Nachruf auf die Videotheken im Wedding

Video World, Wedding, Videothek
© Samuel Orsenne

Videotheken: Von all den kleinen Filialen, die sich aufmachten, uns die große weite Welt zu zeigen, war nur noch eine übrig geblieben. Und auch die in der Prinzenallee auf Höhe Bellermannstraße, die letzte ihrer Art auf Weddinger Gebiet, schließt jetzt. Allein ihr Name ist schon Anachronismus pur. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Online-Leihangebote mindestes dreimal so teuer sind. Ein Nachruf auf eine Institution.

Trinkverbot am Leo, oder: Wem gehört die Stadt?

Leopoldplatz
Trinkerbereich auf dem Leopoldplatz

Erst vor wenigen Jahren wurde die offene Trinkerszene am Leopoldplatz aus dem sichtbaren vorderen Bereich in den eher schmuddeligen hinteren Bereich verlegt. Dort mit eigenem Toilettenraum sowie eigenen Putzplänen versehen, wurden die dorthin Bugsierten zusätzlich und nur, um ganz sicher zu sein, durch eine massive Steinwand unsichtbar gemacht. Keine störenden Erscheinungen auf dem Bio-Markt mehr. Und auch die Eltern auf dem Spielplatz werden nicht allzu sehr von unerwünschten Anblicken gepeinigt. Alle schienen zufrieden. Doch nach vieldeutigen Aussagen des Bezirksbürgermeisters sowie der prompten Reaktion der Opposition ist plötzlich wieder Tumult angesagt. Ein Schreckgespenst namens Alkoholverbot macht die Runde.

Wiesenburg trifft unverblümt Kulturexpedition #11

Leuchtjonglage Volker Maria MaierMan hat es wahrlich nicht leicht mit dem Wedding: Kaum liegt ein tolles und ereignisreiches Wochenende hinter uns, da steht auch schon das nächste vor der Tür. Am Freitag, den 16. September startet die Kulturexpedition unverblümt abermals so richtig durch. Ab 17:00 Uhr gibt es nicht nur einen waschechten Drehorgelspieler aus dem fernen Brandenburg. Auch sonst wird es neben kulinarischem Genuss rund um die Wiesenburg so manch schöne Melodie auf’s Ohr geben. Und nicht nur das. Auch ein Leuchtjongleur hat sich für die Tour angekündigt.  Treffpunkt ist dieses Mal die Kreuzung Gerichtstraße Ecke Schönwalder Straße.

Goodbye Stattbad, und danke für den Fisch

Stattbad Wedding, alles ruhig auf der Gerichtstraße?
Stattbad Wedding, alles ruhig auf der Gerichtstraße?

Jetzt sollte es auch wirklich der allerletzte Insasse unserer kleinen Kiez-Anstalt mitbekommen haben: Der Wedding verändert sich. Und das Dragoner-Areal in Kreuzberg? Das wird bebaut. Vorher wird jedoch erst einmal heimlich, still und leise abgerissen, und zwar genau jenes Gebäude, welches von der Straße aus derzeit noch fast völlig intakt aussieht. Die Rede ist vom Stadtbad Wedding. Als ehemaliger Anwohner war ich aus ganz unterschiedlichen Gründen nie wirklich ein großer Freund dieser Einrichtung. Doch hat es solch ein schändliches Ende wirklich verdient? Einfach mit dem Kran von hinten erdolcht und abgerissen zu werden? Ich sage, Goodbye Stattbad, und danke für den Fisch.

Kulturexpedition unverblümt, Klappe die 10.!

(c) Turmverein
(c) Turmverein

Man muss die Feste feiern wie sie fallen und wenn sie fallen dann feste feiern. Die unverblümt-Kulturexpedition feiert ein rundes Jubiläum. Zum nunmehr zehnten Mal lief das spannende Projekt rund um das Quartier Pankstraße über die Bühne – im wahrsten Sinne des Wortes. Gewohnt ungewöhnlich geht es am Donnerstag, den 18. August 2016 ab 18:00Uhr los. Dieses Mal unter anderem mit dem Brausejungen-Original Robert Rescue, Lyrikeinlagen von Studio Coolio im Baumhaus, einer Swing-Tanzeinlage vor’m Kugelblitz sowie den tollen Menschen hinter dem Projekt „Flüchtlinge willkommen“. Sorry Gilberto und Yatao sind ebenfalls mit von der Partie und werden sicherlich auch die eine oder andere Kerze auf eurem Kuchen spektakulär ausblasen.

Iftar auf dem Leo: Wie geht’s 2017 weiter?

Der umgestaltete Leopoldplatz
Der umgestaltete Leopoldplatz
Es ist inzwischen eine Weddinger Tradition: Zum fünften Mal fand am 22. Juni auf dem Leopoldplatz ein öffentliches Fastenbrechen (»Iftar«) im islamischen Fastenmonat Ramadan statt. Das Fest, das zum Dialog unter Nachbarn aufruft, wurde auch diesmal von einer Arbeitsgruppe des Runden Tisches Leopoldplatz organisiert: Rund 400 Essen wurden nach Sonnenuntergang ausgegeben, dazu kamen rund 200 Zuschauer, die auf die Mahlzeit verzichteten und einfach nur mitfeierten. Möglich wurde auch dieses Iftar dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Weddinger Anwohnerinnen und Anwohner und vieler Geld-, Sach- und Arbeitsspenden vor allem von türkischen Unternehmen – sowie einem Fünfzig-Prozent-Zuschuss aus dem Gebietsfonds des Aktiven Zentrums Müllerstraße.
Ob und in welcher Form das Fest im kommenden Jahr statt nden kann, ist aber noch ungewiss. Denn nach dem vom Land vorgegebenen Leitfaden und den vom Bezirksamt formulierten Rahmenbedingungen zum Gebietsfonds dürfen nur maximal zwei Jahre hintereinander die gleichen Aktivitäten gefördert werden.

Wie gefährlich ist der neue Zeppi?

Kinderspielplatz Zeppelinplatz mit Liegewiese
Kinderspielplatz Zeppelinplatz mit Liegewiese
Sind Hunde wirklich ein Problem auf dem neuen Zeppelinplatz? Folgt man Leserbriefschreiber Stephan Colin, dann ja. Doch ist das tatsächlich so? »Wir hatten bisher noch überhaupt keine Schwierigkeiten mit Hunden«, stellt eine Erzieherin einer Kita aus der Antwerpener Straße fest, die wir auf dem Spielplatz ansprachen. Sie ist mit den Kitakindern häufig vormittags oder am frühen Nachmittag vor Ort, kann also nicht sagen, ob sich am späteren Nachmittag Hundehalter vielleicht über die neuen Regeln hinwegsetzen. Allerdings hört man aus der Stadtteilvertretung mensch.müller, dass dem nicht so sei – zur Überraschung der meisten, die im Wedding nicht damit gerechnet hatten, dass verordnete Regeln so umgehend befolgt werden würden.

GESCHLOSSEN: Die Mezcal-Bar „Carcosa“: Mit dem ‚Yellow King‘ auf Du

Lukas hinter seinem Tresen
Lukas hinter seinem Tresen

Mit dem Wedding verbindet man so einiges. Angefangen mit der hohen Dichte an Spielcasinos, über eine in Teilen ebenso hohe Arbeitslosigkeit bis hin zum Berliner Inbegriff des „Schmelztiegel von Kulturen“. Eines bringt man aber kaum mit ihm in Verbindung, nämlich „Barkultur“. Völlig zu unrecht, denn es gibt sie, die guten Bars. Auch bei uns im Wedding. Man muss manchmal nur eben etwas genauer hinschauen. Wie zum Beispiel bei der „Carcosa“-Bar! Wie jetzt, nie gehört? Das könnte eventuell am „Hidden Bar“-Konzept liegen. Das bedeutet, kein Schild deutet auf die Bar hin. Man sieht sie schlichtweg nicht. Wer allerdings schon einmal die rote Tür im Castle Pub auf der Hochstraße gesehen hat, sollte beim nächsten Mal vielleicht mal anklopfen. Es lohnt sich!

Das inklusive Kinder- Jugendfest am Pekingplatz

inklusive Kinder- und Jugendfest am PekingplatzUnter dem Motto „Inklusion bewegt Deinen Kiez“ wird es an diesem Sonntag besonders quirlig: das inklusive Kinder- und Jugendfest lädt alle Kinder zwischen 6 und 16 Jahren lädt alle Kinder zum gemeinsamen Feiern auf den Pekingplatz am Nordufer ein. Neben jeder Menge Spaß, interessanten Workshops sowie einer gehörigen Portion Mitmach-Action gibt es zudem Waffeln und alles, was man sonst eben so für ein gelungenes Fest braucht. Auch Roland von Radio Teddy ist mit von der Partie.