Interview: Vorkaufsrecht nach Münchner Vorbild

Amma65
Geht es nach den Grünen, dann soll der Bezirk künftig beim Vorkauf dem Münchner Modell folgen. Foto: Toni Karge

Die Grünen in Mitte wollen Mietern beistehen und fordern deshalb beim Vorkaufsrecht und speziell bei der Abwendungsvereinbarung einen energischer verhandelnden Bezirk (Was ist eine Abwendungsvereinbarung?) Sie verlangen in einem Antrag, dass Mitte dem Münchner Modell folgt. Frank Bertermann (Grüne) erklärt im Interview, worum es geht. (#WohnenImWedding)

Ganz Berlin beim Panke Parcours – zum letzten Mal?

Aquafaba
Aquafaba beim Auftritt auf der Wiese hinter dem Amtsgericht. – Foto: Andrei Schnell

Meinung Nur wenige Veranstaltungen locken so viele Besucher aus so vielen Bezirken in den Wedding wie der Panke Parcours. 2018 war der vierte Parcours mit der längsten Strecke – vom Franzosenbecken bis zum Amtsgericht. Hier die Fotos vom Samstag (1.9.) und ein Kommentar zum möglichen Aus für Musikfest.

Brunnenviertel: ein Stadtplaner blickt zurück

Brunnenviertel
Das Brunnenviertel von oben in den Blick nehmen. Foto: Andrei Schnell

Für alle Menschen in Berlin eine gute und und gleichzeitig bezahlbare Wohnung anzubieten, das war schon immer eine große Aufgabe. Heute versucht man sich an ihr mit der wachsenden Stadt; vor einem halben Jahrhundert hieß eine Lösung die flächensanierte Stadt. Ein Beispiel dafür im Wedding ist das Brunnenviertel. Heinrich Suhr ist einer der Stadtplaner, die in den 1960er Jahren  das Sanierungsgebiet Wedding Brunnenstraße (SWB) – zusammen mit Kollegen – umgestalteten. Am 16. September spricht der Zeitzeuge darüber, welche Ziele sie erreichen wollten.

Mutprobe: Freie Schulen als Helfer sehen

Schultüten
Schulplätze werden knapp – Einschulung nach Wunsch wird seltener – Foto: D. Hensel

Meinung Fast jeder guckt erschrocken, wenn er gefragt wird, was der Staat tun könnte, um freie Schule zu fördern. Das Bild der Eliteschule taucht unweigerlich vor dem inneren Auge des Gefragten auf. Diese unnötige Angst muss erst überwinden, wer fragen wollte: Warum können nicht von Bezirks- und Senatsverwaltung befreite Schulen – die dennoch allen offen stehen – aushelfen? Zumal das Schulamt in Bedrängnis ist: Die Einschulung offenbart den Schulplatzmangel.

Ede und Unku am Schillerpark

Ede und Unku
Buchcover von „Ede und Unku – die wahre Geschichte“ – Cover: Gütersloher Verlagshaus

Der Wedding und seine Sinti. Janko Lauenberger hat ein Buch geschrieben, mit dem er zeigen will, dass er einfach ein „Rom“ ist – auf deutsch: ein Mensch. Seine Lebensgeschichte hat er in „Ede und Unku – Die wahre Geschichte“ aufgeschrieben. Sowohl die Recherche zum Kinderbuch „Ede und Unku“ von 1931 als auch die wahre Geschichte des Musikers Janko Lauenberger kreuzen immer wieder den Wedding. Es lohnt sich, das Doppelbuch zu lesen.

Europawahl: Kommt die Demokratie in Bewegung?

Dorothee Vogt, Demokratie in Bewegung
Dorothee Vogt aus Hamburg beim Gründungsparteitag 2017 in Berlin. Foto: Andi Weiland/DiB

Nichts weniger als ein „Update für die Demokratie“ will die junge Partei Demokratie in Bewegung.  In einem Co-Working-Büro im Brunnenviertel  hat Demokratie in Bewegung eine von mehreren offiziellen Adressen. Anlass für ein paar Fragen an die neue Partei, die bei der Europawahl im Frühjahr 2019 antreten will.

So arm ist der Wedding

Text: Für die Armen
Leben im Wedding noch immer die Armen Berlins? – Foto: Andrei Schnell

Für den einen ist der Wedding längst durchgentrifiziert, für den anderen ist er noch immer ein Refugium für Leute mit wenig Geld. Was stimmt eigentlich? Der Senat hat Anfang Juni Zahlen zur sozialen Lage in Berlin veröffentlicht. Die darin enthaltenen Bewertungen sind allerdings veraltet. Hier ein grobes Bild von der sozialen Lage des Weddings, anhand eines Blicks auf 18 Jahre Sozialreport.

Milieuschutz ist irreführend

Straßenszene Badstraße
Soll das Milieu geschützt werden oder die Gier begrenzt werden? Foto: Andrei Schnell

Meinung Der Wedding bekommt zu den bestehenden noch vier weitere Gebiete mit Milieuschutz hinzu. Es ist an der Zeit, einen irreführenden Alltagsbegriff zu beerdigen. Sollen „Negativgruppen“ wie das „Milieu“ bleiben dürfen oder nicht? Das ist ein politischer Streit aus dem Jahr 1978. Heute, 40 Jahre später, ist diese Frage längst durch eine ganz andere Frage abgelöst worden.