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Weddinger Empfehlungen: 3D-Bilderbücher

Totem Emilie Doerflinger, BilderbücherUnd wieder durchstöbert Émilie Peinchaud aus dem Café-Buchladen Totem in der Maxstraße originelle Bilderbücher für Groß und Klein und wählt daraus drei Empfehlungen für unsere Leser. Diesmal hat sie Bücher gefunden, die sich mit Farbfiltern oder 3D-Brillen entdecken lassen – und die dem Leser zeigen, dass Bücher lebendiger sein können als das Fernsehen. Weiterlesen

Weddinger Empfehlungen: 3 besondere Bilderbücher

Émilie Peinchaud vom Buchladen in der Maxstraße. Foto: Totem
Émilie Peinchaud vom Buchladen in der Maxstraße. Foto: Totem

Ab sofort durchstöbert Émilie Peinchaud aus dem Café-Buchladen Totem in der Maxstraße originelle Bilderbücher für Groß und Klein und wählt daraus drei Empfehlungen für unsere Leser. Diesmal hat sie Bücher gefunden, die den Kleinen beim Spracherwerb helfen, die ein Stück Kindheit eingefangen haben und die aus dem Alltag eines Krokodils erzählen.

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Totem: Bilderbücher für Groß und Klein

Totem TafelAn der Ecke Max- und Schererstraße hat, man mag es kaum glauben, ein Buchladen mit Café namens Totem eröffnet. Emilie Doerflinger hat sich damit einen Traum erfüllt und schenkt dem Wedding einen ganz besonderen Ort für Grafikinteressierte – mit französischem Akzent. Am Sonnabend (9.9.) um 11 Uhr eröffnet die Café-Buchhandlung.  Weiterlesen

7 namhafte Weddinger Unternehmen

glaskiste exrotaprintDer Wedding war nicht nur Wohnort von Arbeitern, sondern auch ein bedeutender Produktionsstandort. Klangvolle Namen lassen sich ebenso mit dem Stadtteil verbinden wie eher lokal bekannte Firmen. Schwerpunkte der Industrie waren im südlichen Teil des Wedding, im heutigen Ortsteil Gesundbrunnen und an der See- bzw. Osloer Straße. Nördlich der Seestraße gab es hingegen so gut wie keine Industrie. Doch die Zeiten, in denen es im Wedding Arbeitsplätze in Hülle und Fülle gab, sind vorbei. Einige wenige Beispiele aus einer langen Liste – die sich noch fortsetzen ließe – reichen aus, um Glanz und Niedergang der Industrie im Wedding und in Gesundbrunnen aufzuzeigen: Weiterlesen

Es kühlt ab! Eis am Leopoldplatz von der Eismanufaktur-Berlin

Eismanufaktur Berlin
Eis aus eigener Herstellung

Ein Eis geht immer, sagt man und Eis muss sein bei dieser Hitze. Am hinteren Ende des Leopoldplatzes, quasi vom U-Bahnhof Leopoldplatz einmal auf die Seite der Maxstraße rüber, haben die Weddinger seit Mai nun die passende Gelegenheit dazu.

Wiebke steht heute hinter dem Kühltresen des Geschäfts der „Eismanufaktur-Berlin“ und versorgt die hungrige Kundschaft. Produziert wird das Eis in Moabit, dort hat Wiebke  – die ebenfalls in Wedding wohnt –  schon mitgeholfen und kennt sich deshalb mit der Herstellung bestens aus.

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Seniorenfreizeitstätte: Abriss ja oder nein?

Funktionaler Zweckbau an der Schulstraße

Seniorenfreizeitstätte (Bild: Pharus Plan)
Seniorenfreizeitstätte (Bild: Pharus Plan)

Auf dem hinteren Leopoldplatz, an der Ecke Schul-/Maxstraße, steht ein Flachbau aus den Siebzigerjahren, der heute als Seniorenfreizeitstätte genutzt wird. Wer am Wochenende vorbeikommt, sieht und hört, dass hier auch fröhlich Familienfeste gefeiert werden. Zum Oktober soll es allerdings ruhiger werden, denn der Vertrag ist gekündigt. Das Gebäude soll asbestbelastet sein und abgerissen werden. Die Stadtteilvertretung Müllerstraße  und Runder Tisch Leopoldplatz haben sich damit befasst.

Bisher ist die Finanzierung der Beseitigung des wenig schönen Zweckbaues allerdings unklar. Sollte er abgerissen werden, so verändert  sich an dieser Stelle der mit Mitteln des QM Pankstraße erst vor einigen Jahren umgestaltete Leopoldplatz. Hier erhält der Platz durch den schützenden Betonbau etwas Ruhe  und Aufenthaltsqualität, vor allem angesichts des tosenden Verkehrs der Schulstraße.

Standort wegweisender pädagogischer Einrichtungen

Ein Blick zurück an diesen geschichtsträchtigen Ort verändert den Blickwinkel. Denn das, was wir hier heute Leopoldplatz nennen. war eigentlich kein Platz, es war der Standort einer durchaus besonderen Schule, die im Krieg zerstört, nach 1945 aber nicht wieder aufgebaut wurde.  In dieser nach der Reformpädagogik von Wilhelm Paulsen eingerichtet „Lebensgemeinschaftsschule“ erfolgte der Unterricht nach dem Wunsch der Schüler. Auf dem Teil des Platzes gab es auch einen von Clara Grunwald eingerichteten Montessori-Kindergarten. Frau Grunwald,  die selbst Jüdin war, ermöglichte ab 1933 vielen Juden die Ausreise oder den Weg in den Untergrund und wurde 1943 in einem Konzentrationslager ermordet. Eberhard Elfert hat im Frühjahr 2012 mit seiner aus den Mitteln des QM Pankstraße finanzierten Weddinger Schaufenster-Ausstellung auf viele solcher historisch interessanten Details hingewiesen.

Der Funktionsbau war einst die Passierscheinstelle

Gedenktafel für die Passierscheinstelle
Gedenktafel für die Passierscheinstelle

Und auch die unscheinbare Betonkiste, die nun auf der Abrissliste steht, ist mehr als ein einfacher Zweckbau, es ist ein Stück Zeitgeschichte. Den Menschen, die hier lange leben, ist das Gebäude eher als eine von fünf Passierscheinstellen der DDR bekannt. Hier bekamen die Westberliner zu Mauerzeiten – von DDR-Grenzern bearbeitet – ihren „Passierschein“, der zum Besuch von Ost- Berlin berechtigte. Diejenigen hingegen, die in West-Berlin lebten, aber in „Westdeutschland“ gemeldet waren, hatten es einfacher. Bürger der BRD brauchten zur „Einreise in die DDR“ nur ihren Reisepass, und natürlich 25,- DM für den sogenannten Zwangsumtausch. Eine schlichte Gedenktafel weist am Gebäude auf  diese Geschichte hin.

Angesichts dieser historischen Fakten stellt sich also die Frage: sollte das Bauwerk als „Denkmal“ erhalten bleiben, ja oder nein?