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Schnell hin und weg:
9 Dinge zur U9

Am 2. September 2021 wurde die erste nach dem Krieg gebaute Linie 60 Jahre alt.
3. September 2021
Foto: Joachim Faust

60 Jah­re alt wirst du, oran­ge­far­be­ne Linie! So modern und so schnell war bis 1961 kei­ne ande­re U‑Bahn-Linie Ber­lins, und mit der U9 erhielt der Wed­ding den bes­ten Anschluss an die City West. Zum Jubi­lä­um ein paar Fun Facts über das Geburtstagskind. 

  1. Am 28. August 1961 eröff­net, also nur drei Wochen nach dem Mau­er­bau, war die Linie die ers­te voll­kom­men neu gebau­te Linie nach dem Krieg.
  2. Nur durch die U9 war der nörd­li­che Abschnitt der U6, wo sich auch die Haupt­werk­statt See­stra­ße befin­det, auch über West­ber­li­ner Gebiet mit dem übri­gen Netz ver­bun­den. Am Leo­pold­platz gibt es daher auch ein Ver­bin­dungs­gleis zwi­schen U6 und U9.
  3. Ursprüng­li­cher Name war Linie G, ab 1966 hieß sie dann Linie 9 und dann ab 1984 U9. Die Lini­en­far­be war aber von vorn­her­ein orange. 
  4. Groß­pro­fil: Wie die Linie U5, U6, U7 und U8 ist auch die U9 eine Groß­pro­fil­li­nie. Die Wagen sind brei­ter als die der U1-U4, näm­lich 2,65 Meter. 
  5. Die schnells­te Linie Ber­lins: Von vorn­her­ein für 70 km/h zuge­las­sen, schaff­ten die Züge von Anfang an die Stre­cke Zoo-Leo in nur zehn Minuten. 
  6. Linie ohne Pau­se: Die U9 fuhr als ers­te Groß­pro­fil­li­nie ab 1990 am Wochen­en­de auch nachts durch – im Viertelstundentakt. 
  7. 1961 wur­de der ers­te Abschnitt Spi­chern­stra­ße-Leo­pold­platz eröff­net. Erst 1976 folg­te der nörd­li­che Teil von Leo­pold­platz zur Oslo­er Stra­ße. Dort ende­te dann ein Jahr spä­ter auch die U8, wodurch Oslo­er Stra­ße eine Umstei­ge­sta­ti­on wurde. 
  8. Der Bahn­hof Amru­mer Stra­ße wur­de beson­ders tief ange­legt, weil über ihm auch die Stadt­au­to­bahn West­tan­gen­te in einem Tun­nel ent­lang­füh­ren sollte. 
  9. Weil der 1976 eröff­ne­te Bahn­hof Naue­ner Platz – wie der gan­ze Wed­ding – im fran­zö­si­schen Sek­tor von Ber­lin lag, wur­den die Wän­de in den fran­zö­si­schen Natio­nal­far­ben blau, weiß und rot gestaltet. 

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

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