Unser Zuhause: Adé Prenzlberg, hallo Wedding!

Wasserturm in Prenzlberg
Foto: Kris­ti­na Auer

Wenn man lan­ge an einem Ort lebt, emp­fin­det man die­sen irgend­wann ganz selbst­ver­ständ­lich als Hei­mat. Den Wed­ding kön­nen nur die weni­ge sei­ner Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner als Geburts­ort ange­ben, die­ser Stadt­teil ist schon immer ein Ort der Ein­wan­de­rung und des Tran­sits gewe­sen. Wie­der ande­re Ber­li­ner sind hier auch nur gebo­ren, weil sich vie­le Kran­ken­häu­ser im Wed­ding befin­den, und haben nie im Stadt­teil gewohnt. Der Zuge­zo­ge­nen­at­las 2016 weist für den Wed­ding aus, dass über die Hälf­te sei­ner Bewoh­ner nicht in Ber­lin gebo­ren ist – nur rund um den Schil­ler­park lag die Quo­te der Ur-Ber­li­ner etwas höher. So ver­wun­dert es nicht, dass auch die meis­ten der Redak­ti­ons­mit­glie­der beim Wed­ding­wei­ser nicht aus der Regi­on Ber­lin-Bran­den­burg stam­men. In unse­rer Serie berich­ten wir von unse­ren Her­kunfts­or­ten  – und war­um wir in unse­rem Stadt­teil Wur­zeln geschla­gen haben. Heu­te: weg vom Prenzlberg

Deutsche Wohnen: Wandbild ja, Heizung nein

Wandbild
Deut­sche Woh­nen bemalt Haus mit Wand­bild in der Stral­sun­der Stra­ße. Foto: And­rei Schnell

20.03.2019 Mie­ter der Deut­schen Woh­nen sind empört. Seit über zehn Tagen sit­zen in der Stral­sun­der Stra­ße 34 a im Brun­nen­vier­tel eini­ge Mie­ter in kal­ten Woh­nun­gen. Die Repa­ra­tur eines Hei­zungs­roh­res zieht sich hin. Flin­ker war die Ver­mie­te­rin mit der Bema­lung der Fas­sa­de. Außen hui und innen pfui, den­ken die Mie­ter nun.

Wohnsinn! So war der Wedding 2018

Foto: Sula­mith Sallmann

Teil 1 unse­res Jah­res­rück­blicks. Kei­ne Rück­schau ohne das beherr­schen­de The­ma „Teu­rer Wohn­raum“ mit all sei­nen Facet­ten. Das hat auch vie­le Bei­trä­ge auf dem Wed­ding­wei­ser geprägt. Was sonst noch so los war in Wed­ding und Gesund­brun­nen? Unser Jah­res­rück­blick gibt Aufschluss.

Er ist wieder da! Der Kurzfilmwettbewerb

(c) Thorgen BlochWOHNSINN – Woh­nen im Wed­ding. Das ist unser dies­jäh­ri­ges The­ma für den Video­wett­be­werb! Es gibt nun nach zwei Jah­ren wie­der die Mög­lich­keit, sich im Licht der Schein­wer­fer zu son­nen und Ruhm einzuheimsen.
Der Wed­ding­wei­ser will eure 90 Sekun­den, die die Welt bedeu­ten. Dafür bie­ten wir den ange­hen­den Frei­zeit­re­gis­seu­ren, Hob­by­au­toren, aber auch Pro­fis da drau­ßen eine Platt­form für einen 90 Sekunden-Film.

Eine eigene Finca im Wedding

Gartenzwerg in der Kolonie Sandkrug. Foto: Andreas Oertel
Gar­ten­zwerg in der Kolo­nie Sand­krug. Foto: Andre­as Oertel

Es ist Sams­tag­vor­mit­tag. Ich öff­ne die Tür, lau­fe an den Brom­beer­sträu­chern vor­bei und setz­te mich mit einem Kaf­fee auf die Ter­ras­se. Nun wür­de man ver­mu­ten, die Sze­ne­rie spielt sich in einer Ein­fa­mi­li­en­haus-Sied­lung in Hei­li­gen­see oder im Vil­len­vier­tel Gru­ne­walds statt. Aber nein – ich befin­de mich zwi­schen der Born­hol­mer Brü­cke und dem Gesund­brun­nen­cen­ter – mit­ten im Wed­ding. Will­kom­men in der Kolo­nie Sandkrug!

Baukindergeld, Baufamiliengeld und Baugenossenschaften

Hauswand auf Hauswand gemalt.
För­de­rung für Traum vom eige­nen Haus. Und die Genos­sen­schaf­ten? Foto: And­rei Schnell

Wer den Wed­ding in Rich­tung Bran­den­burg ins Eigen­heim ver­las­sen will oder in eine Eigen­tums­woh­nung in Ber­lin zie­hen will, der freut sich über das Ange­bot von CDU und SPD. Bau­kin­der­geld und Bau­fa­mi­li­en­geld wer­den aktu­ell im Wahl­kampf ver­spro­chen. Es geht um ein Geschenk von mehr als 10.000 Euro. Wer dage­gen Mit­ei­gen­tü­mer in einer Genos­sen­schaft ist, geht leer aus? Die vier Direkt­kan­di­da­ten in Mit­te Frank Hen­kel, Eva Högl, Özcan Mut­lu und Ste­phan Rau­hut ant­wor­ten (in alpha­be­ti­scher Reihenfolge).

Profi-Fußballer und Politiker haben was gemeinsam

Senator Andreas Geisel (SPD) während einer Wahlkampfveranstaltung. Foto Andrei Schnell.
Sena­tor Andre­as Gei­sel (SPD) wäh­rend einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung. Foto And­rei Schnell.

Andre­as Gei­sel, der Sena­tor für Stadt­ent­wick­lung, kam am 14. Juli ins Brun­nen­vier­tel. Maja Lasić, die Direkt­kan­di­da­tin der SPD im Wahl­kreis 7 (Brun­nen­vier­tel und Spren­gel­kiez) hat­te ein­ge­la­den zur Wahl­kampf­ver­an­stal­tung: “Bezahl­ba­res Woh­nen im Brun­nen­vier­tel. Für alle.” Ein guter Anlass, um zu beob­ach­ten, was es heißt, ein Poli­ti­ker zu sein. Dabei fällt auf, dass die bei­den Beru­fe, der des Poli­ti­kers und der eines Pro­fi-Fuß­bal­lers, ein paar Din­ge teilen.

Nicht gekommen, um zu bleiben – eigentlich…

Der Wed­ding ist nur Pro­vi­so­ri­um, eine Durch­gangs­sta­ti­on auf mei­nem unauf­halt­sa­men Weg in die hip­pen Kieze Ber­lins. Das erzäh­le ich mei­nen Kum­pels. In Kreuz­berg, Mit­te und Fried­richs­hain waren nur lei­der die Woh­nun­gen zu mies oder zu teu­er. Also: zog ich in den Wed­ding. Und im ers­ten Monat nach mei­nem Umzug von Mün­chen hier­her, in die Turi­ner Stra­ße, füt­tert er mich tat­säch­lich mit reich­lich Argu­men­ten für eine bal­di­ge Flucht.