Deutsche Wohnen: Wandbild ja, Heizung nein

Wandbild
Deutsche Wohnen bemalt Haus mit Wandbild in der Stralsunder Straße. Foto: Andrei Schnell

Mieter der Deutschen Wohnen sind empört. Seit über zehn Tagen sitzen in der Stralsunder Straße 34 a im Brunnenviertel einige Mieter in kalten Wohnungen. Die Reparatur eines Heizungsrohres zieht sich hin. Flinker war die Vermieterin mit der Bemalung der Fassade. Außen hui und innen pfui, denken die Mieter nun.

69. Berlinale in der neuen Betonhalle im silent green Kulturquartier

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke
69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

Wer die Berlinale ohne Anstehen und feste Vorstellungszeiten besuchen möchte, der kann noch bis zum 17. Februar bzw. 9. März in der fertiggestellten Betonhalle des silent green Kulturquartier, Gerichtstr. 35, das 14. Forum Expanded: ANTIKINO (THE SIREN’S ECHO CHAMBER) genießen. Die Ausstellung und das Screening im Rahmen der 69. Berlinale bereichern die Kulturwelt des Weddings.

Navi an die Ostsee: Tipps für die Fahrt

Die Ostsee ist in Europa das „nördliche Mittelmeer“. Vom Wedding aus ist es zwar nicht gerade nur ein Katzensprung , die Küste liegt aber auch keine halbe Weltreise entfernt. Für manch einen hat die „Badewanne der Berliner“ auch im Winter ein Wochenende lang ihren Reiz, andere buchen jetzt ihren Sommerurlaub. Hier zeigen wir euch Wege und Alternativwege ans Meer.

Ein Leben als Fremde: Walli Nagels Erinnerungen

Walli Nagel
Cover des zweiten Bandes der Reihe Wedding-Bücher. Cover: Walter Frey Verlag

Als Walli Nagel 1925, frisch verheiratet mit dem berühmten Maler Otto Nagel, aus der Sowjetunion in den Wedding kam, war „ich etwas Neues, noch nie zuvor Gesehenes“. Ihre Erinnerungen beschreiben ein Leben als Fremde in der Fremde. Der Rückblick auf ihr Leben (erstmals erschienen 1981) heißt „Das darfst du nicht“. Es ist nun im Walter Frey Verlag in der Reihe „Weddinger Bücher“ neu herausgekommen. 

Wedding als Metapher für Nahost / Buchkritik

Buchcover
Cover des Buches „Der neu-deutsche Antisemit“. Grafik: Hentrich-Hentrich-Verlag

Nein, mit der Laubsäge puzzelt Arye Sharuz Shalicar nicht am Brett vor dem Kopf seiner Leser herum – er wirft die benzingetriebene Kettensäge an. Sein Buch „Der neu-deutsche Antisemit – Gehören Juden heute zu Deutschland?“ ist nicht für das abwägende Seminar gedacht. Es dient der schnellen Diskussion auf der Straße, in der U-Bahn oder im Büro. Für diesen Zweck sind die provokanten Behauptungen, knappen Argumente und kurzen Zusammenhänge grob geschnitzt. Ein Buch, wie wenn einer mit der Faust auf den Holztisch schlägt, dass es nur so kracht.

Hanoi St.16: Fusions-Küche mit Straßenatmosphäre

Einmal Berlin – Hanoi und zurück bitte. Vietnamesisches oder indonesisches Essen kennt man. Aber bei diesem Lokal handelt es sich um etwas Besonderes. Schon aus der Entfernung erkennt man es. Das Logo prangt an einer aufrecht stehenden rot-weißen Schranke neben einem altem Propaganda-Lautsprecher. Auf den letzten Metern wandert der Blick über die Terrasse und entdeckt bunte Lampions, einen strahlend grünen Terrassenzaun, Massivholzmöbel und einen Roller. Wer denkt, dass das schon etwas Besonderes ist, wird spätestens beim Betreten des Restaurants sein wahres Wunder erleben.

Weniger Kriminalität im Wedding

Polizeiautos
Polizei hat weniger zu tun im Wedding. Foto: Weddingweiser

Reizwort Kriminalität – die Polizei hat gerade ihre Statistitk für Diebstahl, Körperverletzung oder Brandstiftung veröffentlicht. Die Zahlen zeigen, dass Wedding-Zentrum nicht mehr – aber auch nicht weniger – gefährlich ist als der Alexanderplatz. Doch: entgegen mancher Schlagzeile sind der Soldiner Kiez und der Gesundbrunnen nicht auffällig. Berlinweit betrachtet ist es am Stadtrand am sichersten.

Lesung über das Spiel der Rechten

Plakat Lesung
Plakat zur Lesung mit Per Leo „Mit Rechten reden“. Grafik: Andrei Schnell

Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn haben 2017 einen Spiegel-Bestseller geschrieben: „Mit Rechten reden – Ein Leitfaden“. Am 27. November um 19 Uhr kommt einer der drei, Per Leo, ins Brunnenviertel ins Familienzentrum Wattstraße 16, um aus dem Buch zu lesen und mit den Zuhörern zu diskutieren. Grundgedanke des Buches ist, dass die Rechten ein Spiel treiben. Wie das gemeint ist, wird bei der Lesung verraten. Anschließend ist Zeit für Diskussion.