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Drei Frauen am Start:
Kathana: Familiäres asiatisches Restaurant

Im nördlichen Wedding gibt es immer mehr Speisen aus fernen Ländern zu kaufen - dazu gehört ein weiteres asiatisches Restaurant

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Künst­li­che Blu­men, die Fla­sche mit Hot Chi­li Sau­ce, Glückskek­se und Bon­sais – auf den ers­ten Blick ist das Katha­na ein nor­ma­les asia­ti­sches Imbiss­re­stau­rant. Doch hier ver­su­chen eine Mut­ter und ihre bei­den Töch­ter Spei­sen mit beson­de­rem Auf­wand zu kochen. In ers­ter Linie fami­li­är soll es auch für die Kund:innen zuge­hen, in blitz­saube­rem Ambi­en­te und mit lie­be­voll zube­rei­te­tem Essen.

Köchin Thanh hat zuvor einen Imbiss in der Dront­hei­mer Stra­ße betrie­ben. Jetzt hat sie mit ihren bei­den Töch­tern das hel­le und geräu­mi­ge Geschäft gegen­über des BVG-Betriebs­hofs über­nom­men, das zuvor als Kon­di­to­rei genutzt wur­de. Thanh stammt aus der viet­na­me­si­schen Regi­on Quàng Bình und liebt es, die Spei­sen aus ihrem Land zu kochen, doch die Spei­se­kar­te des Restau­rants deckt glei­cher­ma­ßen viet­na­me­si­sche, thai­län­di­sche und chi­ne­si­sche Gerich­te ab. 

Die gebra­te­nen Nudeln zum Bei­spiel sei­en in Viet­nam eigent­lich unbe­kannt, aber den­noch, betont Thanh, schme­cken sie bei Katha­na anders als bei der Kon­kur­renz. Das kann ich bestä­ti­gen, nach­dem ich die Nudeln mit Tofu ser­viert bekom­men habe. Es wird kein Kur­ku­ma ver­wen­det, wodurch die Nudeln kei­ne gel­be Fär­bung haben. Außer­dem fehlt der typi­sche Glut­amat-und Soja­saucen-Geschmack, sodass das fei­ne Aro­ma der Zuta­ten bes­ser zur Gel­tung kommt. Auch auf die aro­ma­ti­sche Pho-Sup­pe ist Thanh stolz – die Grund­zu­tat sind ent­we­der Kno­chen oder bei der vege­ta­ri­schen Vari­an­te ein Gemüsesud.

Kochen ist ihre Lei­den­schaft, sagt die viet­na­me­si­sche Köchin, und ihre Toch­ter Kat­rin bestä­tigt das. Manch­mal kön­ne es etwas län­ger dau­ern als bei klas­si­schen Imbis­sen, erklärt Kat­rin, denn die auf­wän­di­ge und sorg­fäl­ti­ge Art der Zube­rei­tung nimmt mehr Zeit in Anspruch. Vor allem soll das Essen leicht und bekömm­lich sein und nicht im Magen liegen. 

Was in Viet­nam typi­scher­wei­se alles auf den Tel­ler kommt, soll hier am Anfang lie­ber nicht ser­viert wer­den; zu groß ist die Befürch­tung, dass das den deut­schen Zun­gen nicht mun­det. Viel­leicht wagt sich die Köchin das ja irgend­wann? Wie auch immer: Die Spei­se­kar­te ent­hält aber auch so schon eine gro­ße Band­brei­te, von gebra­te­nem Reis oder Nudeln in ver­schie­de­nen Sau­cen, Bun-Pho-Gerich­ten bis hin zu einer gro­ßen Sushi-Aus­wahl. Natür­lich gibt es auch Dum­plings, Früh­lings­rol­len und Sup­pen. An Des­serts wer­den geba­cke­ne Bana­nen und Bao Buns serviert.

Für etwa 20 Gäs­te gibt es innen an fünf Tischen Platz im modern gestal­te­ten Restau­rant. Alle Spei­sen sind aber auch zum Mit­neh­men erhält­lich und wer­den ab 15 Euro auch nach Hau­se im Umkreis von 3 Kilo­me­tern geliefert.

Katha­na, Mül­ler­str. 95 (U Afri­ka­ni­sche Str.), Mo-Fr 11.30–21.00, So/Fei: 12.30–21.00 Uhr, Lie­fer­ser­vice von 12–21 Uhr. 

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

2 Comments

  1. Hal­lo

    Nanu da war doch mal was ande­res !?!? Rich­tig !! Merel­ly Alep … na dann hat die­ser Inha­ber nicht lan­ge durch­ge­hal­ten – dann wol­len wir mal der Köchin Thanh viel glück wünschen

    auf geht´s schö­nen 1.Advent

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