Großes Dorf Wedding

Schwedenhaus in der Gartenarbeitsschule Wedding
Im SUZ Mitte an der Scharnweberstraße

Der Wedding ist ein Umschlagplatz für vieles – auch für viele Neu-Berliner. Für viele ist unser Stadtteil traditionell erst eimal nur ein Ort des Ankommens, oft nur für eine Übergangszeit, bis man sich beruflich und familiär etabliert und ein endgültiges Zuhause in einem anderen Teil Berlins gefunden hat. Man muss nur einmal das Buch „Wedding“ von Horst Evers lesen. Neben den vielen Neu-Weddingern, die aus allen möglichen Teilen der Welt zu uns migriert sind, ist unser Stadtteil oft auch ein Eingangstor für Zugezogene aus anderen Teilen Deutschlands. Wenn sie sich hier dauerhaft niederlassen (und immer mehr tun das aus freien Stücken), wissen sie um die Vorteile des Lebens im Wedding. Und merken später: Die Kieze sind auch nur viele große Dörfer.

Ma Towu: Die Geschichte jüdischen Lebens im Wedding, 1900-1938

Jüdisches Krankenhaus – Verwaltungsgebäude

Viele Wege führen in den Wedding. Einer geht über die Putlitzbrücke am Westhafen, wo das expressive Mahnmal des Künstlers Volkmar Haase an die mehr als 32.000 jüdischen Bürger erinnert, die von hier ab 1942 deportiert wurden. Zehn Jahre zuvor wohnten rund 3.500 Juden im Wedding. Wo fand jüdisches Leben im Wedding von 1900 bis 1938 statt? Folgen Sie mit mir den Spuren jüdischen Lebens durch den Wedding und Gesundbrunnen.

10 Corona-Lehren im Wedding

Isolation in der Rehberge

Auch bei uns im Wedding bestimmt Corona derzeit das öffentliche und private Leben. Da gesellschaftliche Krisen aber immer auch mit Chancen einhergehen, habe ich das Mehr an „Zeit für sich selbst“ genutzt, um nachzudenken. Über mich, mein Leben und den Wedding. Das Ergebnis meiner Reflektion: 10 Dinge, die ich insgeheim vielleicht wusste, die aber dieser gesellschaftlichen Krise bedurften, um auch endlich mal ausgesprochen zu werden.

Schlüsseldienst vs. Nachbarschaft: Was wirklich hilft, wenn man sich ausschließt

Symbolbild Türschloss Rot: Wenn man sich ausschließt
© Tilman Vogler

Stell dir vor, du schließt dich aus. Im Grunde ergeben sich drei Möglichkeiten. Eine kann schnell sehr teuer werden, die zweite nützt überhaupt nichts und die dritte kostet etwas Überwindung. Was würdest du tun?

Wie ich es am Ende geschafft habe, den Schlüsseldienst und das Heulend-auf-den-Boden-schmeißen zu umgehen und nach einigen Stunden wieder in meine eigenen vier Wände einkehren konnte.

Weddinger Balkon-Szenen: eine Miniserie (Sicherlich.)

Ausblick verpflichtet: ein Balkon, der einen Park überblickt, zwei rote Klappstühle und ganz viel Zeit. Grund genug, das Geschehen zu dokumentieren. Denn es gibt immer noch viel zu sehen.

Langsam gehen die Ansteckungen zurück, ein Ende der Kontaktsperre ist in Aussicht und Hefe ist auch schon wieder im Supermarktregal. Garniert mit Sonne, viel Selbstgemachtem und der richtigen Playlist kommt so durchaus gute Laune auf den Balkontisch.

Von Amsterdam nach Berlin – die Siedlung Schillerpark

Siedlung Schillerpark erinnert an Amsterdam

Nordöstlich des Schillerparks lässt sich ein einzigartiges Wohnquartier entdecken, das als das erste Wohnungsbauprojekt nach dem Ersten Weltkrieg bezeichnet wird. Licht, Luft und Sonne, die oftmals zitierten Leitmotive des Neuen Bauens, bildeten die gestalterischen Grundpfeiler der nach den Plänen von Bruno Taut errichteten Wohnsiedlung. Taut ist vielen Berlinern und Architekturliebhabern für die Hufeisensiedlung und Onkel Toms Hütte bekannt, wo der Architekt auf Farbe bzw. eine symbolträchtige Formensprache setzte. Bei der Siedlung Schillerpark orientierte sich Bruno Taut sowohl an den Leitmotiven moderner Baukunst als auch der Amsterdamer Schule – eine um 1910 entstandene Bewegung.