AG will mehr Mobilität statt mehr Verkehr

Verkehrszählung
Zäh­lung des Durch­gangs­ver­kehrs Stee­ger Stra­ße bis Grün­ta­ler Stra­ße. Foto: Robert Schimanek

06.10.2020 Ihr Mot­to könn­te sein: Bei uns zählt jeder. Eine Grup­pe von etwa 20 Leu­ten aus dem Sol­di­ner Kiez setzt sich vor ihrer Haus­tür für ein neu­es Ver­ständ­nis von Mobi­li­tät ein. Und dazu zäh­len auch Ver­kehrs­zäh­lun­gen. Zähl­meis­ter wer­den gesucht. Eini­ges hat die erst 2019 gegrün­de­te Grup­pe AGNMV bereits geschafft. Das nächs­te gro­ße Ziel ist ein Work­shop. Ach ja, und die Dia­go­nal­sper­re auf der Grün­ta­ler ist auch noch nicht in tro­cke­nen Tüchern. Robert Schi­m­anek erzählt, war­um es sich lohnt mitzumachen.

Wedding kurz & knapp

Passt das aktu­el­le Gesche­hen der Woche im Wed­ding in 20 Mel­dun­gen? Alle zwei Wochen ist das beim Zusam­men­stel­len von „Wed­ding kurz & knapp“ die Fra­ge der Fra­gen. Hier kommt die Ant­wort nebst Ergeb­nis der neu­es­ten Nach­rich­ten­schau. Es ist eine Moment­auf­nah­me aus den Berei­chen Poli­tik, Wirt­schaft, Kul­tur, Frei­zeit, Unter­hal­tung – die­ses Mal sogar mit ein wenig Sport und etwas mehr Herbstferienvorschau.

Schneeeule – Berliner Weiße ohne Schuss

Foto: Schnee­eu­le

11.09.2020 Selbst für Ber­li­ner ist die Wei­ße mitt­ler­wei­le die­ses säu­er­li­che Getränk, das nur mit Sirup zu ertra­gen ist. Ulri­ke Genz von der Braue­rei Schnee­eu­le will Ber­lin sein Stadt­ge­tränk zurück­brin­gen: die ech­te Wei­ße. Seit 2016 braut sie unter dem Namen Schnee­eu­le Ber­li­ner Wei­ße nach alten (und auch nach neu­en) Rezep­ten. Sie weiß, dass es heu­te Erkläun­gen braucht, was Ber­li­ner Wei­ße aus­macht. Auch des­halb hat sie im Eng­li­schen Vier­tel einen Salon eröff­net. Dort gibt es „Ver­kos­tung und Lehrstunden“ .

Wedding kurz & knapp

22.08.2020 Das Leben ist nach dem Coro­na-Lock­down wie­der zurück­ge­kehrt. Auch im Wed­ding ist das jetzt deut­lich zu spü­ren. Die Kul­tur­ein­rich­tun­gen wagen sich vor­sich­tig an ers­te Ver­an­stal­tun­gen und die Orte der Gemein­schaft öff­nen wie­der ihre Türen. Die Mel­dun­gen heu­te sind nur eine klei­ne Aus­wahl des­sen, was im Wed­ding der­zeit geschieht in Poli­tik, Wirt­schaft, Kul­tur, Sozia­lem und Frei­zeit. In unse­rem Nach­rich­ten­for­mat „Wed­ding kurz & knapp“ schau­en wir die­ses Mal auf genau 20 der aktu­el­len Ereig­nis­se in unse­ren Kiezen.

Amtlich: der Wedding kommt sozial

Sozialdynamik
Grün: sich ent­wi­ckeln­de Kieze im Wed­ding, hell­blau: kei­ne Ent­wick­lung. Gra­fik: Sozi­al­mo­ni­to­ring bear­bei­tet Weddingweiser

13.07.2020 Die Sozi­al­da­ten sind zwar nicht mehr tau­frisch, aber dafür zei­gen sie nun amt­lich: sozi­al gese­hen ist der Wed­ding noch nicht gekom­men, aber er ist im Kom­men. Die Kar­te rechts zeigt gelb umran­det den ehe­ma­li­gen Bezirk Wed­ding. Die grü­nen Flä­chen zei­gen die Kieze, in denen es auf­wärts geht. Hier nimmt die Zahl der Arbeits­lo­sen, der Hartz-IV-Bezie­her und der Kin­der in armen Fami­li­en ab. Zu der Beur­tei­lung, dass es auf­wärts geht, kommt das Moni­to­ring Sozia­le Stadt­ent­wick­lung (MSS). Hier wei­te­re Erkennt­nis­se der alle zwei Jah­re ver­öf­fent­lich­ten Studie.

Wiesenburg “vorsichtig zuversichtlich”

Dirk Feistel
Dirk Feis­tel unter­schreibt die Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung im Namen des Wie­sen­burg e.V. Foto: And­rei Schnell

06.07.2020 Es ist ein wei­te­rer Schritt auf dem Weg zur künf­ti­gen Wie­sen­burg. Am 17. Juni haben alle Betei­lig­ten fei­er­lich eine Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung unter­schrie­ben. Dirk Feis­tel vom Vor­stand des Wie­sen­burg e.V. ist an die­sem Tag “vor­sich­tig zuver­sicht­lich”. Es könn­te nun klap­pen, dass die Wie­sen­burg zu einem Modell wird “für urba­ne, selbst­be­stimm­te Räu­me in unse­rer Stadt”. Nun soll bis zum Herbst über kon­kre­te Details zur Zukunft des ehe­ma­li­gen Obdach­lo­sen­asyls ver­han­delt werden.

Plan für Liesenbrücken hinfällig?

Liesenbrücken
Die Lie­sen­brü­cken von oben: Foto Weddingweiser

01.07.2020 Jahr­zehn­te­lang zeig­te die Deut­sche Bahn kein Inter­es­se an den Stahl­ko­los­sen der Lie­sen­brü­cken, woll­te sie unbe­dingt los­wer­den. Doch nun über­legt über­ra­schend der Ber­li­ner Senat, ob die S‑Bahn-Ber­lin für die Rost­brü­cken eine Ver­wen­dung haben könn­te. Und er stoppt im Bezirk weit ent­wi­ckel­te Plä­ne für die Brü­cken. Ein Inves­tor woll­te die Stahl­rie­sen zu einem Ver­an­stal­tungs­ort umbau­en und auf ihnen einen lang ersehn­ter Fuß- und Rad­weg frei­ge­ben. Doch nun heißt es erst ein­mal: Zurück auf unklar.