Deutsche Wohnen: Wandbild ja, Heizung nein

Wandbild
Deutsche Wohnen bemalt Haus mit Wandbild in der Stralsunder Straße. Foto: Andrei Schnell

Mieter der Deutschen Wohnen sind empört. Seit über zehn Tagen sitzen in der Stralsunder Straße 34 a im Brunnenviertel einige Mieter in kalten Wohnungen. Die Reparatur eines Heizungsrohres zieht sich hin. Flinker war die Vermieterin mit der Bemalung der Fassade. Außen hui und innen pfui, denken die Mieter nun.

Er ist wieder da! Der Kurzfilmwettbewerb

(c) Thorgen BlochWOHNSINN – Wohnen im Wedding. Das ist unser diesjähriges Thema für den Videowettbewerb! Es gibt nun nach zwei Jahren wieder die Möglichkeit, sich im Licht der Scheinwerfer zu sonnen und Ruhm einzuheimsen.
Der Weddingweiser will eure 90 Sekunden, die die Welt bedeuten. Dafür bieten wir den angehenden Freizeitregisseuren, Hobbyautoren, aber auch Profis da draußen eine Plattform für einen 90 Sekunden-Film.

Eine eigene Finca im Wedding

Gartenzwerg in der Kolonie Sandkrug. Foto: Andreas Oertel
Gartenzwerg in der Kolonie Sandkrug. Foto: Andreas Oertel

Es ist Samstagvormittag. Ich öffne die Tür, laufe an den Brombeersträuchern vorbei und setzte mich mit einem Kaffee auf die Terrasse. Nun würde man vermuten, die Szenerie spielt sich in einer Einfamilienhaus-Siedlung in Heiligensee oder im Villenviertel Grunewalds statt. Aber nein – ich befinde mich zwischen der Bornholmer Brücke und dem Gesundbrunnencenter – mitten im Wedding. Willkommen in der Kolonie Sandkrug!

Baukindergeld, Baufamiliengeld und Baugenossenschaften

Hauswand auf Hauswand gemalt.
Förderung für Traum vom eigenen Haus. Und die Genossenschaften? Foto: Andrei Schnell

Wer den Wedding in Richtung Brandenburg ins Eigenheim verlassen will oder in eine Eigentumswohnung in Berlin ziehen will, der freut sich über das Angebot von CDU und SPD. Baukindergeld und Baufamiliengeld werden aktuell im Wahlkampf versprochen. Es geht um ein Geschenk von mehr als 10.000 Euro. Wer dagegen Miteigentümer in einer Genossenschaft ist, geht leer aus? Die vier Direktkandidaten in Mitte Frank Henkel, Eva Högl, Özcan Mutlu und Stephan Rauhut antworten (in alphabetischer Reihenfolge).

Profi-Fußballer und Politiker haben was gemeinsam

Senator Andreas Geisel (SPD) während einer Wahlkampfveranstaltung. Foto Andrei Schnell.
Senator Andreas Geisel (SPD) während einer Wahlkampfveranstaltung. Foto Andrei Schnell.

Andreas Geisel, der Senator für Stadtentwicklung, kam am 14. Juli ins Brunnenviertel. Maja Lasić, die Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis 7 (Brunnenviertel und Sprengelkiez) hatte eingeladen zur Wahlkampfveranstaltung: „Bezahlbares Wohnen im Brunnenviertel. Für alle.“ Ein guter Anlass, um zu beobachten, was es heißt, ein Politiker zu sein. Dabei fällt auf, dass die beiden Berufe, der des Politikers und der eines Profi-Fußballers, ein paar Dinge teilen.

Nicht gekommen, um zu bleiben – eigentlich…

Der Wedding ist nur Provisorium, eine Durchgangsstation auf meinem unaufhaltsamen Weg in die hippen Kieze Berlins. Das erzähle ich meinen Kumpels. In Kreuzberg, Mitte und Friedrichshain waren nur leider die Wohnungen zu mies oder zu teuer. Also: zog ich in den Wedding. Und im ersten Monat nach meinem Umzug von München hierher, in die Turiner Straße, füttert er mich tatsächlich mit reichlich Argumenten für eine baldige Flucht.

Warum wohnst Du im Wedding?

Vor Jahren noch war der Wedding einer derjenigen Kieze, die von der Mehrheit der Berliner und Wahlberliner als Wohnort abgelehnt wurde, mit dem schlichten wie pauschalen Argument, der Wedding sei ein sozialer Brennpunkt und schon allein deshalb unattraktiv. Trifft man Ur-Weddinger, die nun in anderen Stadtteilen Berlins leben, hört man zumeist ähnliche Aussagen. Manch einer schämt sich noch heute für den ehemaligen Arbeiterkiez. Und warum leben nun wir hier, die meisten von uns sicherlich sogar Wahlberliner? Das haben die Leserumfragen des Weddingweisers herauszufinden versucht. Ein Überblick über die nicht als repräsentativ zu verstehenden Ergebnisse seit Frühjahr 2012 und ein paar subjektive Wahrnehmungen…