Wedding kurz & knapp

22.08.2020 Das Leben ist nach dem Coro­na-Lock­down wie­der zurück­ge­kehrt. Auch im Wed­ding ist das jetzt deut­lich zu spü­ren. Die Kul­tur­ein­rich­tun­gen wagen sich vor­sich­tig an ers­te Ver­an­stal­tun­gen und die Orte der Gemein­schaft öff­nen wie­der ihre Türen. Die Mel­dun­gen heu­te sind nur eine klei­ne Aus­wahl des­sen, was im Wed­ding der­zeit geschieht in Poli­tik, Wirt­schaft, Kul­tur, Sozia­lem und Frei­zeit. In unse­rem Nach­rich­ten­for­mat „Wed­ding kurz & knapp“ schau­en wir die­ses Mal auf genau 20 der aktu­el­len Ereig­nis­se in unse­ren Kiezen.

GESCHLOSSEN Burger One: Viel mehr als der Name verrät

Eigent­lich bringt einen der Name Bur­ger One auf eine fal­sche Fähr­te. Denn die­ser Laden an der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße ver­eint das Bes­te aus ziem­lich vie­len Wel­ten. Und dort gibt es eine ori­en­ta­li­sche Früh­stücks­spe­zia­li­tät, die man selbst im Wed­ding kaum findet.

Baustellenführungen und Baustellenrallye

Schiller Bibliothek EingangsbereichZum Tag der Städ­te­bau­för­de­rung am 21. Mai

Am Sams­tag, dem 21. Mai fin­det wie­der der »Tag der Städ­te­bau­för­de­rung« statt – in über 500 Städ­ten und Gemein­den in ganz Deutsch­land. Beson­ders enga­giert dabei ist der Bezirk Ber­lin-Mit­te. Dort fin­den mehr Ver­an­stal­tun­gen statt als in irgend­ei­nem ande­ren Bezirk der Stadt. Auch das Akti­ve Zen­trum Mül­ler­stra­ße ist wie­der dabei. Am 21. Mai kann man sich in der neu­en Schil­ler-Biblio­thek über eini­ge aus­ge­wähl­te Pro­jek­te infor­mie­ren, die mit Hil­fe des Städ­te­bau­för­der­pro­gramms »Akti­ve Stadt- und Orts­teil­zen­tren« im Sanie­rungs­ge­biet Mül­ler­stra­ße rea­li­siert wur­den oder noch rea­li­siert wer­den sol­len. Dabei kann man natür­lich auch mit den dafür zustän­di­gen Mit­ar­bei­tern des Bezirks sowie des Büros Jahn, Mack und Part­ner ins Gespräch kom­men, das für die Pro­zess­steue­rung im Gebiet zustän­dig ist. Auch die Stadt­teil­ver­tre­tung mensch.müller wird mit einem eige­nen Infor­ma­ti­ons­stand ver­tre­ten sein. Zudem gibt es stünd­lich Bau­stel­len­füh­run­gen, und am Ende wird fei­er­lich der neue Kin­der­spiel­platz auf dem Zep­pe­lin­platz eröffnet.

Neues Familienzentrum am Nauener Platz

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Cor­ne­lia Det­te (r.) mit eini­gen Frau­en in der Küche des Familienzentrums.

Am gro­ßen Tisch in der Cafe­te­ria fal­tet eine Frau kon­zen­triert an leuch­tend gel­ben Papier­boo­ten für eine Flücht­lings-Kam­pa­gne von Amnes­ty Inte­ra­tio­nal. Eine zwei­te Frau kommt hin­zu, über­legt nicht lan­ge und macht mit. In einem klei­nen Büro­raum neben­an tippt ein Mann wäh­rend­des­sen in einen Com­pu­ter, er arbei­tet an der Inter­net­sei­te des Hau­ses. In der Küche backen drei Frau­en plau­dernd und fröh­lich lachend Kuchen. Die Lei­te­rin des Fami­li­en­zen­trums am Naue­ner Platz, Cor­ne­lia Det­te, hat heu­te Geburts­tag, der duf­ten­de Kuchen ist für sie.

Wedding von unten – seit 90 Jahren per U‑Bahn

Ein­fach unter­ir­disch: vie­le Ber­li­ner ken­nen den Wed­ding nur aus der Kel­ler­per­spek­ti­ve. Für sei­nen Unter­grund ist der Stadt­teil jedoch nicht erst in neu­es­ter Zeit bekannt, denn schon vor neun­zig Jah­ren erreich­te die ers­te U‑Bahn den Wedding.

U-Bahn-WagenDie ers­te U‑Bahn-Linie Ber­lins (die heu­ti­ge U 1) wur­de noch über­wie­gend als Hoch­bahn aus­ge­führt, so sehr miss­trau­te man ange­sichts der tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten um 1900 dem san­di­gen Ber­li­ner Unter­grund. Die Stadt Ber­lin hat­te den Bau und Betrieb anfangs einem pri­va­ten Bau­herrn (Sie­mens und Hals­ke) über­las­sen. Beim Bau der Nord-Süd-Bahn Wed­ding-Tem­pel­hof /Neukölln war sie jedoch selbst als Bau­herr tätig. Noch vor dem Ers­ten Welt­krieg began­nen die Bau­ar­bei­ten, wur­den aber bald ein­ge­stellt. Es dau­er­te noch bis Janu­ar 1923, bis die städ­ti­sche Nord-Süd-Bahn zwi­schen Hal­le­sches Tor und dem heu­ti­gen Bahn­hof Natur­kun­de­mu­se­um eröff­net wur­de. Im März des glei­chen Jah­res ging die Ver­län­ge­rung über Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße, Bahn­hof Wed­ding, Leo­pold­platz bis zur See­stra­ße in Betrieb, wodurch auch der Wed­ding über einen U‑Bahn-Anschluss verfügte.

Plätze im Wedding

Fal­len wir gleich mal mit der Tür ins Haus und behaup­ten: im Wed­ding gibt es eigent­lich so gut wie kei­ne schö­nen Stadt­plät­ze. Ent­we­der sind es vom Ver­kehr umtos­te Frei­flä­chen oder viel zu gro­ße unwirt­li­che Area­le, als dass man sie als belieb­te Treff­punk­te mit städ­ti­schem Leben wahr­nimmt. Hier eine Top Ten der Frei­flä­chen, die das Wort Platz im Namen füh­ren, von denen aber die wenigs­ten eine ech­te Auf­ent­halts­qua­li­tät besitzen:

Leopoldplatz

Ein langer harter Winter mit Schnee bis in den April...
Ein lan­ger har­ter Win­ter mit Schnee bis in den April…

Der Schnitt­punkt der Ver­kehrs­schnei­sen Mül­ler­stra­ße und Schul­stra­ße, unter dem sich auch gleich zwei U‑Bahn-Lini­en über­ein­an­der kreu­zen, trägt sei­nen Namen seit 1891. Wie vie­le Stra­ßen im Kiez bezieht sich der Name auf den Spa­ni­schen Erb­fol­ge­krieg von 1701–1714. Leo­pold I., Fürst von Anhalt-Des­sau (1676–1747) kämpf­te auf Sei­ten Preu­ßens und war auch als “der alte Des­sau­er” bekannt. Ein­ge­rahmt wird der Platz auf der offe­nen Nord­ost­sei­te von der zunächst kaum als Sakral­bau erkenn­ba­ren Alten Naza­reth­kir­che, die bis 1835 von Karl Fried­rich Schin­kel erbaut wur­de. Die Frei­flä­che zwi­schen den drei den Platz begren­zen­den Stra­ßen und der turm­lo­sen klas­si­zis­ti­schen Kir­che ist ein tra­di­tio­nel­ler Markt­stand­ort und besitzt mit der Skulp­tur “Ado­rant” (Nach­guss des Beten­den Jüng­lings von 325 v.Chr.) ein bedeu­ten­des Kunst­werk, aller­dings gut ver­steckt an sei­nem süd­west­li­chen Rand. Trotz sei­ner über­be­zirk­li­chen Bedeu­tung (vor allem durch das Kar­stadt-Kauf­haus und die U‑Bahn-Kreu­zung) ist der eigent­li­che Platz ein eher zugi­ger Ort, an dem man sich nur ungern län­ger auf­hält als unbe­dingt not­wen­dig. Die vor­letz­te Umge­stal­tung des “Leo” datiert aus dem Jahr 1984, und eine Auf­wer­tung des in die Jah­re gekom­me­nen Plat­zes ist in Angriff genom­men wor­den. Doch der Platz zieht sich, hin­ter der Schin­kel­kir­che, noch über drei Bau­blö­cke hin­aus als lang­ge­zo­ge­nes Recht­eck. Hier hat der “Leo” eher Grün­flä­chen­cha­rak­ter. Dort befin­den sich Spiel­plät­ze und ein neu ange­leg­ter “Trin­ker­be­reich”. Die Neue Naza­reth­kir­che (1891–93) mit ihrem 78 Meter hohen Turm prägt den öst­li­chen Platz­teil. Den namen­lo­sen Vor­platz vor dem Rat­haus Wed­ding, der in Sicht­wei­te, jedoch auf der ande­ren Sei­te der Mül­ler­stra­ße liegt, kann man im wei­tes­ten Sin­ne eben­falls als Bestand­teil des Leo­pold­plat­zes bezeichnen.

Nauener Platz

Ein “Nicht-Platz” ers­ter Güte. Er befin­det sich im Schnitt­punkt von Schul- und Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße, dar­un­ter ein in den 1970ern eröff­ne­ter U‑Bahnhof in Pop-Art-Optik, 1910 benannt nach der bran­den­bur­gi­schen Klein­stadt. Inter­es­san­ter ist da schon die Nut­zung des öffent­li­chen Raums an sei­ner Nord­ost­ecke durch ver­schie­de­ne Genera­tio­nen. Das Umfeld rund um das “Haus der Jugend”, einst u.a. Stand­ort der Kin­der­bi­blio­thek, wur­de 2009 unter dem Mot­to “Naue­ner Neu” umge­stal­tet. Hier befin­den sich Spiel- und Bolz­plät­ze, u.a. auch Spiel­ge­rä­te für Senio­ren. Auf den zwei­ten Blick ein sehr leben­di­ger Platz!

Weddingplatz

His­to­risch inter­es­san­ter Platz an der Stel­le, wo die Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße im schrä­gen Win­kel auf die Mül­ler­stra­ße trifft. Einst hieß er Kirch­platz, was sich auf eine nicht mehr nach­weis­ba­re Kir­che im wüst gefal­le­nen Dorf Wed­ding bezie­hen könn­te, wur­de aber 1835 umbe­nannt. Denn auf sei­ner Flä­che befand sich zuvor das Vor­werk Wed­ding. Die Dan­kes­kir­che in sei­ner Mit­te wur­de bis 1885 von August Orth errich­tet, im 2. Welt­krieg zer­stört und durch einen 1972 eröff­ne­ten sym­me­tri­schen Neu­bau von Fritz Bor­n­e­mann ersetzt, bei der der Glo­cken­turm in die Außen­wand inte­griert wur­de. Bedeut­sam ist der Fir­men­sitz der Fir­ma Sche­ring an sei­nem West­rand seit 1871 – das Phar­ma­un­ter­neh­men wur­de 2006 von der Bay­er AG über­nom­men. Das bis 1974 erbau­te 16-geschos­si­ge Ver­wal­tungs­ge­bäu­de wur­de spä­ter für sei­ne Inte­gra­ti­on in den Stadt­raum prä­miert! Unstrit­tig dürf­te sein, dass die­ser von Kriegs­zer­stö­run­gen gepräg­te und durch Gebäu­de im Zeit­geist der 1970er Jah­re ergänz­te Platz ein vom Ver­kehrs­lärm umtos­ter, unwirt­li­cher Ort ist, der trotz sei­nes Namens wohl kaum als iden­ti­täts­stif­tend für den Wed­ding gel­ten kann und auch als Platz so gut wie nie­man­dem bekannt ist.

Nachtigalplatz

Auf dem Nachtigalplatz
Auf dem Nachtigalplatz

Städ­te­bau­lich inter­es­san­te Lösung an einer Stel­le, wo sich die Togo­stra­ße und die Peter­s­al­lee recht­wink­lig tref­fen und die Afri­ka­ni­sche Stra­ße das Gan­ze dann im 45-Grad-Win­kel schnei­det. Um die­se ver­murks­te Kreu­zungs­si­tua­ti­on her­um wur­de ein recht­ecki­ger Platz mit ein­heit­lich gestal­te­ten Wohn­bau­ten ange­legt; in den vom Ver­kehr frei­ge­las­se­nen Frei­flä­chen befin­den sich tris­te Rasen­flä­chen. Grün­an­la­ge kann man die­se Platz­si­tua­ti­on beim bes­ten Wil­len nicht nen­nen. Ein Defi­zit an Grün­flä­chen bekla­gen die Anwoh­ner aber nicht, befin­det sich doch nur ein paar Schrit­te wei­ter die 120 Hekt­ar gro­ße Flä­che des Volks­parks Reh­ber­ge mit den aus­ge­dehn­ten Klein­gar­ten­ko­lo­nien. Knatsch gibt es eher wegen des Namens­ge­bers, dem Afri­ka­for­scher Gus­tav Nach­ti­gal. Die Umbe­nen­nung des Plat­zes wird ins­be­son­de­re von anti­ras­sis­ti­schen Initia­ti­ven gefor­dert, ist aber der­zeit poli­tisch nicht umsetzbar.

Max-Josef-Metzger-Platz

Auf dem Max-Josef-Metzger-PlatzEinst der Cour­biè­re­platz, benannt nach einem preu­ßi­schen Feld­mar­schall (1733–1811), ist die­se klei­ne Grün­flä­che umge­ben von ein paar Wohn­häu­sern, der St.Josefkirche und der Arbeits­agen­tur Mül­ler­stra­ße. Seit 1954 steht die Trüm­mer­säu­le auf dem Platz, die an den Wie­der­auf­bau erin­nert, den Platz aber eher noch trost­lo­ser erschei­nen lässt als ohne­hin schon. Der 12 Meter hohe Pfei­ler von Ger­hard Schult­ze-See­hof ist mit Mosa­ik­re­li­efs geschmückt. Der “Park” drum­her­um wirkt ins­ge­samt etwas unge­pflegt, kein Wun­der, dass der Platz im Volks­mund Lau­se­park heißt. Da ist der auf der ande­ren Sei­te der Gericht­stra­ße lie­gen­de Urnen­fried­hofs­park mit dem Kre­ma­to­ri­um schon ein schö­ne­rer Blick­fang. Der heu­ti­ge Name des Plat­zes erin­nert an einen streit­ba­ren katho­li­schen Theo­lo­gen, der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs drei Jah­re lang an der St.Josefkirche gegen­über des Plat­zes gewirkt hatte.

Louise-Schroeder-Platz

Hier, an der Gren­ze zwi­schen Mit­te und Rei­ni­cken­dorf, hat man einen Platz nach Ber­lins ers­ter Ober­bür­ger­meis­te­rin (1947/48) benannt. Der Tages­spie­gel schreibt dazu: “Hat Loui­se Schroe­der … die­sen Platz ver­dient? Er ist ein vom Ver­kehr umtos­tes Mau­er­blüm­chen, ein stil­ler Treff der Trin­ker­sze­ne. Vor allem ist er eine unfrei­wil­li­ge Aus­stel­lung der Schä­den, die der Geld­man­gel Ber­lins an den öffent­li­chen Anla­gen anrich­tet. Es sind zwar noch Spu­ren mini­ma­ler Pfle­ge zu erken­nen, der Rasen ist leid­lich gemäht, die Rosen her­un­ter­ge­schnit­ten. Aber sonst? Die Zier­bee­te der west­li­chen Platz­hälf­te wer­den von Löwen­zahn und Dis­teln über­wu­chert, der Zier­teich auf der Ost-Hälf­te sieht vor lau­ter Algen aus wie ein Sumpf. Und in die Wege hin­ein wuchert Unkraut, alles wächst wild, und in eine Ecke hat irgend­je­mand sei­ne über­zäh­li­gen Ikea-Schrän­ke ent­sorgt.” Muss man noch mehr dazu sagen?

Augustenburger Platz

Augustenburger Platz
Augus­ten­bur­ger Platz

Die­ser Platz, benannt im Jahr 1901 nach einem Schloss in Däne­mark, hat nur eine Haus­num­mer. Immer­hin han­delt es sich beim Adres­sa­ten um das Virchow-Kli­ni­kum der Cha­ri­té. Wie ein Schloss mit einem reprä­sen­ta­ti­ven Vor­hof wirkt der zum Augus­ten­bur­ger Platz wei­sen­de älte­re Teil des bis 1906 von Lud­wig Hoff­mann errich­te­ten Kran­ken­haus­baus. Der Platz selbst ist weni­ger attrak­tiv – eine unge­pfleg­te Grün­an­la­ge mit U‑Bahn-Ein­gang (Amru­mer Stra­ße). Die hier begin­nen­de brei­te Torf­stra­ße mit ihrer grün­der­zeit­li­chen Bebau­ung wird eher als urba­ner Raum wahr­ge­nom­men als die­ser drei­ecki­ge Vor­platz zum Kran­ken­haus. Auf die Idee, sich hier für län­ge­re Zeit hin­zu­set­zen, kommt hier wohl niemand.

Sparrplatz

Groß ist der lang­ge­zo­ge­ne, 1897 nach dem ers­ten Feld­mar­schall Otto Chris­toph Frei­herr von Sparr (1599–1668) benann­te Platz im Spren­gel­kiez ja durch­aus. Kuri­os ist, dass auf bei­den Platz­sei­ten die Sparr­stra­ße ver­läuft – eine Post­adres­se Sparr­platz gibt es nicht. Herr­mann Mäch­tig leg­te 1902 einen Ent­wurf zur Gestal­tung vor, 1919 und 1931 gab es eine erneu­te Umge­stal­tung. 1950 und 1954 erfolg­te eine Neu­an­la­ge, bei der Gehölz­grup­pen gepflanzt und Spiel­plät­ze errich­tet wur­den. Durch das Quar­tiers­ma­nage­ment, das sich nach dem Platz (und nicht nach dem Spren­gel­kiez) benannt hat, ist viel Geld in die Moder­ni­sie­rung der Anla­ge geflos­sen. Heu­te gehört der Platz wie­der zu den ange­neh­me­ren Orten im Wed­ding, zumin­dest tags­über und im Sommer.

Nettelbeckplatz

NettelbeckplatzJoa­chim Chris­ti­an Net­tel­beck ver­tei­dig­te sei­ne Stadt Kol­berg gegen Napo­le­on. Der Platz, wo sich die Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße, die Lin­dower und die Gericht­stra­ße kreu­zen, heißt seit 1884 nach die­sem Kauf­mann. Zuletzt 1985 wur­de der Platz umge­stal­tet, er ist seit­her ver­kehrs­be­ru­higt. Es ist einer der ganz weni­gen Plät­ze im Wed­ding, auf denen man sich auf einer gro­ßen run­den Bank unter Bäu­men nie­der­las­sen kann. Ein Denk­mal namens “Tanz auf dem Vul­kan” (1988) gibt dem run­den Stadt­platz einen Mit­tel­punkt. Die Wie­der­eröff­nung der Ring­bahn mit dem S‑Bahnhof Wed­ding hat sicher auch dazu bei­getra­gen, dass der Net­tel­beck­platz an Auf­merk­sam­keit hin­zu­ge­won­nen hat. Mit dem Kik­i­Sol, dem “Magen­dok­tor” und der Gericht­stra­ße ist der Platz im Mit­tel­punkt eines sich ent­wi­ckeln­den Nacht­le­bens. Als Platz, der für den Wed­ding eine zen­tra­le Bedeu­tung besitzt, wird der Net­tel­beck­platz aller­dings noch nicht wahrgenommen…

Pekinger Platz

1905 wur­de der drei­ecki­ge Platz am Nord­ufer des Schif­fahrts­ka­nals nach der chi­ne­si­schen Haupt­stadt benannt. Damit soll­te an die Beset­zung Pekings durch Trup­pen der Groß­mäch­te unter deut­scher Füh­rung im Jahr 1900 erin­nert wer­den. Das “Café Acht­eck”, ein denk­mal­ge­schütz­tes Pis­soir, stammt aus dem Jahr 1890. Nach­dem der Platz nach dem Krieg als Trüm­mer­ab­la­de­platz gedient hat­te, wur­de er 1949 wie­der als Park errich­tet. 2010 wur­de der Park neu gestal­tet und die Stra­ße Nord­ufer ver­kehrs­be­ru­higt. Seit­her gibt es zahl­rei­che neue Fit­ness-Spiel­ge­rä­te auf der Pro­me­na­de mit Was­ser­la­ge. Auch gibt es mit dem “Aus­zeit” direkt am Platz ein belieb­tes Café. Fazit: Der Pekin­ger Platz ist unbe­strit­ten Wed­dings schönst­ge­le­ge­ner Platz!

Es gibt natür­lich noch mehr Plät­ze im Wed­ding, z.B. den Zep­pe­lin­platz. Wel­cher Platz gefällt euch am wenigs­ten? Und gibt es Plät­ze, die ihr als “schön” bezeich­nen würdet? 

ExRotaprint: Strahlkraft für Kunst und Gewerbe im Wedding

Das Pro­jekt ExRo­ta­print steht für eine behut­sa­me Ent­wick­lung des Kiezes an der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße in Ber­lin-Wed­ding. Denn die Gesell­schaf­ter der gemein­nüt­zi­gen ExRo­ta­print-GmbH pro­fi­tie­ren nicht von den Ein­nah­men des Gelän­des und kön­nen bei Ver­kauf ihrer Gesell­schafts­an­tei­le kei­nen Mehr­wert rea­li­sie­ren. Dadurch kann lang­fris­tig sta­bil zu selbst geschaf­fe­nen Kon­di­tio­nen gear­bei­tet wer­den. Dass sie gera­de hier blei­ben und alles lang­fris­tig gestal­ten kön­nen, dar­in liegt für die Initia­to­ren der wirk­li­che Profit.

Klaus Kirs­ten – den Namen die­ses Archi­tek­ten dürf­ten nur die wenigs­ten ken­nen. Die von ihm gebau­ten Häu­ser sind kaum bekannt, sein Lebens­weg ist schwer zu rekon­stru­ie­ren.  Hin­ge­gen sind die Erwei­te­rungs- und Ergän­zungs­bau­ten der Fabrik “Rota­print” in Ber­lin-Wed­ding, die er als jun­ger Archi­tekt in den Fünf­zi­ger­jah­ren rea­li­sier­te, umso bemer­kens­wer­ter. “Gera­de die Archi­tek­tur die­ser Gebäu­de hat uns dazu inspi­riert, uns hier dau­er­haft zu enga­gie­ren”, sagt Danie­la Brahm, Gesell­schaf­te­rin der “Ex-Rota­print”- gGmbH und zusam­men mit Les Schlies­ser und Anna Schus­ter Mit-Initia­to­rin von ExRo­ta­print. Man sieht ihr auch nach zehn Jah­ren noch die Begeis­te­rung für die­sen ein­zig­ar­ti­gen Gebäu­de­kom­plex im Wed­ding an. Die Künst­le­rin hat ihr Ate­lier in einem der bei­den Gebäu­de­tei­le aus den Fünf­zi­ger­jah­ren. “Der Eck­bau an der Gott­sched­stra­ße und die­ses Gebäu­de sind wie unglei­che Zwil­lin­ge”, fin­det Danie­la Brahm. Das reprä­sen­ta­ti­ve Quer­ge­bäu­de hin­ge­gen, das durch sei­ne rie­si­ge, recht­ecki­ge Glas­front beein­druckt, bie­tet sich für die Ein­bin­dung in die Öffent­lich­keit gera­de­zu an: “Hier könn­ten wir uns per­spek­ti­visch eine Art Kon­gress­zen­trum vor­stel­len”, sagt Danie­la Brahm mit einem Augen­zwin­kern. Das geht bei die­sem Modell nicht kurz­fris­tig – es ist klar, dass die Sanie­rung der erhal­te­nen Fabrik­ge­bäu­de nur lang­fris­tig von­stat­ten gehen kann: “Hier soll etwas Dau­er­haf­tes pas­sie­ren. Die Leu­te, die sich hier enga­gie­ren, wol­len in Ber­lin etwas auf­bau­en, was funktioniert.”

Die ein­zig­ar­ti­ge Archi­tek­tur der frü­he­ren Fabrik für Druck­of­fset­ma­schi­nen, die zwar noch Bau­ten aus der Vor­kriegs­zeit umfasst, aber kei­ne Fer­ti­gungs­hal­len mehr, ist ein Allein­stel­lungs­merk­mal. Auch Außen­ste­hen­de ver­mag die­se Archi­tek­tur für das gesam­te Pro­jekt zu begeis­tern. Das Umfeld, ein sozi­al schwa­cher Kiez, erfor­dert zudem Rück­sicht – anders als es Immo­bi­li­en­spe­ku­lan­ten für gewöhn­lich tun: “Wir wol­len den Stand­ort hier nicht über­rol­len und ihm etwas Frem­des über­stül­pen”; erklärt Brahm. “Daher haben wir hier zu je einem Drit­tel eine Nut­zung durch sozia­le Trä­ger, Gewer­be und Kul­tur­wirt­schaft. Fast die gesam­ten 10 000 Qua­drat­me­ter sind ver­mie­tet.” Das Klein­ge­wer­be – immer noch typisch für den Orts­teil – soll so ein­be­zo­gen und eben nicht ver­drängt wer­den. Danie­la Brahm weiß, wovon sie spricht: sie hat “ihren” Ver­drän­gungs­pro­zess ab 1990 in Ber­lin-Mit­te erlebt: “Da ist es mir spä­ter fremd gewor­den”, sagt sie, “als Künst­ler haben wir uns durch unse­re Vor­ar­beit selbst hin­aus­ge­trie­ben.” Die so genann­te Gen­tri­fi­zie­rung droht dem Gebiet rund um die Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße zwar nicht im glei­chen Maße wie die his­to­ri­sche Innen­stadt, aber man kann man schon von der obers­ten Eta­ge des Fabrik­ge­bäu­des sehen, dass Luxus-Dach­ge­schos­se ent­stan­den sind, erzählt Danie­la Brahm.  Die Künst­le­rin kennt die­sen Teil des Wed­ding seit über einem Jahr­zehnt und ist sich bewusst, dass das von ihr mit­ver­ant­wor­te­te Pro­jekt auch eine Strahl­kraft für den Kiez besitzt: “Man macht letzt­lich immer mit bei der Auf­wer­tung eines Vier­tels – aber die­ser Kiez kann das gut gebrauchen!”

Wie kam es zum Grundstückskauf?

Damit das Gelän­de nicht der Immo­bi­li­en­spe­ku­la­ti­on anheim­fal­len konn­te, war viel Geschick erfor­der­lich: dass es im Sep­tem­ber 2007 gelun­gen ist, die Fabrik durch die “ExRo­ta­print gGmbH” zu über­neh­men, war ein Signal des Auf­bruchs. Eini­ge der dama­li­gen Mie­ter der Rota­print-Fabrik gin­gen gemein­sam vor, um zu ver­hin­dern, dass das Are­al vom Ber­li­ner Lie­gen­schafts­fonds an einen Inves­tor ver­kauft wird, Damit woll­ten sie der Per­spek­tiv­lo­sig­keit der Rota­print-Fabrik etwas ent­ge­gen­set­zen. Die Rechts­form einer nicht-gewinn­ori­en­tier­ten gemein­nüt­zi­gen GmbH war der Kom­pro­miss, auf den sich die dama­li­gen Akteu­re nach lan­gen Dis­kus­sio­nen einig­ten. Zwei Stif­tun­gen, deren Ziel­set­zung es ist, sich gegen die Spe­ku­la­ti­on mit Grund und Boden zu rich­ten und Alter­na­ti­ven zu för­dern, hal­fen beim Kauf des Grund­stücks. Mit den Stif­tun­gen hat die ExRo­ta­print gGmbH einen 99-jäh­ri­gen Erb­bau­pacht­ver­trag geschlos­sen und ist somit allein­ver­ant­wort­li­che Betrei­be­rin des Gelän­des. Statt sich für den Grund­stücks­kauf zu ver­schul­den, kön­nen die Miet­ein­nah­men und Kre­di­te nun für die drin­gend benö­tig­te, behut­sa­me Gebäu­de­sa­nie­rung ver­wen­det wer­den. Dar­in liegt der ent­schei­den­de Vor­teil für ExRotaprint.“Es ist ja so, dass die Bau­ten der Fünf­zi­ger­jah­re nur aus Beton, Glas und Stahl bestehen und dadurch sehr ener­gie­in­ten­siv sind”, erklärt Brahm die heu­ti­ge bau­li­che Situa­ti­on eini­ger Gebäudeteile.”

Schon beim Tag des Offe­nen Denk­mals 2007, als die Archi­tek­tur der Nach­kriegs­mo­der­ne im Mit­tel­punkt stand, fan­den sich erst­mals zahl­rei­che Besu­cher zu den von Danie­la Brahm und dem Archi­tek­ten Bern­hard Hum­mel geführ­ten Besich­ti­gungs­tou­ren in der Fabrik ein. Auch in den fol­gen­den Jah­ren fan­den vie­le Inter­es­sier­te den Weg auf das Rota­print-Gelän­de. “Die Archi­tek­tur gibt uns die Ener­gie für die­ses Pro­jekt, und des­we­gen haben wir’s gewagt” – für Danie­la Brahm ist es das, was das Pro­jekt ExRo­ta­print so attrak­tiv macht.

Zu ver­mie­ten sind dau­er­haft ein Pro­jekt­raum und Gäs­te­woh­nun­gen. Seit eini­gen Jah­ren gibt es auch eine Kan­ti­ne, die die Mie­ter und die Nach­bar­schaft mit Früh­stück, Mit­tag­essen, Kaf­fee und Kuchen ver­sorgt. Sie bie­tet gutes Essen für Alle zu fai­ren Prei­sen. Das Team der Kan­ti­ne kann für das Cate­ring von Ver­an­stal­tung in und außer Haus gebucht werden.

ExRo­ta­print

Gott­scheds­tr. 4/Reinickendorfer Str.

U Naue­ner Platz

Bei­trag auf panke.info

Antonkiez: Kein Totentanz im Kiez rund um den Urnenfriedhof

Nettelbeckplatz
Net­tel­beck­platz

Man tut die­sem klei­nen Kiez viel­leicht etwas unrecht, wenn man ihn kaum wahr­nimmt, denn er liegt etwas ver­lo­ren zwi­schen Leo­pold­platz, Net­tel­beck­platz und dem S‑Bahn-Ring. Dabei geht auf die­sen Teil des Wed­ding gar die Besied­lung des gan­zen Orts­teils zurück: an der heu­ti­gen Ecke Rei­ni­cken­dor­fer-/ Pankstra­ße  stand noch bis zum Beginn des 20. Jahr­hun­derts das 1601 gegrün­de­te Gut “Vor­werk Wed­ding” und muss­te erst dem groß­flä­chi­gen Bau von Miets­ka­ser­nen wei­chen. Die Stra­ßen des Kiezes sind teil­wei­se von 1820 und damit älter als die meis­ten Neben­stra­ßen des Wed­ding, die auf den Hobrecht-Plan aus dem Jahr 1862 zurück­ge­hen. Heu­te geht man an der Kös­li­ner Stra­ße acht­los vor­bei, aber die­ser ellen­bo­gen­för­mi­ge Weg steht für das, was den Ruf des “Roten Wed­ding” mit begrün­de­te. Die gan­ze Gegend war eine KPD-Hoch­burg. Im Jahr 1929 führ­te das Ver­bot einer Mai­de­mons­tra­ti­on zum Bau von Bar­ri­ka­den. Das Ein­grei­fen der Poli­zei mün­de­te in blu­ti­gen Stra­ßen­kämp­fen – 19 Tote waren am Ende des Tages zu bekla­gen. Nicht weni­ger bra­chi­al war der Umgang mit der Geschich­te nach dem Krieg: Nahe­zu kein Gebäu­de hat die Kahl­schlag­sa­nie­rung  über­stan­den, dafür erin­nert aber – abseits des Orts des Gesche­hens–  ein Gedenk­stein an der Wie­sen­stra­ßen­brü­cke über die Pan­ke an den “Blut­mai” 1929.

Im Schatten des Krematoriums

Urnenfriedhof Gerichtstraße
Urnen­fried­hof Gerichtstraße

Das schöns­te Gebäu­de im Kiez ist zugleich auch eine ganz beson­de­re Sehens­wür­dig­keit. Es han­delt sich näm­lich um Ber­lins ältes­tes Kre­ma­to­ri­um von 1909/10. Es wur­de schon errich­tet, bevor die Lei­chen­ver­bren­nung auf dem Gebiet Preu­ßens 1912 lega­li­siert wur­de. Bis dahin konn­ten nur Urnen von Ver­stor­be­nen bei­gesetzt wer­den, die außer­halb Preu­ßens ver­brannt wur­den. Der Urnen­fried­hof, der einen gan­zen Stra­ßen­block ein­nimmt, ging aus dem ers­ten städ­ti­schen Fried­hof Ber­lins aus dem Jahr 1828 her­vor. Kuri­os ist, dass es eher die wohl­ha­ben­den Schich­ten waren, die sich für die­se Form der Bestat­tung ent­schie­den und so kommt es, dass auch vie­le bedeu­ten­de Per­sön­lich­kei­ten aus Kunst, Wis­sen­schaft und Poli­tik die Urnen­hal­le im Kre­ma­to­ri­um Wed­ding mit ihrer Asche beeh­ren. Das acht­ecki­ge Gebäu­de ent­hält eine antik anmu­ten­de Fei­er­hal­le und wird sei­ner­seits von einer acht­ecki­gen Flü­gel­an­la­ge umschlos­sen. Dar­in befin­den sich wei­te­re Nischen mit Urnen, so genann­te Kolum­ba­ri­en. Das Wed­din­ger Kre­ma­to­ri­um stell­te 2010 den Betrieb ein und wur­de im Jahr 2012 ver­kauft. Das unge­wöhn­li­che Gebäu­de wur­de zu einem Kul­tur-Cam­pus umge­stal­tet. Besit­zer des Ensem­bles, zu dem noch ein Lei­chen­haus, die Fried­hofs­ver­wal­tung und der Gärt­ner­stütz­punkt gehö­ren, ist die Silent Green Kul­tur­quar­tier.

Auch sonst prä­gen öffent­li­che Gebäu­de das Gebiet. Impo­nie­rend ist der Kom­plex aus meh­re­ren Schul­ge­bäu­den, die am Schnitt­punkt drei­er Stra­ßen in einer per­fek­ten Sym­me­trie geplant waren. Rea­li­siert wur­de der Plan zwar nur zu drei Vier­teln, den­noch beein­druckt die schie­re Grö­ße: 3300 Schü­ler konn­ten nach der Eröff­nung im Jahr 1913 in 67 Klas­sen unter­rich­tet wer­den! Heu­te befin­det sich die Volks­hoch­schu­le in einem der Schul­ge­bäu­de. Auch das ehe­ma­li­ge Post­amt in der Gericht­stra­ße (1926–28) ist durch sei­ne expres­si­ve For­men­spra­che aus Spros­sen­fens­tern und Back­stei­nen durch­aus stadtbildprägend.

Gerichtstraße und Nettelbeckplatz im Mittelpunkt

Stattbad GerichtstrApro­pos Gericht­stra­ße: Das Stadt­bad Wed­ding war das letz­te von Lud­wig Hoff­mann erbau­te Bad aus dem Jahr 1907.  Im ehe­ma­li­gen Wed­ding war der Wohn­raum knapp und es gab kaum sani­tä­re Ein­rich­tun­gen. Des­halb waren die Wan­nen- und Dusch­ab­tei­lun­gen wich­ti­ger Bestand­teil des Stadt­ba­des. Seit 2002 ruht aller­dings der Bade­be­trieb. Unter dem Namen Statt­bad wur­de das Gebäu­de für Kunst­aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen genutzt. Aller­dings wur­de sei­tens des Bezirks­amts im Mai 2015 die Schlie­ßung ver­fügt; schließ­lich wur­de es im Som­mer 2016 ganz abge­ris­sen und wich dem Neu­bau von Stu­den­ten­ap­par­te­ments.  In der Sche­rer­stra­ße eta­bliert sich übri­gens ein wei­te­rer klei­ner Kunst­stand­ort. In der Gott­sched­stra­ße, auf der ande­ren Sei­te der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße, haben sich eini­ge Bars ange­sie­delt. Vor allem das Ex Rota­print-Pro­jekt dürf­te auch zu einer Ver­ste­ti­gung von gewerb­li­chen Struk­tu­ren beitragen.

In der Adolfstraße
In der Adolfstraße

Wohin die Rei­se des Anton­kiezes geht, ist schwer abseh­bar. Kahl­schlag­sa­nie­rung und sozia­ler Woh­nungs­bau (vor allem der 1980er Jah­re) prä­gen das zer­ris­se­ne Gebiet immer noch. Immer­hin hat die Ver­kehrs­be­ru­hi­gung des Net­tel­beck­plat­zes im Jahr 1985 dazu bei­getra­gen, dass man sich inzwi­schen ger­ne auf die­ser Frei­flä­che auf­hält. Anzie­hungs­punk­te mit Strahl­kraft gibt es nur weni­ge, aber es gibt sie. Trotz­dem liegt die­ses Gebiet ein­fach zen­tral und ist aus allen Rich­tun­gen gut erreich­bar. Gut mög­lich, dass sich das Image des Kiezes rund um den Urnen­fried­hof bald ändert.

Prinz Eugen Str
Prinz-Eugen-Stra­ße
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