Die Macht der Buchstaben

Assibi Wartenberg (linkes Bild, Mitte) beim Kleingartenverein im afrikanischen Viertel.
Assibi Wartenberg (Mitte) beim Kleingartenverein im Afrikanischen Viertel.

Togisch? Togianisch? Sagt es nicht schon viel aus, wenn wir für ein Land nicht einmal das dazugehörige Adjektiv kennen? Wieso ist es für uns ganz normal, „afrikanisch“ essen zu gehen, obwohl wir die Pizza vom Italiener um die Ecke wohl kaum als „europäische“ Küche bezeichnen würden? Assibi Wartenberg ärgert sich über diese Verallgemeinerung. In der Prinzenallee 33 betreibt die junge Frau aus Togo das „Relais de Savanne“: ein kleines Restaurant, das westafrikanische Gerichte anbietet, die mit der Küche Kenias oder Südafrikas genauso wenig zu tun haben wie mit der deutschen. Lecker sind sie aber allemal: Yamswurzel, Couscous und Kochbananen stehen auf der Karte. Nicht ohne Stolz präsentiert die Chefin des Hauses das bunte Chaos aus frischen Zutaten, das in ihrer Küche herrscht. Immer öfter werden die dort gekochten Speisen auch für Caterings gebucht, erzählt sie.

Pub Quiz im Castle – eine Typologie

Castle Pub Quiz

Monday night is quiz night. Jede Woche finden sich im Castle Pub am Gesundbrunnen zahlreiche Wissenshungrige (und -durstige) ein, um sich den Fragen von Quizmaster Johannes zu stellen. Zu berüchtigten Stammteams gehören die legendären „Gruftis“, die Abräumer „Sonne statt Reagan“ oder die Allstars von „Who killed Kenny?“. Diese Profis nippen zu Beginn bereits entspannt an ihrem Guinness, während Unerfahrenen und Neuzugängen schon der Stift in der Hand zittert, wenn sie nur ihren frisch erdachten Team-Namen auf das Antwortblatt kritzeln. Zweisprachig und in drei Runden müssen die Teilnehmer ihr Wissen in unterschiedlichsten Bereichen unter Beweis stellen. Ob es ein glorreicher Sieg oder die Schmach des letzten Platzes wird, entscheidet schlussendlich die Team-Zusammenstellung: Vielseitige Fachgebiete sind von Vorteil – von klassischer Musik bis zweite Bundesliga. Doch bei der Auswahl der Team-Mitglieder gibt es auch sonst einiges zu beachten. Hier eine kleine Typologie der Quizzer mit Gefahrenpotenzial:

Strudelka: Na servas! Strudeltraum im Sprengelkiez

Wenn sie eine Apfelschorle wollen, bestellen sie „Apfelsaft gspritzt“. Wenn etwas nicht klappt (zeitlich, räumlich oder finanziell), murmeln sie mysteriös: „Das geht sich nicht aus.“ Die Österreicher haben die Berliner schon häufig vor Rätsel gestellt: sprachlich, kulturell, musikalisch… nur kulinarisch nicht. Österreichische Küche schmeckt nach Schiurlaub, nach Gemütlichkeit und nach einem Schnapserl zum Verdauen.

 

Ballsaal-Studio: Ein Tanz mit der Zeit

ballsaalIm Eingangsbereich türmen sich Geschenke und Blumenschmuck: Die gestrige Hochzeit war ein voller Erfolg. Mit müden Augen räumt das frischgebackene Brautpaar nach und nach die Überreste des Festes ins Auto. Bis spät in die Nacht haben sie getanzt. Kein Wunder, bei dem Ambiente. Stolz zeigt Sabine Atzberger-Göbel den prunkvollen Ort des Geschehens: der Ballsaal in der Wriezener Straße im Soldiner Kiez. Es ist, als ob man eine andere Welt betritt – auch wenn eine junge Frau mit Mop gerade eifrig über den Parkettboden wischt, um diese Welt wieder zum Glänzen zu bringen.

Anlaufstelle für Alltagshelden: Die Freiwilligenagentur Wedding

Es war das 10-Jahres-Jubiläum, das dem Team von der Freiwilligenagentur Wedding mal wieder gezeigt hat, wie wichtig ihre Arbeit ist. Die Statistik spricht für sich selbst: Über 2.500 Beratungsgespräche wurden in den letzten zehn Jahren geführt und 750 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen an über 250 Kooperationspartner vermittelt. Die Agentur am Gelände der Fabrik Osloer Straße berät und begleitet Weddinger, die sich für ihren Bezirk aktiv engagieren wollen – ein Beitrag aus dem neuen Kiezmagazin „Soldiner“.

Auf eine Kirschsaftschorle mit Weddingweiser-Fan Nr. 3333

johannes_fan

Wir WW-Redakteure fragen uns immer wieder, was das eigentlich für Leute sind, die unsere Beiträge lesen. Wer da über unsere Scherzchen schmunzelt, sich für unsere Anliegen interessiert oder unsere Rechtschreibfehler bemerkt. Zur aktuellsten Schnapszahl auf unserem Facebook-Zähler haben wir uns vorgenommen, mal einen von euch kennenzulernen. Und so hat an einem Sommernachmittag am Leopoldplatz Johannes seine ganz persönliche Wedding-Geschichte erzählt.