Zu Besuch in einem bulgarischen Tante-Emma-Laden

„Die Bulgaren planen ihre Einkäufe nicht lange im Voraus und kaufen lieber spontan ein“, erklärt mir Martin. Der 34-jährige Bulgare, der mit seiner Familie im Afrikanischen Viertel lebt, freut sich über das neue bulgarische Lebensmittelgeschäft in der Seestr. 105 – ideal für kleine Einkäufe der besonderen Art. Und nicht zuletzt kann man hier die Esskultur dieser weithin unbekannten, dennoch fünftgrößten Community in Berlin entdecken.

„Bélaplume“: Französisch designt, im Wedding bedruckt

In der Drontheimer Str. 34 befindet sich mit dem Stattlab eine große Siebdruckwerkstatt, in der verschiedenste Künstler und Designer Postkarten, Plakate oder auch Textilien bedrucken können. In Workshops kann man die Technik des Siebdrucks selbst erlernen. Auch nach der Schließung des Stadtbads Wedding, in der sich der Verein Stattlab e.V. gegründet hatte, ist das Künstlerkollektiv dem Wedding treu geblieben. Gemeinsam mit vielen anderen Künstlern arbeitet auch der 35-jährige Digitaldesigner Maxime Rabot in der Siebdruckwerkstatt – vor allem T-Shirts bilden den Grundstock seines Labels Bélaplume.

Mit langem Atem und viel Feingefühl

Auf den ersten Blick bietet das Büro von Michael Rost einen ungewöhnlichen Anblick. In dem schmalen Raum, der an einen Hinterhof an der Seestraße grenzt, stehen alte Holzmöbel, ein Klavier und ein Schreibtisch mit einem nostalgischen Fernsprecher. An den Wänden hängen viele alte Gemälde, bunt zusammengewürfelt. Aber auch wegen des Kronleuchters fühlt sich der Besucher an einen Ort versetzt, der nicht in die heutige Zeit und vielleicht auch nicht in den Wedding passt.

Staatsfeind Kurt Steffelbauer

Cover des Buches „Kurt Steffelbauer. Ein Berliner Lehrer im Widerstand“. Gestaltung Walter Frey Verlag

21.07.2019 Heidrun Joop hat die Lebensgeschichte des Weddinger Lehrers Kurt Steffelbauer recherchiert und in ein Buch gebracht. Als Widerstandskämpfer wurde er 1941 vom NS-Regime zum Tode verurteilt. Ein Buch, das einen genauen Einblick in einen Verbrecherstaat ermöglicht. Im gerade veröffentlichten vierten Teil der von Walter Frey herausgegebenen Reihe Wedding-Bücher werden NS-Schreibtischmörder beim Namen genannt.

Arbeitstag von Kita-Erziehern: „Wertvoll für uns alle“

Bunt bemalter Tisch von obenWir geben unsere Kinder in ihre Obhut, verlassen uns darauf, dass sie alle Rahmenbedingungen vorfinden, um die Kinder betreuen zu können – hinter die Kulissen schauen wir bei Kita-Erziehern aber lieber nicht. Die „Lerngeschichten-Erzählerin“ hat einmal eine Erzieherin aus dem Wedding beobachtet. Einen ganzen Tag lang. Hier geben wir ihre Beobachtungen wieder.

Yoga im Wedding, vielfältig wie der Kiez

drei bunte Yogamatten zusammengerollt
Yogamatten, hier in der NachbarschaftsEtage der Fabrik Osloer Straße. Foto: NachbarschaftsEtage

In der sich immer schneller drehenden Welt mit vielen äußeren Einflüssen, Anforderungen, täglich notwendigen Entscheidungen, ist die Auszeit auf der Matte Normalität geworden.  Im Alltag geschieht es immer wieder, dass wir unsere Bedürfnisse immer weniger wahrnehmen. Da ist Yoga ein guter Plan. Im Wedding gibt es natürlich nicht DAS eine Yogastudio. So vielseitig der Kiez ist, so vielseitig sind auch die Angebote. Damit ihr nicht mühsam das Internet durchsuchen müsst, bekommt ihr hier alles auf einen Blick, zusammengestellt von einer Yogalehrerin.

Bar „Drehmoment“: Verrucht, aber nicht verraucht

BarbetreiberinnenEin guter Drink, eine hitzige Diskussion, ein dreckiger Flirt – alles dreht sich… Drehmoment! Das ist die Idee hinter dem Namen für eine neue Bar in einem Ecklokal. Allein schon das Erscheinungsbild der Bar lohnt den Besuch, aber auch die vielen Ideen und Details, denen man die kreative Energie der Betreiberinnen ansieht.