Schlagwörter: Lesebühne

Der Wedding – so sicher wie Abraham Lincolns Schoß

Clint Lukas
Clint Lukas liest aus seinen Texten, wenn er nicht gerade Briefmarken sortiert. Fotos: Andrei Schnell

Clint Lukas, der Mann mit Helm unter Menschen geht, outet sich als Briefmarkensammler und freut sich, wie sicher es im Wedding ist:

Also, die Lage ist folgendermaßen: Ich sitze am Küchentisch in meiner Sprengelkiez-Wohnung und sortiere die Briefmarkensammlung. Draußen im Treppenhaus ist noch immer Radau. Vier Polizeibeamte drängen sich um die Tür meines Nachbarn. Das hab ich vor fünf Minuten durch den Spion beobachtet. Einer der Polizisten bollert mit einer Art Rammbock gegen das Holz unterhalb des Türschlosses, wieder und wieder. Ich nehme an, dass mein Nachbar seinen Schlüssel verlegt hat. Die freundlichen Beamten wollen ihm wohl nur behilflich sein.

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Das Jahr aus Sicht der Brauseboys 

Jede Woche sind die Brauseboys mit ihren Texten am Puls der Zeit. Das verschafft Überblick, über das Jahr, über die Welt und den Wedding. Exklusiv für den Weddingweiser hier der traditionelle Wedding-Rückblick der Lesebühne. Wie war das Jahr im Kiez? Was bleibt? Ein paar persönliche Eindrücke aus 2016: Weiterlesen

Inmitten der verstrahlten Bohemiens vom Leopoldplatz

Statue "Betender Junge" und das Kaufhaus

Poet, Slamer, Dichter und Gastautor beim Weddingweiser Clint Lukas fühlt sich wohl am Leopoldplatz:

„Als ich früher im Brunnenviertel gewohnt habe, bin ich immer nur wegen des Bürgeramts zum Leopoldplatz gefahren. Ich weiß noch, wie ich aus der U-Bahn kam und sie da stehen sah, zwischen BURGER KING und der Haltestelle des 120er Busses: Arbeiter ohne Arbeit, Sprittis, Junkies, alle keine Kinder von Traurigkeit. Und ich dachte jedes Mal, Herrgottsakra, hier muss ich wirklich nicht wohnen. Inzwischen wohne ich hier und bin täglich am Leo. Weiterlesen

Clint Lukas ist der letzte der Cowboys

Nie wieder Frieden. Buch von Clint Lukas. Grafik Verlag Periplaneta.
„Nie wieder Frieden“. Buch von Clint Lukas. Grafik: Verlag Periplaneta

Clint Lukas kann gut schreiben. Clint Lukas kann auf der Lesebühne gut seine Texte vorlesen. Clint Lukas kann gut zeichnen. Die Zeichnungen entdeckt man nicht, wenn er mittwochs ab 21 Uhr bei den Mauerseglern liest. Die findet man in seinen Büchern. Zum Beispiel in „Nie wieder Frieden“. Erschienen ist das Buch im Frühjahr 2016 im Periplaneta-Verlag. In diesem Werk bekennt er, ein Cowboy zu sein. Wir blättern mal durch seine Texte.

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Politwochen

Klaus Lederer (Die Linke) und Volker Surmann bei den Politwochen der Brauseboys. Foto Andrei Schnell.
Klaus Lederer (Die Linke) und Volker Surmann bei den Politwochen der Brauseboys. Foto Andrei Schnell.

Für die Brauseboys ist es die dritte Wahl, bei der sie Politwochen auf der Lesebühne veranstalten. Und auch ihr erster Gast in diesem Jahr, Klaus Lederer (Linke), stand schon einmal im La Luz auf der Bühne. Unterhaltung und Politik bringen die Politwochen zusammen. Oder stellen zumindest beides nebeneinander. Beim Auftakt der diesjährigen Reihe am 25. August hat sich das Publikum amüsiert, Klaus Lederer war schlagfertig und es gab Neuigkeiten zu erfahren.

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Lesebühne Amygdala: Schlechte Laune

Wer nicht da ist, wenn der Postbote klingelt, muss womöglich zur Post in der Müllerstraße ... Foto: A. Schnell
Wer nicht da ist, wenn der Postbote klingelt, muss womöglich zur Post in der Müllerstraße … Foto: A. Schnell

Immer am 3. Sonnabend im Monat pünktlich um 20 Uhr wird im „Kamine und Wein“ vorgelesen. Die Lesebühne Amygdala tritt seit mehr als zwei Jahren in der Prinzenallee 58 auf, das nächste Mal am Samstag (18. Juni). Lesebühnenautor Holger Haak gibt mit diesem Text über einen unfreiwilligen Ausflug zur Post in der Müllerstraße einen Eindruck, was die Zuschauer bei einem Lesebühnenabend erwartet.

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Weddinger Sprach- und Lesewoche vom 2. bis 10. September

lese
Veranstaltungsplakat 2015

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Sprach- und Lesewoche geben. Am Freitag, den 2. September findet die große Eröffnungsgala im Centre Francais statt. Es folgt eine vielseitige Veranstaltungswoche für groß und klein in allen Weddinger Kiezen. Im letzten Jahr lockten die Veranstalter Daniel Gollasch (Mastul e.V) und Frank Sorge (Brauseboys) mit 25 Veranstaltungen mehrere hundert Besucher an. Es gab Lesungen im Alhambra-Kino, im Himmelbeet, auf der Gleimoase und natürlich in vielen Cafés und Restaurants. Weiterlesen

Sprach- und Lesewoche im Wedding: Wörter, Texte und Autoren

Lesewoche_Gleimoase
Auch in diesem Jahr wird in der Gleim-Oase in der Gleimstraße wieder vorgelesen.

Diesen Herbst wird der Wedding wieder zur Lesebühne. Zum vierten Mal lädt die in Gründung befindliche Bürgerstiftung Wedding zu einer Woche der Sprache und des Lesens ein. Der Auftakt findet am 4. September um 20 Uhr im Cineplex Alhambra mit Texten und Musik aus dem Wedding statt. Bis zum 12. September werden mehr als 20 Veranstaltungen überall im Stadtteil stattfinden.

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Paul Bokowski: Auf ’ne Made in den Wedding

Paul Bokowski
Paul Bokowski

Mehr oder weniger zufällig ist der Autor und „Brauseboy“ Paul Bokowski im Kiez rund um die Müllerstraße gelandet und dem Wedding seitdem treu geblieben. Mit uns hat der aufmerksame Berlin-Beobachter über seine Lieblingsorte, Nachtrodeln in den Rehbergen mit Freunden und einen Madenautomaten gesprochen. Weiterlesen

„Bei Ernst“: Anonymster Poetry-Slam Berlins

Nachtschwärmer bei Ernst„Nachdem im letzten Jahr der Poetry Slam Slam Rakete im Sprengelhaus etwas eingeschlafen war, haben wir ihn nun wiederbelebt, mit neuem Team, in neuer Location und mit neuem Datum“, sagt Jesko Habert vom „Schall und Rauch„-Team (integritude e.V.). An den Start geht der Dichterwettstreit immer am 1. Montag des Monats, also am 1. Juni das erste Mal.  Neuer Standort ist der Nachtschwärmer – Bei Ernst in der Sprengelstraße 15. Wie beim Poetry Slam üblich, treten Dichter und Dichterinnen mit selbstgeschriebenen Texten an, um das Publikum von sich zu überzeugen. Anders als sonst, performen sie jedoch beim anonymsten Poetry Slam Berlins hinter einer Schattenwand und mit Codenamen versehen.

Auch Neulinge sind auf der Bühne sehr willkommen – neben der Offenen Bühne am Schluss wird es außerdem einen Startplatz für den Slam über die Offene Liste geben, so dass man sich noch am Abend selbst anmelden kann. „Außerdem werden wir die wunderbare Berliner Singer-Songwriterin Mascha Potempa als Feature am Start haben“, kündigt Jesko an.
Slam Rakete durch Schall und Rauch – der anonymste Poetry Slam Berlins
Montag 1.6, 19:00
Bei Ernst, Sprengelstraße 15
3€ Eintritt