UMI: Moderne Sushi-Interpretationen in der Müllerstraße

Schon die grelle, weiße Leuchtreklame ‘schreit‘ es förmlich auf die Müllerstraße: hier ist an der Stelle einer früheren Videothek ein ganz anderes Sushi-Restaurant entstanden, und das passt wunderbar in den Wedding. Während es gegenüber der ehemaligen Müllerhalle zu jeder Zeit belebt und laut ist, offenbart schon der erste Schritt ins Innere des Lokals eine grüne Oase voller Pflanzen, Neon und modernem Ambiente.

4 x Korea im Wedding

Wegen der vielen Geschmackserlebnisse wird die koreanische Küche auch bei uns immer beliebter. Die Gerichte sind würzig, scharf und heben sich von dem ab, was man landläufig als asiatisches Essen kennt. Das Nationalgericht Kimchi – marinierter, vergorener Chinakohl – hasst man oder man liebt es. Auch bei uns im Wedding kann man in die koreanische Esskultur eintauchen. Wir haben vier Orte herausgesucht.

O-Slow: Immer alles anders

Schon öfter lief ich an den holzverkleideten Laden in der Schwedenstraße 3b auf dem Weg zum U-Bahnhof Osloer Straße vorbei. Die ersten Male habe ich ihn bestimmt übersehen. Denn außer einer Kreidetafel, welche dem Vorbeigehenden vor dem kleinen Restaurant das fast täglich wechselnde Gericht verrät, deutet nicht gerade viel auf die japanisch-libanesische Fusionsküche hin. Doch reichte ein kurzer achtsamer Blick, um mich neugierig zu machen: die Einrichtung, das Essen und das Konzept. Das funktioniert vielleicht im Sprengelkiez, aber hier?

ULT Ramen: In den Ramen gefallen

ULT Ramen lässt einen kurz orientierungslos. Ein langer Flur, dunkelgrüne und lilafarbene Wände. Keine Musik ist zu hören, nur das Gemurmel der Gäste und Löffel, die an Schüsseln schlagen. Ab und zu kläfft ein unsichtbarer Hund (oder bildet man sich das ein?). Man ist an einem Zwischenort gelandet, doch das ULT Ramen nimmt den Gast an die Hand und erklärt sich selbst: Im Menü und an den Wänden sind Zeichnungen zu finden, welche die Zutaten der einzelnen Gerichte entschlüsseln. Gemalt an die Wand: Eine Roboterfigur, die in der Ramenbrühe schwimmt. Es ist Ultraman, der Held einer japanischen Anime-Serie und Namensgeber des Restaurants. Ultra stark, ultra scharf, ULT Ramen.

Chibee: Einfach koreanisch

In Korea selbst sind Chicken-and-Beer-Lokale sehr beliebt, dort heißen sie Chi-maek. Man braucht aber kein Koreanisch zu können, um die Herkunft des Namens Chibee im Wedding zu verstehen. Er setzt sich nämlich aus CHIcken und BEEr zusammen, den wichtigsten Produkten des Restaurants an der Tegeler Straße, das früher einmal das Café Hubert war. Für viele Hähnchenfreunde gilt die koreanische Form der Zubereitung als eine besonders leckere.

Hanoi St.16: Fusions-Küche mit Straßenatmosphäre

Sind wir hier wirklich noch im Wedding? Wer kurz einmal Urlaubsfeeling erleben möchte und sich in vietnamesischer und indonesischer Küche wiederfindet, sollte unbedingt mal das Hanoi St. 16 in der Torfstraße im Sprengelkiez aufsuchen. Schon aus der Ferne wird klar, dass sich hinter den Türen dieses Restaurants kein klassisches asiatisches Lokal versteckt. Die bunten Lampions und Holzmöbel kombiniert mit Vintage-Deko wie Retrofernseher und Lautsprecher laden zum einkehren und entdecken ein.

2 in 1: Koreanischer oder japanischer Mittagstisch

koreanisch japanisches Restaurant
Fast läuft man daran vorbei

Im Wechsel: Endlich kann man unter der Woche in Gesundbrunnen gut und authentisch asiatisch essen. Dabei wechseln sich die koreanische und japanische Küche ab. Es gibt zwar jeweils nur ein Menü am Tag, doch das unscheinbare Mini-Restaurant mit zwei Namen in der Prinzenallee ist ein echter Geheimtipp.