Wie auf’m Dorf: Alte Straßennamen im Wedding

Foto: Samuel Orsenne bearbeitet: WeddingweiserEs gibt nur weni­ge Stra­ßen­na­men, die schon seit Mit­te des 19. Jahr­hun­derts bekannt sind. Dazu zäh­len See‑, Bad‑, Brun­nen- und Mül­ler­stra­ße, aber auch die Acker‑, Wiesen‑, Trift‑, Feld- oder Gar­ten­stra­ße. Sol­che Namen fin­det man auch auf jedem Dorf? Kein Wun­der: Der Wed­ding war ursprüng­lich eine Bau­ern­sied­lung, dann ein land­wirt­schaft­li­ches Gut, und lag immer vor den Toren der Stadt Ber­lin. Erst 1861 wur­de der Wed­ding auch offi­zi­ell Teil Ber­lins. Vie­le Namen sind jedoch schon viel älter.

Nach wem sind diese Straßen benannt? (Teil 3)

Im Afri­ka­ni­schen, im Eng­li­schen oder im Brüs­se­ler Vier­tel, aber auch im Brun­nen­vier­tel oder im Sol­di­ner Kiez sind vie­le Stra­ßen nach Län­dern, Orten oder mit Bezug auf Kriegs­schau­plät­ze benannt. Da kann man eine klei­ne Welt­rei­se machen.

So man­cher Stra­ßen­na­me im Wed­ding und Gesund­brun­nen klingt merk­wür­dig. Nicht weni­ge sind nach Per­so­nen benannt – mit teil­wei­se sehr frag­wür­di­gen Bio­gra­phien. Wer dahin­ter steckt, dürf­te aller­dings kaum jemand wis­sen. Wir erklä­ren euch kurz, mit wem wir es zu tun haben.

Nord- und Ostsee(h)nsucht auf Weddinger Straßenschildern

Foto: Samuel Orsenne bearbeitet: WeddingweiserUnse­re Serie: Ob Laboe, Zingst oder Amrum: Auf Wed­din­ger Stra­ßen­schil­dern sind wich­ti­ge Inseln, Küs­ten­städ­te  und See­bä­der mit eige­nen Stra­ßen­na­men bedacht. Schon 1863 hat man mit die­ser Tra­di­ti­on begon­nen – und 1927 wur­de die letz­te Stra­ße mit mari­ti­mem Bezug benannt.

Nach wem sind diese Straßen eigentlich benannt? (Teil 2)

Foto: Samuel Orsenne bearbeitet: WeddingweiserUnse­re Serie: Im Afri­ka­ni­schen, im Eng­li­schen oder im Brüs­se­ler Vier­tel, aber auch im Brun­nen­vier­tel oder im Sol­di­ner Kiez sind vie­le Stra­ßen nach Län­dern, Orten oder mit Bezug auf Kriegs­schau­plät­ze benannt. Da kann man schon eine klei­ne Welt­rei­se machen. So man­cher Stra­ßen­na­me im Wed­ding und Gesund­brun­nen klingt merk­wür­dig. Nicht weni­ge sind nach Per­so­nen benannt. Wer dahin­ter steckt, dürf­te aller­dings kaum jemand wis­sen. Wir erklä­ren euch kurz, mit wem wir es da zu tun haben.

Nach wem sind diese Straßen eigentlich benannt? (Teil 1)

Foto: Samuel Orsenne bearbeitet: WeddingweiserUnse­re Serie: Im Afri­ka­ni­schen, im Eng­li­schen oder im Brüs­se­ler Vier­tel, aber auch im Brun­nen­vier­tel oder im Sol­di­ner Kiez sind vie­le Stra­ßen nach Län­dern, Orten oder mit Bezug auf Kriegs­schau­plät­ze benannt. Da kann man schon eine klei­ne Welt­rei­se machen. So man­cher Stra­ßen­na­me im Wed­ding und Gesund­brun­nen klingt merk­wür­dig. Nicht weni­ge sind nach Per­so­nen benannt – mit teil­wei­se sehr frag­wür­di­gen Bio­gra­phien. Wer dahin­ter steckt, dürf­te aller­dings kaum jemand wis­sen. Wir erklä­ren euch kurz, mit wem wir es da zu tun haben.

Straßenumbenennungen: Widerspruch ist teuer!

Maji-Maji-Allee, Anna-Mun­gun­da-Allee, Man­ga-Bell-Platz und Cor­ne­li­us-Fre­de­ricks-Stra­ße statt Peter­s­al­lee, Nach­tig­al­platz und Lüde­ritz­stra­ße? Las­sen wir an die­ser Stel­le die längst abge­schlos­se­ne Dis­kus­si­on über die Not­wen­dig­keit der Umbe­nen­nun­gen von Stra­ßen im Afri­ka­ni­schen Vier­tel ein­mal bei­sei­te. Das Ver­fah­ren ist inzwi­schen fast zum Abschluss gekom­men – der vor­erst letz­te Akt war die Ertei­lung von 127 Wider­spruchs­be­schei­den an Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner. Für die ent­hielt das Schrei­ben des Bezirks­amts vom 22. Dezem­ber eine böse Überraschung.

Neue Straßennamen, alte Probleme

Nun ist es beschlos­se­ne Sache: Die drei umstrit­te­nen Stra­ßen­na­men im Afri­ka­ni­schen Vier­tel wer­den durch neue Namen ersetzt, so hat die Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ent­schie­den. Für den Nach­tig­al­platz und die Lüde­ritz­stra­ße sind die Namen Bell-Platz und Cor­ne­li­us-Fre­de­ricks-Stra­ße vor­ge­se­hen. Für die Peter­s­al­lee sind sogar zwei neue Namen beschlos­sen wor­den. Der West­teil soll Maji-Maji-Allee, der Ost­teil Anna-Mun­gun­da-Allee heißen.

Wedding bekommt ein französisches Viertel

Ein Mini-Eiffelturm vor dem Centre Français
Das Cent­re Fran­çais soll das Zen­trum des neu­en Vier­tels werden.

April­scherz Eine über­ra­schen­de Wen­dung gibt es bei der Umben­nung von drei Stra­ßen im Afri­ka­ni­schen Vier­tel. Der Frank­reich­be­auf­trag­te des Bezirks Mit­te hat kurz vor Ostern über­ra­schend  sein Veto  gegen den aktu­el­len Umbe­nen­nungs­be­schluss der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung (BVV) ein­ge­legt. Nach die­sem soll­ten die Lüde­ritz­stra­ße, die Peter­s­al­lee und der Nach­tig­al­platz neue Namen nach afri­ka­ni­schen Per­sön­lich­kei­ten bekom­men. Der nun vor­lie­gen­de Vor­schlag, der auf brei­te Zustim­mung stößt, will fran­zö­si­sche Namen für alle Stra­ßen im Afri­ka­ni­schen Viertel.