Kiez-Handwerkskunst: Antares Keramik und Töpferei Schwarz

Die Töpferei Schwarz, seit 2007 im Verbund mit Antares Keramik, war über 42 Jahre eine feste Institution im Afrikanischen Viertel. Nachdem durch einen Eigentümerwechsel die Miete angehoben wurde, musste das Atelier letztes Jahr gezwungenermaßen ausziehen. Zum Glück konnte die Werkstatt aber in der Nähe bleiben.

Ein Abend im Späti: Zwischen Feinwaschmittel und Seelsorge



Späti, so nennen gerade die Berliner liebevoll die Anlaufstelle Nummer Eins, wenn die Sonne untergegangen ist.
 Egal ob morgens oder nachts, der Spätkauf ist nirgendwo mehr wegzudenken.
 Schon lange ist es nicht mehr einfach nur ein kleiner Laden, um auf die Schnelle Bier, Zigaretten oder Knabberkram zu kaufen. Vielmehr ist es über die Jahre eine Mischung aus Mini-Supermarkt, Internetcafe, Copyshop, Treffpunkt und Infobörse geworden.


Einweihung des „Afrika-Spielplatz“ auf der Togostraße

Afrikanischer Spielplatz
Afrikanischer Spielplatz

Am Donnerstag, den 24. September weihen Bürgermeister Christian Hanke sowie Baustadtrat Carsten Spallek mit einem bunten Fest den so genannten „Afrika-Spielplatz“ auf der Mittelstreifenpromenade der Togostraße (Höhe Kameruner Straße) ein. Hoffentlich wurden die defekten Spielgeräte bis dahin ausgetauscht oder wenigstens repariert.

An der Togostraße tut sich was

Ein ungewohntes Bild im WeddingDas Gebiet zwischen Togostraße, Kameruner Straße und der Seestraße ist das größte geschlossene Altbaugebiet im Afrikanischen Viertel in Berlin-Wedding. Ich habe den Eindruc, dass sich der Togokiez immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Kreative entwickelt.  Kein Wunder, lebt es sich hier doch ganz passabel in preiswerten Altbauten. Die Verkehrsanbindung ist hervorragend, es gibt viel Gastronomie und ein Kino, und dauch ie vielen Einkaufsmöglichkeiten an der Müllerstraße und am Leopoldplatz sind nah.

Man muss jedoch den Kiez gar nicht verlassen – es lohnt sich vielmehr, sich einmal genauer in den Straßen umzusehen. So hat sich eine Salatdressing-Manufaktur namens „Blattgold“ in der Kameruner Straße 14 angesiedelt. Ganz untypisch für den Wedding ist die Bezeichnung des Manufaktur-Ladens als „Haus der feinen Kost“. An der Ecke Togo-/Kameruner Straße hält sich seit Jahren der Bioladen „Naturkost“. Wo sich doch sonst im Wedding kein solches Geschäft dauerhaft etablieren konnte – hier funktioniert es offensichtlich.

Im gegenüberliegenden Eckhaus Kameruner Straße 14 / Togostraße befindet sich seit November eine neue Galerie. Von Donnerstag bis Sonntag werden dort noch bis zum 4. Dezember „Drei Orte, zusammengelegt“ gezeigt.

Kreative Pioniere sitzen seit einiger Zeit in der Togostraße 79 a in der „Montagehalle Berlin„. Unter dem Motto „1 Laden, 2 Leute, 3 Labels“ wird dort Mode aus dem Wedding erdacht und hergestellt.

Schon zum zweiten Mal findet vom 1. bis 4. Dezember der Weddinger Wunderbazar im Advent mit Mode, Malerei, Accesoires, Taschen, Filz, Strick, Comics, Fotografie und Keramik statt. 12 Designer und Künstler aus der Monbtagehalle und einem Projektatelier präsentieren am Donnerstag von 19 – 23 Uhr und Freitag, Samstag und Sonntag von 11 – 19 Uhr ihre Werke.

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Teil des Afrikanischen Viertels in den kommenden Jahren entwickelt. Vielleicht strahlt diese urbane und kreative Meile auch in die nördlicheren Teile des Afrikanischen Viertels aus. Dies ist jedoch schwer vorstellbar – dort dominieren noch die reinen Wohngebiete.

Keiner will die Kameruner Straße umbenennen

CDU-Plakat
CDU plakatiert falsches Bild

Eine Wahlkampfposse im Afrikanischen Viertel: die CDU Wedding bezieht Position zu den möglichen Umbenennungen von drei Straßen im Afrikanischen Viertel. Sie ist aus Kostengründen dagegen. Zu diesem Thema hat die lokale CDU ein Plakat drucken lassen. Leider ist auf dem Bild ein Schild von der Kameruner Straße zu sehen, die gar nicht umbenannt werden soll. Geplant ist die Umbenennung von Lüderitzstraße, Nachtigalplatz und Petersallee, da mit diesen Namen Personen geehrt werden, die zu den negativen Protagonisten der deutschen Kolonialgeschichte gehören. Die anderen Straßennamen sollen nicht nur bestehen bleiben – sie solle im Gegenteil sogar zum Kern eines deutschlandweit einmaligen Lern- und Gedenkorts für die deutsche Kolonialgeschichte werden. Will die CDU mit dem „falschen“ Straßennamen etwa alle Anwohner, auch die der nicht betroffenen Straßen, aufschrecken und gegen ein Gedenkstättenkonzept stimmen lassen?