Baguetterie: Leckeres Backwerk an der Torfstraße

Das Traditionscafé hat seinen seit 20 Jahren angestammten Platz in der Föhrer Straße am Ausgang des U-Bahnhofs Amrumer Straße aufgeben müssen. Doch es bleibt dem Kiez erhalten, und nicht nur das: Jetzt versorgt diese Bäckerei von der Torfstraße aus die Gegend mit selbst gemachten Baguettes. Am neuen Standort ist aus dem ursprünglich kleinen Laden ein richtig großzügig bemessenes Café-Bistro. Und hier ist der Name Programm: die Baguettes werden frisch und sogar nach konkreten Kundenwünschen belegt.  Es gibt auch frisch im Ofen aufgebackene Baguette-Kreationen. Wer einen kleinen Aufpreis zahlt, erhält statt Weizen auch die Vollkornvariante. Sogar Franzbrötchen hat die Baguetterie im Angebot. Von den Croissants ganz zu schweigen! Auch die angebotenen Muffins schmecken gut.

Der Laden dient auch als Imbiss, in dem hausgemachte Bouletten, Tartes, Quiches, Flammkuchen, Snacks und Kuchen angeboten werden.

Die Baguetterie ist definitiv einer der besseren Bäcker im Wedding und hat einen dementsprechend großen Kreis an Stammkunden im Sprengelkiez. Auch am Sonntagmorgen versorgt die Baguetterie den ganzen Kiez mit frischen Brötchen.

Torfstr. 26
13353 Berlin

Mo. – Fr. 6.00 – 16.00 Uhr
So. 8.00 – 12.00 Uhr
Sa. und an Feiertagen geschlossen

Website

 

GESCHLOSSEN: Futtern neben Muttern

Supperei 1Wer an der oberen Müllerstraße Hunger bekommt, sollte sich im Fahrradladen melden. Der Begriff „Futtern“ in Kombination mit Muttern bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Einen Moment heißt es warten, bis der Schraubenschlüssel weggelegt ist und die Hände gewaschen sind, dann geht es in den benachbarten Imbiss. Die zündende Geschäftsidee in diesem Wohngebiet, in dem es aber auch einige Geschäfte, den BVG-Betriebshof und ein Seniorenheim gibt, scheint wohl in der Kombination verschiedener Bedürfnisse zu liegen.

„Curry & Chili“: Bereit für den schärfsten Imbiss der Stadt?

Ist das der schäftste Imbiss der Stadt? Scharfe Sauce gibt es hier jedenfalls in zehn verschiedenen Schärfegraden.  Man muss sie aber nicht probieren. Es gibt auch ganz normale Currywurst.
Ist das der schäftste Imbiss der Stadt? Scharfe Sauce gibt es hier jedenfalls in zehn verschiedenen Schärfegraden. Man muss sie aber nicht probieren. Es gibt auch ganz normale Currywurst.

Der Imbiss in der Osloer Straße/Ecke Prinzenallee verkauft eine Currywurst, die selbst gestandenen Männern die Tränen in die Augen treibt. Beim Wettessen qualifizieren sie sich für den „schärfsten Club der Welt“. Ein Beitrag aus dem Kiezmagazin „Soldiner“ über den schärfsten Imbiss der Stadt.

Phönicia: Falafel statt Döner

Um im Wedding einen guten Falafel zu bekommen, sollte man manchmal auch längere Wege in Kauf nehmen. Seit ein paar Jahren gibt es in der Seestraße Spezialitäten aus Nahost. Inzwischen ist der kleine Laden in libanesischer Hand und bezieht sich namenstechnisch auf die Phönizier, die bekanntlich im heutigen Libanon ihren Siedlungsschwerpunkt hatten. Anders als bei den meisten Falafelläden kann man vor dem Phönicia im Sommer auch schön sitzen.

GESCHLOSSEN: Kastaniengarten: Im Schatten des Wedding

Eingang zu einem BiergartenBerlin hat, was viele nicht wissen, eine ebenso reiche Biergarten-Tradition wie München. Eine Ahnung davon vermitteln der Prater und der Pfefferberg in Prenzlauer Berg oder, als Beispiel aus jüngerer Zeit, das Eschenbräu in der Triftstraße im Wedding. Doch nun ist ein weiteres Lokal als Ausflugsziel wieder hinzugekommen…

GESCHLOSSEN Moni’s Fischkajüte: Treffpunkt für alteingesessene Weddinger

Monis Fischkajüte 1 Von außen macht die Fischkajüte einen eher unscheinbaren Eindruck und gliedert sich in die umliegenden Friseur- und Kebabstores nahtlos ein. Nur die Reklame lässt erahnen, dass es sich hier um einen traditionellen Fischladen handelt. Innen geht es dagegen herzlich und familiär zu. Mit Hummerservietten und großem Segelschiffaufkleber an der Wand wirkt es hier im Wedding sogar schon maritim. Im Zentrum des Ladens befindet sich die große hell beleuchtete Fischtheke, hinter der sich Moni, die Ladenbesitzerin, postiert. Das Angebot reicht von hausgemachten Salaten, belegten Brötchen bis hin zu Frischfisch aller Art. Ich habe den Eindruck, dass jeder, der den kleinen Laden betrifft, schon mal hier gewesen ist. Moni scheint durchaus einen Großteil ihrer Kundschaft zu kennen. Sie bestätigt mir, dass viele sie noch aus der alten Müllerhalle (heute Kaufland) kennen würden und ihr die Treue halten. Es gibt sogar Gruppen, die sich hier regelmäßig treffen. So wie heute – ein Stammtisch sitzt direkt neben der Theke, plaudert und man schlürft Kaffee. Manchmal gibt es auch einen Matjes dazu. Moni ist froh, dass sie bis zu 90 % auf ihre Stammkunden bauen kann, denn nach der Schließung der lebhaften Müllerhalle vor zwei Jahren musste sie sich erst mal nach einem neuen Standort umsehen. Das klappte zum Glück in der unmittelbaren Umgebung.

Immer ein offenes Ohr und Tipps parat

Man sieht Moni gar nicht an, dass sie schon über 25 Jahre im Handel tätig ist und dass der Fisch eher zufällig in ihr Leben kam. Sie trägt eine weiße Schürze und ihr rotes Haar dazu kraus. Im Pony eine blonde Strähne, die ihr etwas Jugendliches verleiht. Auffallend ist ihre freundliche Ausstrahlung. So hat sie stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Kunden, berät gerne, hat Rezept- oder auch mal Gesundheitstipps parat. Viele Kunden kommen mit Fragen zu gesundheitlichen Problemen zu ihr: „Bei Gicht sollte man zum Beispiel den Matjes weglassen.“, erfahre ich. Fisch hat einen sehr hohen Eiweißgehalt und ist deutlich besser bekömmlich als Fleisch. Dass Fisch gesund ist, hat sich offensichtlich im Kiez rumgesprochen, denn der Laden wirkt gut besucht. Das geht eigentlich schon morgens los, meint Moni, wenn die Jungs von der BSR ihr Frühstück hier einnehmen. Wer möchte, kann dann gern zum täglich wechselnden Mittagstisch kommen: „Heilbutt- oder Zanderfilet mit Beilage“ gibt es heute für 10,50 € und die Portion Tintenfischringe mit Salat ab 5,10 €. Entweder nimmt der Kunde den Fisch mit oder verzehrt ihn hier direkt vor Ort. „Alle Fischgerichte werden auch individuell aus der frischen Ware zubereitet“, heißt es. Neben Moni steht meist nachmittags Marina hinter der Theke der Fischkajüte und bedient die Kunden. Am besten verkauft sich in dem kleinen Laden der Brat- beziehungsweise Sahnehering oder der Matjes. Das Angebot ist jedoch reichhaltig: Frischfisch, Süßwasser- oder Meeresfische sowie Aquakulturen, sogenannte gezüchtete Fische.

Die Ware kommt hauptsächlich aus Oldenburg in Holstein oder aus dem Nordost-Atlantik sowie der Süßwasserfisch (zum Beispiel Forellen oder Karpfen) aus dem Umland (Linum). Es scheint, als würde hier in der Fischkajütte ein kleines Stück Heimat entstehen – fern von allen Trends. Deshalb lohnt sich ein Besuch, insbesondere bei saisonalen Highlights wie den Maischollen oder Matjeswochen.
In diesem Sinne: Guten Appetit!

Autorin/Fotos: Julia Hahnke

Moni’s Fischkajüte geschlossen

Müllerstraße 114 (U Rehberge),

13351 Berlin-Wedding

„Shalimar“: seit Jahrzehnten ein pakistanischer Farbtupfer im Kiez

Taj Grill indisches EssenEchte Kenner lassen sich vom unauffälligen Äußeren und dem ziemlich spartanischen Inneren nicht abschrecken. Denn beim Shalimar handelt es sich um ein schlicht eingerichtetes, dafür aber gastronomisch überzeugendes Imbissrestaurant. Das eigentlich Erstaunliche ist, dass es schon seit 1987 am gleichen Standort in Gesundbrunnen zu finden ist. Für viele Fans der indisch-pakistanischen Küche ist das Shalimar aus dem Kiez nicht mehr wegzudenken, was natürlich an der Qualität des Essens und dem überaus freundlichen Personal liegt. Wie so oft bei Restaurants mit Speisen aus diesem Teil der Welt gibt es eine große Auswahl an vegetarischen Gerichten. Im Ortsteil Gesundbrunnen ein unumgänglicher Ort, wenn es um indisch-pakistanisches Essen geht!

ShalimarBellermannstr. 17, 13357 Berlin,

Tel. 030 4944028

Montag bis Sonntag

12:00 -16:00 Uhr

17:00 -23:00 Uhr

„Sofra“: Döner und Börek für Gourmets

Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)
Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)

Kann sein, dass ich ein bisschen sensibel bin. Aber eine nette Begrüßung ist anders. Dennoch, es geht beim Essen ja nicht ausschließlich ums Nettsein, sondern auch darum, wie’s schmeckt. Und ja, zugestanden: Der Döner im Sofra ist einfach einer der tollsten der Stadt. Ich weiß, das sagt man über viele Döner, insbesondere jene aus der eigenen Ecke, aber ich komme, erstens, gar nicht aus Wedding, sondern aus Mitte und ich vertraue, zweitens, auch auf eine nach der Kindheit (die essensmäßig dem Diktat meiner Mutter folgte) erworbene, mittlerweile 24-jährige Expertise in dieser Angelegenheit. Und wo gibt’s denn bitteschön mageres Fleisch, das man als solches auch erkennt und selbstgebackenes Dönerbrot? Richtig. Fast nirgends. Deshalb ist Sofra einer meiner absoluten Favoriten. Ab jetzt. Ab dem ersten Mal. Keine Eingewöhnung, sondern toll im ersten Anlauf. Drei Euro sind Standard (zumindest in Berlin) und dass da kein Rotkohl drin ist, stört mich, obwohl ich den sehr mag, kein bisschen. Und die Soßen: Die haben Geschmack, der über fettig hinausgeht. Stilecht gab’s Schwarztee dazu.

Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)
Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)

Ich hatte ziemlich großen Hunger, deshalb gab’s zum Nachtisch noch einen Börek mit Fleisch und alleine dafür hätte sich das Kommen schon gelohnt. Natürlich auch selbst gemacht, ordentlich gewürzt, nicht zu viel Hack und – genau – selbstgebacken in selbstgemachtem Teig. Träumchen. Unbedingt empfehlenswert. Einfach mit der U8 zur Pankstraße und drei Minuten die Prinzenallee hoch laufen. Oder hier gucken. Denn das Sofra hat tatsächlich eine Facebookseite.

Und eins noch: Zu meiner zweiten Bestellung gab es ein sehr herzliches Lächeln inklusive. Also vielleicht doch nur etwas sensibel.

SOFRA

Bellermannstr. 99 Ecke Prinzenallee (Gesundbrunnen)

 

Autor: Christoph Knappe, Anschluss-Berlin (Blog)