Nächstes Ziel: die Wedding-Uni

E-Racer
Rast davon – der E-Racer der Beuth-Hochschule. Foto: Stephan Niespodziany / LNDW

Meinung Per Livestream kann die ganze Welt zuschauen, wie Forscher Alexander Gerst in die ewige Nacht des Weltraums aufbricht. Nicht ganz so viele Zuschauer wird der Aufbruch von hunderttausend Berlinern zur Langen Nacht der Wissenschaften am Sonnabend haben. Sie werden die Entdeckung machen, dass der Wedding für Forscher nicht mehr hinterm Mond liegt. Das führt zu der Frage: Und wann kommt die Wedding-Uni?

Bienenrettung wie im Märchen

Dieser junge Mann fotografierte die zerstörten Bienenbeuten und trug die Nachricht mit seinem Twitterkonto KMKBerlin in alle Welt. Foto: Andrei Schnell

Es war einmal ein öder Platz neben dem Kinderbauernhof Pinke-Panke und dem Pankower Bürgerpark. Da sagten die Nachbarn: „Wir zäunen die wüste Öde ein, wir pflanzen früh blühende Blumen, wir stellen Bienenkörbe auf. Da haben die Menschen mit Behinderung etwas, wo sie sinnvoll etwas tun können und wir haben guten Honig.“ Das ging gut, bis eines Nachts böse Menschen kamen, die zerstörten die Bienenstöcke und 90.000 Bienen starben. Und die Bösen lachten noch dabei. Da war das Unglück groß. Wo sollten die Menschen mit Behinderung arbeiten? Wo das Geld hernehmen für neue Bienen? Doch Hilfe war näher als gedacht.

Europawahl: Ein Weddinger will antreten

Carsten Spallek
Stadtrat Carsten Spallek (CDU) zieht es nach Europa. Foto: Andrei Schnell

Europa und gar Europapolitik sind weit weg? Zumindest Weddinger könnten durch die Europawahl im Mai nächsten Jahres mehr als sonst berührt werden, tritt doch einer aus ihrem Kiez an. Carsten Spallek, aktuell Schulstadtrat im Bezirk, will sich zur Wahl stellen. „Der Leo war meine Hood“, sagt er augenzwinkernd. Auch die anderen Parteien basteln an ihren Listen für die Europawahl 2019.

Freiluftkino Rehberge: 10. Saison beginnt

10 Jahre Freiluftkino
Zehnte Saision im neunten Jahr. Grafik: Piffl Medien

2018 minus 2009 ergibt im Matheunterricht 9. Trotzdem ist es schon die zehnte Saison, im Freiluftkino Rehberge, die am Freitag (18.5.) beginnt. Wer es nicht glaubt, zählt mit den Fingern nach. Aus der Sparte Freiluftkino ist irgendwann zwischen erster und zehnter Saison ein Erfolg geworden.  Das wird gefeiert.

Geld für marode Schulen im Wedding

Grafik: Hensel
Neubau oder Sanierung? In die Weddinger Schulen sollen Millionen fließen. Grafik: Hensel

Nun geht es zur Sache. 5,5 Milliarden Euro stehen durch die Schulbauoffensive des Senats bereit, um in den nächsten zehn Jahren an Berliner Schulen verbaut zu werden. Großprojekte im Wedding sind der Neubau einer Oberschule neben der der Albert-Gutzmann-Grundschule und ein Planspiel zu einem Neubau in der Sellerstraße. Auch der Schadensfall Ernst-Reuter-Oberschule wird teuer. Zwei bestehende Grundschulen erhalten zusätzliche Modulbauten. In diesem Beitrag steht, wie viel jede Weddinger Schule bekommen soll.

Abgewehrt: Weniger Abwasser in die Panke!

Im Abwasserkanal Grüntaler Straße wird ein wehr eingebaut. Foto: A. Schnell

Die Panke ist ein Bach, sieht aber aus wie ein Kanal. Das Weddinger Abwasser fließt durch unterirdische Leitungen, die Kanal heißen, aber wie Tunnel aussehen. Einer dieser Tunnel unter der Grüntaler Straße hat am Dienstag (20.3.) ein Wehr bekommen, ein Abwasserwehr . Es soll verhindern, dass die Kanalisation bei starkem Regen überläuft und der mitgeführte Dreck ins Kanalbett der Panke fließt.

Alte Karten und Stadtpläne beim Geschichtscafé

Historische Stadtpläne und Karten
Historische Pläne werden beim Geschichtscafé besprochen. Foto: Anno erzählt

Auf einer Karte und von oben betrachtet, ist das Brunnenviertel lediglich eine kleine Ausbuchtung des Weddings. Dieser Zipfel lag in den zurückliegenden 150 Jahren aber ganz und gar nicht am Rande. Mit historischen Stadtplänen will der Historiker Niklaas Görsch bei einem Geschichtscafé den kleinen Kiez am Humboldthain als Teil der großen Verkehrsgeschichte vorstellen. Am Sonntag, den 25. März nimmt er die Gäste  mit auf eine Zeitreise von den sandigen Anfängen des Stadtteils bis hin zur Gegenwart. Er schaut dabei besonders auf Schienen, Straßen und Linien.

Weddingmelder-Wochenschau #11/18

Der Plan zu Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel soll die nächste Hürde nehmen. Grüne und SPD haben gerade verabredet, welche Namen sie favorisieren. Die Bezeichnungen  „Familie Bell“, „Anna Mungunda“ und „Cornelius Fredericks“ sollen kommen, der Nachtigalplatz, die Lüderitzstraße und die Petersallee sollen gehen. Der Vorschlag, den Platz umzuwidmen, so dass ein Vogel Namensgeber wäre, dürfte aktuell wenig Chancen haben. Und auch der Name des Widerstandskämpfers Hans Peters, nach dem die Petersallee benannt ist, bietet offenbar keinen leicht zu nehmenden Ausweg mehr. Abgestimmt wird in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) voraussichtlich am 22. März unter Tagesordnungspunkt 14.27 . Es steht nicht zu erwarten, dass die Mehrheit von Grünen und SPD sich im letzten Augenblick für einen anderen Weg der Dekolonisierung entscheidet. Anschließend soll der Kulturausschuss ab April die beschlossenen Namen auf die drei Straßen verteilen.   –  Und sonst? Es steht im Weddingmelder.