„Berlin mit scharf“ – Fünftes Buch der Brauseboys

Buchcover Berlin mit scharf
„Berlin mit scharf“ – das fünfte Buch der Brauseboys.

Und Weihnachten wird wieder gegessen. Da passt es irgendwie, dass die Brauseboys ihr fünftes Buch, das derzeit aus der Druckerei ausgeliefert wird, „Berlin mit scharf“ genannt haben. Kochrezepte sucht man zwar vergebens in dem Taschenbuch. Dafür findet sich eine Anleitung zum Verspeisen des Weddinger Nationalgerichts: „Der Döner im Wandel der Zeiten“. Weitere lebenspraktische Anweisungen zum Überleben im Wedding und seinem Umland tragen die Texte zusammen. Wer das Buch kauft, der hat etwas zum Schmunzeln oder – falls humorlos – ein Weihnachtsgeschenk.

Otto Nagel über das Weddinger Milljöh

Buchcover
Cover des Eröffnungsbandes „Das nasse Dreicke“ von Otto Nagel. Grafik: promo

Bei den so genannten ewigen Fragen, die die Menschheit immer beschäftigt hat und immer beschäftigen wird, denkt man heutzutage an Liebe, an Trennung oder ans Erwachsenwerden. Davon handeln die Pop-Songs, die Hollywoodfilme und die Bücher der Center-Buchhandlungen. Dabei gibt es auch andere „ewige Fragen“. Zum Beispiel: Wie verhält sich eine Gesellschaft zu den Ärmsten unter ihnen? Walter Frey hat in diesem Jahr Otto Nagels Roman „Die weiße Taube oder Das nasse Dreieck“ neu aufgelegt. Dieses Buch spielt während der Weltwirtschaftskrise 1928 in einer Spelunke an der Panke.

Das Wedding-Fotobuch: neu, wichtig, interessant

Wedding Fotobuch
Berlin – Wedding. Das Fotobuch. Herausgegeben von Axel Völcker und Julia Boeck. Grafik: Kerber Verlag

Und plötzlich die Meldung: Die Herausgeber der Magazinreihe „Der Wedding“ haben nunmehr ein Buch gestaltet. Axel Völcker und Julia Boeck haben dieses Mal ein Fotobuch zusammengestellt. Die Fotos stammen von Fotografen Agentur Ostkreuz aus Weißensee. An dieser Stelle werden die 236 Buchseiten besprochen. Die Buchkritik folgt allerdings nicht den Fragen eines Kunstkritikers, sondern den drei typischen Fragen eines Nachrichtenmachers.

Lucas Vogelsangs Bericht von der Heimaterde

Vogelsang Heimaterde
Heimaterde. Reportagen von Lucas Vogelsang. Cover: Aufbau-VerlagHeim

Elf Reportagen über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Zusammenlebens hat Lucas Vogelsang geschrieben. Aber es geht in seinem Buch nicht darum, warum Mann und Frau nicht zusammenpassen. Vielmehr geht es in Heimaterde um den türkische Bäcker, die arabischen Jungs, Ägypter und um Frau Kulack. Um Neue und um Alteingessene. Das Buch mit dem Untertitel „Eine Weltreise durch Deutschland“ ist eine amüsant zu lesende Reise eines optimistischen Reporters durch den weiten Wedding und die Weite Deutschlands.

Heiko Werning: Vom Wedding verweht

Heiko Wernig bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann
Heiko Werning bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann

Als nach London wegmigrierte Berlinerin und ehemalige Wahlweddingerin kommt jedes Mal Freude auf, wenn man mich mit einem Buch von Heiko Werning bedenkt. So schenkte mir meine Mutter zu Weihnachten 2011 das Werk „Mein wunderbarer Wedding“. Das Buch enthielt eine Widmung, die ich tatsächlich immer mal wieder ansehe: „Mit herzlichen Grüßen aus der alten Heimat nach London, dem Wedding Europas“ (ja, das ist wohl eine Weile her…). Nun sandte mir der Weddingweiser das aktuelle Buch „Vom Wedding verweht – Menschliches, allzu Menschliches“ zu.

Clint Lukas ist der letzte der Cowboys

Nie wieder Frieden. Buch von Clint Lukas. Grafik Verlag Periplaneta.
„Nie wieder Frieden“. Buch von Clint Lukas. Grafik: Verlag Periplaneta

Clint Lukas kann gut schreiben. Clint Lukas kann auf der Lesebühne gut seine Texte vorlesen. Clint Lukas kann gut zeichnen. Die Zeichnungen entdeckt man nicht, wenn er mittwochs ab 21 Uhr bei den Mauerseglern liest. Die findet man in seinen Büchern. Zum Beispiel in „Nie wieder Frieden“. Erschienen ist das Buch im Frühjahr 2016 im Periplaneta-Verlag. In diesem Werk bekennt er, ein Cowboy zu sein. Wir blättern mal durch seine Texte.

Als die „Plumpe“ noch Nabel der Fußballwelt war

Blau-weiße Wunder von Michael Jahn im Verlag Die Werkstatt.
Blau-weiße Wunder von Michael Jahn im Verlag Die Werkstatt.

Herzlichen Glückwunsch Hertha BSC. Heute wird der Verein 124 Jahre alt. Zu Opas Zeiten, als Hertha noch Deutscher Meister wurde, fanden viele Saison-Spiele in der „Plumpe“ statt –  einem Stadion in der Behmstraße. Michael Jahn hat in seinem Buch „Blau-weiße Wunder. Die Geschichte von Hertha BSC“ auch einige Kapitel über die Anfänge der Hertha im Gesundbrunnen geschrieben. Ein Blick zurück auf Herthas Kinderjahre.

Die Flaktürme

flaktürme10Michael Foedrowitz ist Autor des Buches „Die Flaktürme. Berlin, Hamburg, Wien“. Er hat für sein Buch sehr viele Fotos zusammengetragen, 449 davon wählte er für den Druck aus. Darunter sind einige seltene Farbaufnahmen. Im April diesen Jahres ist es in der Edition Berliner Unterwelten erschienen. 30 Euro kostet das etwa A4 große, broschürte Buch. Es beantwortet alle Detailfragen zum Hochbunker im Humboldthain und erweckt auch die damalige Zeit zum Leben.

Ehrmann und der alte Wedding

Johannes Ehrmann, Foto: Manfred Esser
Johannes Ehrmann, Foto: Manfred Esser

Bis vor kurzem noch im renommierten „Wedding-Blog“ des Tagesspiegels aktiv, präsentierte Johannes Ehrmann im Eichborn Verlag Anfang März mit „Großer Bruder Zorn“ seinen großen Abschluss des Weddinger Abenteuers – so scheint es jedenfalls. Oder ist es bloß ein Berliner Roman, der rein zufällig im Wedding spielt? Ich habe den Roman gelesen und war trotz Skepsis positiv überrascht.