Kategorie: Weddinger im Porträt

Moritz Bar: Die Bar, auf die der Kiez gewartet hat

An manchen Stellen ist der Putz herausgebrochen und das Mauerwerk zu sehen, die Glühbirnen über dem bogenförmigen Tresen hängen nackt, aber effektvoll, von der Decke herunter. Eine Diskokugel versteckt sich gleich über der Tür. Eine Bar, die neugierig macht. So eine sympathische „Spelunke“ hat dem Kiez gerade noch gefehlt. Bis dahin fiel die Adolfstraße nämlich nicht gerade durch Ausgehmöglichkeiten auf. Weiterlesen

Wer sagt eigentlich, dass nur Mamas bloggen können?

Quelle: Johnnys PapablogSeit über drei Jahren schreibt der Weddinger Tobias Weber aka Johnny in seinem Blog übers Papa-Dasein. Warum das vor allem Mütter interessiert, ihn an seinem Bezirk die Nostalgie stört und wo er mit seiner Tochter gern hingeht, das erfahrt ihr im Interview.

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Ein Abend mit „ART & PIZZA“

Es ist Donnerstagabend, 19 Uhr. Noch schnell beim Supermarkt einkaufen. In diesem Fall beim Netto um die Ecke, in der Gerichtstraße. Aber anstatt mich in die Kassenschlange einzureihen, sehe ich eine Menschentraube vor der Druckbar Wedding. Leute sitzen auf der Straße. Ein Hund rennt hinter einem Stöckchen her. Ein Kind krabbelt munter auf dem Asphalt. Auf den Tischen liegen Holzbretter mit einer zungenförmigen Pizza. Unter den Holzbrettern ist jeweils ein Klarsichtfolie mit einem Siebdruck zu sehen. Auf einer Tafel steht: Ab 19 Uhr Art und Pizza. Weiterlesen

Lucas Vogelsang: „Im Wedding sind die Menschen echter“

Foto: QIEZ.de, Ralph Penno

Mit seinem Buch „Heimaterde“ gehört der Berliner Lucas Vogelsang zu den großen Newcomern der Leipziger Buchmesse. Der gebürtige Spandauer redet mit uns über Heimatgefühle, seinen Kumpel Ken Duken und warum Berlin die beste Stadt ist, um arbeitslos zu sein. Weiterlesen

Anhänger des Wedding: Ist das Kunst?

Anhänger - Foto von Wilhelm Berges
Anhänger. Foto: Wilhelm Berges

Kiezkultur Wann die Menschen etwas banal finden oder sensationell, ist schwer vorherzusagen. So ist das auch mit einem so sperrigen Thema wie „Anhänger“. Wer war nicht überrascht, dass ausgerechnet aus einem Post auf der Weddingweiser-Pinnwand über abgestellte Anhänger eine rege Diskussion entstand? Und daraus die erste Pinnwand-Serie: „Anhänger des Wedding„. Höchste Zeit, einmal mit dem Erfinder der Serie zu sprechen.

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Rosa Parks‘ Zufluchtsort steht jetzt im Wedding

Rosa Parks HausKunst Ryan Mendoza, ein amerikanischer Künstler, hat ein Holzhaus mitten im Soldiner Kiez gebaut. Dabei gehört das marode wirkende Haus eigentlich gar nicht in den Wedding, denn es ist ein Teil der Geschichte der USA. Zwar gibt es nicht viele Häuser, die es über den Ozean geschafft haben. Doch das Besondere daran ist die mutige Frau, die in dem Haus Zuflucht gefunden hatte: Rosa Parks.

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Theo Boettger: Kunst zwischen Raum und Fläche

Theo Boettger bei der Arbeit. Foto: Sulamith Sallmann
Theo Boettger bei der Arbeit.

Atelierbesuch bei bei Theo Boettger in der Biesenthaler Straße. Der Arbeitsraum ist geräumig und, wie soll es bei einem Künstler anders sein, gefüllt mit Bildern, Farben, Skulpturen, Leinwänden. Vor einem Jahr bezog Theo das Atelier in der Biesentaler Straße im Soldiner Kiez.

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Friseur Ware:Schönheit – Die Geschichte eines Salons im Sprengelkiez

2016 – Alina Riedel (rechts) mit ihrer Angestellten. Im Spiegel: Jutta Mamet und Evelyn Ohletz (rechts)

Gibt es Orte, die ihre Tradition wie eine Aura ausstrahlen? Bereits 70 Jahre lang wohnt der Tegeler Straße 32 der Zauber der Schönheit inne: Seit 1945 findet man unter dieser Adresse Friseursalons. Seit 2014 führt Alina Riedel diese Tradition mit ihrem Friseursalon Ware:Schönheit fort.

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Dark Wedding

Die Sängerin Andrea Schroeder im Volkspark Rehberge. Foto: Roland Popp
Die Sängerin Andrea Schroeder im Volkspark Rehberge. Foto: Roland Popp

Andrea wer? Schroeder, Andrea Schroeder. Der Name klingt nicht nach einem Popstar. Doch eine der sechs Andrea Schroeders, die im Berliner Telefonbuch verzeichnet sind, ist genau das. Andrea Schroeder ist eine in Ostwestfalen geborene Sängerin, die im Wedding wohnt und hier sehr elegante und ein wenig düstere Songs schreibt und sie auf CD, ins Radio und auf die Bühnen bringt. Mit ihrer neuesten CD „Void“ ist sie am Sonntag im frannz Club in der Kulturbrauerei live zu erleben. Einige Karten gibt es noch.

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Zum Tag der Deutschen: Wie wird man eigentlich deutsch?

Wie Maja Lasić Deutsche wurde. Foto Andrei Schnell
Wie Maja Lasić Deutsche wurde. Foto Andrei Schnell

Gastautorin Maja Lasić kam mit 14 Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland. Zwischen Ankunft und Ankommen liegen 15 Schritte. Der Text ist eine gekürzte Version ihrer Beschreibung vom 27. Februar 2013.

„Schritt 1:
Du reist mit 14 ein. Du sprichst kein Wort Deutsch außer „Halt“, „Achtung“ und was sonst noch in Partisanenfilmen vorkommt. Du fühlst Dich fremd und willst nur zurück in Deine Heimat.

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