennt hinter einem Stöckchen her. Ein Kind krabbelt munter auf dem Asphalt. Auf den Tischen liegen Holzbretter mit einer zungenförmigen Pizza. Unter den Holzbrettern ist jeweils ein Klarsichtfolie mit einem Siebdruck zu sehen. Auf einer Tafel steht: Ab 19 Uhr Art und Pizza.

Anhänger des Wedding: Ist das Kunst?

Anhänger - Foto von Wilhelm Berges
Anhänger. Foto: Wilhelm Berges

Kiezkultur Wann die Menschen etwas banal finden oder sensationell, ist schwer vorherzusagen. So ist das auch mit einem so sperrigen Thema wie „Anhänger“. Wer war nicht überrascht, dass ausgerechnet aus einem Post auf der Weddingweiser-Pinnwand über abgestellte Anhänger eine rege Diskussion entstand? Und daraus die erste Pinnwand-Serie: „Anhänger des Wedding„. Höchste Zeit, einmal mit dem Erfinder der Serie zu sprechen.

Rosa Parks‘ Zufluchtsort steht jetzt im Wedding

Rosa Parks HausKunst Ryan Mendoza, ein amerikanischer Künstler, hat ein Holzhaus mitten im Soldiner Kiez gebaut. Dabei gehört das marode wirkende Haus eigentlich gar nicht in den Wedding, denn es ist ein Teil der Geschichte der USA. Zwar gibt es nicht viele Häuser, die es über den Ozean geschafft haben. Doch das Besondere daran ist die mutige Frau, die in dem Haus Zuflucht gefunden hatte: Rosa Parks.