Brauseboys streamen wieder am 2.4.: Von Bier und Broten

Bierflasche Eschenbräu Takeaway
(C) Tilman Vogler

Isolation ist natürlich das falsche Wort, wenn alle immer zu Hause sind. Länger schon hatte ich, mal so für die nähere Zukunft, Ausschau nach einer möglichst nahen Bürofläche gehalten. Eigentlich nur einer Dachkammer oder einem sonst irgendwie nutzlosen Raum, der nicht viel kostet, aber zum Schreiben taugt. Wenig Illusionen machte ich mir darüber, dass es so etwas überhaupt noch gibt, nicht in Laufweite und nicht bezahlbar für mich, also suchte ich nicht mit Nachdruck. Jetzt denke ich nur: Hätteste ruhig mal genauer gucken können. Wer schreibt, braucht in der Regel dafür Ruhe und Isolation, an den Kopf geworfene Kuscheltiere von ungeduldigen Kindern sind da eher nicht mitgemeint.

Auf einen Kaffee mit unserer 1.000sten Newsletter-Abonnentin

Newsletter-Abonnentin Lena
v.l.: Der Weddingweiserbeutel, Lena und Fritz

Vergangene Woche durften wir uns über eine Eins und viele Nullen freuen. Denn mittlerweile verfolgen schon über 1.000 Weddinger und Weddingerinnen unseren wöchentlichen Newsletter über Ereignisse im Kiez und Kurioses aus unserem Mikrokosmos Wedding. Diese runde Zahl wollten wir zelebrieren – und so habe ich mich kurzerhand (als das noch möglich war) mit unserer Numero Tausend, der frischgebackenen Newsletter-Abonnentin Lena, im veg.room in der Triftstraße getroffen.

Home Sweet Home – Kindheitstraum

Ich muss es ja zugeben – ich habe es als Kind genossen, wenn die Schule geschlossen war. Ich habe mir oft vorgestellt, zu Hause unterrichtet zu werden, wie in diesem Fernsehfilm, der von einer Familie in den Bergen handelte. Nun habe ich seit insgesamt 13 Jahren zwei Kinder in der Schule, was im Klartext bedeutet, dass ich seit 13 Jahren in mehreren Schulen Elternvertreterin bin, Hausaufgaben kontrolliere, Vokabeln abfrage, versuche knifflige Matheaufgaben zu erklären, Ordner erstelle und mir von den verschiedensten Lehrern an Elternsprechtagen in meine Erziehung reinreden lasse. Als nun die Anordnung kam, die Schulen zu schließen, war das natürlich bedrückend, beängstigend und erst mal ein Schock. Wer rechnet denn schon damit, von einem Virus überrumpelt zu werden? Aber nachdem man einige Tage Zeit hatte, sich mit Homeschooling abzufinden, schlich sich bei mir etwas Vorfreude ein.

Corona: zwischen Panik und berechtigter Sorge

Momentan herrscht wohl nicht nur im Wedding absolute Ahnungslosigkeit, wie genau wir mit den Folgen der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus umgehen müssen. Hamsterkäufe, die gesellschaftlich und wirtschaftlich vieles auf den Kopf stellen und durch eine mediale Panikmache befördert werden, sind jedenfalls nicht die Lösung. Doch: Wer krank ist, sollte auf jeden Fall zu Hause bleiben. Ebenso ältere Menschen mit schwächerem Immunsystem sowie alle, die Kontakt mit positiv-getesteten Personen hatten. Letzteres führt momentan sogar zur mindestens 14-tägigen Quarantäne. Wie dieser Zustand aussehen kann, berichtet Weddingerin Ines auf unserem Blog im Quarantäne-Tagebuch. Unter anderem beschreibt sie darin, wie Freunde und Nachbarn ihr Lebensmittel vor die Wohnungstür bringen. Unsere Leserin Nina möchte Betroffenen wie Ines im Wedding helfen und startete einen Aufruf auf unserer Facebook Seite „Weddingweiser Pinnwand„. 

„Wedding, ich komme“: Tagebuch aus der Corona-Quarantäne

Ein Blick nach draußen muss für mindestens 14 Tage reichen. Foto: Charleen Effenberger

UPDATE Ines G. ist 36 Jahre alt und wohnt am Gesundbrunnen. Die Grafikerin arbeitet im E-Commerce. Seit ein paar Tagen steht sie unter Quarantäne – weil sie über Umwege Kontakt mit dem ersten Corona-Infizierten in Berlin hatte. Das ging von jetzt auf gleich.  Wir haben sie gebeten, uns aus der Quarantäne zu berichten.

„Schriftstellerhaus“: Herausholen, was in Leuten steckt

Hereinspaziert! Ingrid Kaech sagt: „Willkommen im Schriftstellerhaus/phase1!“
Foto Maja Schudi

In der Spanheimstraße in Gesundbrunnen gibt es etwas, das es in dieser Art und Weise in Berlin sonst nicht gibt: einen Rückzugs- und Begegnungsort nur für Schreibende. In der Hausnummer 1 existiert eine Austausch- und Arbeitsplattform für schreibende Profis und Amateure gleichermaßen. Die Räume des Schriftstellerhauses befinden sich im Erdgeschoss. Ingrid Kaech, die Leiterin des Schriftstellerhauses, hat vor ein paar Jahren die Räume angemietet und komplett umgestaltet. Sie kümmert sich nun in Eigenregie um sämtliche Belange des Hauses, leitet auch die Seminare und Arbeitsgruppen. Ich treffe mich mit ihr, um mehr über sie und das Schriftstellerhaus zu erfahren.

Videopodcasts: Es spukt auf dem Gartenplatz?

Screenshot aus dem VideopodcastDie Wege in Berlin können lang sein. Dabei muss man oft gar nicht weit fahren, um etwas zu unternehmen und nette Leute zu treffen. Außerdem verbergen sich viele große und kleine Geschichten hinter den Orten, zum Beispiel im Wedding. In vielen Kiezen gibt es eine Menge an Aktivitäten, die von Vereinen, der Stadt oder Initiativen angeboten werden. Diese richten sich an alle Altersgruppen und sind sehr kostengünstig oder sogar kostenfrei. Das Problem – häufig sind diese Angebote nicht bekannt, da kaum Werbung gemacht wird. Deshalb hat des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße die Videopodcastreihe „Hier bei uns im Brunnenviertel“ erstellen lassen.