Eine Straße in Langzeitbelichtung

Nichts ist so beständig wie der Wandel, sagt man und doch passieren die kleinen Veränderungen um einen herum zumeist schleichend und kaum wahrnehmbar. 9473 Straßen gibt es in den Berliner Bezirken, eine davon ist die rund 500 Meter lange Oudenarder Straße. Dort wohnt Sebastian Franz und hält die Veränderungen seiner Straße seit 12 Jahren fotografisch fest.

Nicht nur zu Gast im Wedding, sondern Teil davon: Hotel Big Mama

Geschäftsleute, Backpacker, Familien, Städtereisende – sie alle wissen das Hotel Big Mama in einem Weddinger Hinterhof zu schätzen. Denn wie der Name schon sagt, geht es hier familiär zu. Fast wie zu Hause bei Mama, mit Blick über die Hinterhäuser und die Panke, und trotzdem nur ein paar Minuten von den Attraktionen Berlins entfernt. Und wie es sich bei einem Weddinger Unternehmen gehört, geht es dort entspannt und unkonventionell zugleich zu. Ob sich „das Wedding-Gefühl“ auch auf andere Städte übertragen lässt, probiert die Management-Crew gerade in Leipzig aus.

Des Schneiders neue Räume

Viktor Ankobea
(c) Andaras Hahn

Dieser Artikel beginnt bereits mit einer kleinen Lüge, denn Victor Ankobea ist nicht nur Schneider, sondern eigentlich Schnitttechniker, aber dazu später mehr. Wenn man die laute Seestraße verlässt, in die Lüderitzstraße biegt und Richtung Himmel guckt, dann sieht man Wimpel im Wind flattern. Akkurate, bunte Dreiecke, welche über die gesamte Straßenbreite gespannt sind. Der Wind spielt mit ihnen. Es sind die Überbleibsel des Straßenfestes im Sommer 2018. Mitorganisiert von Victor Ankobea. Verankert und wohnhaft im Kiez und Inhaber des Ladens Vianko Mode seit 2004.

Die Gerichtstraße 23

Foto: Nina Straßgütl

Als die altehrwürdige „New York Times“ vor einigen Jahren über den Wedding berichtete, bebilderte sie ihre Story mit Eindrücken aus den Hinterhöfen der Gerichtstraße 23: Feiernde fröhliche Menschen, pulsierendes Leben, umgeben von alten Backsteinwänden mit großen Fabrikfenstern, Graffiti, Lichterketten und viel Improvisation. Die Bilder vermitteln einen schnoddrigen, warmen Charme, wie es ihn in Deutschland eigentlich nur in Berlin gibt und zeigen einen Abend an einem Sommerwochenende an diesem besonderen Ort.

Kiez-Handwerkskunst: Antares Keramik und Töpferei Schwarz

Die Töpferei Schwarz, seit 2007 im Verbund mit Antares Keramik, war über 42 Jahre eine feste Institution im Afrikanischen Viertel. Nachdem durch einen Eigentümerwechsel die Miete angehoben wurde, musste das Atelier letztes Jahr gezwungenermaßen ausziehen. Zum Glück konnte die Werkstatt aber in der Nähe bleiben.

Mit Puntolingua im Wedding italienisch lernen

In der Lüderitzstraße 11 ist schon seit 2012 die kleine aber feine Sprachschule Puntolingua zu finden. Wer qualifiziert italienisch lernen möchte, ist hier genau richtig. Beim Betreten der Schule ist das italienische Flair spürbar, als anerkannter Prüfungsort können hier CELI.Sprachzertifikate erworben werden. Das Zertifikat gilt derzeit als renommierteste italienische Sprachzertifikat und dient als Eintrittskarte für ein Hochschulstudium in Italien. Potenziellen Arbeitgebern gegenüber werden so gute Italienisch-Kenntnisse ausgewiesen.

prime time: Wie es wurde, was es ist

Oliver Tautorat hat sich nach einer Vorstellung eigens die Zeit für ein Gespräch mit dem Weddingweiser genommen. Es ist jetzt genau 15 Jahre her, dass das PrimeTime-Theater gestartet ist. Dass es vor allem mit der Theater-Soap „Gutes Wedding Schlechtes Wedding“ (GWSW) so erfolgreich werden würde, konnte keiner ahnen, als maximal 30 Zuschauer in einem Ladenlokal im Soldiner Kiez bei der ersten Folge dabei waren. Auf der Bühne: Constanze Behrends als Ayse und Nicole, Oliver Tautorat als Murat und Mahmud. Die Mitgründerin und langjährige Autorin der Folgen ist inzwischen nicht mehr dabei, und so erinnert sich der heutige Theaterchef Tautorat für uns, wie alles angefangen hat.